Freitag, 22. Juni 2018

Die Krise sind „Wir“

Eine Flüchtlingskrise hat es nie gegeben. Was es aber gab und leider immer noch gibt, ist eine Einheimischenkrise.
 
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Zum Flüchtling oder Einwanderer kann man aus den verschiedensten Gründen werden. Einheimischer aber ist man immer nur aus einem einzigen Grund: aus Zufall.

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Es freut mich so für Europa, dass sein größtes Problem, ja praktisch sein einziges, darin besteht, möglichst wenig Flüchtlinge hereinzulassen.

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Das Problem der illegalen Migration ist leicht zu lösen: Man legalisiere sie.

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Was man seltsamerweise viel zu selten hört oder liest, ist die Wendung „Wir Ausländer“

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Und die Wendungen „Wir Flüchtlinge“ oder „Wir Asylsuchende“ scheinen gar nicht zu existieren.

Dienstag, 19. Juni 2018

Notiz zur Zeit (194)

Phantastisch! Dank Künstlicher Intelligenz kann jetzt vorhergesehen werden, dass, wer im Studium schlechte Noten hat, da zu neigt, das Studium abzubrechen. Konnte man ja nicht ahnen. Ein Glück, dass es solch bahnbrechende Forschungen gibt, sonst müssten die dafür aufgewandten Gelder glatt für was Sinnvolles ausgegeben werden.

Puto!

Warum um alles in der Welt ist „homophob“, wenn Fußballfans Fußballspielern „puto“ zurufen? Ein Stricher zu sein ist nichts per se Negatives. Inwiefern ist es homophob, jemandem die Bezeichnung eines Berufs oder einer Tätigkeit an den Kopf zu werfen, für deren Ausübung man nicht homosexuell sein muss? Dass die Fans es anders meinen, stimmt sicher. Aber will man Gesinnungen bestrafen oder Äußerungen? Was, wenn englischsprachige Fußballfans Fußballspieler als „queers“ bezeichnen und damit nicht die stolze community der Buchstabensalatsternchen meinten, sondern einfach Schwuchteln? Gälte dann, der Gesinnung halber, „queer“ doch wieder als homophobes Schimpfwort und wäre zu bestrafen?

Freitag, 15. Juni 2018

Deutsche Bavarophobie

Das Verhalten Seehofers und der CSU in der Frage der Abweisung von Menschen direkt an der Grenze führt im Rest von Klewindeutschland zu Festspielen der Bavarophobie. Deutsche mögen oft Ausländer nicht, aber einander hassen sie.

Montag, 11. Juni 2018

Ein gewisser Ali B. ist zurück

Darin sind der deutsche Staat und seine Bürger sich einig: Sie mögen keine Ausländer. Von den Flüchtlingen sollen so wenige wie irgend möglich ins Land dürfen und möglichst viele es wieder verlassen müssen. Aber einen einzelnen mutmaßlichen Straftäter fliegt man mit viel Aufwand und hohen Kosten ein, um ihn vor Gericht stellen zu können. Vermutlich, um ihn dann als kriminellen Ausländer wieder auszuweisen. Deutsche Ordnung, deutsche Gründlichkeit, deutscher Irrsinn.