Man muss lernen, gewiss. Aber braucht es dazu Schule? Vermutlich auch. Doch in welchem Ausmaß und in welcher Form? Die bestehende, um nicht zu sagen: herrschenden Formen, die so erstaunlich üblich sind und kaum Ausnahmen kennen (oder gelten lassen) sind zweifellos an die Erfordernisse der staatlich organisierten Gesellschaft und ihrer Weisen des Wirtschaftens angepasst. Und sollen daran anpassen. Lesen und Schreiben etwa sind nicht zu lernen, um Zugang zur Literatur zu verschaffen (diese ist ja selbst erst Resultat einer Oralität ersetzenden Verbreitung der Schriftlichkeit), sondern durch die Einübung in den Gebrauch von Lettern und Interpunktion soll, wie auch durch Rechnenkönnen und alles technische Wissen, das Funktionieren in fremdbestimmten Arbeits- und Verarbeitungszusammenhängen gewährleistet werden.
Gewiss werden die Kinder auch mit so etwas wie Belletristik, sogar mit bildender Kunst und mit Musik, in Kontakt gebracht. Aber in M;aßen! Auf dass nicht ihr Konformismus und ihr Konsumismus ― der die Unterwerfung unter die Notwendigkeiten des Erwerbslebens zum Gegenstück hat ― Schaden nähme und beeinträchtigt würde, wenn sie Gefallen fänden an eigenständigen Gedanken.
Schule als Anstalt ist Abrichtung für die Zwecke anderer. Nämlich der Herrschenden.
Daher auch das Wuchern der Pädagogik: Elementarpädagogik, Sozialpädagogik, Ernährungspädagogik, Waldpädagogik, Heilpädagogik, Heimpädagogik, Erwachsenenpädagogik usw. usf. Und alles fest in Frauenhand. Weil die Damen nicht gerne schwer arbeiten, aber es lieben, anderen zu sagen, was sie tun sollen.
Gute Schule hätte jedenfalls all dem entgegengesetzt zu sein. Müsste also Anti-Schule sein. Gute Erziehung wäre eine, die Kinder und Jugendlichen zu nichts zwingt, aber zu allem befähigt und ermutigt, was sie kritisch und ablehnend gegen ein System macht, das sie unterdrücken und ausbeuten. Fähigkeiten und Wissen sollen Werkzeuge und Waffen sein bei der nachhaltigen Verweigerung des Weiterso und der Verschlimmerung und beim freudvollen Einsatz für die Verbesserung der Welt.
Gewiss werden die Kinder auch mit so etwas wie Belletristik, sogar mit bildender Kunst und mit Musik, in Kontakt gebracht. Aber in M;aßen! Auf dass nicht ihr Konformismus und ihr Konsumismus ― der die Unterwerfung unter die Notwendigkeiten des Erwerbslebens zum Gegenstück hat ― Schaden nähme und beeinträchtigt würde, wenn sie Gefallen fänden an eigenständigen Gedanken.
Schule als Anstalt ist Abrichtung für die Zwecke anderer. Nämlich der Herrschenden.
Daher auch das Wuchern der Pädagogik: Elementarpädagogik, Sozialpädagogik, Ernährungspädagogik, Waldpädagogik, Heilpädagogik, Heimpädagogik, Erwachsenenpädagogik usw. usf. Und alles fest in Frauenhand. Weil die Damen nicht gerne schwer arbeiten, aber es lieben, anderen zu sagen, was sie tun sollen.
Gute Schule hätte jedenfalls all dem entgegengesetzt zu sein. Müsste also Anti-Schule sein. Gute Erziehung wäre eine, die Kinder und Jugendlichen zu nichts zwingt, aber zu allem befähigt und ermutigt, was sie kritisch und ablehnend gegen ein System macht, das sie unterdrücken und ausbeuten. Fähigkeiten und Wissen sollen Werkzeuge und Waffen sein bei der nachhaltigen Verweigerung des Weiterso und der Verschlimmerung und beim freudvollen Einsatz für die Verbesserung der Welt.