Montag, 14. September 2026

Tefaukritik: „König in Gelb“

Die Furtwänglerin, nun ja. Warum die seit Jahren ausgerechnet als Schauspielerin arbeiten will, entzieht meinem Verständnis. Sie kann nichts und sieht nach nichts aus. Aber Andreas Lust! Der hat schon in mancher Rolle bewiesen, was für ein großartiger Künstler er ist. Seine Verkörperung eines dementen Ex-Ermittlers aber stellt, trotz mancher Aufgesetztheit („Ich sag's wie's ist“, schnipp, schnipp), eine beeindruckende Glanzleistung dar. Und Thomas Thieme! Von dessen Auftritt können Schauspielschüler lernen, was einfache Anwesenheit und minimale Mimik an umwerfender Wirkung haben, wenn einer weiß, was er tut. Zwei Schauspieler, die die Umsetzung des dünnen Drehbuchs zwar nicht richtig retten, aber immerhin ihr Ding machen, wiegen eine wie immer uninspiriert durchs Bild wabernde Nichtschauspielerin beinahe auf.

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