In der BRD findet gerade wieder das große mediale Schmierentheater der Ablenkung vom Wesentlichen statt: Wird Kanzler Merz stürzen oder gestürzt werden? Bringt er sein neoliberales „Reformpaket“ unaufgeschnürt durch oder kann die SPD, die schon alles mitbeschlossen hat, doch noch ein bisschen Umverpackung erbetteln? Welche Kasper werden Berlin regieren? Ist „unsere“ Demokratie in Gefahr, weil die Leute wählen, was sie wollen (was erstaunlich oft Quasinazismus ist)? Oder bringt die „Künstliche Intelligenz“ ohnehin alle um, bevor es ganz schlecht ausgeht?
Über solche Themen kann man ganz wunderbar Bildschirme volltippen und Quasselsendungen vollquatschen, das Schöne an ihnen ist: Sie sind kontrovers, es kommt nichts dabei heraus und man braucht nicht über das nachzudenken, was eigentlich los ist.
Selbstverständlich gibt es unfähigere und kompetentere, bösartigere und wohlwollendere Regierungen. Es ist, um ein Bild zu wählen, ein Unterschied zwischen Trump und Mamdani. Und auf das Leben der Leute mag diese oder jene Gubernanz unterschiedlich erfreuliche oder unerfreuliche Effekte haben. Darüber kann man reden. Aber zum Beispiel nicht sinnvoll darüber, dass zu wenig Geld da ist, weil die Menschen immer älter werden ― das Geld muss da sein, sonst gäbe es nicht immer mehr Millionäre und Milliardäre; Sozialabbau („Reformen“ genannt) bringt kaum Geld in die Kassen, leert aber die Geldbörsen. Keine Thema fürs mediale Spektakel.
Statt sich an die Realität zu halten und Strukturen zu bedenken, wird spekuliert und personalisiert. Merz muss weg? Meinetwegen. Aber welcher neoliberale Lemur auch immer nach ihm kommt, der muss auch weg. Der Staat muss weg. Dessen Sinn und Zweck ist ja lediglich, die Reichen ungestört reicher werden zu lassen und alle anderen in Schach zu halten, während sie für andere schuften. Viele glauben ja daran, sie bestimmten irgendetwas, wenn sie wählen gingen. Können sie denn den Staat abwählen? Oder wenigstens den Sozialismus (das gesellschaftliche Eigentum an den entscheidenden Produktionsmitteln) einführen? Nein, können sie nicht. Auch Gratis-ÖPNV, bessere Schulen und günstigeres Wohnen (oder was immer man sich von der Regierung einer Pleite-Stadt erträumen möchte), machten zwar das Leben im Kapitalismus etwas angenehmer, ändert aber nichts an den ökonomischen Strukturen.
Dieser Untertanengeist, der von oben Lösungen erwartet für Probleme, die unten und im Hintergrund entstehen, ist selbst ein Problem: Bitte, Regierendem rettet uns vor uns selbst. Seid nett zu uns, dann sind wir auch brav. Wir wollen doch nur ein bisschen glücklich sein.
Über solche Themen kann man ganz wunderbar Bildschirme volltippen und Quasselsendungen vollquatschen, das Schöne an ihnen ist: Sie sind kontrovers, es kommt nichts dabei heraus und man braucht nicht über das nachzudenken, was eigentlich los ist.
Selbstverständlich gibt es unfähigere und kompetentere, bösartigere und wohlwollendere Regierungen. Es ist, um ein Bild zu wählen, ein Unterschied zwischen Trump und Mamdani. Und auf das Leben der Leute mag diese oder jene Gubernanz unterschiedlich erfreuliche oder unerfreuliche Effekte haben. Darüber kann man reden. Aber zum Beispiel nicht sinnvoll darüber, dass zu wenig Geld da ist, weil die Menschen immer älter werden ― das Geld muss da sein, sonst gäbe es nicht immer mehr Millionäre und Milliardäre; Sozialabbau („Reformen“ genannt) bringt kaum Geld in die Kassen, leert aber die Geldbörsen. Keine Thema fürs mediale Spektakel.
Statt sich an die Realität zu halten und Strukturen zu bedenken, wird spekuliert und personalisiert. Merz muss weg? Meinetwegen. Aber welcher neoliberale Lemur auch immer nach ihm kommt, der muss auch weg. Der Staat muss weg. Dessen Sinn und Zweck ist ja lediglich, die Reichen ungestört reicher werden zu lassen und alle anderen in Schach zu halten, während sie für andere schuften. Viele glauben ja daran, sie bestimmten irgendetwas, wenn sie wählen gingen. Können sie denn den Staat abwählen? Oder wenigstens den Sozialismus (das gesellschaftliche Eigentum an den entscheidenden Produktionsmitteln) einführen? Nein, können sie nicht. Auch Gratis-ÖPNV, bessere Schulen und günstigeres Wohnen (oder was immer man sich von der Regierung einer Pleite-Stadt erträumen möchte), machten zwar das Leben im Kapitalismus etwas angenehmer, ändert aber nichts an den ökonomischen Strukturen.
Dieser Untertanengeist, der von oben Lösungen erwartet für Probleme, die unten und im Hintergrund entstehen, ist selbst ein Problem: Bitte, Regierendem rettet uns vor uns selbst. Seid nett zu uns, dann sind wir auch brav. Wir wollen doch nur ein bisschen glücklich sein.