Sonntag, 9. Dezember 2018

Wie man es spricht

Von Dschornalisten erwarte ich ja nichts anderes als „Zih-mi-ack“. Aber dass auch Herr Ziemiak anscheinend nicht darauf besteht, seinen Namen korrekt „Schämjak“* aussprechen zu lassen, ist echt deutsch. (Nämlich überheblich gegenüber Nachbarländern und den Sprachen von deren Bewohnern.)

* Mit weichem „sch“ wie in „Journaille“.

Ländervergleich

In Frankreich empören sich viele und richten an die Regierung vernünftige Forderungen. Das geht gegen Sozialabbau.
In Deutschland empört sich eine Minderheit und fordert, dass die Fremden verschwinden oder zumindest schikaniert werden. Der programmatische Sozialabbau (der wegen ihres Fremdenhasses gewählten Kleinpartei) wird ignoriert.
In Österreich empört sich eine Mehrheit und wählt sich eine Regierung, die die Fremden schikaniert und möglichst zum Verschwinden bringt. Und die nebenbei massiven Sozialabbau durchdrückt.

Samstag, 8. Dezember 2018

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Weg mit dem Dreck

Keine „Erwachseneninhalte“ mehr? (Also Nacktheit und andere Pornographie.) Wozu soll Tumblr dann noch gut sein? Außerdem verletzt das eindeutig das Menschenrecht darauf, die eigenen Geschlechtsteile abzulichten und mit einer interessierten Öffentlichkeit zu teilen.

Selbstkritik

Völlig irrational ist mein Vertrauen in das menschliche Vernunftvermögen, genauer gesagt: meine Erwartung, meine Mitmenschen würden, wenn sie könnten, lieber von ihrer Vernunft Gebrauch machen (und sich beispielsweise Fakten und Argumenten stellen), statt sich ihren Affekten zu überlassen. Das ist anscheinend auch der Grund, warum ich so oft anecke und mein Gegenüber verprelle. Ich vermeine, mich an der Sache zu orientieren, und denke nicht an die Empfindlichkeiten und Ressentiments, an all die unbewussten Gefühle, die im Spiel sind. Damit ignoriere ich die Tatsachen des Lebens und handle also irrational. Das Verrückte daran ist nun, dass ich von diesem, meinem Irrationalismus, obwohl ich um ihn weiß, nicht lassen kann, schon gar nicht in der Hitze des Gefechts (also im Streitgespräch), dass also ganz offensichtlich meine vermeintliche Vernünftigkeit ihrerseits affektbeladen ist. Das leidenschaftliche Bemühen um das bessere, um das allein richtige Argument ist eben gerade dies: eine Leidenschaft.