<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060</id><updated>2012-01-28T01:28:07.826+01:00</updated><category term='politik'/><category term='essay'/><category term='kultur'/><category term='predigt'/><category term='kommentarkommentar'/><category term='zitat'/><category term='mutti'/><category term='wulff'/><category term='schule'/><category term='rezension'/><category term='religion'/><category term='glosse'/><category term='ösiland'/><category term='vermischtes'/><category term='ethik'/><category term='fastenzeit'/><category term='lebensart'/><category term='advent'/><title type='text'>BRONIOBLOG</title><subtitle type='html'>Stefan Broniowski bloggt.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>172</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-6690345116895417575</id><published>2012-01-27T20:00:00.001+01:00</published><updated>2012-01-28T01:28:07.834+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einem Katholiken)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Ich kenne einige Bischöfe persönlich und muss sagen, das sind alles  keine schlechten Menschen. Auch kann man ihnen nicht vorwerfen, korrupt  oder machthungrig zu sein. Aber Mut und Liebe zur Wahrheit ist wohl  nicht ihr hervorstechendes Merkmal. Sie wollen vor allem beliebt sein.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Prof. Robert Spaemann (Philosoph) &lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-6690345116895417575?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/6690345116895417575/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2012/01/aufgeschnappt-bei-einem-katholiken.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6690345116895417575'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6690345116895417575'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2012/01/aufgeschnappt-bei-einem-katholiken.html' title='Aufgeschnappt (bei einem Katholiken)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1884944759813165430</id><published>2012-01-08T18:48:00.000+01:00</published><updated>2012-01-08T18:48:35.859+01:00</updated><title type='text'>Ein „Bischof“ spricht</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Muss man eigentlich, um bei den Protestanten auf der Karriereleiter nach oben zu kommen, ein bisschen doof sein? Oder wie kommt es, dass Vertreter der „evangelischen“ Chefetage immer den Eindruck machen, sie hätten sich erst eben vorhin arg am Kopf gestoßen? Wie ich auf die Frage komme? Weiß ich auch nicht. Anderes Thema: Der lutherische „Bischof“ in Österreich, Michael Bünker, hatte nach Weihnachten und Silvester offensichtlich zu viel Freizeit und hat darum gerade ein Interview nach dem anderen gegeben und dabei erwartungsgemäß viel Banales und viel Unsinniges gesagt.&lt;br /&gt;Wenn er beispielsweise einmahnt, die Folgen der Krise und die Kosten ihrer Bewältigung sollten nicht auf den Schultern derjenigen abgeladen werden, die ohnedies schon zu wenig haben und die vor allem auch nicht diese Krise verursacht haben, dann gibt er damit bloß zu erkennen, dass er den Sinn der „Krise“ nicht kapiert hat. Im Kapitalismus sind Krisen für diesen, also seine Profiteure, nichts Schlechtes, sondern haben eine wichtige Funktion. Das ganze System ist in permanentem Umbau begriffen, und Krisen dienen dazu, die dafür nötig Dynamik zu mobilisieren. Es ist schließlich noch nie um etwas anderes gegangen, als Reichtum zu erzeugen, und dabei fällt eben auch Armut an. Wenn man die Kosten des Reichtums nicht auf die Armen abwälzen wollte, könnte man sich die ganze Krise, gar den Kapitalismus ja gleich sparen.&lt;br /&gt;„Bischof“ Bünker weiß davon, so scheint es nichts, gibt aber den scharfen Sozialanalytiker. Die Kluft zwischen Armen und Reichen werde immer größer, die Einkommensunterschiede zeigten, dass da sicherlich etwas aus dem Gleichgewicht geraten sei. Hä? Wann je bestand denn da ein Gleichgewicht? In welcher guten alten Zeit vor welcher bösen Krise klaffte da nichts? Nicht einmal vor dem 16. Jahrhundert, als Luther, Zwingli und Calvin als Handlanger weltlicher Mächte das Christentum ruinieren wollten, um es kapitalismuskompatibel zu machen, waren Reichen und Arm gleich reich.&lt;br /&gt;Doch kaum ist man sicher, Herr Bünker wisse nicht, wovon er rede, spricht er sich dafür aus, Vermögenszuwächse und Erbschaften ab einer bestimmten Höhe stärker zu besteuern. Hier nun hat er ausnahmsweise einmal Recht — ist aber dermaßen unoriginell, dass man sich fragt, was die Gestaltung Steuerpolitik eigentlich einen Theologen angeht. Da sollten andere mehr dazu zu sagen haben. Das gilt auch für die von Bünker verkündete Einsicht, dass Investitionen, vor allem ins Bildungssystem, wirksam gegen das Entstehen von Armut seien. Ach nee, wirklich? Warum ist da bloß sonst noch keiner drauf gekommen? Vielleicht sollte man, verwegener Gedanke, Geld überhaupt nur für gute Zwecke ausgeben und nicht für böse? Denk mal drüber nach, Österreich!&lt;br /&gt;Zurecht äußert Herr Bünker Kritik an der Streichung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit durch das Faymann-Spindelegger-Regime (vulgo österreichische Bundesregierung) und am österreichischen Fremden- und Asylrecht. Dass er irgendetwas wirksames dagegen unternehmen wolle, lässt er aber nicht erkennen. Mit Sonntagsreden wird man freilich Politiker schwerlich beeinflussen können, die halten die selber.&lt;br /&gt;Überraschenderweise meint sodann der Lutheranerhäuptling außer zu politischen auch zu religiösen Angelegenheiten seinen selbstangerührten Senf dazugeben zu müssen. Er wünsche sich, sagte er, „die Zulassung von Nicht-Katholiken zur Eucharistiefeier“. Er meint zur Kommunion. Die Gründe, die zweifelsfrei dagegen sprechen, dass nämlich für Protestanten und Katholiken, hielten sie sich an die Lehren ihrer Vereine, Eucharistie nicht gleich Eucharistie ist, scheint er nicht zu kennen oder nicht zu verstehen. (Vielleicht war er im Theologiestudium viel krank. Kopfschmerzen? Irgendwo dagegengelaufen?)&lt;br /&gt;Es steht ja meines Wissens Herrn Bünker und seinen Mitprotestanten völlig frei, ihren Irrlehren abzuschwören und katholisch zu werden. Dann dürften sie sicher auch die Kommunion empfangen, und das Problem wäre gelöst. Aber Häretiker bleiben &lt;i&gt;und&lt;/i&gt; bei den Katholiken mitnaschen, das geht ja nun gar nicht. Diese theologiefeindliche religiöse Indifferenz nach der Devise „Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass“ ist nicht nur unappetitlich, sondern im Kern blasphemisch.&lt;br /&gt;Dass er auch und besonders von kirchlichen Dingen nichts versteht, stellt Herr Bünker weiters unter Beweis, wenn er behauptet, vom Modell der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa könnten auch andere Kirchen lernen, wie eine Kirchengemeinschaft aussehen könne. Das stimmt schon darum nicht, weil protestantische Vereine, sie mögen sich nennen, wie sie wollen (und ihre Funktionäre mit Titeln wie Bischof oder meinetwegen Papst aufmotzen), aus der Sicht echter Kirchen gar keine sind. Die Katholiken, Orthodoxen und Altorientalischen müssten also erst einmal das protestantische „Kirchen“-Verständnis übernehmen, also aufhören, Kirchen zu sein, um sich nah Bünkers Modell zu einer „Kirchen“-Gemeinschaft herabwürdigen zu können. Das hätten die Protestanten und sonstigen Kirchenhasser wohl gern!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nein, auch jedem Nichtkatholiken, der seine fünf Sinne beisammen hat, muss klar sein:&amp;nbsp; Die Einheit der Christenheit kann und wird, wenn überhaupt, nur katholisch und orthodox sein. Zum Glück ist ja der Protestantismus in Mitteleuropa, auch dank solcher Chargen wie Bünker, im Schwinden begriffen. Nur der amerikabasierte protestantische Fundamentalismus (der sich gern auch als Katholizismus kostümiert, siehe Santorum) ist noch ein sehr ernstes Problem. Aber auch davon versteht „Bischof“ Bünker selbstverständlich nichts.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1884944759813165430?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1884944759813165430/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2012/01/ein-bischof-spricht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1884944759813165430'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1884944759813165430'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2012/01/ein-bischof-spricht.html' title='Ein „Bischof“ spricht'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1008077922737553727</id><published>2012-01-01T16:13:00.002+01:00</published><updated>2012-01-02T18:07:21.308+01:00</updated><title type='text'>Silversterscherze eines Purpurträgers</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Hat da einer schon vorzeitig am Silvesterpunsch genascht? In seiner Fernsehansprache zu Kalenderwechsel habe sich, so wird gemeldet, Christoph Kardinal Schönborn für die sogenannte Schuldenbremse ausgesprochen und zwar mit der Begründung, dass das soziale Netz unter der Last der Schulden zu zerreißen drohte. Es sollten aber, so der Erzbischof von Wien weiter, die ohnehin Armen den Gürtel nicht noch enger schnallen müssen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;O weh, da hat mal wieder einer die Pointe nicht verstanden! Die „Schuldenbremse“ führt man schließlich einzig und allein zu dem Zweck ein, ein Argument für Sozialabbau zu haben. Niemand zwingt ja Politiker dazu, zusätzlich zur Verschwendung von Steuergeld, dass sie sich genommen haben, auch noch das Geld auszugeben, dass sie sich im Namen der Steuerzahler geborgt haben. Wenn nun das Schuldenmachen, das ja auch vorher nicht Pflicht war, sondern Kür, plötzlich auf eine bestimmte Höhe beschränkt werden soll, gar durch eine Verfassungsbestimmung, dann doch nicht deshalb, weil man plötzlich eine neue, bessere, solidere Politik machen möchte. Sondern weil man bei allen „Begehrlichkeiten“ der Bedürftigen darauf verweisen können will: Geht nicht, kein Geld mehr da und gepumpt wird nicht mehr.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Der Herr Kardinal hat aber, wie berichtet wird, außer seinem charakteristischen Nichtverstehen der Zusammenhänge auch noch sehr gute Ratschläge für die Finanzpolitik anzubieten: Wer mehr habe, müsse auch bereit sein, mehr zu geben, soll er gesagt haben.&amp;nbsp; Ganz was Neues. Allerdings geht es, juristisch wie moralisch, nicht um Bereitschaft, sondern um Verpflichtung. Mit der Bereitschaft ist es nämlich tatsächlich nicht weit her. Steuerhinterziehung ist Sache der Eliten. Wer wenig hat, kann nur wenig geben, wer aber viel hat, will zumeist gar nichts geben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Eminenz Schönborn soll zu dem Thema gesagt haben: Wer gibt, könne auch verlangen, dass der Staat mit seinem Geld sparsam und verantwortungsvoll umgeht. Moment mal, kann das nicht jeder verlangen? Ist das nicht sowieso ethische Verpflichtung der Politikmacher? Sparsamkeit und Verantwortung sind in Tat und Wahrheit freilich Vokabeln, die stets vor allem die im Munde führen, die nichts geben, sondern anderen etwas wegnehmen wollen. Und das sind in der Regel nicht die, die wenig haben, sondern die, die mehr als genug haben. Schließlich beruht der Kapitalismus doch wesentlich auf der Umverteilung von unten nach oben. Aber das hat der Herr Kardinal wohl auch noch nicht mitbekommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Der Kirchenfürst hat ganz andere Sorgen und darum ein bizarres „besonderes Anliegen“, dass nämlich nicht in verächtlicher Weise über Politiker hergezogen werden solle, wo doch die, so wird zitiert, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;die das Steuer des Bootes in der Hand haben, auch unserer Solidarität und unserer Wertschätzung&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; bedürften. Da fällt einem doch glatt das Punschglas aus der Hand! Meint der gute Mann das ernst? Jene Schießbudenfiguren und Watschengesichter, die in Österreich ihre peinliche Dreckspolitik machen oder machen wollen, sollen wertgeschätz werden? Mit Abschaum à la [Namen bitte hier selbst einsetzen] soll man solidarisch sein? Ein schlechter Witz aus unberufenem Munde. Wenn einer die Realität nicht wahrhaben möchte, ist das womöglich seine Sache. Wenn er sich aber öffentlich vor eine gebührenfinanzierte Fernsehkamera hinstellt und mit der Autorität seines Amtes Unsinn schwafelt, dann wird’s gemeingefährlich. Bitte schnell die Punschbremse anziehen!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1008077922737553727?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1008077922737553727/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2012/01/silversterscherze-eines-purpurtragers.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1008077922737553727'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1008077922737553727'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2012/01/silversterscherze-eines-purpurtragers.html' title='Silversterscherze eines Purpurträgers'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-6342990815271276093</id><published>2011-12-21T20:52:00.000+01:00</published><updated>2011-12-21T20:52:45.829+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einem Wulff-Ratgeber)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn ich er wär, dann würd einfach ganz schlicht sagen (...): &lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„&lt;/span&gt;Ich bin ein armer Sünder, habe versagt, hab mich bestechen lassen. (...) Seid nicht so wie ich.&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;“&lt;/span&gt; (...) Ich stell mir das mal selber vor, wenn man mir sowas Unmögliches darlegen würde, da würd ich sagen, da müsst ich meinen Hirtenstab abgeben, da müsst ich resignieren.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;S.Em. Joachim Kardinal Meisner (Erzbischof von Köln)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-6342990815271276093?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/6342990815271276093/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/aufgeschnappt-bei-einem-wulff-ratgeber.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6342990815271276093'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6342990815271276093'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/aufgeschnappt-bei-einem-wulff-ratgeber.html' title='Aufgeschnappt (bei einem Wulff-Ratgeber)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-6148466067276030291</id><published>2011-12-18T18:18:00.002+01:00</published><updated>2011-12-19T20:52:31.391+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='vermischtes'/><title type='text'>Vermischte Meldungen (5)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Im Ernst? Die Glaubwürdigkeit Christian Wulffs leide? Das Ansehen des höchsten Amtes im Staat werde beschädigt? Na klar, weil ja Korruption, Vetternwirtschaft und Vermischungen von öffentlichen und privaten Interessen in der deutschen Politik völlig unüblich sind. Der jetzige Bundespräsident hat als Ministerpräsident die Wahrheit zu seinen Gunsten zurechtgebogen. Aha. Was wird als nächstes gemeldet? Dass Sigmar Gabriel Übergewicht hat?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;* * *&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;In Österreich waren, unlängst veröffentlichter amtlicher Statistik zufolge, im Jahr 2010 rund zwölf Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet, etwa eine halbe Million Menschen lebte in Armut. Als „ausgrenzungsgefährdet“ galten sogar 17 Prozent der Bevölkerung, das bedeutet, dass diese Menschen entweder armutsgefährdet oder „erheblich materiell depriviert sind“ oder einem Haushalte mit sehr geringer „Erwerbsintensität“ leben. (Als erheblich materiell depriviert gelten jene Haushalte, auf die zumindest vier der folgenden neun Merkmale zutreffen: Der Haushalt hat Zahlungsrückstände bei Miete, Strom oder Kreditraten; der Haushalt kann keine unerwarteten Ausgaben tätigen; der Haushalt kann sich nicht leisten: Heizen, ausgewogene Ernährung, Urlaub, Auto, Waschmaschine, Fernseher, Festnetz- oder Mobiltelephon. Als Erwerbslosenhaushalte werden Haushalte bezeichnet, in denen die „Vollzeiterwerbsintensität“ der Haushaltsmitglieder im Erwerbsalter höchstens ein Fünftel des gesamten „Erwerbspotentials“ beträgt.) — Ein Rücktritt der verantwortlichen Bundesregierung wurde übrigens bisher nicht vermeldet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;* * *&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Ich kann das verantworten“, sagt Herr Wulff. Wenn Politiker (und andere Machthaber) von &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Verantwortung“ reden, meinen sie offenkundig geradewegs das Gegenteil. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Ich übernehme dafür die Verantwortung“ heißt übersetzt: &lt;i&gt;Ihr könnt mich alle mal, ich mache, was mir passt. &lt;/i&gt;So auch hier. Wenn der Versuch, sich mit fragwürdigen Schutzbehauptungen aus einer unerquicklichen Affäre zu ziehen, bedeutet, sich (wem gegenüber?) zu verantworten, was wäre denn dann eigentlich Herrn W. zufolge Verantwortungslosigkeit? Die Wahrheit sagen? Zu einem Fehler stehen? Zurücktreten? Das gälte ihm wohl als unverantwortlich ...&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-6148466067276030291?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/6148466067276030291/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/vermischte-meldungen-5.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6148466067276030291'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6148466067276030291'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/vermischte-meldungen-5.html' title='Vermischte Meldungen (5)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-3871921749019480617</id><published>2011-12-10T12:28:00.000+01:00</published><updated>2011-12-10T12:28:57.210+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einem unlängst Zitierten)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn die Rechten nicht lesen, sind sie zum Fürchten, wenn sie schreiben — zum Grausen.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dirck Linck (Literaturwissenschaftler)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-3871921749019480617?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/3871921749019480617/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/aufgeschnappt-bei-einem-unlangst.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3871921749019480617'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3871921749019480617'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/aufgeschnappt-bei-einem-unlangst.html' title='Aufgeschnappt (bei einem unlängst Zitierten)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-5853176424767467452</id><published>2011-12-09T12:50:00.004+01:00</published><updated>2011-12-10T12:51:38.431+01:00</updated><title type='text'>Armes Russland</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Also das gehört sich ja nun wirklich nicht. Erst sehr plump die Wahl fälschen und dann, wenn man dabei erwischt wird (und wie denn nicht), die Demonstranten verprügeln und wegsperren und das Ausland der Aufhetzung beschuldigen. Ach, aber das Schlimmste ist ja gar nicht, dass Russland schon jetzt unter dem Titel „Diktatur des Gesetzes“ (Putin) ein Willkürstaat ist, der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verhöhnt, sondern dass es so weiter gehen und noch ärger werden wird. Die bröckelnde Popularität, die verscherzte Legitimierung und der wachsende Unmut werden dazu führen, dass das Regime immer gereizter werden wird und im Zweifelsfall, der immer öfter sein wird, wild um sich schlägt.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Übrigens soll kein Dummschwätzer es sich jetzt wieder einfallen lassen, aus pseudohistorisch-pseudometaphysischen Phantasien abzuleiten, das alles müsse so sein. Der Russe als solcher sei weder fähig noch willig zur Demokratie und brauche schlechterdings die Knute? Rassistischer Unfug. Die Leute in Russland sind nicht einfältiger als anderswo. Die könnten auch Demokratie und Rechtsstaat, wenn man sie ließe. Fürs Erste aber lässt man sie eben nicht.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-5853176424767467452?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/5853176424767467452/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/armes-russland.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5853176424767467452'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5853176424767467452'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/armes-russland.html' title='Armes Russland'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-5058631659705498831</id><published>2011-12-08T15:18:00.000+01:00</published><updated>2011-12-08T15:18:18.848+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einem Ideenhistoriker)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Freiheit der Wölfe bedeutet oft genug den Tod der Schafe.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Sir Isaiah Berlin (Philosoph)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-5058631659705498831?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/5058631659705498831/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/aufgeschnappt-bei-einem-ideenhistoriker.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5058631659705498831'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5058631659705498831'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/aufgeschnappt-bei-einem-ideenhistoriker.html' title='Aufgeschnappt (bei einem Ideenhistoriker)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-5163158613575979464</id><published>2011-12-03T21:34:00.001+01:00</published><updated>2011-12-06T02:48:28.057+01:00</updated><title type='text'>Lesehilfe von links (nicht nur für rechts)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Der Publizist Martin Böcker hat vor zwei Tagen unter dem Titel &lt;a href="http://www.dasgespraech.de/?p=1920" target="_blank"&gt;„Kempferisches …“&lt;/a&gt; in seinem (anscheinend bloß zu diesem Zweck reaktivierten) Blog www.dasgespraech.de dazu aufgefordert, man möge Bescheid geben, wenn man meinen Text &lt;a href="http://www.broniowski.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=74%3Aauthentischeaversionenvonrechts&amp;amp;catid=37%3Aanarchieundpolitik&amp;amp;Itemid=59" target="_blank"&gt;&lt;b&gt;„Authentische Aversionen von rechts“&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; zu Ende gelesen habe, in dem ich mich mit dem Blog-Beitrag &lt;a href="http://www.dasgespraech.de/?p=1875" target="_blank"&gt;„Systemkrise: Perfide Politisierung der Sexualität“&lt;/a&gt; von Larsen Kempf auseinandersetze. Böcker nennt bezeichnet meine Ausführungen als „so verdammt lang, so elaboriert, so unglaublich … irgendwas“, was ihn anscheinend bisher davon abhielt, sie zu Ende lesen. Anscheinend ist er dazu erst gewillt, wenn andere es vor ihm tun und ihm dann mitteilen, wie’s war.