Man sagt gerne, wer mit 20 kein Sozialist sei, habe kein Herz, wer es aber mit 40 immer noch sei, habe kein Hirn. Der knackige Spruch mag insofern etwas treffen, als nicht wenige die aufbruchswillige Sentimentalität ihrer Jugend in reiferem Alter längst gegen anpassungswillige „Rationalität“ eingetauscht haben. Man könnte auch sagen: Gerechtigkeitssinn gegen Geschäftssinn. Unzutreffend und geradezu verdummend ist aber die Gegenüberstellung von Herz und Hirn.
Denn Sozialismus (verstanden als die Vergesellschaftung der entscheidenden Produktionsmittel im Unterschied zur Kontrolle der Wirtschaft durch äußerst ungleich verteilte Privatvermögen und der Auslieferung der Mehrzahl der Berufstätigen an Ausbeutungsverhältnisse) ist keineswegs bloß eine jugendliche Schwärmerei, sondern ein durch und durch rationales Konzept. Vielleicht braucht es mehr „Hirn“ dafür, um das zu verstehen, als manche nach Jahren der Einfügung ins kapitalistische System noch aufbringen wollen oder können .
Zusammenzuarbeiten statt gegeneinander, das gemeinsam Erwirtschaftete auch für gemeinsam festgelegte Zwecke einzusetzen, alle zu versorgen und niemanden im Elend zu lassen, eines jeden schöpferische Kräfte zu fördern und ihre Einbringung in gemeinsame Vorhaben zuzulassen ― das alles ist sinnvoll, produktiv und ethisch geboten. Zerstörerisch in jeder Hinsicht ist es hingegen, die Profitmaximierung über alles zu stellen, sehr wenige sehr reich zu machen, Menschen und natürliche Ressourcen auszubeuten und irreparabel zu schädigen und Unterdrückung und Verdummung zum Systemerhalt einzusetzen.
Wenn das Vernünftige auch noch das Gefühl, den Sinn für Gerechtigkeit und die Empörung über Unrecht und Leid zu Genossen hat, umso besser; das sollte nicht nur bei jungen Menschen der Fall sein. Wer hingegen irgendwann im Leben abgestumpft und gleichgültig ist oder gar gierig und skrupellos, sollte sich dessen nicht auch noch rühmen.
Denn Sozialismus (verstanden als die Vergesellschaftung der entscheidenden Produktionsmittel im Unterschied zur Kontrolle der Wirtschaft durch äußerst ungleich verteilte Privatvermögen und der Auslieferung der Mehrzahl der Berufstätigen an Ausbeutungsverhältnisse) ist keineswegs bloß eine jugendliche Schwärmerei, sondern ein durch und durch rationales Konzept. Vielleicht braucht es mehr „Hirn“ dafür, um das zu verstehen, als manche nach Jahren der Einfügung ins kapitalistische System noch aufbringen wollen oder können .
Zusammenzuarbeiten statt gegeneinander, das gemeinsam Erwirtschaftete auch für gemeinsam festgelegte Zwecke einzusetzen, alle zu versorgen und niemanden im Elend zu lassen, eines jeden schöpferische Kräfte zu fördern und ihre Einbringung in gemeinsame Vorhaben zuzulassen ― das alles ist sinnvoll, produktiv und ethisch geboten. Zerstörerisch in jeder Hinsicht ist es hingegen, die Profitmaximierung über alles zu stellen, sehr wenige sehr reich zu machen, Menschen und natürliche Ressourcen auszubeuten und irreparabel zu schädigen und Unterdrückung und Verdummung zum Systemerhalt einzusetzen.
Wenn das Vernünftige auch noch das Gefühl, den Sinn für Gerechtigkeit und die Empörung über Unrecht und Leid zu Genossen hat, umso besser; das sollte nicht nur bei jungen Menschen der Fall sein. Wer hingegen irgendwann im Leben abgestumpft und gleichgültig ist oder gar gierig und skrupellos, sollte sich dessen nicht auch noch rühmen.