Die Menschen sind längst dazu gebracht worden, sich selbst als Verfügungsmasse zu betrachten. Das ist eine Folge ihres Konsumismus. Sie haben es nicht bei besonderer Kleidung und Schmuck belassen, sondern sind zu tattoos und piercings übergegangen. Und zu plastischer Chirurgie. Wem alles Ware ist, nach der er verlangen und die er kaufen soll, der verschont auch den eigenen Körper nicht. Und wie man eine Wohnung, wenn man kann, nach der jeweiligen Mode einrichtet und dekoriert, so gestaltet man eben auch sich selbst. Man ist sich ein Ding unter Dingen, der eigene lebendige Körper nichts anderes als etwas, worüber man frei verfügt und mit dem man nach (vorgegebenem) Belieben umgehen kann.
Man hält das für Selbstbestimmung. Das ist ein Missverständnis. Selbstbestimmung bedeutet, dass man über die eigenen Angelegenheiten bestimmen kann, im Rahmen des Möglichen, Sinnvollen, Anständigen, Verantwortbaren. Es bedeutet nicht, dass man sich mit sich selbst machen kann, was man will. Man ist keine Sache, sondern eine Person, keine Angelegenheit, sondern ein Mensch.
Insbesondere die Rede vom Selbstmord als einem Akt der Selbstbestimmung ist Unsinn. Sich frei für die Unfreiheit zu entscheiden (denn der Tote entscheidet nichts mehr), ist widersinnig und widerspricht sich selbst.
Das angebliche „selbstbestimmte Sterben“ ist nichts als ein verantwortungsloser Mord an sich selbst. Denn wer könnte denn die Folgen seiner Entscheidung verantworten und vor wem? Auf Erden niemand vor niemandem, denn er ist ja tot.
Der eigene Leib, wie auch immer beschaffen, ist ein Geschenk, aber kein Eigentum. Man kann (oder darf) ihn ja auch nicht verkaufen. Wer entstellt, behindert, krank ist, mag das Recht haben, nach Eingriffen der Abhilfe zu verlangen. Den Körper aus Jux und Dollerei zu verwursten, steht niemandem zu.
Kein Mensch hat über seine Zeugung und seine Geburt entschieden. Welches „Recht“ sollte er plötzlich haben, über sein Sterben zu entscheiden? Dass man sich gegen den Tod (das Getötetwerden, das Sterben an einer Krankheit) wehrt, ist etwas ganz anderes: Hier wird das Leben verteidigt, das ist immer gut.
Selbsttötung hingegen ist immer schlecht, ein Akt der Hybris, der Selbstüberschätzung, der mangelnden Demut und fehlenden Bereitschaft, die eigene Endlichkeit anzunehmen. Man will Herr des Verfahrens sein, wo man nicht zum Richter bestellt und gar kein Verfahren anhängig ist. Gewiss, Verfall, Schmerz, Erniedrigung sind unerfreuliche Erfahrungen. Sie gehören jedoch zum Leben dazu. Nicht so der Tod. Der ist dessen Ende. Linderungen sind wünschenswert, erlaubt und geboten, nicht aber die Auslöschung. Die lindert nichts, sie verdammt.
Der Tod ist gewiss, aber nicht, wann er kommt. Ihn willkürlich herbeizuführen, ist Verrat am Leben, an der Freiheit und an sich selbst. Selbstmord ist ein Verbrechen und muss geächtet bleiben.
Man hält das für Selbstbestimmung. Das ist ein Missverständnis. Selbstbestimmung bedeutet, dass man über die eigenen Angelegenheiten bestimmen kann, im Rahmen des Möglichen, Sinnvollen, Anständigen, Verantwortbaren. Es bedeutet nicht, dass man sich mit sich selbst machen kann, was man will. Man ist keine Sache, sondern eine Person, keine Angelegenheit, sondern ein Mensch.
Insbesondere die Rede vom Selbstmord als einem Akt der Selbstbestimmung ist Unsinn. Sich frei für die Unfreiheit zu entscheiden (denn der Tote entscheidet nichts mehr), ist widersinnig und widerspricht sich selbst.
Das angebliche „selbstbestimmte Sterben“ ist nichts als ein verantwortungsloser Mord an sich selbst. Denn wer könnte denn die Folgen seiner Entscheidung verantworten und vor wem? Auf Erden niemand vor niemandem, denn er ist ja tot.
Der eigene Leib, wie auch immer beschaffen, ist ein Geschenk, aber kein Eigentum. Man kann (oder darf) ihn ja auch nicht verkaufen. Wer entstellt, behindert, krank ist, mag das Recht haben, nach Eingriffen der Abhilfe zu verlangen. Den Körper aus Jux und Dollerei zu verwursten, steht niemandem zu.
Kein Mensch hat über seine Zeugung und seine Geburt entschieden. Welches „Recht“ sollte er plötzlich haben, über sein Sterben zu entscheiden? Dass man sich gegen den Tod (das Getötetwerden, das Sterben an einer Krankheit) wehrt, ist etwas ganz anderes: Hier wird das Leben verteidigt, das ist immer gut.
Selbsttötung hingegen ist immer schlecht, ein Akt der Hybris, der Selbstüberschätzung, der mangelnden Demut und fehlenden Bereitschaft, die eigene Endlichkeit anzunehmen. Man will Herr des Verfahrens sein, wo man nicht zum Richter bestellt und gar kein Verfahren anhängig ist. Gewiss, Verfall, Schmerz, Erniedrigung sind unerfreuliche Erfahrungen. Sie gehören jedoch zum Leben dazu. Nicht so der Tod. Der ist dessen Ende. Linderungen sind wünschenswert, erlaubt und geboten, nicht aber die Auslöschung. Die lindert nichts, sie verdammt.
Der Tod ist gewiss, aber nicht, wann er kommt. Ihn willkürlich herbeizuführen, ist Verrat am Leben, an der Freiheit und an sich selbst. Selbstmord ist ein Verbrechen und muss geächtet bleiben.