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ob das klappen wird? „Die Kulturtechnik des Schreibens ist in diesen Kreisen nicht wirklich verbreitet“, hat der Literaturwissenschaftler Dirck Linck unlängst konstatiert. Das war zwar auf Neonazis bezogen, gilt aber vielleicht auch für andere Rechte. Böcker könnte also unter Umständen lange oder gar vergeblich darauf warten müssen, dass jemand von seinen Gesinnungsfreunden ihm die Lektürearbeit abnimmt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Weil ich aber ein netter Mensch bin, biete ich hier meinerseits eine thesenhafte Zusammenfassung meines unglaublich langen Elaborates an, die auch den Kindern der Generation SMS entgegenkommen dürfte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;1. Larsen Kempf hat keine Ahnung, wovon er redet. Der Beitrag ist schlecht geschrieben und, sofern das aus den zum Teil reichlich verquasten Formulierungen rekonstruiert werden kann, schlecht durchdacht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;2. Was von der homosexuellen Emanzipationsbewegung noch übrig ist und bei den CSD-Paraden in die Öffentlichkeit tritt, ist entgegen Kempfs Phantasien längst kein Bürgerschreck mehr und programmatisch alles andere als antibürgerlich. (Wofür die Forderung nach Heirat und Familie ein schlagender Beweis ist,)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;3. Wenn Homosexuelle nicht diskriminiert werden und praktizierte Homosexualität nicht unter Strafe steht, gefährdet das, anders als Kempf sich das vorstellt, in keiner Weise die Fortpflanzung. (Für den Rückgang der Geburtenquote sind die Heterosexuellen mittels Verhütungsmitteln schon selbst verantwortlich.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;4. Kempf liegt völlig daneben, wenn er Vorurteile gegen Schwule (und Lesben) biologisiert, für „natürlich“ erklärt und somit rechtfertigt. (Wer so denkt, würde wohl auch nicht davor zurückschrecken, die Diskriminierung von Behinderten und Ausländer für natürlich zu halten und deren Ausmerze aus Gründen der Volksgesundheit und der Kulturreinheit zu fordern.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;5. Kempfs (recht undeutliches) Konzept einer politischen Indienststellung der „anständigen“ (also nicht praktizierenden) Homosexuellen erinnert in ungefähr an ähnliche Konzepte beim (verstorbenen) Neonazi Michael Kühnen. (Was für sich genommen Kempf allerdings nicht zum Nazi macht.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Kurzum, Larsen Kempf präsentiert in dem Text sein Unwissen und seine Ressentiments, garniert sie mit versuchsweise starken Worten („Systemkrise“, „Überlebenswille“, „Abendland“) und serviert das ganze mit einigen Spritzern einer unangenehm bräunlich schimmernden Soße. Das Ganze ist so lächerlich gespreizt, so unausgegoren, so … ungenießbar.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ich hoffe, mit diesem &lt;i&gt;reader’s digest&lt;/i&gt; Herrn Böcker und den Besuchern seines Netzauftrittes geholfen zu haben. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-5163158613575979464?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/5163158613575979464/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/lesehilfe-von-links-nicht-nur-fur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5163158613575979464'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5163158613575979464'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/lesehilfe-von-links-nicht-nur-fur.html' title='Lesehilfe von links (nicht nur für rechts)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1362325187322306455</id><published>2011-12-03T12:12:00.013+01:00</published><updated>2011-12-08T14:22:29.298+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='vermischtes'/><title type='text'>Vermischte Meldungen (4)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Zu Nino Rota, der an einem 3. Dezember geboren wurde, heißt es bei „Wikipedia“: „Seine bekannteste Filmmusik schrieb er für &lt;i&gt;Der Pate&lt;/i&gt; von Francis Ford Coppola.“ Es steht zu befürchten, dass das stimmt. Da hat einer ein großartiges musikalisches Lebenswerk hinterlassen, hat zehn Opern, 23 weitere Bühnenkompositionen, drei Sinfonien, zahlreiche Solokonzerte sowie viel Kammer- und Chormusik komponiert und die geniale Musik zu genialen Filmen von Fellini, Visconti und anderen Meistern geschrieben — und womit er sich im popkulturellen Gedächtnis, wenn überhaupt, verankert hat, ist eine Melodie, die (übrigens völlig zu Recht) auch bei rumänische Straßenmusikanten beliebt ist.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Im Interview mit dem „Spiegel“ soll Hamid Karzai, bekannt als Bürgermeister von Kabul, gesagt haben: „Aus unserer Sicht könnte die Bundeswehr für immer hier bleiben.“ Ein sehr guter Einfall. Man muss ihn allerdings ein bisschen radikalisieren: &lt;i&gt;Die gesamte deutsche Bundeswehr sollte für alle Zeiten ausschließlich in Afghanistan stationiert sein.&lt;/i&gt; Erst das machte aus meiner Sicht die von Guttenberg und Maizière begonnene Reform des Militärwesens perfekt.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Der Hass auf den Baron wird zur Manie. In der FAZ schrieb am 26. November Volker Zastrow unter der Überschrift „Ein gefährlicher Mann“: „Guttenberg hat es geschafft, fast in alle wichtigen Redaktionen dieses Landes belastbare Beziehungen aufzubauen, mit ungeheurem Charme. Das hat in einigen Häusern dazu geführt, dass Berichterstatter nicht so geschrieben haben, wie sie dachten. Die Redaktionen wurden auf Linie gebracht, soweit sie sich nicht ganz von selbst drauf brachten, längst vor der Affäre.“ Wie diabolisch! Der Mann muss ja über geradezu dämonische Qualitäten verfügen. Die sonst so freie deutsche Presse im Würgegriff eines Blenders und Betrügers! Gut, dass da endlich einer die guttenbergische Weltverschwörung aufdeckt ... Arbeitstitel für ein Aufklärungsbuch: „Die Protokolle des Weisen von Connecticut“.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1362325187322306455?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1362325187322306455/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/vermischte-meldungen-4.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1362325187322306455'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1362325187322306455'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/vermischte-meldungen-4.html' title='Vermischte Meldungen (4)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-223958199915570115</id><published>2011-12-01T20:45:00.005+01:00</published><updated>2011-12-03T20:47:17.390+01:00</updated><title type='text'>Armes Belgien</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das Beste wäre, nicht regiert zu werden. Aber wem passiert das schon? (Frei nach Polgar.) Dass man dauernd regiert wird, ist der Fluch des modernen Staates. Die Bevölkerung des Königreiches Belgien hatte aber immerhin das Glück, 534 Tage lang bloß eine geschäftsführende Regierung zu haben. Die Folge war, dass es dem Land so gut ging wie schon lange nicht. Verglichen mit anderen Volkswirtschaften stand Belgien trotz der offiziellen globalen Krisen ganz gut da. Ohne störende Politik erwirtschaftete man sogar ein höheres Pro-Kopf-Einkommen und ein stärkeres Wachstum als Deutschland.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Damit ist es nun vorbei. Belgien bekommt wieder eine richtige Regierung. Wie man hört, hätten das „die Märkte“ erzwungen, mit anderen Worten: der Terrorismus der Ratingagenturen. Und siehe da, die neue Regierung hat vor, was man von jeder ordentlichen Regierung erwartet: die Bevölkerung soll stärker belastet und die öffentlichen Leistungen sollen abgebaut werden. &lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Gewerkschaften protestieren schon. Zu Recht. Wie aber das neuerliche Regiertwerden jenen Demonstranten gefallen wird, die durch öffentliches Frittenfressern ihr „Belgiertum“ zeigen und ihren Wunsch nach einer Regierung bekunden wollten, bleibt abzuwarten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-223958199915570115?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/223958199915570115/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/armes-belgien.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/223958199915570115'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/223958199915570115'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/armes-belgien.html' title='Armes Belgien'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-4920211634926585637</id><published>2011-12-01T05:32:00.028+01:00</published><updated>2011-12-02T16:12:59.763+01:00</updated><title type='text'>Deutschland verbieten!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia, &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;, serif;"&gt;Wann immer in der Bundesrepublik Deutschland Untaten bekannt werden, die Mitgliedern der rechtsextremen Szene zugeordnet werden können, wird ein Verbot der NPD gefordert. So selbstverständlich auch jetzt, in den Wochen nach dem Rummel um das „Zwicker Terror-Trio“, seine Verbrechen und seine Helfershelfer. Aber was, wenn man fragen darf, würde ein NPD-Verbot denn wirklich bringen? Ändert es die Gesinnung oder Aktionsbereitschaft auch nur eines einzigen Neonazis, wenn es keine legale Partei mehr gibt, die seinen politischen Präferenzen mehr oder minder klar entspricht? Ist irgendetwas besser geworden, wenn Leute mit einer Vorliebe für Fremdenhass, autoritäres Gehabe und nationalistische Einstellungen ihre Stimme der CDU, CSU, FDP, SPD, den Grünen oder der Linken geben? Nein, denn: Nicht die NPD ist das eigentliche Problem, sondern die Leute, die sie wählen oder zu wählen bereit wären.&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;Doch mit typisch deutscher Verbissenheit konzentrieren sich derzeit wieder einmal Politikergeschwafel und Medienaufmerksamkeit auf ein NPD-Verbot, auf seine juristischen Voraussetzungen und die Wahrscheinlichkeit des Gelingens eines Verbotsverfahrens vor dem Verfassungsgericht. Als Hauptproblem wird dabei gehandelt, wie groß der staatliche Einfluss, ja die staatliche Lenkung sein darf, damit die NPD überhaupt noch als eigenständiges Phänomen und nicht bloß als Konstrukt des Verfassungsschutzes gelten darf. Das scheint alles sehr schwierig.&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;Nun aber, da es anscheinend Verbindungen zwischen dem „Zwickauer Terror-Trio“ und einem (mittlerweile ehemaligen) NPD-Funktionär gibt, hat man eine neue Idee und hofft, die Partei und den Terrorismus so eng zusammenbringen zu können, dass doch noch ein Verbot herausschaut. Aber ist das eine überzeugende Argumentation? Wie weist man einer Organisation nach, dass einer ihrer Funktionäre nicht bloß Täter oder Helfer bei Verbrechen war, sondern dass er das, was er tat, immer auch, vor allem oder gar ausschließlich &lt;i&gt;als&lt;/i&gt; Funktionär der Partei und sozusagen in ihrem Namen tat? Was, wenn die Rechtsterroristen oder ihre Helfer einem Kleingärtnerverein angehört hätten? Muss der dann auch aufgelöst werden? Wenn sie Stammkunden einer Videothek waren? Regelmäßig die „Tagesschau“ sahen?&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;Eines ist jedenfalls sicher: Die — muss man eigentlich&amp;nbsp;immer noch sagen „mutmaßlichen“? — Mörder und Brandstifter und die, die ihnen halfen, waren und sind deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Mit deutscher Gründlichkeit müsste also das Übel an der Wurzel gepackt und Deutschland verboten werden! Das wäre die sauberste Lösung. Gäbe es Deutschland nicht mehr, verlöre auch der deutsche Nationalismus seine Grundlage und die Neonazis hätten zwar noch Ziele, aber keine Basis mehr.&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;Wenn also überhaupt ein Verbot sinnvoll ist, dann dieses. Deutschland verbieten!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-4920211634926585637?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/4920211634926585637/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/deutschland-verbieten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4920211634926585637'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4920211634926585637'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/12/deutschland-verbieten.html' title='Deutschland verbieten!'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-8701731837602747661</id><published>2011-11-28T12:40:00.000+01:00</published><updated>2011-11-28T12:40:22.512+01:00</updated><title type='text'>Demokratisches Placebo-Zäpfchen</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Stell dir vor, es ist Demokratie und die Mehrheit bleibt weg. Ausgerechnet im für die sparsamkeit seiner Bewohner berüchtigten Baden-Württemberg leistete man sich am ersten Sonntag im  Advent ein ebenso teures wie sinnloses Plebiszit. Herauskam bloß eine Bestätigung des längst Beschlossenen. Einst  hatte der Streit um das Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ die Gemüter  aufgewühlt und letztlich sogar dazu beigetragen, die frühere  badisch-württembergische abzuwählen und Deutschlands ersten grünen  Ministerpräsidenten zu installieren. Nun aber, da&amp;nbsp; die Bürgerinnen und Bürger die Chance gehabt hätten, in der Sache  mitzuentscheiden, blieben sie mehrheitlich einfach zu Hause. Und die  Mehrheit derer, die mitstimmten, erteilte dem Wutbürgertum eine Absage  und stimmte mit „Nein“, also für das Milliardengrab, äh, die  Bahnhofsgrube. Das sei „ein großer Schritt in die Zukunft der  Bürgergesellschaft“, kommentierte Regierungschef Kretschmann. Und auch  alle anderen scheinen sich darin einig, dass mit der &lt;i&gt;vox populi&lt;/i&gt; nun quasi die &lt;i&gt;vox dei&lt;/i&gt; gesprochen habe und das Resultat somit sakrosankt sei. Sogar von  dezidierten S21-Gegnern ist jetzt zu hören, der Widerstand gegen das  Projekt sei damit zu Ende. Aber im Ernst, macht das Votum von 28,4  Prozent der Stimmberechtigten wirklich eine fragwürdige Sachentscheidung  zu einer fraglosen? Die Logik, wonach man echte oder vermeintliche  Fehlentscheidungen gewählter Mandatsträger kritisieren, gegen sie  protestieren und ihnen sogar Widerstand entgegensetzen darf, aber alles  gefälligst gehorsam hinzunehmen hat, was irgendeine Abstimmungsmehrheit  zufällig befürwortet, erschließt sich mir nicht. Stell dir vor, es ist  Demokratie und alles wird gut?&amp;nbsp; Gewiss, es schmeichelt der Eitelkeit der Befragten, dass sie angeblich etwas entscheiden dürfen, aber direkte Demokratie, die im Ergebnis auch bloß auf dasselbe hinausläuft wie  repräsentative Demokratie oder autoritäres Handeln, ist bloß ein  politisches Placebo und damit für den Allerwertesten.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-8701731837602747661?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/8701731837602747661/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/demokratisches-placebo-zapfchen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8701731837602747661'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8701731837602747661'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/demokratisches-placebo-zapfchen.html' title='Demokratisches Placebo-Zäpfchen'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-3863549385111389417</id><published>2011-11-28T00:55:00.006+01:00</published><updated>2011-11-28T12:52:20.702+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='vermischtes'/><title type='text'>Vermischte Meldungen (3)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Na bitte, da sage noch einer, es gebe keine guten Nachrichten. &lt;i&gt;Es wird gemeldet&lt;/i&gt;, Deutschland habe im Jahr 2010 mit dem Export von Waffen und anderen Rüstungsgütern soviel verdient wie nie zuvor, nämlich rund zwei Milliarden Euro, was eine Anstieg um etwa die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr sei. In „Friedenszeiten“ eine reife Leistung! (Es wird auch geholfen haben, Griechenland gleichermaßen zu „Sparprogrammen“ und zur Einhaltung von Rüstungsverträgen zu zwingen.) Ach ja, all die U-Boote, Kriegsschiffe, Panzer und anderen Mordgeräte sichern Arbeitsplätze und vor allem Profite. Hier ist Deutschland sehr gut aufgestellt, da kann ihm keiner was. Seltsam nur, dass in der Öffentlichkeit keiner sich seinen Stolz darauf anmerken lassen möchte …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Es wird gemeldet, &lt;/i&gt;dass im Jahr 2010 weltweit 32 Kriege und bewaffnete Konflikte stattfanden. Die Zahl der Toten, Verletzten und sonstigen Opfer wird erst in den nächsten Jahren der Statistik eingefügt werden können. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-3863549385111389417?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/3863549385111389417/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/vermischtes-3.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3863549385111389417'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3863549385111389417'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/vermischtes-3.html' title='Vermischte Meldungen (3)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-3239920591439895517</id><published>2011-11-27T16:19:00.004+01:00</published><updated>2011-11-28T12:57:06.713+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='advent'/><title type='text'>Höre, der du über Israel herrschest</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nebst Theologie scheint auch Latein nicht gerade die starke Seite von Herrn L. aus W. gewesen zu sein. Dass er beim Hymnus „Intende qui regis Israel“ des Ambrosius von Mailand den Vers „Veni, redemptor gentium“ mit „Nun komm, der Heiden Heiland“ übersetzte, ist, um das Mindeste zu sagen, problematisch. Gewiss, die &lt;i&gt;gentes&lt;/i&gt;, also Völker, kann man schon mal (wie die hebräischen &lt;i&gt;gojim&lt;/i&gt;) mit „Heiden“ übersetzen — auch wenn das mehr Sinn gemacht hätte, wenn Herr L., der alles andere als ein Judenfreund war, nicht die erste Strophe mit dem typologischen Verweis auf Israel und Ephraim weggelassen hätte; worin er freilich damals schon längst üblichem liturgischem Brauch folgte. Doch davon ganz abgesehen ist zwischen den Begriffen Erlöser (&lt;i&gt;redemptor&lt;/i&gt;) und Heiland (&lt;i&gt;salvator&lt;/i&gt;) halt schon ein Unterschied.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Auch die Übersetzung von &lt;i&gt;Ostende partum virginis / miretur omne saeculum / talis decet partus Deo&lt;/i&gt; („Zeige die Geburt aus der Jungfrau, das ganze Zeitalter soll bewundern, dass Gott eine solche Geburt zukommt“) mit „Der Jungfrauen Kind erkannt, dass sich wunder alle Welt, Gott solch Geburt ihm bestellt“ ist alles andere als wörtlich.&lt;/span&gt; &lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Und mit solch „künstlerischen Freiheiten“ geht es Strophe um Strophe in dieser Übersetzung oder vielmehr Umdichtung munter weiter.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wo es bei Ambrosius heißt &lt;i&gt;Non ex virili semine / sed mystico spiramine / verbum Dei factum est caro / fructusque ventris floruit&lt;/i&gt; („Nicht aus männlichem Samen, sondern aus geheimnisvollem Hauch, ist das Wort Gottes Fleisch geworden, und die Frucht des Bauches ist erblüht.“), setzt L. „Nicht von Manns Blut, noch von Fleisch, allein von dem Heilgen Geist ist Gotts Wort worden ein Mensch, und blüht ein Frucht Weibes Fleisch.“ Auch wenn man den Stand biologischen Wissens des frühen 16. Jahrhunderts voraussetzt, ist Samen und Blut halt doch irgendwie nicht dasselbe. Und warum der wunderbar poetische „mystische Hauch“ zum Heiligen Geist verdeutlicht werden musste, weiß man auch nicht wirklich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Der Jungfrau Leib schwanger ward, doch blieb Keuschheit rein bewahrt, leucht hervor manch Tugend schon, Gott da war in seinem Thron“ soll &lt;i&gt;Alvus tumescit virginis / claustrum pudoris permanet / vexilla virtutum micant / versatur in templo Deus&lt;/i&gt; wiedergeben („Der Unterleib der Jungfrau schwillt an, das Geschlossene der Scham bleibt, die Fahnen der Tugend funkeln, Gott weilt in seinem Tempel“). Doch Scham ist nicht Keuschheit und Tempel nicht Thron. Da will einer Dichter sein und liebt das Ungefähre.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Den Hörern des Hymnus traut Herr L. gleichwohl wenig zu. Wo Ambrosius &lt;i&gt;geminae gigans substantiae&lt;/i&gt; („Held [wörtl. Riese] zweifachen Wesens“) gedichtet hatte, setzt L. „Gott von Art und Mensch, ein Held“, was nicht nur ein merkwürdiger Satzbau ist, sondern auch eine recht überflüssige Verdeutlichung. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Undeutlich werden in der Übersetzung oder Nachdichtung hingegen die zahlreichen biblischen Zitate und Anspielungen im Text des Ambrosius sowie die differenzierte Theologie. Dabei ist klar, dass die anti-arianischen Seitenhiebe des 4. Jahrhunderts 1.100 Jahre später nicht mehr interessieren musste. Doch dass L. den nicht allzu sehr versteckten Verweis auf die wichtige mariologische Unterscheidung Anbetung (die nur Gott zukommt) und Vehrehrung (die auch Maria zuteil wird) vernebelt, indem er von &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Gott in seinem Thron“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; schwafelt, grenzt an Bösartigkeit. (&lt;i&gt;Maria non erat deus templit, sed templum Dei&lt;/i&gt;, hatte Ambrisius in einem Kommentar zum Lukasevangelium geschrieben: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Maria war nicht der Gott des Tempels, sondern Gottes Tempel.“) &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;— &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nebenbei bemerkt: Philologisch ist interessant, dass die Form &lt;i&gt;gigans&lt;/i&gt;, die bei Ambrosius steht (statt korrekt &lt;i&gt;gigas&lt;/i&gt;), darauf verweist, dass der sprachmächtige Bischof von Mailand unmittelbar aus den lateinischen Bibelübersetzungen seiner Zeit zitiert, in denen dieselbe (falsche) Form vorkommt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Geradezu primitiv wirkt L.s Eindeutschung im Vergleich zum Original, wenn sie bei der letzten Strophe das herrliche, ganz eucharistisch gedachte &lt;i&gt;Praesepe iam fulget tuum / lumenque nox spirat novum / quod nulla nox interpolet / fideque iugi luceat&lt;/i&gt; („Schon strahlt deine Krippe auf, und die Nacht atmet ein neues Licht, das in keiner anderen Nacht gestört werden soll, und der beständige Glaube soll (uns) leuchten“) versimpelt zu „Dein Krippen glänzt hell und klar, die Nacht gibt ein neu Licht dar, Dunkel muss nicht kommen drein, der Glaub bleib immer im Schein“.