„Die Zahl der Krankheitstage ist zu hoch.“ Übersetzt: Arbeitnehmer sind tendenziell Sozialschmarotzer.
Denn „zu hoch“ gemessen woran? Am Ausbeutungswillen der Eigentümer der Produktionsmittel? An den krankmachenden Bedingungen der Arbeitswelt? Menschen, die sich krank melden, von vornherein und bis zum Beweis des Gegenteils zu unterstellen, sie würden betrügen und seien bloß faul, ist eine Einstellung, die man von Unternehmern gewohnt ist. Warum wird sie von Sozialdemokraten einfach übernommen?
Früher ging es bei der SPD um Gerechtigkeit, dann um Chancengleichheit, inzwischen nur noch um rhetorische Abmilderung des neoliberalen Sozialabbaus.
„Ja, stimmt, ich habe Ihnen ein gesundes Bein amputiert. Aber stellen Sie sich vor, die anderen wollten, ich solle Ihnen beide Beine abnehmen! Da habe ich mich geweigert. Sowas ist mit mir nicht zu machen.“
Das ist die klassische sozialdemokratische Rechtfertigungsstrategie mit der Logik des angeblich kleineren Übels. Nur das in der Realität das kleinere Übel immer das größere unterstützt und darum im Grunde dasselbe Übel ist.
„Wir müssen mit den anderen regieren und die zwingen uns zu ganz schlimmen Sachen. Um weiterregieren zu können, stimmen wir allem Möglichen zu, aber weil wir es sind, ohne die all das Schlimme nicht zu Stande kommt, ist es nicht ganz so schlimm.“
Ist es doch. Es ist sogar noch schlimmer. Wer einmal angetreten war, die Rechte der Lohnabhängigen durchzusetzen und zu verteidigen und jetzt nur noch Steigbügelhalter für die Steigbügelhalter der Rechtspopulisten ist, ist jämmerlicher und abstoßender als die anderen, die immer schon ehrlich zugaben, dass sie prokapitalistisch sind.
Denn „zu hoch“ gemessen woran? Am Ausbeutungswillen der Eigentümer der Produktionsmittel? An den krankmachenden Bedingungen der Arbeitswelt? Menschen, die sich krank melden, von vornherein und bis zum Beweis des Gegenteils zu unterstellen, sie würden betrügen und seien bloß faul, ist eine Einstellung, die man von Unternehmern gewohnt ist. Warum wird sie von Sozialdemokraten einfach übernommen?
Früher ging es bei der SPD um Gerechtigkeit, dann um Chancengleichheit, inzwischen nur noch um rhetorische Abmilderung des neoliberalen Sozialabbaus.
„Ja, stimmt, ich habe Ihnen ein gesundes Bein amputiert. Aber stellen Sie sich vor, die anderen wollten, ich solle Ihnen beide Beine abnehmen! Da habe ich mich geweigert. Sowas ist mit mir nicht zu machen.“
Das ist die klassische sozialdemokratische Rechtfertigungsstrategie mit der Logik des angeblich kleineren Übels. Nur das in der Realität das kleinere Übel immer das größere unterstützt und darum im Grunde dasselbe Übel ist.
„Wir müssen mit den anderen regieren und die zwingen uns zu ganz schlimmen Sachen. Um weiterregieren zu können, stimmen wir allem Möglichen zu, aber weil wir es sind, ohne die all das Schlimme nicht zu Stande kommt, ist es nicht ganz so schlimm.“
Ist es doch. Es ist sogar noch schlimmer. Wer einmal angetreten war, die Rechte der Lohnabhängigen durchzusetzen und zu verteidigen und jetzt nur noch Steigbügelhalter für die Steigbügelhalter der Rechtspopulisten ist, ist jämmerlicher und abstoßender als die anderen, die immer schon ehrlich zugaben, dass sie prokapitalistisch sind.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen