Samstag, 27. Juni 2026

Notiz zur Zeit (270)

Der deutsche Bundestag hat ein Gesetz beschlossen, durch das künftig die Möglichkeit der Umweltschutzverbände, vor Gericht gegen Bauvorhaben zu klagen, stark eingeschränkt sein werden. Gut so. Endlich wird den linksgrünen Nörgerlern das Maul gestopft. Hitler hat die Autobahnen auch ohne die Ökospinner gebaut. 
 
Die Folgen einer Politik ohne und gegen Umweltschutz bekommen die Menschen in Europa derzeit einmal mehr am eigenen Leibe zu spüren. Extreme Hitze lässt viele leiden und einige sterben. Der Klimawandel spielt eine Rolle und ein menschenfeindliches Bauen von Häusern und Städten.
 
Derweil ist die bundesdeutsche Regierung damit befasst, soziale Reformen zu verhängen, insbesondere gegen Ruheständler. „Reform“ ist ein Fachvokabel und bedeutet laienhaft ausgedrückt „Schlechterstellung der Betroffenen“ und „Sozialabbau“. Damit die Rentenbeiträge nicht steigen, sollen die Leute weniger Rente bekommen. Logisch. Daraufhin werden die Sozialausgaben steigen, weil mehr Menschen arm werden. Schuld sind sicher die Zuwanderer, die mehr einzahlen, als sie herausbekommen. Logisch.
 
Das Geld dort zu holen, wo es massenhaft ist, kommt selbstverständlich nicht in Frage. Man baut schließlich nicht eine auf ungerechter Eigentumsverteilung beruhende Wirtschaft so, dass kollektiv erwirtschaftetes Einkommen von unten nach oben verteilt wird, um dann die so entstandenen Vermögen wieder zu verringern. Wäre ja absurd. Da könnte man sich den Staat ja gleich sparen.
 
Das völlig Verrückte an all dem Unsinn ist, dass die Verbrecherbanden, die da teils wahllos, teils mit bösartiger Genauigkeit herumregieren, auch noch von der Masse der Leute, die durch sie nichts als kleinen oder großen Schaden davontragen, mehr oder minder gewählt werden. Und das sogar die Möglichkeit besteht, dass noch dümmere, noch bösartigere Lemuren bald am Regieren beteiligt werden.

Glosse CLXVII

Österreich rollt auf eine Hitzewelle zu. Eines solchen Risikos geographischer Mobilität war ich mir gar nicht bewusst.

Donnerstag, 25. Juni 2026

Eigentlich einfach

Wenn Juden als Juden Opfer werden sollen, muss man sich auf ihre Seite stellen. Wenn Juden als Juden Täter werden wollen, darf man sich nicht auf ihre Seite stellen. So einfach ist das. Eigentlich. Mit Judentum oder nicht hat das im Grunde gar nichts zu tun. Den Verfolgten helfen, den Verfolgern nicht. Punkt.
In Deutschland macht man das anders. Dort ließ man sich bekanntlich die Judenverfolgung gefallen oder beteiligte sich sogar daran. (Von Ausnahmen abgesehen.) Dort beschweigt man heute die israelischen Verbrechen oder rechtfertigt und unterstützt sie sogar. (Von Ausnahmen abgesehen.) Wie kann das sein? Wie kann das moralische Urteilsvermögen bei so einfachen Fragen ― „Ist, wer mordet, ein Mörder? Darf man morden?“ ― so nachhaltig versagen?
Vor lauter selbstgefälliger Vergangenheitsbewältigung, Erinnerungskultur und und besonderer Verantwortung als schlimmste Täter aller Zeiten ist das schlichte „Du sollst nicht morden!“ des hebräischen Dekalogs nichts mehr wert?
Die Rechtsextremen hassen das Erinnern der historischen Schuld und bewundern die brutale Entschlossenheit der Zionisten zum Völkermord. Hier ist die Linie klar (und verabscheuungswürdig): Immer das Falsche wählen. Was aber bringt die Nichtrechtsextremen, die doch die Mehrheit sind, dazu, die gegenläufige Klarheit zu verweigern? Man kann nicht (rückwirkend) gegen die Nazis sein, so viel steht fest, und die mörderischen Zionisten gewähren lassen. Wer Unrecht billigt, begeht Unrecht. Wer Unrecht nicht Unrecht nennt, begeht Unrecht. So einfach ist das. Eigentlich

Mittwoch, 24. Juni 2026

Notiz zur Zeit (269)

Deportationszentren am Rande Europas. Eine Schande für die Menschheit.

Wie kaputt muss ein Land sein, wenn dort der schmierige Koks-und-Nutten-Michl als moralische Instanz auftreten kann?

Kühlung für Obdachlose finde ich gut. Obdach für Obdachlose fände ich besser.

Ja klar, es gibt immer mehr Millionäre und Milliardäre und deren Anteil am Gesamtvermögen nimmt immer mehr zu, aber das Problem sind die Rentner, die nicht lange genug gearbeitet haben und zu lange leben. Sagen (überraschenderweise) die Experten, sagt die Regierung, sagen die Medien - und die Leute glauben es. Irr.

Was denn, Boris Johnson ist gar nicht mehr Premier? Irgendwie habe ich die Briten seit ihrem EU-Austritt aus den Augen verloren. Das war schön.

Die deutsche Bahn fährt einfach gar nicht mehr. Das bringt es auf den Punkt, finde ich.
 
Beim Handel spricht man von Mogelpackung, wenn man zum selben Preis weniger Ware bekommt. Wenn hingegen die Politik beschließt, dass die Sozialbeiträge nicht erhöht, sondern Leistungen explizit und implizit gekürzt werden, dann heißt das Reform.
 
Europa verhandelt über die „technischen“  Details der Deportation von Menschen mit einem (von Europa als terroristisch betrachteten) Regime, das der Grund ist, warum besagte Menschen nach Europa geflohen sind. ― Pfui Deibel, ist das unanständig.

Glosse CLXVI

Irgendetwas sei in den empirischen Zusammenhang hineinintegriert, lese ich bei Gerhard Wehr. In einem bald sechzig Jahre alten Text. Ich befrage sodann das Internet und finde keine weiteren Beispiele für Hineinintegration. Damit verliere ich die Hoffnung, dass mir jemand erklärt, was „herausintegrieren“ bedeuten könnte.