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Kurzum, aus dem ambrosianischen Text, der die Großartigkeit der Inkarnation und bleibenden Gegenwart Gottes in starken Bildern feiert, ist durch L. ein gemütliches Adventliedchen geworden. Es bedurfte erst wieder des Genies eines Johann Sebastian Bachs, um &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Nun komm, der Heiden Heiland“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; musikalische Poesie abzuringen. Klugerweise bediente er sich dabei nur der ersten und letzten Strophe der L.schen Version und griff im Mittetlteil auf die recht freie Nachdichtung eines heute nicht mehr namentlich bekannten Autors zurück.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-3239920591439895517?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/3239920591439895517/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/hore-der-du-uber-isarel-herrschest.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3239920591439895517'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3239920591439895517'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/hore-der-du-uber-isarel-herrschest.html' title='Höre, der du über Israel herrschest'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-7259422213066385834</id><published>2011-11-25T23:55:00.002+01:00</published><updated>2011-11-26T03:53:22.795+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei Ottis Schlachthof) II</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&amp;nbsp;Wir sind gar nicht sesshaft, wir hatten bloß bis vor ein paar Jahren kein Navi.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: right;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ottfried Fischer (Spaßmacher)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Wörtlich:&amp;nbsp; „Mir san gar ned sesshaft, mir ham bloß bis vor a paar Jahr ka Navi ghabt.“ &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-7259422213066385834?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/7259422213066385834/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/aufgeschnappt-bei-ottis-schlachthof-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7259422213066385834'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7259422213066385834'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/aufgeschnappt-bei-ottis-schlachthof-ii.html' title='Aufgeschnappt (bei Ottis Schlachthof) II'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1434176820682216789</id><published>2011-11-25T18:51:00.001+01:00</published><updated>2011-11-28T12:55:31.506+01:00</updated><title type='text'>Gänzlich halbgebildet</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Es fällt mir, ehrlich gesagt, herzlich schwer, mich auch nur ein bisschen dafür zu interessieren, was der ehemalige deutsche Bundesminister Baron Guttenberg so treibt, welche Vorträge er hält, welche Bücher er geschrieben hat, welche Interviews er gibt und ob er ein politisches &lt;i&gt;comeback&lt;/i&gt; plant. Anderen geht es da offensichtlich ganz anders. Manche hat ihr Hass auf den geschassten Publikumsliebling sogar so fest im Griff, dass sie sich lieber selbst eine Blöße geben, als eine vermeintliche des Barons unaufgedeckt zu lassen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;So etwa Stefan Kuzmany auf „Spiegel-online“(24. November). Der meint nämlich, den „überführten Plagiator“ bei einer Angeberei erwischt zu haben. In einem jüngst veröffentlichten Gespräch mit der „Zeit“ habe Guttenberg gesagt: „Ob eine Rückkehr mit einem politischen Engagement welcher Art auch immer verbunden sein wird, ist heute gänzlich offen. Dass ich ein politischer Mensch, ein Zoon politikon, bleibe, steht außer Frage.“ Kuzmany kommentiert das so: „Und da ist es wieder, das alte Guttenberg-Gefühl, sofort weiß man, was einen stets gestört hat an diesem Politiker, ganz unabhängig von seinen politischen Ansichten: Zunächst dieses manierierte ‘gänzlich’, diese gestelzte Ausdrucksweise, diese Guttenberg eigene Art, Banalitäten mit großer Geste auszusprechen.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass jemanden ein so harmloses Wörtchen wie „gänzlich“ so in Rage bringen kann, muss tiefere Ursachen haben als irgendwelche sachlichen Zusammenhänge. Vielleicht könnte eine Psychotherapie helfen. Aber Kuzmany genügt es nicht, großes Getue um banale Formulierungen zu machen, mit dem Ausdruck „zoon politikon“ fühlt er sich auf die Spur gesetzt. Er gibt zu, nicht zu wissen, was das heißt, und gesteht, allen Ernstes bei „Wikipedia“ nachgesehen zu haben. Uns siehe da, nun meint er dem verabscheuten Baron attestierten zu können: „Er blendet mal wieder mit Kenntnissen, die er offenbar nicht besitzt.“ Weil nämlich, so glaubt der wikipediabewehrte Kuzmany, „zoon politikon“ auf Aristoteles zurückgehe und bedeute, dass „ein soziales, auf Gemeinschaft angelegtes und Gemeinschaft bildendes Lebewesen“ sei. „So sind wir demnach alle ein 'Zoon politikon', Sie, ich, Hape Kerkeling, Justin Bieber und Cindy aus Marzahn, ganz unabhängig von politischem Engagement, Parteizugehörigkeit oder Griechischkenntnissen. Und zwar gänzlich.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ha, da hat er es dem Gutti aber gegeben! Denkt er. Doch hatte der an der zitierten Stelle überhaupt etwas anderes gesagt? Kann er nicht auch gemeint haben „Dass ich ein politischer Mensch, ein Zoon politikon, bleibe, steht außer Frage, weil ja jeder Mensch ein Zoon politikon ist, auch Stefan Kuzmany, Hape Kerkeling, Justin Bieber und Cindy aus Marzahn“? Hat er denn gesagt, dass nur er und er allein oder er in besonderem Sinne ein politisches Lebewesen sei? Man muss es jedenfalls nicht so lesen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Man muss das nicht wissen“, sagt Kuzmany über Aristoteles und dessen „zoon politikon“. Mag sein. Für einen Journalisten, der einem Absolventen des Ignaz-Günther-Gymnasiums zu Rosenheim (an dem laut „Wikipedia“ Latein die erste Fremdsprache ist ...) einen Mangel an humanistischer Bildung vorhalten will, wäre es aber doch ganz gut, oder? Wer anderen Halbwissen vorhalten möchte, sollte sein eigenes Nullkommairgendwaswissen wohl nicht erst &lt;i&gt;ad hoc&lt;/i&gt; bloß aus „Wikipedia“ beziehen. Und vor allem sollte er sich nicht von Hass verblenden lassen, wenn er jemanden als Blender entlarven will.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1434176820682216789?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1434176820682216789/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/ganzlich-halbgebildet.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1434176820682216789'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1434176820682216789'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/ganzlich-halbgebildet.html' title='Gänzlich halbgebildet'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1646973910842910285</id><published>2011-11-21T00:01:00.016+01:00</published><updated>2011-11-21T00:01:02.461+01:00</updated><title type='text'>Kleist, Bartholomae und ich</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Heute jährt es sich zum zweihundertsten Mal, dass am Kleinen Wannsee jene Schüsse fielen, mit denen Heinrich von Kleist erst Henriette Vogel, dann sich selbst tötete. Darum gilt 2011 bekanntlich als &lt;i&gt;Kleist-Jahr.&lt;/i&gt; Schon im September dieses Jahres hatte der Verleger, Herausgeber und Autor Joachim Bartholomae „Acht Thesen zur Außenseiterthematik bei Kleist“ unter dem Titel &lt;a href="http://www.schwule-literatur.de/2011/09/von-kleist-lernern-heisst-verlieren-lernen-zum-200-todestag/" target="_blank"&gt;„Von Kleist lernen heißt verlieren lernen“&lt;/a&gt; vorgelegt. Er machte sie auch im Blog „Schwule Literatur“ zugänglich und versah sie mit kommentierenden Ergänzungen. Jetzt habe ich die, wie ich finde, überaus erhellenden Thesen meinerseits kommentiert. Wer das nachlesen möchte, kann es &lt;a href="http://www.broniowski.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:zubartholomaeskleistthesen&amp;amp;catid=38:literatur&amp;amp;Itemid=60" target="_blank"&gt;hier&lt;/a&gt;, an meinem Netzort, tun.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1646973910842910285?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1646973910842910285/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/kleist-bartholomae-und-ich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1646973910842910285'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1646973910842910285'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/kleist-bartholomae-und-ich.html' title='Kleist, Bartholomae und ich'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1450646880926723649</id><published>2011-11-19T19:19:00.000+01:00</published><updated>2011-11-19T19:19:12.553+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einer Zeichentrickfigur)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Niemand, der die Wahl hat, sollte ein Mädchen sein müssen.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Bartholomew Simpson (created by Matt Groening)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1450646880926723649?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1450646880926723649/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/aufgeschnappt-bei-einer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1450646880926723649'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1450646880926723649'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/aufgeschnappt-bei-einer.html' title='Aufgeschnappt (bei einer Zeichentrickfigur)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-5937680664130560613</id><published>2011-11-16T22:09:00.000+01:00</published><updated>2011-11-16T22:09:59.624+01:00</updated><title type='text'>Was haben Rechte gegen Schwule?</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Man darf es sich auch einmal leicht machen und einen Text auch einfach deshalb kommentieren, weil er es einem so umstandslos erlaubt, ihn Satz für Satz seiner Irrtümer, Missverständnisse, Vorurteile und Ressentiments zu überführen. Der Text, den ich mir jüngst an meinem Netztort (vulgo &lt;i&gt;website&lt;/i&gt;) nicht zuletzt seiner gedanklichen Einfachheit halber vorgenommen habe, trägt den pompösen Titel &lt;b&gt;„Systemkrise: Perfide Politisierung der Sexualität“&lt;/b&gt;, stammt von einem mir weiter nicht bekannten Herrn Larsen Kempf und wurde am 22. Juni 2010 im Weblog „www.dasgespraech.de“ veröffentlicht. Dass mir Kempfs Beitrag erst mit mehr als einem Jahr Verspätung untergekommen ist, hat damit zu tun, dass ich erstens solch rechtsbizarre Blogs für gewöhnlich nicht lese und dass ich zweitens eigentlich nach etwas bzw. jemand anderem gegoogelt hatte. Nämlich nach Martin Böcker, der nicht nur die „Redaktion“ des genannten Blogs darstellt oder vielmehr darstellte (seit Dezember 2010 gibt es dort anscheinend keine neuen Beiträge mehr), sondern vor allem als Redakteur von „Campus“, der „Zeitung des studentischen Konvents der Universität der Bundeswehr München“ tätig ist. Erst jüngst wurde er von seinen Mitstudierenden in dieser Funktion bestätigt und zwar, wie man sagen wird dürfen, nicht trotz, sondern wegen seiner einer kritischen Öffentlichkeit als besonders rechtslastig aufgefallenen Texte. Er soll, wie ich irgendwo las, auch über Frauen bei der Bundeswehr und über Homosexuelle geschrieben haben, das war der Anlass, warum ich nach ihm googelte. Böcker gesucht und Kempf gefunden: Sei’s drum. Der Text „Systemkrise“ ist so grotesk, dass er sich zur Zerlegung geradezu aufdrängt, wenn man analysieren will, was Rechte eigentlich gegen Schwulen (und Lesben) haben — die es im Übrigen ja leider auch unter ihnen gibt. Wen also interessiert, was ich zu Kempfs Ausführungen geschrieben habe, der findet es &lt;a href="http://www.broniowski.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=74:authentischeaversionenvonrechts&amp;amp;catid=37:anarchieundpolitik&amp;amp;Itemid=59" target="_blank"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-5937680664130560613?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/5937680664130560613/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/was-haben-rechte-gegen-schwule.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5937680664130560613'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5937680664130560613'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/was-haben-rechte-gegen-schwule.html' title='Was haben Rechte gegen Schwule?'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-4562588990052472478</id><published>2011-11-11T17:35:00.000+01:00</published><updated>2011-11-13T17:38:03.205+01:00</updated><title type='text'>Schlüssig daneben</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Der Kandidat, ein dreiundzwanzigjähriger Student der Chemie, wird beim Fernsehquiz vor die Wahl gestellt, ob „Dysphonie“ Heiserkeit, Zähneknirschen, Blähungen oder Ohrensausen bezeichnet. Er weiß viel und redet und redet, um sich davon zu überzeugen, dass es sich ums Ohrensausen handeln müsse. Der Junge hat sich mit Frisur und Kleidung alle Mühe gegeben, nach modisch-coolem Nullachtfuffzehntyp auszusehen, aber seine Redeweise verrät halt doch den pseudointellektuellen Naturwissenschafts-„Nerd“. Und so rasselt er, trotz aller Warnungen des Moderators und mit zwei ungenutzten Jokern von 64.000 auf 500 Euro runter. „Sie haben sich irre klugen Gedanken gemacht, ich bin noch nicht mal in der Lage gewesen, das zu widerlegen, es war schlüssig dargelegt — aber es ist anders.“ Es war nämlich halt doch die Heiserkeit. Schade, denn der Mann war mir nicht einmal unsympathisch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Seine Vorgangsweise scheint mir paradigmatisch. Nicht, dass derlei einem Geistes- oder Sozialwissenschaftlern nicht hätte passieren können. Aber verfährt man in den Naturwissenschaften nicht gerne so: Sich auf der Grundlage von zu wenig und zudem wenig belastbaren Daten die Welt zusammenreimen und daraufhin ein großes Risiko eingehen? Wieder einmal wurde mir so nebenher, beim Fernsehen, ein charakteristisches Vorurteil bestätigt …&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-4562588990052472478?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/4562588990052472478/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/schlussig-daneben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4562588990052472478'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4562588990052472478'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/schlussig-daneben.html' title='Schlüssig daneben'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-5490533372018549570</id><published>2011-11-08T20:58:00.001+01:00</published><updated>2011-11-09T22:27:10.011+01:00</updated><title type='text'>Tacheles</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Am Randes des Gipfels der G20 in Cannes. Sarkozy: „Ich halte Netanyahu nicht aus, er ist ein Lügner.“ Obama: „Sie haben ihn satt, aber ich muss mich jeden Tag mit ihm abgeben.“ Bedarf es mehr als dieses Wortwechsels, der nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war und nur durch Zufall mitangehört wurde, um den hohlen Kern der Weltpolitik freizulegen?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-5490533372018549570?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/5490533372018549570/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/tacheles.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5490533372018549570'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5490533372018549570'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/tacheles.html' title='Tacheles'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-6622778076223541561</id><published>2011-11-05T20:27:00.005+01:00</published><updated>2011-11-28T12:52:44.606+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='vermischtes'/><title type='text'>Vermischte Meldungen (2)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Niemand wird Mehmet Kilic nachsagen können, er sei nicht gut integriert. Der nach eigenen Angaben in der Türkei geborene — wo dort eigentlich genau? — integrationspolitische Sprecher der deutschen Grünen kann wirklich rumpöbeln wie ein richtiger Stammtischgermane. Im Vorfeld des Deutschlandbesuches des türkischen Regierungschefs stänkerte Kilic, Erdogans jüngste Äußerungen zu den Mängeln der deutschen Integrationspolitik seien „unerträgliche Stimmungsmache“, für die sich der Politiker entschuldigen müsse, ansonsten müsse „die Bundeskanzlerin ihn öffentlich zurechtweisen“. Das spricht der deutschen Selbstgefälligkeit aus der verstimmten Seele und steht darum folgerichtig, &lt;i&gt;habe ich mir sagen lassen&lt;/i&gt;, in der „Bild“-Zeitung.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Über die Nachfolge des unlängst verstorbenen griechisch-othodoxen Metropoliten von Wien ist bereits entschieden. Der neue Bischof werde, &lt;i&gt;heißt es&lt;/i&gt;, wie sein Vorgänger für die rund 500.000 orthodoxen Christen in Österreich zuständig sein. Wie das? Selbst wenn die Zahl der Orthodoxen tatsächlich eine halbe Million beträgt: Sind sie denn alle griechisch-orthodox? Oder gibt es nicht vielmehr, als staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften, neben der griechisch-orthodoxen Kirche, die dem Patriarchen von Konstantinopel untersteht, und der sehr viel kleineren griechisch-orthodoxen Kirche des Patriarchats von Antiochien auch die bulgarisch-orthodoxe, die rumänisch-orthodoxe, die russisch-orthodoxe und nicht zuletzt die serbisch-orthodoxe Kirche in Österreich, von den nicht staatlich anerkannten orthodoxen Kirchen und ihren Mitgliedern gar nicht zu reden? Alle diese Kirchen haben ihre eigenen Hierarchen und unterstehen keineswegs sämtlich dem vom Ökumenischen Patriarchen eingesetzten Metropoliten.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;* * *&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Republik Irland habe beschlossen, ihre Botschaft im Vatikan zu schließen, &lt;i&gt;heißt es.&lt;/i&gt; Da wüsste man vielleicht doch ganz gern, wo genau „im Vatikan“&amp;nbsp; diese Botschaft sich den bisher befunden hat. Viel Platz ist dort ja nicht. Oder handelt es sich nicht womöglich doch eher um die irische Botschaft &lt;i&gt;beim Heiligen Stuhl&lt;/i&gt;? Die aber befindet sich in Trastevere, rund anderthalb Kilometer Luftlinie von der Vatikanstadt entfernt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-6622778076223541561?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/6622778076223541561/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/vermischte-meldungen-1.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6622778076223541561'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6622778076223541561'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/vermischte-meldungen-1.html' title='Vermischte Meldungen (2)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-4306394210694133137</id><published>2011-11-03T22:00:00.004+01:00</published><updated>2011-11-04T09:14:34.652+01:00</updated><title type='text'>Nö, er darf nicht</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Demokratie is nich. Papandreous Plebiszitplan ist geplatzt. Mutti und der Kobold haben sich durchgesetzt, mit Erpressung und kaum verhohlener Drohung. Das wäre ja auch noch schöner, dass Banken und Fonds und andere Raffgeier vielleicht nicht an „ihr“ Geld kämen (also an die europäischen Steuergelder, mit denen Griechenland seine Schulden bedienen soll, was über Sozialabbau zu refinanzieren wäre), bloß weil man den Griechen erlaubt, darüber abzustimmen, ob sie sich an der Pest der Pleite oder der Cholera des Kaputtkürzens den volkswirtschaftlichen Tod holen wollen.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Ein bisschen erinnert mich das (eine völlig ungehörige Assoziation. ich weiß), an den von Hitler verbotenen und den Einmarsch deutscher Truppen veranlassenden Versuch Schuschniggs, durch eine Volksabstimmung der Bevölkerung ein Bekenntnis zur staatlichen Eigenständigkeit Österreichs abzuverlangen. Nun, diesmal sind die Deutschen ausnahmsweise mal nicht einmarschiert. Und die Drohung besteht nicht im Anschluss, sondern im Ausschluss.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Die Frage bleibt, ob irgendjemand Griechenland überhaupt zwingen kann, die Drachme wieder einzuführen. Was, wenn die Griechen keine neuen Noten drucken und Münzen prägen, sondern ungerührt weiterhin den Euro nutzen, auch wenn Mutti und der Kobold den rechtlich problematischen Ausschluss aus der Eurozone durchdrücken sollten? Immerhin verwenden auch Montenegro und die serbische Provinz Kosovo (sowie die großbritischen Souveränen Militärbasen auf Zypern) den Euro, und sind nicht einmal Mitglieder der EU. Sogar im fernen Simbabwe gilt der Euro, nebst Rand und US-Dollar, als gesetzliches Zahlungsmittel. Und da wollte man derlei den Griechen, unseren heißgeliebten Urlaubsgriechen, verwehren?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;So oder so ist die „Euro-Krise“, die Mutti, der Kobold und die übrigen Verdächtigen derzeit aufführen, ein Glanzstück anti-europäischer Politik. Man tut schon gar nicht mehr so, als ginge es um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger oder ein imaginäres europäisches Ideal. Was zählt, sind einzig und allein „die Märkte“ und wie die einzelne Nationalökonomie sich denen am bravsten unterwerfen kann. Das „europäische Projekt“ erscheint recht ungeschminkt als das, was es ohnedies immer war: eine Bündelung von Kapitalismen, um Konkurrenzdenken, Entsolidarisierung und soziale Segmentierung in größerem Maßstab vorantreiben zu können. Staaten gibt es, damit die Reichen reicher und die Armen ärmer werden, und Staatenbündnisse, damit daran immer jemand anderer schuld ist.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-4306394210694133137?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/4306394210694133137/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/no-er-darf-nicht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4306394210694133137'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4306394210694133137'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/no-er-darf-nicht.html' title='Nö, er darf nicht'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1001635675808600666</id><published>2011-11-02T02:14:00.000+01:00</published><updated>2011-11-03T02:20:07.553+01:00</updated><title type='text'>Demokratie? Darf der denn das?