Mittwoch, 20. Mai 2026

„Lohntransparenzgesetz“

Ein „Lohntransparenzgesetz“? Meinetwegen. Nichts dagegen. Aber inwiefern soll damit eine angebliche Benachteiligung von Frauen behoben werden? Soll dass heißen, dass Frauen bisher weniger verdienten, weil sie nicht wussten, ob sie weniger verdienen (als Männer)?
Die meisten Löhne und Gehälter werden nicht frei ausgehandelt, sondern es gibt dafür Vorgaben (etwa in Kollektivverträgen oder die Bezugstabellen im öffentlichen Dienst); wer sich nicht an Kollektivverträge hält, gehört ohnehin sanktioniert ― anderes Thema. Frei ausgehandelt werden wohl nur Managementposten. Eine Mangerin, die nicht weiß, was ihre Kollegen so kriegen, ist eh zu blöde für den Job. Im Niedriglohnsektor bringt „Lohntransparenz“ gar nichts. Dort aber und davon, Männern jahrelang auf der Tasche gelegen zu haben, kommt die Altersarmut bei Frauen her.
Übrigens: Wenn eine Frau durch „Lohntransparenz“ feststellt, dass sie mehr bekommt als Kollegen, zahlt sie dann das Übermaß zurück? (Oder nur in Fällen, in denen sie nicht mit dem Chef geschlafen hat, um den Job zu bekommen?)

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