Was stimmt nicht mit mir, dass ich mich Jahr für Jahr freue, wenn ich den Namen des oder der mit dem Literaturnobelpreis Gehrten noch nie zuvor gehört habe? Als ob meine betriebsferne Ignoranz verdienstlich wäre … Nun, immerhin muss ich mich nicht blutdruckerhöhend ärgern, weil ich die Ehrung verfehlt finde, wie es, von wenigen Ausnahmen abgesehen, der Fall ist, wenn ich den Namen und sogar Geschriebenes kenne.
Ich finde es schäbig von mir, dass es mich freut, wenn X., ein akademisch diplomierter Germanist, „rote Beete“ schreibt (statt korrekt „Bete“). Irren ist menschlich (oder maschinell), und ein überzähliges E lässt nicht gleich Goethe den Frankfurter Hauptbahnhof besuchen.
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