</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Ja, was fällt denn dem ein! Europas Politiker und ihre alles nachplappernde Journalistenmeute geben sich entsetzt: Griechenlands Regierungschef will das vom Ausland verordnete „Sparprogramm“ einer Volksabstimmung unterziehen. So geht das doch nicht! Demokratie ist ja gut und schön, aber dafür wird doch alle paar Jahre gewählt, und in der Zeit dazwischen haben die Politiker schließlich die Blankovollmacht, jeden Scheiß zu bauen, äh, ich meine: eine alternativlose Politik der wirtschaftlichen Notwendigkeiten und Sachzwänge zu betreiben.&lt;br /&gt;Die Leute abstimmen lassen, ob sie wollen, was ihnen vorgeschrieben wird, pfui, da könnte ja jeder kommen. In den Redaktionsstuben und Foren kocht der gerechte Volkszorn hoch: Was wenn wir darüber abstimmten, ob wir denen noch Geld geben wollen?&lt;br /&gt;Nur wenige scheinen die perfide Raffinesse Papandreous zu begreifen: „Sparprogramm“ oder Staatsbankrott, ihr habt die Wahl. Ob Pest oder Cholera, die Gelackmeierten sind die Griechen sowieso. Von Europas Rettungsgeldern sehen sie ohnehin keinen Cent. Das Geld bekommen die Gläubiger, also die Banken und anderer Abschaum. Die Bevölkerung hingegen bekommt so oder so eingeschränkte öffentliche Leistungen, gekürzte Löhne, Gehälter und Ruhestandsbezüge sowie Massenentlassungen. Aber man wird ihnen sagen können, was wollt ihr denn, ihr habt es ja so gewollt.&lt;br /&gt;Die merkwürdigste aller Drohungen Richtung Hellas aber ist der vielberedete Rauswurf aus der Eurozone. Nicht bloß, dass das rechtlich schwer zu machen wäre, es ist auch sachlich nicht einleuchtend. Hat denn irgendjemand in den glorreichen Zeiten, als Deutschland noch seine über alles geliebte D-Mark hatte, daran gedacht, überschuldete Länder (wie Berlin oder Bremen) aus der D-Mark-Zone rauszuwerfen? (Analog: Österreich, Schilling, Burgenland.)&lt;br /&gt;Wer so denkt, denkt immer noch nationalstaatlich und also anti-europäisch. Das ist Kirchturmspolitik im schlechtesten Sinne. Die Glockenspiele sind zwar auf einander abgestimmt, aber Gotteshäuser gehören grundverschiedenen Konfessionen.&lt;br /&gt;Eine gemeinsame Währung ist nichts, was beliebig einführt oder abschafft, keine von Lust und Laune anhängige Entscheidung wie die Teilnahme oder Nichtteilnahme am Eurovision Song Contest. Auch wenn alle Währungen etwas Fiktives haben, ist doch die Gemeinsamkeit derer, die sich ihrer bedienen, ist echt. (Dass Länder wie Großbritannien, Dänemark und Schweden nicht zur Eurozone gehören, ist nur folgerichtig, diese Länder gehören auch nicht in die EU.)&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;So oder so, das griechische Referendum über die sozioökonomische Selbstzerstörung ist der richtige Schritt, mögen Merkel, Sarkotzi &amp;amp; Co.sich noch so beleidigt darüber geben, dass ihre Hinterzimmerpolitik scheinbar in Frage gestellt wird. Denn Demokratie bedeutet ja, dass die Regierten von den Regierenden so lange traktiert werden, bis sie dem Regiertwerden zustimmen. Papandreou macht, so gesehen, alles richtig.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1001635675808600666?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1001635675808600666/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/demokratie-darf-der-denn-das.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1001635675808600666'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1001635675808600666'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/11/demokratie-darf-der-denn-das.html' title='Demokratie? Darf der denn das?'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1315740894186509472</id><published>2011-10-31T23:45:00.014+01:00</published><updated>2011-11-05T23:48:42.521+01:00</updated><title type='text'>Deuteroprotestantismus</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wer die römisch-katholische Kirche schädigen und gar zerstören will, muss nur darauf drängen, dass sie folgende „Reformen“ endlich durchführt: Abschaffung des Zölibats, Zulassung von Frauen zum Weihepriestertum, entscheidende Beteiligung der Laien an der Kirchenleitung, Aufgabe einer verbindlichen Moral (insbesondere im Bereich der Sexualität). Abschaffung der Ehe als Sakrament (und darum Einführung von Scheidung und Wiederverheiratung) sowie Unverbindlichkeit aller theologischen Lehrinhalte überhaupt. Heraus käme ein Deuteroprotestantismus, ein zweiter Protestantismus also, einer mit einer etwas anderer Folklore, aber eben doch bloß ein Protestantismus.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Inwiefern das beschädigt und zerstört? Ein Vergleich gibt Auskunft. In Deutschland sind der katholische und die evangelische Anteil an der Bevölkerung grob gerechnet in etwa gleich groß, jeweils etwas weniger als ein Drittel aller Einwohner. Bekanntlich haben Glieder der „Evangelischen Kirche in Deutschland“ bekanntlich längst all das, was „Kirchenkritiker“ und „Reformer“ von der römisch-katholischen Kirche erst verlangen: verheiratete Pastoren, weibliche Pastoren, bedeutende Mitwirkung der Nichtpastoren auf allen Leitungsebenen, Ehescheidung und Wiederverheiratung, keine strengen Moralvorstellungen und eine weitgehend unverbindliche Theologie. Trotzalledem sind die evangelischen Gotteshäuser sonntags noch leerer als die katholischen, und — bis im Jahr 2010, als das Medienspektakel des „Missbrauchsskandals seinen Höhepunkt erreichte — war die Zahl der Kirchenaustritte sowohl in absoluten wie in relativen Zahlen immer höher als bei den Katholiken.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn der Protestantismus es also nicht schafft, die Leute in die Kirche zu bringen und in der Kirche zu halten, wenn es ihm nicht gelingt, über ein paar erbaulich-unverbindliche Reden bei dieser oder jener Gelegenheit hinaus auf das Leben der Einzelnen und der Gesellschaft einzuwirken, warum sollte das dann ein zum Deuteroprotestantismus mutierter Katholizismus vermögen? Er wird im Gegenteil das gleiche Schicksal erleiden und einen Schwund an Einfluss, Bedeutung und Mitgliederzahl erleiden.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Allerdings ist der deutsche Protestantismus nicht der Protestantismus insgesamt. Weltweit haben gewisse (meist aus den USA stammende) Sekten, besonders fundamentalistische, großen Zulauf. Daran könnte sich der Katholizismus ein Beispiel nehmen, nicht indem er sektiererisch und fundamentalistisch wird, sondern indem er sich selbst ernst nimmt und die Verbindlichkeit seiner Lehre und seiner Vorschriften stärkt statt schwächt.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die römisch-katholische Kirche wächst, nämlich in weltweitem Maßstab, und wo sie wächst, hat sie übrigens auch nahezu keinen Priestermangel. Das Problem ist das säkularisierte und atheismifizierte Europa. Nur hier (und naturgemäß in den USA) führen „Kritiker“ und „Reformer“ das große Wort. Aber derlei ist bloß Symptom des Niedergangs, nicht der Erneuerung. &lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn man also, auch als Nichtkatholik, der katholischen Kirchenführung etwas zu raten hätte: Vergesst Europa, lasst Euch von Protestanten, Sektierern, Fundamentalisten und Atheisten nicht in die Enge treiben, erneuert die Kräfte der Kirche aus bester Überlieferung und dem lebendigen Christentum in Afrika, Asien und Südamerika. Je katholischer der Katholizismus ist, desto besser für ihn. Ihn zu einem Deuteroprotestantismus machen zu wollen, ist hingegen eine diabolische Strategie.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1315740894186509472?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1315740894186509472/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/10/deuteroprotestantismus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1315740894186509472'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1315740894186509472'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/10/deuteroprotestantismus.html' title='Deuteroprotestantismus'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-7559845797361366178</id><published>2011-10-25T12:21:00.000+02:00</published><updated>2011-10-25T12:21:39.679+02:00</updated><title type='text'>Raus? Aber gern!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Für gewöhnlich ist mir alles, was von der und in der großbritischen Konservativen Partei an politischen Projekten befürwortet wird, von Grund auf zuwider. Jetzt aber finde ich ausnahmsweise Gefallen daran, dass, wie ich den Nachrichten entnehme, 80 Abgeordnete der Konservativen ihrem Parteivorsitzenden und Regierungschef die Gefolgschaft verweigerten und im Parlament entgegen dessen striktem Befehl für ein Anti-EU-Referendum stimmten.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ich hoffe sehr, der Trend setzt sich fort. Wie man hört, sind zwei Drittel der Großbriten und Nordirländer für einen Austritt aus der Europäischen Union. Sehr gut! Ich bin auch dafür! Das Vereinigte Königreich soll die EU verlassen (und am besten Dänemark und Schweden mitnehmen).&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dann gibt es endlich auch keinen Grund mehr, in Europa dauernd Englisch zu schwatzen (die Staatssprache Irlands ist ja eigentlich Gälisch). Ich plädiere für eine romanische Sprache, am liebsten Italienisch, als EU-Amtssprache. Nicht um Dolmetscher und Übersetzer arbeitslos zu machen, die sollten weiter im Einsatz bleiben, sondern um das Projekt der europäischen Integration voranzutreiben und ästhetisch aufzuwerten.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn die Nordeuropäer raus sind (oder, wie Island, gar nicht erst rein kommen), ist dann auch Platz genug für die Aufnahme der südeuropäischen Länder Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen und Ägypten in die Europäische Union. (Vgl. den &lt;a href="http://bronioblog.blogspot.com/2011/02/ein-vorschlag-zur-gute-der-broniowski.html"&gt;Broniowski-Plan&lt;/a&gt;.) Die Türkei muss sowieso dazu. Und bald auch Syrien und der Libanon. Auf zum &lt;i&gt;Imperium Romanum redivivum&lt;/i&gt;!&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ach, schon der bloße Gedanke an einen EU-Austritt der Engländer stimmt mich heiter und verschönt mir den Tag. &lt;/span&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Get out, you bloody bastards!&lt;/i&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; Wie man das wohl auf Italienisch sagt?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-7559845797361366178?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/7559845797361366178/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/10/raus-aber-gern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7559845797361366178'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7559845797361366178'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/10/raus-aber-gern.html' title='Raus? Aber gern!'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-7938446341459674234</id><published>2011-10-16T18:03:00.001+02:00</published><updated>2011-10-16T22:37:16.496+02:00</updated><title type='text'>Liberty Plaza</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn’s ihnen Spaß macht … Sollen sie doch gegen Bankenmacht und Profigier die Wallstreet (oder zumindest den &lt;i&gt;Zuccotti Park&lt;/i&gt;, der früher wohl mal &lt;i&gt;Liberty Plaza Park&lt;/i&gt; hieß) okkupieren, sollen sie Transparente schwingen, Sprechchöre trällern und Reden, viele Reden von sich geben — und sich nicht zuletzt im Internet tummeln. Sollen sich doch Hunderte, Tausende, Zehntausende überall in den Metropolen der westlichen Welt ihnen anschließen und ihr eigenes Ding machen. Warum nicht? Kapitalismuskritik ist gerade in. Bald ist sie es wieder nicht mehr. &lt;i&gt;Carpe diem!&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Manches, was manche von den aktuellen Protestierern vorbringen, ist gar nicht so unsympathisch. Anderes wiederum ist Unsinn. Da passt inhaltlich Vieles nicht zusammen, aber stilistisch bildet es doch ein kohärentes Phänomen. Mit revolutionärem Chic. Was viele seit langem gesagt haben, haben spätestens jetzt auch viel Jüngere entdeckt. Die Übel sind ja auch wirklich nicht zu übersehen, wenn man erstmal hinschaut und nachdenkt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das Bürgertum ist verunsichert. Das Versprechen der Oberen, den Mittleren durch Ausbeutung der Unteren Wohlstand zu sichern, scheint vorübergehend ein wenig an Überzeugungskraft einzubüßen. Dass die Reichen immer reicher werden und die Armen ärmer, diese &lt;i&gt;raison d’être&lt;/i&gt; der „marktwirtschaftlich“ orientierten Gesellschaften, funktioniert zwar noch, aber es gibt für den Mittelstand Zweifel, ob er sich in seiner Masse wirklich nach oben bewegt oder nicht doch auch nach unten. Man kann’s mit der Ausbeutung auch übertreiben. Da hilft dann selbst die Zerstreuung mittels Konsumspielsachen nicht mehr völlig über alles hinweg.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Aber soll sich wirklich etwas ändern? Im Grundsätzlichen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Leutchen von Occupy Wallstreet haben Recht. Sie gehören zu den 99 Prozent, die bleiben, wenn man ein Prozent Superreiche abzieht. Aber das verweist auf ein viel grundsätzliches Problem. Der Kapitalismus kommt, wie jedes Herrschaftssystem, von unten. Damit ein solches System funktioniert, braucht es nicht nur die, die am meisten profitieren und die den unmittelbarsten Einfluss ausüben. Es braucht vor allem die mehr oder minder willige Masse der Mitmacher. Auf jeden, der etwas anordnet, kommen Hunderte, Tausende, Millionen, die gehorchen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Gewiss, man hat keine Wahl oder scheint keine zu haben. Man ist &lt;i&gt;a priori&lt;/i&gt; Teil des Systems. Das ändert aber nichts daran, dass diese systemimmanente Alternativlosigkeit nur deshalb funktioniert, weil sie performiert wird. Anders gesagt, die Leute erzeugen den Zwang, dem sie sich unterwerfen, selbst.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Kapitalismus ist das Resultat eine demokratischen Prozesses. Er entspricht den Wünschen der Mehrheit, mögen diese Wünsche auch noch so manipuliert sein. Diesem Wahnsinn nun ausgerechnet „Demokratie“ (sei sie liquide oder sonstwie aggregiert) entgegensetzen zu wollen, ist nur neuer Wahn. Um es zum fantastillionsten Mal zu sagen: Demokratie bedeutet nicht, dass das Volk regiert, sondern dass die Bevölkerung dem Regiertwerden zustimmt (und dies in institutionalisierter Form zum Ausdruck bringen kann). Demokratie ist nicht identisch mit Rechtsstaat, die Anerkennung von Bürger- und vor allem Menschenrechten ist nicht an demokratische Strukturen gebunden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Vorstellung, alles würde gut, wenn nur alles immer von den Leuten selber bestimmt würde, ist bizarr. Man nenne mich selbstgerecht und überheblich, aber ich habe kein Zutrauen zum Verstand der Masse meiner Mitmenschen. Warum sollten dieselben Leute, die in den Beziehungen untereinander, im Weltverhältnis und im Selbstverständnis so erschreckend selten Intelligenz, Geschmack oder Verantwortung zeigen, sich mit einem Mal ganz anders verhalten, warum sollten dieselben Leute, die sich, wie ihr Konsumverhalten und ihr Räsonieren beweist, jeden Unfug aufschwatzen und jeden Blödsinn einreden lassen, plötzlich in ihrer Mehrheit richtige politische Entscheidungen treffen können?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Oder geht es gar nicht um richtig und falsch? Geht es bloß darum, dass etwas „demokratisch“ ist? In einer Welt, in der ständig über alles und jedes abgestimmt würde und die Mehrheit entscheidet, was zu tun ist, möchte ich nun wirklich nicht leben. Das wäre der reinste Terror. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Es ist mehr als naiv, es ist gefährlich paranoid, anzunehmen, man müsse nur die Herrschaftsstrukturen suspendieren und die von jedem äußeren Zwang befreiten Subjekte würden plötzlich souverän. Denn die inneren Zwänge, also das, als was die Subjekte sich geformt haben und sich formen lassen haben, bestehen ja weiter fort. Der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit ist ein Programm, das leider nicht funktioniert, weil die Unmündigkeit nicht darin besteht, sich des eigen Verstandes nicht ohne Leitung eines anderen bedienen zu können, sondern weil der real existierende Verstand selbst nicht vom Himmel gefallen, sondern ein Produkt der gesellschaftlichen Verhältnisse ist. Es gälte demnach erst, diese Verhältnisse zu stören und den Verstand umzuformen — also anders zu leben und zu denken —, um mündig zu werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Aber wer schafft das schon? Ist die symbolische Besetzung der Wallstreet ein Schritt dorthin? Wohl kaum. Dieses Gesellschaftssystem hat kein finsteres Herz, kein alles steuerndes Superhirn, das man nur auszuschalten oder umzufunktionieren braucht, um alles gut werden zu lassen. Gewiss gibt es Machtzentren, aber im Wesentlichen funktioniert der Kapitalismus, wie jedes stabile Herrschaftssystem, dezentral, plural, heterogen und mit Widersprüchen. Krisen sind sein Lebenselement. Weshalb auch das mehr oder minder kritische Denken, wie es sich an der „Liberty Plaza“ kristallisiert, eher ein Beitrag zur permanenten Evolution sein dürfte, der den Strukturen Impulse verleiht, diese zur ihrem ständigem Umbau benötigen. Eine breite gesellschaftliche Dynamik, die morgen oder übermorgen, den Kapitalismus hinwegfegt (und durch welche andere Wirtschaftsordnung ersetzt?) kann ich jedenfalls nicht erkennen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Trotzdem: Wenn’s ihnen Spaß macht … Man sieht gern zu, man macht gern mit. Es wird die Welt nicht verbessern, aber besser als Nichtstun ist es allemal.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-7938446341459674234?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/7938446341459674234/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/10/liberty-plaza.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7938446341459674234'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7938446341459674234'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/10/liberty-plaza.html' title='Liberty Plaza'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-7723352501722793432</id><published>2011-10-15T17:41:00.000+02:00</published><updated>2011-10-15T17:41:45.158+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Augeschnappt (bei einem Autor um 1800)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Der Buchhandel liegt in einem so tiefen Verfall und wird mit jeder Messer soviel schlechter, daß selbst angesehene Buchhändler erschrecken, wenn ihnen ein Manuskript, das nicht einen schon berühmten Namen zum Garant hat, angeboten wird. Die Buchläden sind mit Romanen [...] aller Art dermaßen überschwemt, daß ihnen jeder [Euro] zuviel ist, den sie für [...] einen Roman, der nicht von [einem Bestseller-Autor] kommt, geben sollen.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: right;"&gt;&lt;i&gt;Christoph Martin Wieland (1733-1813)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: right;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size: xx-small;"&gt;&lt;i&gt;Wieland schreibt hier außer von Romanen eigentlich auch von Theaterstücken, sagt selbstverständlich Taler, nicht Euro, und nennt die damaligen Bestseller-Autoren Kotzebue, Schiller, Richter,&amp;nbsp; La Fontaine, Huber beim Namen.&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-7723352501722793432?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/7723352501722793432/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/10/augeschnappt-bei-einem-autor-um-1800.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7723352501722793432'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7723352501722793432'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/10/augeschnappt-bei-einem-autor-um-1800.html' title='Augeschnappt (bei einem Autor um 1800)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-2080979005928942553</id><published>2011-10-02T19:34:00.000+02:00</published><updated>2011-10-02T19:34:17.944+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einem, der Recht hat)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die sind beide kacke.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: right;"&gt;&lt;i&gt;Bushido (auf die Frage, wem er eher Recht gebe: Alice Schwarzer oder Charlotte Roche)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-2080979005928942553?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/2080979005928942553/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/10/aufgeschnappt-bei-einem-der-recht-hat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2080979005928942553'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2080979005928942553'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/10/aufgeschnappt-bei-einem-der-recht-hat.html' title='Aufgeschnappt (bei einem, der Recht hat)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-3756879143887656170</id><published>2011-09-26T11:10:00.001+02:00</published><updated>2011-09-26T11:31:30.777+02:00</updated><title type='text'>Sonnenuntergang, Weltuntergang, Sinnfrage</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Ein bezeichnender Fall von leichter Geistesverwirrung durch Wissenschaftsgläubigkeit: „Tatsachen finden schwer den Weg ins menschliche Bewusstsein. Weil sie zu schmerzlich sind, weil sie unser Bild von der Welt und wie sie zu funktionieren hat, stören würden. Die unangenehmen Tatsachen verstecken wir hinter falschen Begriffen. So reden wir vom ‘Sonnenuntergang’, obwohl wir seit Kopernikus wissen, dass es die Erde ist, die sich um die Sonne dreht. Eigentlich müssten wir vom ‘Erduntergang’ sprechen. Wir tun es nicht, weil wir immer noch gekränkt sind, nicht im Zentrum des Universums zu stehen. Und weil es uns erschreckt, dass der Boden, auf dem wir stehen, nicht fest ist.“ Schreibt der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss im „Freitag“ („Unangenehme Tatsachen“, 22. September 2011) in einem Text, in dem es dann eigentlich um Thermodynamik und Ökonomie geht, aber nach einem solchen Einstieg kann der Rest auch nicht mehr völlig überzeugend sein.&lt;br /&gt;Bärfuss liegt nämlich völlig daneben. Dass die Sonne aufgeht und untergeht, ist eine Tatsache. Seit es Menschen gibt, haben sie diese beobachtet, und noch heute kann jeder, der zu sehen vermag (und nicht irgendwo eingesperrt ist), jeden Tag einen Sonnenaufgang und einen Sonnenuntergang wahrnehmen. Dass sich hingegen ein Planet namens Erde um sich selbst dreht, eine Bahn um eine Sonne namens Sonne zieht und dabei von einem Mond namens Mond umkreist wird, ist lediglich ein Erklärungsmodell. Ein zugegebenermaßen recht sinnvolles Modell, dass Beobachtungen und Berechnungen gut zusammen bringt. Es gab andere Modelle, etwa das ptolemäische, nach dem die Erde als feststehende Kugel von beweglichen Schalen umgeben ist, an denen Sonne, Mond und Sterne befestigt sind. Dieses heliozentrische Modell besaß lange Gültigkeit, so auch das ganze sogenannte Mittelalter hindurch — in dem nämlich die Erde keineswegs für eine Scheibe gehalten wurde, wie es das aufgeklärte Vorurteil will! —, konnte aber die Bewegungen der Wandelsterne letztlich nicht überzeugend erklären. Kopernikus und Kepler stellten dann, andere antike Überlegungen als die des Ptolemäus aufgreifend, das heliozentrische Modell auf, das den oben erwähnten Vorteil besitzt, weder der Alltagserfahrung noch der wissenschaftlichen Rechenkunst zu widersprechen.&lt;br /&gt;Kurz und knapp: Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge sind Erfahrungstatsachen, etwas ganz anderes sind die Modelle, die bestimmte Beobachtungen und Berechnungen in Einklang zu bringen versuchen. Bärfuss verwechselt das eine mit dem anderen, er hält anscheinend Erklärungsmodelle für Tatsachen und Tatsachen für Vorurteile.&lt;br /&gt;Doch wer da, um Bärfussens eigene Formulierung zu gebrauchen, im Physikunterricht nicht aufgepasst hat, scheint vor allem er selbst zu sein, denn keineswegs ist es ja dem geltenden Modell zufolge die Bewegung der Erde um die Sonne („wie wir seit Kopernikus wissen“), die Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge erklärt, sondern die Drehung der Erde um ihre eigene Achse. Einen „Erduntergang“, von dem Bärfuss phantasiert könnte man also allenfalls von der Sonne aus beobachten (was unmöglich ist) oder vom Mond (was man bekanntlich getan hat) oder sonst einer außerirdischen Position aus.&lt;br /&gt;Weil also schon Bärfussens Darstellung der Verhältnisse in mehrfacher Hinsicht nicht stimmt, ist auch seine Behauptung absurd, die Rede von Sonnenuntergängen statt von Erduntergängen verdränge „unangenehme Tatsachen“. Nun ist ja die These von der Kränkung des Selbstbewusstseins des modernen Menschen durch die modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse nicht neu. Sigmund Freud etwa sah bekanntlich seine eigenen angeblichen Entdeckungen ebenso wie die von Kopernikus und Darwin als solche Kränkungen an. Nichts könnte freilich falscher sein als dieses Kränkungsmodell. Allein schon, dass Heliozentrik, Darwinismus und Psychoanalyse — hinzuzunehmen wären heute noch Genetik und Hirnforschung — sich solch enormer Beliebtheit erfreuen und fest in den unreflektierten Vorstellungen der Leute verwurzelt sind, verweist doch darauf, dass es keineswegs um ängstlich abgelehnte, sondern um nachdrücklich erwünschte Veränderungen des Selbstbildes geht. Sie stören nicht, sie sind notwendig für das Funktionieren des „aufgeklärten“ (also durch Wissenschaftsgläubigkeit verdummten) Bewusstseins.&lt;br /&gt;Es handelt sich allerdings eben gerade nicht um eine Kränkung, sondern um eine Entlastung, wenn man glauben darf, dass die Erde nur noch irgendein Materieklumpen unter unzählbar vielen anderen Materieklumpen in einem unüberschaubaren Universum ist. Der Glaube so vieler Menschen an „Außerirdische“, der durch nichts außer populäre Mythen gestützt wird, legt von diesem Wunsch, nichts Besonderes und im Kosmos nicht allein zu sein, beredtes Zeugnis ab.&lt;br /&gt;Es handelt sich auch eben gerade nicht um eine Kränkung, sondern um eine Entlastung, wenn man glauben darf, dass der Mensch nur das zufällige Ergebnis von Umweltbedingungen und Mutationen ist und nicht die Krone einer Schöpfung durch einen Verantwortung fordernden Gott. Dass der Evolutionismus, ohne das zuzugeben, einfach nur die Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus, also grob gesagt das Fressen und Gefressenwerden, das Wechselspiel von Norm und Anpassung aus dem sozioökonomischen Bereich auf Tier- und Pflanzenwelt übertragen hat, hat seine Glaubwürdigkeit nahezu unerschütterlich gemacht.&lt;br /&gt;Es handelt sich ferner eben gerade nicht um eine Kränkung, sondern um eine Entlastung, wenn man glauben darf, dass man für das, was man tut und lässt nicht selbst verantwortlich ist, sondern das alles naturgesetzlich bestimmten Gegebenheiten determiniert ist, dass also zum Beispiel die Gene an allem schuld sind oder dass das Hirn einen steuert, während man bloß denkt, dass man denkt. Und es handelt sich auch nicht um eine Kränkung, sondern um eine Entlastung, wenn man glauben darf, dass nicht das bewusste Ego (was immer das sein mag), sondern unbewusste Triebe das Schicksal des Einzelnen lenken.&lt;br /&gt;Nicht die vor- und außermodernen Menschenbilder sind bequem und das Menschenbild der Modern für die Leute hart und schwierig zu akzeptieren, sondern umgekehrt, indem der Mensch von jeder anderen Autorität als der der vermeintlichen Sachzwänge und behaupteten Naturgesetzlichkeiten „emanzipiert“ und jeden Verständnisses für Transzendierendes beraubt wird, kann er sich komfortabel in Immanenz und Selbstbezüglichkeit einrichten. In aller Ruhe kann er seinen Geschäften nachgehen und sich sagen: Nichts, was geschieht, hat letztlich Sinn, alles ist Zufall, der nach ungesetzten Gesetzmäßigkeiten abschnurrt, weshalb es nur noch darauf ankommt, sich den eigenen vermeintlichen Bedürfnissen zu unterwerfen und sich nicht erwischen zu lassen, wo das unerwünscht ist. Was Menschen seit unvordenklichen Zeiten gewusst und geglaubt haben, ist dann nur noch ein Klotz am Bein, der einen beim individuellen und kollektiven Konsumieren behindert. Die Naturwissenschaften hingegen können, zumindest potenziell, alles erklären, auch wenn man nichts davon versteht, und ihre Botschaft ist klar: Der Mensch ist ein Tier oder gar bloß eine biotische Maschine, ihn regieren Biochemie und Physik, was er tut oder lässt ist im Grunde egal, niemand ist für irgendetwas oder irgendjemanden verantwortlich.&lt;br /&gt;Dass das alles Unsinn oder zumindest höchst kritikwürdige Ideologie ist, scheint mir offensichtlich. Freilich sehen das die meisten Leute nicht, im Gegenteil. Auch Lukas Bärfuss verkennt die wirklichen Verhältnisse von Grund auf. Er sitzt schlechterdings den Vorurteilen seiner Zeit auf und kommt sich dabei wohl sehr aufklärerisch und durchblickend vor. Er vermeint ja allen Ernstes, sich „unangenehmen Tatsachen“ zu stellen! Dass er nicht kritischer denkt, wird freilich nicht bloß mit seiner Unaufmerksamkeit im Physikunterricht zu tun oder einem sonstigen Mangel a Schulbildung. Denn wenn selbst hochmögende Universitätsprofessoren zu einer Kritik der naturwissenschaftlichen Populärideologie außer Stande zu sein scheinen, wie soll man eine solche dann von einem Theaterschriftsteller erwarten können.&lt;br /&gt;Bärfuss bemüht dann in seinen weiteren Ausführungen den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik und die Entropie, um darzulegen, dass die Rohstoffressourcen endlich sind und zudem schlecht verteilt. Um Letzteres zu behaupten, hätte es Ersteres nicht gebraucht.&lt;br /&gt;Bärfuss hat ja durchaus Recht, das System der Verteilung der Kosten und Profite bei der Gewinnung und Nutzung von Rohstoffen ist asymmetrisch und ungerecht. Aber auch ganz ohne den Begriff der Entropie, kann man sehen, dass viele Menschen im Norden in relativem Wohlstand leben und viele im Süden in absoluter Armut. Und man kann nachvollziehen, dass das eine das andere bedingt. Bärfuss beschreibt die Verhältnisse sehr gut in dem Abschnitt „Wohin das führt“: „Wir“ — die Menschen in den entwickelten Ländern — „sind zu unserem Wohlstand gekommen, weil es Diktaturen und skrupellose Firmen gibt, die uns die billigen Betriebsstoffe lieferten. Unsere Privilegien, Chancengleichheit und Meinungsfreiheit wurden damit erkauft, dass jemand auf diese Privilegien verzichten muss. Das alles ist bekannt. Die unangenehmen Tatsachen liegen auf dem Tisch. Die Frage ist, was wir damit anfangen.“&lt;br /&gt;Sehr richtig. Einige vernünftige Vorschläge dazu gibt es ja bereits. Bärfuss zitiert den „Bioökonomen“ Nicholas Georgescu-Roegen, der „die Einstellung jeder Rüstungsproduktion (fordert). Dann seien die Entwicklungsländer in einer gemeinsamen Anstrengung auf ein gutes, aber nicht luxuriöses Niveau zu bringen. Das Bevölkerungswachstum müsse so weit beschränkt werden, dass alle Menschen durch ökologischen Landbau ernährt werden können. Dazu sei der Energiekonsum strikt zu regulieren. Ferner müsse sich die Menschheit von der Mode befreien, dieser ‘Krankheit des menschlichen Geistes’. Es sei ein Wahnsinn, wenn man ein Möbel oder Kleidungsstück wegwerfe, das noch gebraucht werden könne. Und jedes Jahr ein neues Auto zu kaufen oder das Haus aufzumöbeln, so Georgescu-Roegen, sei ein bioökonomisches Verbrechen.“&lt;br /&gt;Bärfuss gesteht ein, das klinge nach einer „Ökodiktatur“, nah einem Staat, der die totale Kontrolle über den Einsatz der natürlichen Ressourcen hätte. Eine ungemütliche Vorstellung – und ein weiterer Beleg dafür, dass wir die Ausgestaltung unserer Zukunft nicht den Ökonomen überlassen sollten.“ Auch das ist richtig, Weder den Physikern, noch den Ökonomen, noch auch den Schriftstellern. Denn, um einen von den Letztgenannten zu zitieren, auch einen Schweizer, nämlich Dürrenmatt: „Was alle angeht, können auch nur alle lösen.“&lt;br /&gt;Worum es geht, erkennt Bärfuss ja durchaus: „(S)olange wir weiter so tun, als verfügten wir über unendliche Ressourcen, als sei unbeschränktes Wachstum möglich und als dürften Rohstoffkonzerne ganze Länder ausplündern, so lange können wir diese Probleme nicht lösen: Nicht die Kriege, die um Rohstoffe geführt werden, nicht die Klimaveränderung, nicht die Umweltverschmutzung durch Erdöl, Bergbau und Radioaktivität und sicher auch nicht die sich verschärfenden politischen Auseinandersetzungen um die gerechte Verteilung der natürlichen Ressourcen.“&lt;br /&gt;Nur hat das Problem, dass so getan wird, als könne alles immer so weiter gehen, ja als seien Ausbeutung und Vernutzung sogar noch immer weiter steigerbar, nichts mit dem, wie Bärfuss meint, Verleugnen physikalischer Erkenntnisse zu tun. Lange vor der modernen Physik und dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik haben viele, ja vielleicht die meisten Religionen bereits die Endlichkeit der Welt gelehrt und das Ende der Dinge vorausgesagt. Einmal muss Schluss sein. Und tatsächlich würde ja auch ein schonender Umgang mit Ressourcen und eine gerechteres System ihrer Nutzung letztlich, um die physikaloide Terminologie aufzugreifen, das Entropieproblem nicht lösen. Der Weltuntergang kommt so oder so. Ob er früher oder später kommt, betrifft nicht das Prinzipielle. Nämlich die Frage, wie wir uns zu unserer Endlichkeit und der Endlichkeit dieser Welt verhalten und wie wir das Endliche auf ein mögliches Unendliches beziehen wollen.&lt;br /&gt;Damit erst ist man beim eigentlichen Problem angelangt. Denn was in der Moderne verleugnet wird, sind ja nicht physikalische Tatsachen, sondern die Sinnfrage. Warum und wozu das Ganze? Auch wenn alles irdische Unrecht beseitigt wäre und der Umgang mit den Dingen dieser Welt ein Höchstmaß an Vernünftigkeit und Effizienz aufwiese, stellte sich immer noch diese eine entscheidende Frage. Muss sie beantwortet werden? Sie muss zunächst einmal gestellt werden können. Dazu vermögen Literatur und Theater ihren Teil beizutragen. Die Physik nicht, die Ökonomie auch nicht. Darüber sollte Lukas Bärfuss mal schreiben.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-3756879143887656170?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/3756879143887656170/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/sonnenuntergang-weltuntergang-sinnfrage.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3756879143887656170'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3756879143887656170'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/sonnenuntergang-weltuntergang-sinnfrage.html' title='Sonnenuntergang, Weltuntergang, Sinnfrage'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-5695748657643351915</id><published>2011-09-25T18:06:00.000+02:00</published><updated>2011-09-25T18:06:14.526+02:00</updated><title type='text'>Hyperpsychopathen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Also geahnt hat man es ja immer schon, aber nun ist es sozusagen amtlich: Die Wissenschaft hat festgestellt, Aktienhändler verhalten sich destruktiver als Psychopathen. So kann man zumindest den Bericht von Markus Städeli in der „Neuen Zürcher Zeitung“ („Destruktive Dynamik im Handelsraum“, 25. September 2011) grob zusammenfassen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Städeli berichtet von einer Arbeit Pascal Scherrers und Thomas Nolls an der Universiät St. Gallen, in der das Verhalten von 27 professionellen Tradern, die hauptsächlich bei Schweizer Banken, aber auch bei Rohstoffhändlern und Hedge-Funds arbeiten, in einem „Gefangenendilemma-Computerspiel“ untersucht wurde. Verglichen wurden die Ergebnisse mit einer bereits existierenden Studie an 24 Psychopathen in deutschen Hochsicherheits-Kliniken und einer Kontrollgruppe von 24 „normalen“ Personen. Herauskam dabei, dass die Broker noch weit rücksichtsloser, egoistischer und unkooperativer vorgingen als die Psychopathen. Allerdings mit geringerem Erfolg …&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Danke, das wollten wir wissen. Zugegeben, die Simulation kann nicht ohne weiteres als Aussage über Berufsalltag einer ganzen Branche genommen werden. Aber sie stützt doch eine Intuition, die sich spätestens in den letzten Spekulationskrisen aufdrängte: Das Eingehen übergroßer Risiken, um ohne Rücksicht auf Verlust übergroße Gewinne zu erzielen, ist destruktiv und ziemlich durchgeknallt.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nun sind ja leider Aktienhändler sozusagen das Herz der Finanzwirtschaft, die wiederum sozusagen das Herz der Marktwirtschaft ist. Im Kern des Ganzen sitzt also der Wahnsinn. Der zeitgenössische &lt;i&gt;homo oeconomicus kat’exochen&lt;/i&gt; erweist sich als Psychopath, ja gar als dessen Überbietung, als Hyperpsychopath. Es fehlt nicht mehr viel, und der Kapitalismus insgesamt enthüllt seinen wahren Charakter als Geisteskrankheit. Dann stellt sich nur noch die Frage: heilbar oder unheilbar? Gibt es Erfolgschancen für eine Therapie der Weltwirtschaftsordnung oder muss man sie durch eine neue, gesunde ersetzen und die alte in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher unterbringen?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-5695748657643351915?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/5695748657643351915/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/hyperpsychopathen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5695748657643351915'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5695748657643351915'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/hyperpsychopathen.html' title='Hyperpsychopathen'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-672224773803862041</id><published>2011-09-18T23:55:00.001+02:00</published><updated>2011-09-20T03:17:30.486+02:00</updated><title type='text'>Letztens, nächtens, bei den Jugos</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Eigentlich bloß zufällig geriet ich unlängst in meiner Lieblingskaschemme zu je nachdem später oder früher Stunde in eine geschlossen Gesellschaft, was aber nicht viel anderes bedeutete, als dass man eben Eintritt zu bezahlen hatte. Die Veranstaltung nannte sich „Jugo-Nacht“. Na, das klingt doch vielversprechend, dachte ich mir. Und tatsächlich war der Laden berstend voll. Voller Männer, versteht sich, schließlich ist von meine Lieblingsspelunke die Rede. Die anwesenden Frauen hätte man also an einer Hand abzählen können, für die Männer im Fummel aber hätte man schon mindestens beide Hände gebraucht. (Falls es sich hierbei jedoch nicht um Männer im engeren Sinne handelte, sondern um Personen, die korrekterweise irgendwie mit der Vorsilbe „trans“ zu bezeichnen wären, bitte ich meine Fehldarstellung zu entschuldigen; ich habe keine Hormontests vorgenommen.) &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Stimmung war großartig, die Luft zum Schneiden, was mir, dem von Heuschnupfen Geplagten, überraschenderweise sehr gut bekam. Alkoholdunst und Männerschweiß, das sollte man auf Flaschen ziehen! Ich würd’s regelmäßig inhalieren …&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Musik war laut, aber angenehm. Freilich verstand ich mangels Sprachkenntnissen kein einziges Wort und kannte kaum eine Melodie. Offensichtlich ganz im Unterschied zur überwältigenden Mehrheit der Anwesenden, die bei jeder sich bietender Gelegenheit mit vollem Einsatz mitsang. Jawohl, sang, nicht grölte. Ob die Lieder serbisch, kroatisch, makedonisch oder sonstwas waren, kann ich nicht beurteilen. Aber unverkennbar balkanisch waren sie, und bevor mich nicht jemand durch notariell beglaubigte Übersetzungen vom Gegenteil überzeugt, glaube ich nicht, dass sie von großserbischem Nationalismus oder ethnischen Säuberungen handeln, sondern weiß, dass es darin um Liebe, Leid, Glück und Trauer und nicht zuletzt um Freude, ja Lust am Singen ging. So wurden sie vorgetragen, und so fand ich es schön. (Gegen Ende hin, als sich die Reihen schon gelichtet hatten, wünschte ich mir vom Plattenaufleger noch einmal „Molitva“, über mich selbst erstaunt, dass ich ein serbisches Lied beim Namen kannte …)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Durch geschickte Steigerungen brachte der DJ die Höhle nach und nach zum Kochen. Absoluter Höhepunkt war schließlich — ich weiß leider nicht, wie man es nennt: so eine Art Reigentanz*, man hält sich an den Händen, Hüften oder Schultern und bewegt sich nach festen Regeln mal zur einen Seite, mal zur anderen. Ein Fest für alle meine Sinne: Auf engstem Raum tanzen sich Dutzende mehr oder minder gutausehender Männer gemeinsam in einen rhythmischen Rausch! Es war, als wäre Gott Dionysos selbst erschienen, um es mal kulturhistorisch-theologisch zu formulieren. (Nur dass meines Wissens niemand von Mänaden zerrissen wurde, schon wegen des erwähnten Frauenmangels. Das heißt, ein Mangel war es eigentlich gar nicht …)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Eine wunderbare Nacht. Und ein perfektes Gegenstück zu dem, was ich vor ein paar Tagen in einer (mit erstaunlich vielen Clicks beehrten) &lt;a href="http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/die-letzte-nacht-der-weien-rasse.html"&gt;Glosse&lt;/a&gt; beschrieben und verworfen hatte. Hier tobte nicht der Mittelstandspöbel, um seine längst hinfällige Grandiosität zu zelebrieren. Hier verbrüderten sich Menschen verschiedener Herkunft (Jugos verschiedenster „Ethnien“ und verschiedener Staatsbürgerschaften, samt Türken, Rumänen, Roma und selbstverständlich nicht wenigen Nicht-Jugos), verschiedenen Alltags und übrigens durchaus auch verschiedener sexueller Orientierung, Menschen, über deren kulturelle Traditionen, besonders wenn sie oder ihre Familien vom Balkan stammten, mancher Imperialismus hingweggegangen war, ohne die Lebensfreude und Ausdruckskraft der betroffenen Völker brechen zu können.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ich kenne einige Bewohner Wiens, die sich selbst am liebsten weder als Serben oder Montenegriner oder Kroaten oder Bosnier oder Makedonen bezeichnen, sondern sagen, sie seien Jugos. Dass ist für sich genommen schon ein antinationalistisches Statement, finde ich, und zugleich ein Zeugnis für eine historisch gebrochene Identität. Denn abgesehen davon, dass Familiengeschichten voller unentwirrbarer Mischungen sein können (so ja auch meine), ist es für den Einzelnen sowieso eine Zumutung, seine Zugehörigkeit anhand der gerade geltenden staatlich reglementierten Identitäten benennen zu sollen. Dass derlei in Wahnsinn und Blutbad enden kann, lehrt die Geschichte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;In jener dionysischen Nacht jedoch blieb, soweit ich weiß, trotz oder wegen all der Leidenschaft das Blut in den Körpern. Ausgetauscht oder zumindest abgesondert wurde aber vermutlich manch andere Körperflüssigkeit, und ich meine nicht bloß Schweiß. Doch auch ohne Sex war die Nacht für mich ein Erlebnis. Ein körperliches, ein seelisches und zudem eines (und was könnte einem Intellektuellen besser gefallen), das auch noch meine Vorurteile bestätigt hat: So unangenehm mir Nordeuropäer oft auffallen, den Südosteuropärern und den Orientalen bin ich seit jeher verfallen und bleibe es. — Ob es wohl bald auch einmal eine Afrikaner-Nacht geben wird in meiner Lieblingsbar? Zu hoffen wäre es.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;* Kolo?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-672224773803862041?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/672224773803862041/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/letztens-nachtens-bei-den-jugos.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/672224773803862041'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/672224773803862041'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/letztens-nachtens-bei-den-jugos.html' title='Letztens, nächtens, bei den Jugos'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-7455426626822195865</id><published>2011-09-16T17:38:00.000+02:00</published><updated>2011-09-16T17:38:13.544+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einem Realträumer)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Nur das, was wir träumen können, können wir auch denken. Das, was wir denken können, können wir auch wollen. Und das, was wir wollen, können wir auch tun.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: right;"&gt;&lt;i&gt;Götz Werner (Unternehmer und Gesellschaftsdenker) &lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-7455426626822195865?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/7455426626822195865/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/aufgeschnappt-bei-einem-realtraumer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7455426626822195865'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7455426626822195865'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/aufgeschnappt-bei-einem-realtraumer.html' title='Aufgeschnappt (bei einem Realträumer)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1372526334973248255</id><published>2011-09-15T07:09:00.001+02:00</published><updated>2011-09-15T11:29:03.880+02:00</updated><title type='text'>Zahlmeister D</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Was soll eigentlich der oft zu lesende oder zu hörende Satz bedeuten, Deutschland dürfe (oder wolle) nicht der „Zahlmeister“ Europas sein? Ein Zahlmeister, liebe Dummschwätzerinnen und Dummschwätzer, war früher ein Offizier der militärischen Verwaltung, der mit den Finanzangelegenheiten seiner Einheit befasst war. Oder er ist in der Zivilschifffahrt der für die Schiffskasse Zuständige, der die Mannschafts- und Passagierlisten führt, die Heuer auszahlt, sich um Provianteinkauf kümmert und auch mit Zoll- und Passangelegenheiten zu tun hat. Oder aber Zahlmeister ist, etwa bei Schützenvereine, bloß ein anderer Name für Kassenwart oder Schatzmeister. In jedem Fall also ist ein Zahlmeister jemand, der Geld verwaltet, das ihm nicht gehört.