Freitag, 16. Oktober 2026

Marxismus und Sozialismus

Anderthalb Jahrhunderte Marxismus haben nicht nur nicht zu Sozialismus geführt ― jedenfalls zu keinem, der diesen Namen verdient ―, sondern den Begriff des Sozialismus auch noch diskreditiert. Viele verbinden damit Unfreiheit, Enteignung, mangel, Willkür, Gängelung, Unfähigkeit und Versagen. Abseits ihrer verquasten Theorien mit sehr geringem diagnostischen gering und ohne jeden prognostischen Wert, haben Marxisten in der Praxis (also ob sie nun zur Herrschaft gelangten oder nur in opferreichen Kämpfen danach strebten) nur Gewalt zu Stande gebracht, Terror, Unterdrückung, Zerstörung, Lüge und falsche Versprechungen. Der Marxismus hat sich, in all seinen Spielarten, die irgendwo an die Macht kamen, als unfähig und unwillig erwiesen, Gleichheit und Freiheit zuzulassen, Gerechtigkeit zu fördern, menschliche Würde und menschliches leben zu schützen und ohne Propaganda, Manipulation, Drohung und allerhand Arten von Brutalität auszukommen. Der „Sozialismus“, den die Bolschewiki (also der Marxisten à la Lenin, Stalin, Mao, Pol Pot usw.) ihren Untertanen aufzwangen, war keine Vergesellschaftung, sondern eine gewaltsame Verstaatlichung, faktische Eigentümerin der Produktionsmittel war die Partei, also deren oberste Führung. Die so installierte Kommandowirtschaft war so wenig Sozialismus wie ein Konzentrationslager ein Freizeitpark ist. Es ging nicht darum, mittels gemeinsamen Eigentums und gemeinsamen Planens zu Selbstbestimmung und Wohlstand zu gelangen, sondern das Ziel war ausschließlich die Machtdurchsetzung, der Machterhalt, die Machtausweitung einer kleinen, um einen Diktator gescharten Clique. Weil der Marxismus immer schon eine autoritäre Ideologie war, war auch nichts anderes zu erwarten. Marx und Engels fehlten nur die Machtmittel, also im Wesentlichen Bürgerkrieg, Genickschuss und GULag, zur Durchsetzung gegen ihre Feinde, die ihnen zu widersprechen wagten, deshalb mussten sie auf Rhetorik, Verleumdung und Intrige zurückgreifen. Einmal am Ruder aber, nutzt die Marxisten den Staat ohne jedes Bedenken für Massenmord und Versklavung. Das also lehrt die Geschichte: Marxismus und Sozialismus sind unvereinbar.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen