Geschmacksverfeinerung ist eine politische Frage, da ein Mensch mit kultiviertem Geschmack weniger leicht Fake News oder Propaganda unterliegt und selbstverständlich auch nicht so anfällig für Populismus ist. Meine Antwort lautet also: Unterschätzt die Literatur nicht, unterschätzt die Kunst nicht, weil sonst auf dem frei werdenden leeren Platz der Populismus einzieht.
Dienstag, 15. Januar 2019
Montag, 14. Januar 2019
Luxemburg & Liebknecht
Das Getute um „Rosa und Karl“ habe ich nie verstanden. Die beiden wollten den Klassenkampf in Gestalt des Bürgerkrieges. Die Bourgeoisie sollte massakriert, jedenfalls aber mit Gewalt ausgeschaltet werden. Den Bürgerkrieg haben sie ein Stück weit bekommen. Und siehe da, die Bourgeoisie wehrte sich und gewann. Ich kann also nicht sehen, dass Luxemburg und Liebknecht Unrecht geschehen wäre. Sie ernteten, was sie gesät hatten. „Denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.“ (Mt 26,52b) Vorbilder für vernünftige Gesellschaftkritik und eine bessere politische Praxis sind die „Rosa und Karl“ jedenfalls so wenig wie Lenin, Stalin, Mao oder Pol Pot.
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Riexinger (Vorsitzender der KPD-SED-Nachfolgepartei Die Linke) lügt, wenn er sagt, Liebknecht und Luxemburg seien gegen den Krieg gewesen. Sie waren dafür, aus dem Krieg einen Bürgerkrieg zu machen. Das war ihr Begriff von Revolution. „Der Bürgerkrieg, den man aus der Revolution mit ängstlicher Sorge zu verbannen sucht, läßt sich nicht verbannen. Denn Bürgerkrieg ist nur ein anderer Name für Klassenkampf, und der Gedanke, den Sozialismus ohne Klassenkampf, durch parlamentarischen Mehrheitsbeschluß einführen zu können, ist eine lächerliche kleinbürgerliche Illusion.“ (R. L.) Das Modell war Russland und das Ziel daher, die bürgerliche Klasse physisch zu eliminieren. — Und das sind auch 2019 noch die Vorbilder der Parte Die Linke? Na reizend.
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Den einen missfällt, dass ich sage, dass zum Hetzer Magnitz die Gewalt zurückgekehrt ist, die er predigte, anderen missfällt, dass ich sage, dass Liebknecht und Luxemburg in dem Bürgerkrieg umkamen, den sie selbst herbeiführen wollten. Ich halte mich nicht für einen Menschen der Mitte, aber ich habe den Eindruck, ich mache da was richtig.
Samstag, 12. Januar 2019
Weibliches Schreiben
„Ich bin eine Schriftstellerin und nehme alles durch Gefühle wahr.“ Das, gnädige Frau, bezeichnet sehr treffend das Problem. (Und erklärt, warum so viele frauen so schlecht schreiben.)
Donnerstag, 10. Januar 2019
Fall Magnitz
Man muss aber auch sagen: Der Kerl hat nun einmal eine Fresse, die gleichsam dazu auffordert, poliert zu werden.
Notiz zur Zeit (215)
Es ist ja nett, dass die deutsche Bundesregierung armen Kinder ein paar Almosen zukommen lassen will. Aber wäre ihnen nicht mehr geholfen, wenn ihre Eltern ein ausreichendes Einkommen hätten?
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