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Redewendung vom „Zahlmeister der Nation“ oder eben „Zahlmeister Europas“ meint aber offensichtlich&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; etwas ganz anderes, nämlich, dass jemand mit seinem eigenen Geld für anderer Leute Aufwand aufkommen muss oder soll.&lt;/span&gt; &lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Mit anderen Worten: Hier liegt eindeutig einen Fall dummes Geschwätzes vor, weil das dabei gebrauchte Wort gar nicht das bedeutet, was man es bedeuten lassen will. Es handelt sich freilich auch nicht um eine Umdeutung oder Bedeutungserweiterung, weil das Wort ja außer in der besagten Wendung weiter die alte Bedeutung behält und auch in der Wendung selbst nicht eigentlich eine klar angebbare neue Bedeutung bekommt, sondern bloß schlicht falsch gebraucht wird.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Der Sinn freilich ist klar: Ein Ressentiment wird angesprochen. &lt;i&gt;Die anderen verprassen unser Geld!&lt;/i&gt; Zahlmeister assoziiert dabei wohl Weltmeister, und das ist (oder wäre) man in Deutschland ja immer gern. Und weil es beim Fußballspielen nur selten gelingt, es wirklich zu werden, revanchiert sich die Nation und legt sich selbst gern den Titel „Exportweltmeister“ bei. Das klingt nach Fleiß, Geschick und Erfindergeist. Andere, die keine Exportweltmeister sind, sind dann vermutlich faul, schlecht organisiert, inkompetent und ein bisschen dumm. Eben nicht so wie die Deutschen, die sich (auch,a ber nicht nur) in ökonomischen Dingen mit Vorliebe für vorbildlich halten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Kehrseite der selbstverliehenen Goldmedaille ist allerdings, dass jedem Außenhandelsüberschuss notwendigerweise ein Außenhandelsdefizit entspricht, denn es ist schlechterdings unmöglich, dass alle Länder mehr exportieren als importieren. Von Vorbildlichkeit kann also keine Rede sein. Vielmehr ist Deutschlands auf Exportüberschüsse gegründeter Wohlstand die Bedingung für Exportdefizite anderswo und damit auch, vereinfacht gesagt, für weniger Wohlstand dort.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Der vermeintliche „Zahlmeister Europas“ wirtschaftet also traditionell in die eigene Tasche. Und wenn er nun derzeit einmal mehr damit konfrontiert wird, dass nicht nur er selbst, sondern auch andere Staaten Schuldenberge aufgehäuft haben, deren Abtragung in den Sternen steht, so wird er gut daran tun, das als sein ureigenstes Problem aufzufassen und engagiert zur Lösung beizutragen, den erstens sind es nicht zuletzt deutsche Banken, bei denen die Schulden bestehen, und zweitens können bankrotte Kunden auch keine deutschen Waren mehr kaufen. (Folgerichtig wird darum zum Beispiel zwar Griechenland nahegelegt, heftig zu „sparen“ — gemeint ist weniger neue Schulden zu machen —, aber zugleich wird darauf bestanden, dass die Verträge über den Kauf deutscher Rüstungsgüter selbstverständlich trotzdem einzuhalten sind …)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Deutschland ist also nichts weniger als ein „Zahlmeister“, sondern einfach eine Volkswirtschaft unter anderen, aber eben eine, die besonders viel relativen Reichtum produziert, der selbstverständlich mit relativer Armut anderswo erkauft ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Für gewöhnlich verlagert man ja die Kosten des eigenen Wohlstandes ins ferne Ausland. Diesmal freilich hat man sich verrechnet und verspekuliert, die „Krise“ ist allzu nahe gekommen. Immerhin zwar nicht so nahe, dass in der eigenen Gesellschaft die vom Verteilungsunrecht erzeugten Gegensätze aufbrächen (wobei die Rede vom kollektiven „Zahlmeister“ die soziale Gegensätzlichkeit ja gerade verschleiern will), aber doch so nahe, dass man wohl tief ins Säckel greifen wird müssen, um wieder einigermaßen Ruhe ins Geschäftsleben zu bringen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die „Nicht-Leisungsträger“ im eigenen Land kann man auf Hartz IV setzen, aber Griechenland und andere Schuldenschurken bilden sich ja immer noch ein, sie seien „souverän“. Da wird dann letztlich doch nichts anderes helfen, als erheblich umzuverteilen: In diesem Fall die Schulden, die die einen machen müssen, um die der anderen zu finanzieren …&lt;/span&gt; &lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Und damit dann &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Zahlmeister&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; adé.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1372526334973248255?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1372526334973248255/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/zahlmeister-d.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1372526334973248255'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1372526334973248255'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/zahlmeister-d.html' title='Zahlmeister D'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-9102632291581816474</id><published>2011-09-12T23:55:00.000+02:00</published><updated>2011-09-13T00:59:30.779+02:00</updated><title type='text'>Mitdenkender Dünger</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Das ist mitdenkender Dünger, wie wir ihn uns wünschen“, sagte die Körnchen streuende Gärtnerin auf der Mattscheibe, und ich dachte, ich falle aus dem Fernsehsessel. Was sie meinte, war wohl, dass das Düngemittel auf Grund seiner Ummantelung mit Kunstharz nur bei steigender Temperatur Nährstoffe an die Pflanze abgibt und damit an deren Bedarf angepasst ist, der umso höher zu sein pflegt, je wärmer es ist. Und diesen schlichten Vorgang nennt sie „mitdenkend“! Ich finde es immer wieder erstaunlich, was für eine geringe Meinung viele Menschen vom Denken haben. Anscheinend halten sie Intelligenz für etwas im Grunde Mechanisches, das vor sich geht wie Steinschlag oder ein Wasserrohrbruch.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass viele glauben, dass das Gehirn denke (und nicht der Mensch), war mir ja bekannt, dass ihrem Weltbild nun aber auch schon Dünger denkt, war allerdings mir neu. Es erstaunt mich freilich nicht besonders, leben wir doch im Zeitalter allerorten angepriesener „intelligenter Technik“. Lediglich, dass es sich beim vermeintlichen Mitdenker um Kunstdünger handeln soll, überrascht mich dann doch ein wenig, denn ich hätte erwartet, dass man eher Dung für denkend hält, etwa die guten alten Kuhfladen, haben doch gar nicht so wenige Leute, wie man so sagt, bloß Scheiße im Kopf.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-9102632291581816474?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/9102632291581816474/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/mitdenkender-dunger.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/9102632291581816474'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/9102632291581816474'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/mitdenkender-dunger.html' title='Mitdenkender Dünger'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-5236307746997042016</id><published>2011-09-10T23:55:00.015+02:00</published><updated>2011-09-12T00:35:46.676+02:00</updated><title type='text'>Die letzte Nacht der weißen Rasse</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wer einen Eindruck von der physischen und psychischen Minderwertigkeit der weißen Rasse bekommen möchte, sollte sich eine Fernsehübertragung der „Last Night of the Proms“ ansehen, der berüchtigten Schlussveranstaltung der Londoner Sommerkonzerte. Bekanntlich geht es bei diesem traditionsreichen Ereignis keineswegs um die dabei vorgeführte höchst populäre Musik, sondern diese dient ausschließlich als Stimulans der frenetischen Selbstfeier des Publikums. Und was für ein Publikum das ist! Großbritannien ist eigentlich nicht weniger ein Einwanderungsland als zum Beispiel Frankreich; geht man durch die Straßen der Städte, sieht man Menschen, deren Aussehen auf eine Herkunft aus vier bis fünf Kontinenten verweist. In der bis zum Bersten gefüllten Royal Albert Hall jedoch sieht man fast nur blassweiße Haut und die typischen kelto-germanischen Fressen der Einwanderer vor 1800. (Ich selbst habe in diesem Jahr nur ein einziges vermutlich asiatisch aussehendes Pärchen entdeckt, vielleicht sind mir andere, hier von mir für untypisch erklärte Teilnehmer entgangen. Im Übrigen bestätigen Ausnahmen die Regel.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Aber darf man da — oder überhaupt — von Rasse sprechen? Von der weißen wohl schon, denn bei der handelt es sich um ein Selbstverständnis. Weiß zu sein ist keine Frage der Pigmentierung, der Gesichtszüge oder des Körperbaus, es ist ein Lebensstil und eine Weltsicht. Anders gesagt, es handelt sich um die körperliche Manifestation des Rassismusses selbst. Nicht irgendeiner rassistischen Ideologie oder irgendeines rassistischen Ressentiments — denn derlei kann sich bei Menschen nahezu jeder beliebigen „ethnischen Identität“ finden —, sondern jenes Jahrhunderte alten spezifisch westlichen Rassismusses, der auch unter den Namen Imperialismus und Kolonialismus bekannt ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die abendländischen Herrenmenschen zogen bekanntlich aus, um sich die Erde untertan und deren nichtabendländische Bewohner zu Menschen zweiter und dritter Klasse zu machen. Und keine Nation perfektionierte die Ausbeutung der als minderwertig definierten „Fremdrassigen“, den millionenfachen Mord, und die rücksichtslose Ressourcenverwertung so sehr wie die großbritische. Selbst im Inneren von ethnischem Verschnitt (Kelten, Angeln, Sachsen, Normannen usw.), nationalstaatlichen Repression (der Waliser, Schotten, Iren) und gewaltigen Klassengegensätzen geprägt, entwickelte Großbritannien Techniken der Unterwerfung und Vernutzung, die erst von den totalitären Regimes des 20. Jahrhunderts qualitativ überboten wurden. Quantitativ freilich steht das britische Reich den Vernichtungsorgien von Hitler, Stalin, Mao in nichts nach, im Gegenteil, auch wenn das, weil der Terror sich über 400 Jahre verteilte und nicht in einem einzigen Großereignis (Endlösung, Kulturrevolution) kulminierte, nicht so ins Auge springt und darum im öffentlichen Bewusstsein nicht vorkommt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nun könnte man meinen, mit dem Ende des erdumspannenden Reiches sei es auch mit dem imperialistischen Selbstbewusstsein und volkstümlicher Selbstbejubelung vorbei, aber weit gefehlt, der kulturelle Ausdruck des jingoism blüht nach wie vor, eben nicht zuletzt in besagter „Last Night of the Proms“. Ein bisschen Imperium ist ja auch geblieben, man hält noch immer einen Teil Irlands besetzt, ferner eine bisschen Spanien (Gibraltar) sowie mehrere Inseln in der Karibik und dem Indischen Ozean, man unterhält „Souveräne Militärbasen“ auf Zypern (weshalb die Insel nicht, wie die meisten, zwei-, sondern in Wahrheit dreigeteilt ist), man verfügt über Atomwaffen und einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und man führt, Seit an Seit mit den USA, an mehreren Orten der Welt gleichzeitig Kriege. Doch auch, wenn das alles nicht der Fall wäre, die Zelebration der eigenen nationalen Größe ist so sehr Teil des britischen Selbstverständnisses, dass die Royal Albert Hall wohl auch dann mit lauter brüllenden Blässlingen gefüllt wäre, wenn von England nichts mehr übrig wäre als brennende Vorstädte. -- Die beliebten Krawalle alldort sind, nebenbei bemerkt, sozusagen das proletarisch-multiethnische Gegenstück zur kleinbürgerlichen und „weißen“ &lt;i&gt;event&lt;/i&gt; der „Last Night“.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Man lese einmal in Ruhe die Texte der beliebtesten Gesangsstücke nach: „Land of Hope and Glory“, „Rule Britannia“, „Jerusalem“. Mit den aggressiven Pathos dieser Dichtungen kann die „Wacht am Rhein“ (die meines Wissens nirgendwo in Deutschland noch öffentlich gesungen wird) nicht mithalten, die erste Strophe des „Deutschlandliedes“ sowieso nicht. Und dann die Musik dazu: Das Horst-Wessel-Lied ist läppisches Geschunkel gegen diese britischen Hymnen! Die musikalische Sogwirkung ist enorm, die verspürt sogar ein notorisch Anglophober wie ich. Bei vielen Zuhörern scheint zudem ein faschistischer Körperreflex einzusetzen, denn wie die Fernsehbilder zeigen, müssen sie wohl unwillkürlich den rechten Arm heben, zur Kaschierung gern mit Bierdose oder Fähnchen in der Hand.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Überhaupt: diese exuberante Fahnenschwenkerei! Ist sie nicht Widerlegung meiner These von simulierter Reinrassigkeit und borniertem Nationalismus? Immerhin werden doch nicht nur Union Jacks, englische, schottische, walisisches, kornische usw. Fähnchen herumgewirbelt, sondern auch deutsche, hamburgische, italienische, olympische usw. usf. (Im Vorjahr sah ich auch die Fahne einer Fluglinie und eine Aufblasbanane als Winkelement ...) Aber nein, ich lasse das ganz und gar nicht als berechtigten Einwand zu. Zum einen ist Begeisterung, auch institutionalisierte, fast immer ansteckend, und dass beispielsweise Deutsche sich wie Engländer aufführen (wollen), macht die Engländer ja nicht weniger englisch. Zum anderen ist dem imperialistischen Chauvinismus ja gerade sein Transnationalismus eingeschrieben, er bedarf notwendigerweise der Vielfalt der Nationalitäten, um die Hegemonie der eigen Nation zu praktizieren oder wenigstens zu phantasieren. Doch im Traum fiele es den Veranstaltern nicht ein, die als europäische Hymne geltende beethovensche „Ode an die Freude“ gleichberechtigt neben ihr einheimisches Zeugs zu stellen, und weder die Flaggen der EU noch der UN habe ich irgendwo in dem reichhaltigen Fahnenmeer ausnehmen können.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Doch zurück zur Minderwertigkeit der weißen Rasse. Es mag eine Frage des persönlichen Geschmacks sein, aber ich kann mir kaum etwas Widerlicheres vorstellen als die euphorisch angeschwollenen Gesichter des Publikums bei der „Last Night of the Proms“. Dieser Mittelklassepöbel verkörpert für mich die völlige Geschmacklosigkeit und den vulgären Fanatismus der großbritischen „Nation“. Andere mögen die Engländer bloß liebenswert schrullig finden, als wäre deren bluttriefende Kolonialgeschichte bloß ein komisch-sentimentaler Roman à la Dickens. Mir hingegen ist der Wahnsinn, den die grundlose Selbstverherrlichung dieses Massengesinges artikuliert, nur offensichtlich, und ein Detail gegen Ende hin zeigt mir, dass die ganze selbstverordnete Ausgelassenheit nur die Kehrseite unerbittlicher Disziplin ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn nämlich der Chor im Flüsterton „God Save the Queen“ anstimmt, dann ist das Fahnenmeer plötzlich ausgetrocknet und nur ein einziges Tuch wird im Parkett geschwenkt, einsam, pathetisch, grandios: die Standarte der Königin. Erst bei der zweiten Strophe bricht dann das Jubilatorische wieder durch. Welches andere Publikum in einem anderen Land könnte, nachdem man es bereits mehrfach zum Kochen gebracht hatte, wieder dermaßen heruntergefahren und zu strengem Wohlverhalten gebracht werden? Hier hat man Britannien in Reinkultur: ordninäres Toben, das jederzeit in zentrierte Untergeordnetheit umschlagen kann. Mit Personal dieser Art konnte man tatsächlich ein Weltreich organisieren. Der Unterschied zu dem, was Faschisten und Bolschewisten auf die Beine stellen konnte ist einfach der, dass hier die Begeisterung in jedem Falle echt ist. Das aber ist schlimmer. Und auch wenn das Vereinigte Königreich zum Glück derzeit weltpolitisch ohne allzu große Bedeutung ist, ist es doch ekelerregend und erschrecken, bei Gelegenheiten wie diesen in den Abgrund der großbritischen Seele zu blicken. Was äußerlich als musikalischer Kindergeburtstag für Erwachsene aufgezogen ist, ist in Wahrheit die symbolische Sparflamme des menschenverachtenden Anglo-Imperalismus. Solche Veranstaltungen machen in ungebrochener Kontinuität klar, warum bei den Briten Faschismus und Nationalsozialismus keine Chance hatten: Was diese Italienern und Deutschen an Größenphntasien erfolgreich andienten, war bloß Ersatz, das stimmungsvolle Original war immer schon in Großbritannien zu Hause.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-5236307746997042016?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/5236307746997042016/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/die-letzte-nacht-der-weien-rasse.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5236307746997042016'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5236307746997042016'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/die-letzte-nacht-der-weien-rasse.html' title='Die letzte Nacht der weißen Rasse'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-7878193443452391428</id><published>2011-09-05T21:32:00.003+02:00</published><updated>2011-09-06T13:40:10.749+02:00</updated><title type='text'>Gewählt, gezählt, gelogen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Man mag von der repräsentativen Demokratie und der ganzen Wählerei halten, was man will — als Anarchist habe ich da grundsätzliche Einwände —, eines steht fest: Die Berichterstattung darüber ist miserabel. Man sollte meinen, es könne den Journalisten und ihren Hilfskräften in Sachen Statistik nicht schwer fallen, hier objektiv zu bleiben und zunächst nur über Fakten zu sprechen, liegen diese doch in Gestalt von Zahlen für jedermann nachvollziehbar vor. Doch gerade das erweist sich als Haken an der Sache und als Hebelpunkt geradezu heimtückischer Manipulation, bedürfen doch Zahlen, um aussagekräftig zu werden, der Interpretation. Und Interpretation setzt Auswahl voraus. Indem man bestimmte Zahlen wählt und auf bestimmte Weise auf einander bezieht, kommt am Ende etwas ganz anderes heraus, als es das dauernde Gerede vom „Wählerwillen“ vermuten ließe. Denn nicht, wie die Leute wirklich abgestimmt haben oder nicht, interessiert anscheinend, sondern nur, wie sich Stimmabgaben in Machtrelationen umsetzen lassen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Man nehme zum Beispiel die Landtagswahl im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern am gestrigen Sonntag. Die SPD habe die Wahl gewonnen, heißt es. Was immer das heißen soll, denn inwiefern hat man eine Wahl gewonnen, wenn man nur, wie gleichzeitig berichtet wird, 35,7 Prozent erhalten hat? Das heißt doch, dass 64,3 Prozent einen nicht gewählt haben, als fast zwei Drittel. Was ist das für ein Wahlsieg? Hätte dann auch eine Partei mit zwei Prozent die Wahl gewonnen, wenn 99 andere Parteien jeweils nur ein Prozent hätten? Doch die absurde Redeweise von Gewinnern und Siegern&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; sei hier nur am Rande vermerkt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenden wir uns dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zu, wie es in der Berichterstattung dargestellt wird. Nämlich in Prozenten. Da hat die SPD also 35,7, die CDU 23,1, die Linke 18,4, die Grünen haben 8,4, die NPD hat 6,0, FDP hat 2,7 und alle anderen haben zusammen 5,7 Prozent. Prozent wovon? Das wird selten deutlich erwähnt, ist aber entscheidend: von den gültig abgegebenen Stimmen. Nur 52,2 Prozent der Wahlberechtigten haben ja überhaupt an der Wahl teilgenommen und von diesen haben nicht alle gültig gewählt. Da es nun aber bei der letzten Landtagswahl eine andere Zahl von gültig abgegeben Stimmen gab, ist der bei Journalisten so beliebte Ausweis der „Gewinne und Verluste in Prozentpunkten“ reine Zahlenspielerei und so aussagekräftig wie die Schuhgröße der Spitzenkandidaten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Den wirklichen Zustimmungsgrad und seine Veränderung je zur Wahl antretender Partei erfährt man nämlich nur, wenn man sich die absoluten Zahlen ansieht. Und da ergibt sich ein ganz anderes Bild als das in den Medien vorgegaukelte. (Der Einfachheit halber werden im Folgenden nur die Zweitstimmen berücksichtigt und nicht die für Wahlkreiskandidaten abgegebenen Erststimmen. Die Zahlen stammen übrigens von der Website der Landeswahlleiterin.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Es entfielen 2011 auf die SPD 239.745 gültig abgegebene Stimmen (im Jahr 2006 waren es noch 247.312 gewesen), auf die CDU 155.084 (235.350), auf die Linke 123.502 (137.253), auf die Grünen 56.438 (27.642), auf die NPD 40.075 (59.845) und auf die FDP 18.428 (78.448).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Man sieht, die „Wahlsiegerin“ SPD hat sogar Stimmen verloren! Und zwar 3,1 Prozent. Die Verluste der CDU betragen allerdings 34,1, also mehr als ein Drittel. Auch die Linke hat Stimmen verloren, nämlich immerhin mehr als zehn Prozent. Das ergibt doch nun wirklich ein ganz anderes Bild als das landauf, landab in sämtlichen Medien verbreitete. Nur bei den Grünen gab es tatsächlich einen Stimmenzuwachs, er beträgt satte 104 Prozent.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Man sieht, das Herumspielen mit nur auf die g&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;ültigen Stimmen bezogenen &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Prozenten und&amp;nbsp; Prozentpunkten verfälscht völlig das wirkliche Ergebnis, das nur kenntlich wird, wenn man die absoluten Zahlen betrachtet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nur den Anteil an den gültig abgegeben Stimmen zu berücksichtigen, verzerrt die Realität aber auch noch in anderer Hinsicht. Der weitverbreiteten Darstellung zufolge hätten ja SPD und CDU zusammen 58,8 Prozent, also eine Mehrheit der Bevölkerung hinter sich. In Wahrheit ist das anders, denn bezieht man sich auf die Wahlberechtigten und nicht bloß auf die gültig Wählenden, ergeben sich ganz andere Verhältnisse. Dann kommt die SPD auf schlappe 17,7 Prozent, die CDU auf 11,4 — was zusammen bloß 29,1 ergibt, also nicht einmal ein Drittel! —, die Linke auf 9,1, die Grünen auf 4,2, die NPD auf 3,0 und die FDP auf 1,4.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das sind also die wirklichen Stimmenanteile der Parteien. Absurderweise werden jedoch, egal wie viele Leute an der Wahl teilnehmen, immer 100 Prozent der Landtagsmandate vergeben. Wäre die repräsentative Demokratie wirklich repräsentativ, müsste fast die Hälfte der Sitze leer bleiben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das zeigt übrigens auch, wie verfehlt die allüberall verkündete Forderung ist, man müsse unbedingt zu Wahl gehen, weil Nichtwählen undemokratisch sei. Es scheint dabei allgemeiner Konsens zu sein, dass Nichtwähler dumpfe Deppen sind, desinteressiert, passiv, unpolitisch. Das mag ja sogar für die meisten Wahlverweigerer stimmen, ändert aber nichts daran, dass es für alle, die von keiner der vorhandenen Partei repräsentiert werden wollen, gar keine Alternative zum Nichtwählen gibt. Denn auch die Stimmen derjenigen, die zwar wählen gehen, aber absichtlich ungültig wählen, fallen unter den Tisch. Berücksichtigt werden nur die gültig für eine bestimmte Parte abgegebenen Stimmen und genau genommen nur die, die für eine dann im Landtag vertretene Partei abgegeben wurden. Vom Rest ist nie wieder die Rede. In Mecklenburg-Vorpommern repräsentieren nun aber (wie gesagt: nach den Zweitstimmen) die Landtagsparteien zusammen nur rund 45 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung — also eine Minderheit!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das ist demnach der blinde Fleck der repräsentativen Demokratie mit ihrer phantasievollen Zahlenakrobatik und ihrem &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;verführerischen&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; Konstruieren von Mehrheiten und Minderheiten: Sie repräsentiert die nicht, die, aus welchem Grund auch immer, nicht repräsentiert werden wollen. Warum aber sollte man als politisch mündiger Bürger eigentlich kein Recht darauf haben, zwar keine der antretenden Parteien wählen zu wollen, aber doch sehr wohl mitbestimmen zu wollen, welche Politik gemacht wird? Die Repräsentativdemokratie jedoch verweigert dieses Recht und löscht die Stimmen aller, die nicht wählen, wie man es von ihnen will, einfach aus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nun bedeutet ja freilich Demokratie nicht, wie viele glauben, dass das Volk regiert und sei es durch von ihm bestellte Vertreter. Demokratie ist vielmehr jene Regierungsform, in der die Regierten dem Regiertwerden zustimmen müssen. Eine solche Zustimmung ist nun aber mit den hier kritisierten Zahlentricks, mit den so beliebten bunten Säulchen und Tortenstückchen, ganz wunderbar zu erreichen. Da gibt es dann Wahlsieger, die von weniger Leuten gewählt wurden als vor fünf Jahren, und mögliche Regierungsmehrheiten, die von Parteien gebildet werden, die mindestens vier Fünftel des Wahlvolkes nicht gewählt haben. All das ficht die Berufspolitiker und ihre journalistischen Zuarbeiter nicht an. Und es spricht ja tatsächlich auch nicht gegen Demokratie, freilich durchaus gegen ihre mediale Simulation. Wenn es nämlich in einer Demokratie angeblich um Zahlen geht und dann diese Zahlen nicht einmal stimmen, dann ist was faul im Staate Dumusstwählengehen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-7878193443452391428?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/7878193443452391428/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/gewahlt-gezahlt-gelogen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7878193443452391428'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7878193443452391428'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/gewahlt-gezahlt-gelogen.html' title='Gewählt, gezählt, gelogen'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-8883851299769390136</id><published>2011-09-04T16:39:00.001+02:00</published><updated>2011-09-04T22:04:29.658+02:00</updated><title type='text'>Keine schlechte Wahl</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Also so etwas passiert mir selten: Eine Publikumsabstimmung kommt zum selben Ergebnis wie ich! Der Sender &lt;i&gt;ZDFneo&lt;/i&gt; hatte dazu aufgefordert, via Internet darüber abzustimmen, welche von zehn in Fernsehen und Netz präsentierten Pilotsendungen die Chance bekommen solle, in Serie zu gehen. In drei Kategorien konnte man bis zu 10 Punkte vergeben und sein Gesamtergebnis mitteilen. Gewonnen hat die Abstimmung (mit dem Wert 5,33) die „Teddy’s Show“ mit ihrem Hauptdarsteller Tedros Teclebrhan.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Es erstaunt mich selbst, aber ich habe da keinerlei Einwände. Ich selbst habe dreimal die Höchstnote vergeben: Ja, ich möchte mehr davon sehen, ja, es ist innovativ und originell, und ja es ist gut gemacht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass das gute Aussehen von Tedros Teclebrhan ihm bei mir nichts geschadet hat, sei einmal vorausgesetzt. Aber ein guter Schauspieler ist er eben auch. Die verschiedenen Rollen, in die er schlüpft, verkörpert er perfekt. Jemanden, der in Eriträa geboren ist, so selbstverständlich schwäbeln und sächseln zu hören, ist allein schon ein bizarrer Genuss. Und die Figur des Lohan Cohen ist so lebensecht, dass man vergisst, dass er nur gespielt ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;So etwas hat man so im deutschen Fernsehen so noch nicht gesehen. Hier zeichnet sich etwas Eigenständiges ab, dass zwar mit der Komik von Dave Davies oder Bülent Ceylan (oder dem des Klassikers Django Asül) korrespondiert, aber doch in eine andere Richtung geht. Recht hat, wer sich bei der „Teddy’s Show“ an Dave Chappelle erinnert fühlt. Die Machart, die Mischung von Spielszenen und Gesangseinlage, der hintzerfotzige Humor, die Lust am Rollenspiel, die sanfte Frechheit — all das kommt einem bekannt vor. Aber schadet das etwas? Nein. Warum soll es erlaubt sein, alles mögliche andere von den USA zu kopieren &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;—&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; aber ein junger, aufstrebender Komödiant soll kein Vorbild haben dürfen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ich hoffe also sehr, dass demnächst noch recht viel von Teclebrhan zu sehen sein wird, ob als „Teddy’s Show“ oder in anderer Form. Hier ist eine neue Stimme und ein neues Gesicht, und beides unterscheidet sich wohltuend von dem, was man im deutschsprachigen Fernsehen sonst so an Unterhaltung vorgesetzt bekommt. Gut gewählt!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ein bisschen unter seinem Wert wurde wohl ein anderer Bewerber um die Publikumsgunst gehandelt: die Puppenshow „Ausgekuschelt“ (Gesamtnote 4,1). Aber ehrlich gesagt, auch ich wurde mit dieser Sendung nicht froh, obwohl ich den Humorstil und das Können von Martin Reinl eigentlich sehr schätze. Man sagt, das Gegenteil von gut sei gut gemeint. Hier ist das Gegenteil von gut leider gut gemacht, denn alles ist hier zu glatt, zu durchdacht, zu gekonnt. Wenn jeder zweite Satz ein Kalauer ist, macht das bald ziemlich müde. Zu viel Professionalität, zu wenig Anarchie! Das Ganze wirkte viel zu angestrengt, auch die Cameo-Auftritte diverser TV-Promis. Für eine halbe Stunde Sendezeit wurde hier zugleich zu viel und zu wenig geboten. Ironischerweise wären kurze Spots à la Mainzelmännchen für diese Puppentruppe vermutlich das geeignetere Format …&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass die Noten für alle zehn vorgestellten Sendungen zwischen 3,1 und 5,3 liegen, zeigt übrigens, dass sich Gefallen und Abneigung oft die Wage halten und nur selten ein geringer Ausschlag in die eine oder andere Richtung festzustellen ist. Geschmäcker sind eben verschieden. Leider gilt das Fernsehmachern oft als Ausrede, um lediglich „Ausgewogenest“ zu produzieren. Insofern sind Publikumsabstimmungen auch keine Lösung, was die Qualitätsverbesserung betrifft. Und nur, weil zufällig einmal das aus meiner Sicht Richtige herauskommt, fange ich noch lange nicht an, der Meinung der Masse der Zuschauerinnen und Zuschauern zu trauen!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-8883851299769390136?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/8883851299769390136/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/keine-schlechte-wahl.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8883851299769390136'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8883851299769390136'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/09/keine-schlechte-wahl.html' title='Keine schlechte Wahl'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-8768460655778590443</id><published>2011-08-31T22:49:00.000+02:00</published><updated>2011-08-31T22:49:52.280+02:00</updated><title type='text'>Kauder: Für ein gewissensfreies „Christentum“</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Volker Kauder, derzeit Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, ist eine der unangenehmsten Erscheinung in der deutschen politischen Landschaft. Ich könnte es sogar verstehen, wenn ihn jemand eine verlogene Drecksau nennen wollte. (Ich selbst freilich lehne solche Verbalinjurien ab.) Warum? Der Mann beruft sich gern auf die „christlichen Werte“. Was er darunter versteht, sagt er nur selten, und wenn er es sagt, ist nicht zu verstehen, was er daran christlich sein soll. Mit seiner Partei und der von ihr mitgetragenen Regierung steht Kauder für eine Politik, durch die die Reichen reicher und die Armen ärmer werden, für eine Politik, die die Menschen verunsichert und gegen einander aufhetzt, eine Politik, die — im globalen Maßstab — dafür sorgt, dass Menschen in Elend leben, an Hunger und vermeidbaren Krankheiten sterben, Opfer von Krieg und anderer Gewalt werden, um Bildungsmöglichkeiten und Lebensfreude gebracht werden, eine Politik der sinnlosen Ausbeutung natürlicher Ressourcen und der irreparablen Schädigung der Lebensräume von Menschen, Tieren und Pflanzen. Was ist daran christlich?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Außerdem ist Herr Kauder ein Heuchler. Wäre er wirklich Christ, wäre er in allem bestrebt, seinem Gewissen zu folgen. Für die anstehende Bundestagsentscheidung zum „Euro-Rettungsschirm“ besteht nun allerdings Herr Kauder für seine C-Abgeordneten auf Fraktionszwang &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;— &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;mit der bemerkenswerten Begründung, hierbei handle es sich nicht um eine „klassische Gewissensentscheidung“. Ach so ist das? Es gibt „klassische“ und „unklassische“ Gewissensentscheidungen? Vermutlich verhält es sich in Kauders „christlichem“ Weltbild so: Wenn es um nichts geht, was die Macht der Partei und des Staates betrifft — siehe die Abstimmung zur Präimplantationsdiagnostik —, dürfen die Angeordneten ihrem Gewissen folgen, sobald es aber um Geld und Macht geht, haben sie gefälligst kein Gewissen zu haben und das Denken ihren Chefs zu überlassen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Alles in allem: Wenn Volker Kauder ein Christ ist, möchte ich weißgott keiner sein!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-8768460655778590443?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/8768460655778590443/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/08/kauder-fur-ein-gewissensfreies.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8768460655778590443'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8768460655778590443'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/08/kauder-fur-ein-gewissensfreies.html' title='Kauder: Für ein gewissensfreies „Christentum“'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-3524405700688998976</id><published>2011-08-27T18:03:00.001+02:00</published><updated>2011-08-27T18:05:30.970+02:00</updated><title type='text'>Und das ist nicht gut so: Wowereit und der Papstbesuch</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Ich verstehe, und das ist auch in Ordnung, dass Bürgerinnen und Bürger den Papstbesuch benutzen, um hier darauf aufmerksam zu machen, dass die katholische Kirche mit ihrer Lehre Thesen vertritt, die weit in die zurückliegenden Jahrtausende gehören, aber nicht in die Neuzeit.“ Sagte Klaus Wowereit, der Regierende Bürgermeister von Berlin zur &lt;i&gt;dpa&lt;/i&gt;. Und fuhr fort: „Ich habe großes Verständnis dafür, immer vorausgesetzt, dass diese Proteste im friedlichen und demokratischen Rahmen passieren. Damit muss die katholische Kirche leben. Das widerspricht auch nicht einer Gastfreundschaft, die wir bei einem Staatsbesuch zeigen sollen.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nun, darüber kann man geteilter Meinung sein. Zumal der „Staatsbesuch“ kein solcher ist (oder nur in seinen unwesentlichsten Aspekten), sondern von seiten des Papstes Reise eines Hirten zu einem Teil seiner Herde verstanden wird. Wer kann da etwas dagegen haben, wem kann an „Protesten“ etwas liegen? (Außer den Protestanten.) Es ist ja nicht so, dass mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche ein bluttriefender Diktator anreist. Es kommt lediglich jemand zu Besuch, dessen religiöse und moralische Überzeugungen viele in Deutschland nicht teilen. Da viele von ihnen diese ihre Abweichung ohnehin schon immer und überall mehr oder minder lautstark verkünden, ist nicht recht einzusehen, warum ein Papstbesuch eine passende Gelegenheit sein soll, sich schon wieder zu Wort melden. Im Allgemeinen gilt es als unhöflich, Gäste zu beschimpfen, zu verleumden und als Deppen hinzustellen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nochmals: Wer soll da überhaupt protestieren wollen? Reformgeile Katholiken? Ich habe nie verstanden, warum man Mitglied einer religiösen Vereinigung bleibt, deren Regeln man nicht anerkennt und deren Lehre man in wesentlichen Punkten nicht teilt. Wer gegen den Zölibat, für die Frauenordination, fürs Laienregiment, für eine Beliebigkeitsliturgie und für eine den Bedürfnissen einer zynischen Konsumgesellschaft angepasste Zeitgeistmoral ist, wird doch bei den Protestanten bestens bedient. (Seltsamerweiser aber sind deren Gotteshäuser sonntags noch leerer als die katholischen, und die Mitgliederzahlen der Landeskirchen schrumpfen noch nachhaltiger als die der katholischen Diözesen. Durch „Reformen“ die katholische Kirche zu einer quasi-protestantischen machen zu wollen, ist also bloßer Zerstörungswille.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Oder sollen Nichtkatholiken protestieren? Warum? Weil sie den gefährlichen Einfluss der katholischen Kirche auf die Öffentlichkeit befürchten? Dann sollten sie sich in Therapie begeben und wegen Paranoia behandeln lassen. Die religiösen und moralischen Lehren, für die der Papst steht, kommen in der öffentlichen Wahrnehmung so gut wie nicht vor, außer selbstverständlich, jemand sagt etwas dagegen. Irgendein ein relevanter Einfluss des Katholizismus auf Politik oder Kultur oder gar Wirtschaft ist nicht zu bemerken. Wogegen soll sich der Protest also richten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Hier nun bringt Herr Wowereit das zum Protest einladende Ressentiment gut auf den Punkt: Am Papst und seiner Kirche stört, dass sie „mit ihrer Lehre Thesen“ vertreten, „die weit in die zurückliegenden Jahrtausende gehören, aber nicht in die Neuzeit“. Anscheinend muss man gar nicht sagen, um welche Lehren oder Thesen es sich handelt, es genügt, sich als unmodern hinzustellen, um sie abzuqualifizieren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Tatsächlich fiele es wohl keinem katholischen Theologen ein, den ersten Teil der Wowereitschen Behauptung zu bestreiten. Die kirchliche Lehre beruft sich zunächst und zuallererst auf Jesus Christus, der nun wirklich vor fast zwei Jahrtausenden sein Evangelium verkündete. Problematisch ist freilich der zweite Teil von Wowereits laientheologischer These. Soll man, weil es so alt ist, also besser auf das Evangelium Jesu Christi verzichten, und es, beispielsweise, durch die lebensnahen Weisheiten eines Talkshow-Moderators ersetzen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn wahr ist, was die katholische Kirche lehrt, dann ist es unerheblich, wie alt diese Lehre ist. Und umgekehrt, wenn die Kirche etwas Falsches lehrt, ist das Alter der Lehre ebenfalls unerheblich. So oder so, ob etwas „die zurückliegenden Jahrtausende“ gehört oder ein Erzeugnis der Neuzeit ist (wie der Protestantismus, dieser ideologische Nebeneffekt des Kapitalismus), kann doch gar kein Kriterium dafür sein, ob es wahr ist oder falsch. (Wenngleich, anders als die innovationssüchtige Moderne sich das denkt, gerade daraus, dass eine Lehre alt ist, ein Argument für ihre Wahrheit gemacht werden könnte. So sah man es jedenfalls in vormodernen Zeiten: Je älter ein Wissen war, desto besser war es.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die allermeisten Leute „kritisieren“ freilich mit der Kirche und deren Lehre etwas, was sie gar nicht kennen oder nicht verstehen und sie tun es in aller Regel keineswegs mit theologischen Argumenten. Man ist dagegen, weil halt alle irgendwie dagegen sind und weil die hartnäckige Weigerung der katholischen Kirche, alles dem individuellen Belieben und den Schwankungen der kollektiven Überzeugtheiten anheim zu stellen, irgendwie nicht ins Konsumklima passt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Doch man denke sich einmal den umgekehrt Fall: Die katholische Kirche versuche &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; das zu lehren, was sie für das hält, „was überall, was immer, was von allen geglaubt wurde“ (so bekanntlich die Bestimmung des Katholischen durch Vinzenz von Lérins), also &lt;i&gt;nicht &lt;/i&gt;das, „was in allen katholischen Gemeinden unvermindert und unverändert seit der Zeit der Apostel als christliche Lehre von einer Generation an die andere weitergegeben wurde“ (nach Irenäus von Lyon), sondern sie passe ihre Lehre den jeweiligen Erwartungen der Zeitgenossen an. Wenn diese möchten, dass Jesus Christus gestorben und auferstanden ist, lehrt sie das. Wenn diese seinen Tod leugnen, weil er nur zum Schein starb und dann als Guru in Indien weiterlebte, dann lehrt sie eben das. Und wenn die Menschen die Auferstehung für ein frommes Märchen halten, dann verkündet die Kirche auch dies, obwohl es ihre jede Grundlage und Daseinsberechtigung entzieht. Will man wirklich eine solche Kirche, die das dünne Mäntelchen ihrer Theologie nach dem jeweils wehenden Wind des Zeitgeistes hängt? Dann werde man Protestant.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dann bekommt man auch im Bereich der Sexualmoral, und das ist ja der Lieblingsbereich der „Kirchenkritiker“ und „Reform“-Forderer — und vermutlich auch der Herrn Wowereit am meisten interessierende —, endlich das, was man jeweils möchte. Dann gibt es vor- und außerehelichen Sex, Verhütungsmittel, Abtreibung, Homosexualität und was weiß ich noch was mit dem Segen der Kirche. Die ist dann endlich modern und beliebig und rückratlos, wie es sich nach Meinung so vieler eigentlich gehört. Statt über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg dasselbe zu lehren, wird die Kirche dann im Grunde gar nichts mehr lehren — sind doch Lehrsätze, griechisch „dogmata“ ohnehin verpönt —, sondern nur noch ein bisschen erbauliche Folklore treiben und zur Behübschung des gesellschaftlichen Ist-Zustandes beitragen. Wer will das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wohlgemerkt, ich behaupte hier nicht, alle müssten umstandslos die Überzeugungen der katholischen Kirche teilen und beispielsweise vor- und außerehelichen Sex, Verhütungsmittel, Abtreibung und Homosexualität missbilligen. (Wobei man ja auch zu jedem dieser Themen eine andere Haltung einnehmen kann. *)&lt;/span&gt; &lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Aber man sollte, auch wenn man andere theologische oder ideologische Auffassungen vertritt, den Willen der Kirche respektieren, sich im Gehalt ihrer Lehre, anders als in deren Formen, &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; anzupassen. Man kann diesen Beharrungswillen sogar bewundern. Jedenfalls gibt es aus meiner keinen Grund, dagegen zu protestieren. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;* &lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ich  für meinen Teil, wenn das jemanden interessiert, halte nicht viel von  Heterosexualität, ob nun verhütend oder nicht, und lehne das Ehe-und-Familien-Getue der Katholiken ab.  Ich teile jedoch die kirchlichen Zweifel an Sinn und Berechtigung von  Reproduktionstechnologien und halte zudem Abtreibung für Mord. Dass die  Kirche, der ich nicht angehöre, und ich verschiedene Überzeugungen  haben, was Homosexualität betrifft, brauche ich hier vielleicht nicht  extra zu erwähnen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-3524405700688998976?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/3524405700688998976/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/08/und-das-ist-nicht-gut-so-wowereit-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3524405700688998976'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3524405700688998976'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/08/und-das-ist-nicht-gut-so-wowereit-und.html' title='Und das ist nicht gut so: Wowereit und der Papstbesuch'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-2347201536362340790</id><published>2011-08-24T01:29:00.001+02:00</published><updated>2011-08-24T14:48:47.203+02:00</updated><title type='text'>Loriot post mortem</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nein, ich werde ihn nicht vermissen Wie auch? Ich kannte Herrn von Bülow doch gar nicht persönlich. Und sein Werk, das er unter dem Künstlernamen Loriot geschaffen hat, all die Zeichnungen und Texte, die vielen Fernsehsendungen und die beiden Kinofilme, sein Werk also ist doch nach wie vor gut konserviert und leicht zugänglich und wird mit Sicherheit bleiben, vielleicht nicht in alle Ewigkeit, aber doch so lange, wie es noch Menschen gibt, die darüber lachen könne. (Und wenn die einmal nicht mehr geben sollte, bin ich zum Glück schon lange tot.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn es nun also Leute gibt, die aus Anlass des Todes Vicco von Bülows davon schwafeln, Loriot fehle ihnen jetzt schon, dann verstehe ich das nicht. Es scheint sich mir da zu viel eingebildete Vertrautheit mit einer Person und ihrem Lebenswerk zu verraten. Das bereitet mir Unbehagen. Und noch unbehaglicher wird mir, wenn die wie Pilze nach dem Regen allerorts aus dem Boden schießenden Nachrufe und Würdigungen ganz selbstverständlich nur Gutes zu vermelden wissen. Gewiss, auch ich stehe nicht an zuzugeben, dass Loriot in Wort und Bild der wohl bedeutendste Humorist seit Wilhelm Busch war. Aber wenn es über einen, der nicht durch bloßen Klamauk, sondern durch auf scharfe Beobachtung gegründete Überzeichnung wirklicher Verhaltensweisen zum Lachen bringen wollte (und brachte und bringt und bringen wird), nichts zu vermelden gibt, was man „kritisch“ nennen könnte, sondern wenn alle nur voll des Lobes und der dankbaren Freude sind, dann — was bin ich nur für ein Spielverderber! — kommen mir arge Bedenken.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Loriot hielt den Deutschen einen Spiegel vor. Sie sahen hinein, erkannten sich wieder und amüsierten sich. Nur leicht, nur bis zur Kenntlichkeit und der Herausarbeitung ihrer Komik verzerrte Loriot typische Unsitten des deutschen Sprachgebrauchs und der deutschen Umgangsformen. Sein Humor war nie böse, nie bitter, nie schmutzig, nie unangenehm. Vom Kleinkind bis zur Oma kann jeder an Loriot Gefallen finden. Und tatsächlich tut es ja auch jeder.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Oft wird die Präzision von Loriots Arbeitsweise gerühmt. Er habe genaue Vorstellungen von dem gehabt, was er machen wollte, und sei, gerade auch in der Zusammenarbeit mit anderen, unbedingt bestrebt gewesen, diese Vorstellungen abstrich- und zusatzlos umzusetzen. Preußentum und Protestantismus fallen mir da als Stichwörter ein. Spontaneität gibt es bei Loriot nicht. Absurdes und Anarchisches werden nur gestreift, sie würzen sozusagen nur in Maßen die Biederkeit, die eben nicht nur Gegenstand der Belustigung, sondern auch Mittel der Darstellung ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Mit anderen Worten: Loriots Humor ist affirmativ. Er bildet nur abstrakt ab, was ohnehin schon existiert. Er überschreitet weder die Grenzen des Geschmacks, noch des Anstandes, noch der breitest möglichen Konsumierbarkeit. Darum ist die Marke Loriot so populär.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Frage ist freilich, ob man es einem Humoristen vorwerfen soll, dass er die Leute nur über ihre eigenen Unzulänglichkeiten zum Lachen bringen wollte und sie nicht, vielleicht durch ein im Halse stecken bleibendes Lachen, dazu herausfordern wollte, sich und die Verhältnisse, in den sie leben, zu überdenken und letztlich gar zu ändern. Können Scherz, Satire und Ironie das überhaupt: die Menschen beeinflussen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, das ich gerne über Loriotsche Sachen lache und mir trotzdem meist wünsche, dass das, was da in lustiger Verfremdung vorgeführt wird, keine Realität zur Grundlage hätte, die alles andere als spaßig ist.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-2347201536362340790?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/2347201536362340790/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/08/loriot-post-mortem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2347201536362340790'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2347201536362340790'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/08/loriot-post-mortem.html' title='Loriot post mortem'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-255717054956319383</id><published>2011-08-04T17:50:00.001+02:00</published><updated>2011-08-11T12:25:13.530+02:00</updated><title type='text'>Ungesundes Volksempfinden</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Ich verstehe nicht, warum überhaupt darüber berichtet wird. Noch dazu so viel und so ausführlich. Was ist schon groß passiert? Jemand bekommt von einem Gericht eine Entschädigung zugesprochen, weil eine Behörde seine Rechte verletzt hat. In diesem Fall das höchste Recht überhaupt, die durch Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes für unverletzlich erklärte Menschenwürde. Eine solche Entscheidung ist ein ganz normaler Vorgang und vermutlich nicht besonders selten. Aber anscheinen halten es viele in Deutschland für berichtenswert, dass der Entschädigte der verurteilte Entführer und Mörder des damals elfjährigen Jakob von Metzler ist.&lt;br /&gt;Teil der Berichterstattung ist implizit oder explizit die Frage: Ja, darf denn das wahr sein? Ein Mörder bekommt eine Entschädigung, weil ihm Folter angedroht wurde? Das ist doch nicht gerecht!&lt;br /&gt;Allein schon, über diese gerichtliche Entscheidung zu beichten, über so viele andere aber nicht, ist im Grunde ein Aufruf zur Mobilisierung des gesunden Volksempfindens. Und brav und reflexartig reagieren auch die einschlägigen Politiker und fordern, dass so etwas nicht vorkommen dürfe. Ein solches Urteil verstehe niemand. dass Rechtsempfinden der Bürgerinnen und Bürger werde verletzt. Manche sagen sogar: Das Opferrecht müsse geändert werden, einem Täter zugesprochene Entschädigungen müssten an die Opfer gehen. (In dem zur Rede stehenden Fall geht der sehr bescheidene Geldbetrag übrigens von der Staatskasse an die Staatskasse, denn der Verurteilte hat bei der Justiz hohe Schulden.) Kurzum, die Bereitschaft zu populistischer Anlassgesetzgebung ist offenbar jederzeit abrufbar.&lt;br /&gt;Man kann die Berichterstattung und die Reaktionen aber auch als Test von Deutschlands Rechtsstaatlichkeit nehmen. Nach seinen Gesetzen und dem Funktionieren seiner Institutionen ist die BRD (im Rahmen des menschlichen Möglichen und des nach Maßgabe der unzureichenden finanziellen Ausstattung Leistbaren) in höchstem Maße ein Rechtsstaat. Gemäß dem Rechtsbewusstsein der Mehrheit seiner Bevölkerung allerdings nicht.&lt;br /&gt;Wer es für Unrecht hält, dass ein mutmaßlicher und sogar ein verurteilter Mörder dieselbe unverletzliche Würde hat wie ein Unbescholtener und darum auch in allem, was nicht mit seiner Verurteilung zu tun hat, auch so behandelt werden muss, hat ein wichtiges rechtsstaatliches Prinzip nicht akzeptiert. Für die Mehrheit der Menschen in Deutschland, so behaupte ich, ist das Grundgesetz und sind die diversen Menschenrechtserklärungen allenfalls bedrucktes Papier. Im gefühlten Bedarfsfall liegt ihnen der Ruf „Rübe ab!“ näher als der Gedanke, dass auch ein Übeltäter Rechte hat. Leider werden sie in dieser Haltung von haltungslosen Politikern unterstützt — und von unverantwortlichen Journalisten, die lieber brandgefährliche Ressentiments aufrufen als auf eine sensationslüsterne Schlagzeile zu verzichten.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-255717054956319383?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/255717054956319383/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/08/ungesundes-volksempfinden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/255717054956319383'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/255717054956319383'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/08/ungesundes-volksempfinden.html' title='Ungesundes Volksempfinden'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-486144782246069996</id><published>2011-07-30T05:04:00.001+02:00</published><updated>2011-07-30T05:07:31.294+02:00</updated><title type='text'>Ein Hetero-Bild vom Homo-Glück</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dat ischa gediegen: Hamburgs schwules Stadtmagazin &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.hinnerk.de/" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Hinnerk“&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; illustriert in seiner aktuellen Ausgabe einen vom Chefredakteur Stefan Mielchen gezeichneten &lt;a href="http://www.hinnerk.de/no_cache/news/news/article/traut-euch-zeigt-euch//9f41fc5e1e6bffb1dc4f7622c329413b/"&gt;Artikel&lt;/a&gt; zum örtlichen CSD 2011 unter dem Titel „Traut! euch! Zeigt euch!“ allen Ernstes mit einem jungen Mann und einer jungen Frau, die, soweit man das sehen kann, auf einer Regenbogenfahne liegen. Ausgerechnet ein &lt;/span&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;gegengeschlechtliches &lt;/i&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Paar wird also &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;abgebildet&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;, wenn man den &lt;/span&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Gleichgeschlechtlichen &lt;/i&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;zuruft, sie sollen sich trauen und sich zeigen. Da die ganze Traute aber wohl ohnehin nur darin bestehen soll, möglichst normal zu sein und darum vor allem gefälligst endlich zu „heiraten“ (also sich zu verpartnern), wie alle anderen braven Bürger und Bürgerinnen auch, ist das biedere Bild im Grunde gar kein so schlechter Einfall. Symbolisch steht so am Ende der homosexuellen Emanzipationsbewmühungen wieder das klassische Mann-Frau-Paar. (Dass der Mann, soweit man sehen kann, nackt, tätowiert und körperrasiert ist und die Frau eine Brille trägt, sind beiläufige Konzessionen an die herrschenden Klischeevorstellungen davon, wie die Neben-Heteros eben so aussehen.) Zur ikonographischen Vollendung fehlt in dem Bild vom heterosexualisierten Homo-Glücksfall nun eigentlich nur noch die Schlange, die Adam und Eve zuzischelt: Traut euch und beißt in den verdammten sauren Apfel! Und ihr werdet sein wie Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher. Sie dürfen die Braut jetzt küssen. Na, denn man Proost!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-486144782246069996?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/486144782246069996/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/ein-hetero-bild-vom-homo-gluck.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/486144782246069996'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/486144782246069996'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/ein-hetero-bild-vom-homo-gluck.html' title='Ein Hetero-Bild vom Homo-Glück'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-6644558630941879852</id><published>2011-07-26T00:31:00.001+02:00</published><updated>2011-07-26T00:37:50.680+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einem Weltverbesserer)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Der Calvinismus ist eine Terror-Theorie.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Prof. Dr. Jean Ziegler (Soziologe, Politiker, Autor)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-6644558630941879852?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/6644558630941879852/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/aufgeschnappt-bei-einem-weltverbesserer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6644558630941879852'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6644558630941879852'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/aufgeschnappt-bei-einem-weltverbesserer.html' title='Aufgeschnappt (bei einem Weltverbesserer)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-699971003547727519</id><published>2011-07-25T21:25:00.000+02:00</published><updated>2011-07-25T21:25:01.901+02:00</updated><title type='text'>Terrorismus-Expertise neben der Spur (3)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Selbstverständlich bin ich bei weitem nicht der enizige, dem das Geschwätz der „Terrorismus-Experten“ sauer aufstößt. In der &lt;i&gt;taz&lt;/i&gt; hat &lt;a href="http://blogs.taz.de/arabesken/2011/07/23/plaedoyer_zur_abschaffung_des_berufstand_des_terrorexperten_selten_lagen_so_viele_so_schnell_auf_dem_holzweg/"&gt;Karim El-Ghawry&lt;/a&gt; den sympathischen Vorschlag gemacht, auch im Hinblick auf den baldigen zehnten Jahrestag des 11. Septembers, alle Terrorexperten abzuschaffen. Zu seinem Plädoyer angeregt dürfte ihn außer Rainald Becker auch Georg Thamm von N24 haben sowie ganz ähnlich geartete gestalten im englischsprachigen Raum. Er bringt ganz erstaunliche Zitate! Und lesenswert sind zu diesem Thema auch seine Facebook-Einträge.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.faz.net/artikel/C30280/fernsehkommentare-zum-terror-wer-solche-experten-kennt-braucht-keine-laien-30472105.html"&gt;Stefan Niggemeier&lt;/a&gt; stellt in der &lt;i&gt;FAZ&lt;/i&gt; kategorisch fest: „Wer solche Experten kennt, braucht keine Laien.“ Recht hat er. Auch er beschreibt sehr schön, das jourmnalistische Versagen, der spekulationsgeilen Kollegen und Kolleginnen. Einfach herrlich, was er bei n-tv gehört hat: „Die Norweger an sich gelten als sehr freundliches Volk. Da ist es umso erstaunlicher, dass an einem Freitagnachmittag so plötzlich eine solche Explosion stattfindet dieser Heftigkeit.“ Dem vorausgegangen sei ein Satz, der meiner Meinung nach als Motto der Berichterstattung jenes Tages gelten darf: „Dann lassen Sie uns ein bisschen spekulieren.“ Am Ende bringt Niggemeier eine Information, die die ganze Desinformationsblase zerplatzen lässt: „Laut Europol wurden im vergangenen Jahr in der EU 249 Terroranschläge verübt. Drei davon hatten einen islamistischen Hintergrund.“&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-699971003547727519?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/699971003547727519/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/terrorismus-expertise-neben-der-spur-3.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/699971003547727519'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/699971003547727519'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/terrorismus-expertise-neben-der-spur-3.html' title='Terrorismus-Expertise neben der Spur (3)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-4594184808888904157</id><published>2011-07-25T21:20:00.001+02:00</published><updated>2011-07-26T00:32:44.086+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einem Norweger) II</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Dies ist nicht die Zeit, nach Rache zu schreien, aufzugeben oder in Furcht zu leben.&amp;nbsp; Unsere demokratischen Grundsätze sollten niemals extremen Aktionen den Platz überlassen. Aus Achtung vor den Toten und ihren Angehörigen werden wir&amp;nbsp; stattdessen damit beginnen, eine bessere und offenere Gesellschaft aufzubauen.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Fabian Stang (Bürgermeister von Oslo)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-4594184808888904157?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/4594184808888904157/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/aufgeschnappt-bei-einem-norweger-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4594184808888904157'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4594184808888904157'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/aufgeschnappt-bei-einem-norweger-ii.html' title='Aufgeschnappt (bei einem Norweger) II'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-8354081671910145913</id><published>2011-07-25T21:15:00.003+02:00</published><updated>2011-09-16T17:42:29.251+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einem Norweger) I</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Ich glaube nicht, dass Sicherheit Probleme lösen kann. Wir müssen zu noch größerem Respekt erziehen.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Fabian Stang (Bürgermeister von Olso)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-8354081671910145913?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/8354081671910145913/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/aufgeschnappt-bei-einem-norweger-i.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8354081671910145913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8354081671910145913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/aufgeschnappt-bei-einem-norweger-i.html' title='Aufgeschnappt (bei einem Norweger) I'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-5896159905410825371</id><published>2011-07-25T21:01:00.000+02:00</published><updated>2011-07-25T21:01:46.229+02:00</updated><title type='text'>Terrorismus-Expertise neben der Spur (2)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ein schönes Beispiel für die aktuelle Desinformationspraxis bilden die nachfolgenden Zitate aus einem mit ulz/dapd/AFP gezeichneten Artikel vom 22. Juli auf www.spiegel.de: „Noch ist unklar, wer hinter dem Doppelanschlag in Norwegen steckt. Doch falls sich der Bombenangriff und die Schüsse im Jugendcamp tatsächlich als islamistische Terrorakte herausstellen sollten, wäre es das erste gewaltsame Vorgehen gegen den Westen nach der Tötung von Qaida-Chef Osama Bin Laden durch US-Soldaten in Pakistan im Mai. (…)&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Gewerkschaft der Polizei rief die Bevölkerung in Deutschland zu erhöhter Wachsamkeit auf. Wenn der Bombenanschlag von islamistischen Terroristen verübt worden sei, sei nicht ausgeschlossen, ‘dass auch deutsche Großstädte in Gefahr sind’, sagte Gewerkschaftschef Bernhard Witthaut. (…) Es sei außerdem nicht ausgeschlossen, dass die Terrororganisation al-Qaida den zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 in den USA zum Anlass nehme, sich in die Aufmerksamkeit Europas ‘zurückzubomben’. (…) Islamisten haben schon mehrfach mit Anschlägen auf Gebäude und Orte in Deutschland gedroht. Darunter war auch der Reichstag in Berlin. (…) Die deutschen Sicherheitsdienste fürchten besonders die ‘stillen Beobachter’ unter den Islamisten in der Bundesrepublik. Sie könnten die deutschen Sicherheitslücken ausspähen und ausnutzen. Es gibt nach Angaben von Sicherheitskreisen gegenwärtig neben den üblichen Befürchtungen vor Anschlägen von Terrorgruppen aus Trainingscamps aus dem afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet, die sich schon in der Bundesrepublik aufhalten, eine besondere Gefahr von ‘fanatisierten Einzeltätern’ aus der islamistischen Szene. (…) Unter ihnen sollen sich nach jüngsten Erkenntnissen auch Selbstmordattentäter befinden. ‘Dagegen sind wir völlig machtlos’, sagten die Experten. Diese Männer könnten sich unbemerkt unter Passanten in Bahnhöfen, Flughäfen oder auch in Kaufhäusern mischen. ‘Das macht uns gewaltige Sorgen’, erklärten die Sicherheitsbehörden.“&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Mir hingegen macht Sorgen, dass sich da jemand nicht nur offensichtlich in einem Paralleluniversum eingerichtet hat, dass von Experten und Phantomen bevölkert wird, sondern dass der verhetzte Phantast diese Scheinwelt auch für mitteilenswert hält. Es wäre zu überlegen, ob man es hier mit einem Fall von journalistisch induzierter Paranoia zu tun hat. Oder ob nicht doch einfach bloß, bewusst oder unbewusst, die hysterische Lust dahinter steckt, dem Großen Bruder zuzuarbeiten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-5896159905410825371?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/5896159905410825371/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/terrorismus-expertise-neben-der-spur-2.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5896159905410825371'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5896159905410825371'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/terrorismus-expertise-neben-der-spur-2.html' title='Terrorismus-Expertise neben der Spur (2)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-4987811480552475891</id><published>2011-07-25T20:51:00.000+02:00</published><updated>2011-07-25T20:51:29.478+02:00</updated><title type='text'>Dieser Meilenstein ist ein Quantensprung</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Mit dem heutigen Tag kommen wir einen erheblichen Meilenstein voran“, verkündete Rüdiger Grube, der Vorstandsvorsitzende der &lt;i&gt;Deutschen Bahn AG&lt;/i&gt;, als er heute den Abschluss eines Geschäftes mit RWE bekannt gab. Nun, Sprachbilder verhunzen kann jeder, dass aber ausgerechnet der Chef des größten deutschen Verkehrsunternehmens den Unterschied zwischen einer Wegstrecke und einer Wegmarkierung ignoriert, scheint mir symptomatisch. Grube steht für eine Politik, die das Bahnfahren so unattraktiv wie möglich machen möchte. Das Gemeingut Bahn soll ruiniert werden (und ist es größtenteils ja schon), um es dann privater Profitmaximierung unterwerfen zu können.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Grube hätte ja auch, wie alle Welt, ebenso falsch von einem Quantensprung sprechen können. Dass er stattdessen implizit die Unterscheidung von erheblichen und unerheblichen Meilensteinen einführte, ist ein schönes Bild für seine selektive Realitätswahrnehmung, in der manches, wie etwa der Bürgerprotest gegen Stuttgart 21,&amp;nbsp; einfach nicht zählt; und dass er ausgerechnet einen Stein wie eine Maßeinheit der Fortbewegung behandelt, passt zur Betonköpfigkeit der strategischen Ausrichtung, die er dem Unternehmen, dem er vorsteht, verordnet. Ein Meilenstein ist kein Weg, sondern im Grunde dessen Gegenteil, er symbolisiert etwas Statisches, nicht etwas, das sich in Bewegung befindet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wer wie Grube meint, „erhebliche Meileinsteine vorankommen“ zu können, verrät mit solchem Mangel an sprachlicher und damit gedanklicher Sensibilität, dass er insgeheim den ganzen Laden am liebsten gegen die Wand fahren möchte. Ein solcher Totalschaden wäre für ihn dann wohl der ultimative Durchbruch.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-4987811480552475891?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/4987811480552475891/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/dieser-meilenstein-ist-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4987811480552475891'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4987811480552475891'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/dieser-meilenstein-ist-ein.html' title='Dieser Meilenstein ist ein Quantensprung'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-6306516101200665080</id><published>2011-07-25T11:34:00.000+02:00</published><updated>2011-07-25T11:34:22.900+02:00</updated><title type='text'>Willkür auf Vorrat</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Dass nach den Verbrechen von Oslo und Utöya die Helden der inneren Sicherheit aus ihren Löchern hervorkriechen würden, um auf dem dürftigen Flämmchen eines in Wahrheit gar nicht bestehenden Zusammenhanges ihr schmutziges Süppchen zu kochen, war vorauszusehen. Die Vorratsdatenspeicherung müsse her, rufen jetzt Politiker und Polizisten, damit solche Anschläge verhindert werden könnten. Das ist selbstverständlich Unsinn. Was der mutmaßliche Täter von Oslo und Utöya zu sagen hatte, hatte er in aller Öffentlichkeit gesagt, es war, wie man hört, im Internet allgemein zugänglich. Dafür hätten sich Strafverfolgungsbehörden interessieren können. Eine Speicherung von telekommunikativen Verbindungsdaten, ein Kernpunkt der Vorratsdatenspeicherung, war dazu nicht nötig.&lt;br /&gt;Schon das Wort „Vorratsdatenspeicherung“ ist übrigens ein ablenkender Euphemismus. „Willkürliche Dauerbespitzelung“ wäre treffender.&lt;br /&gt;Was die „Mindestdatenspeicherung“, also das zwangsweise Arbeiten meist privater Telekommunikationsfirmen für den Überwachungsstaat, betrifft, so stelle man sich vor, in der Zeit als noch Briefe geschrieben wurden, wären die Postämter verpflichtet gewesen, festzuhalten, wer an wen wie oft Briefe verschickt und wer von wem wie oft Briefe bekommt. Selbst wenn die Briefe selbst von Post oder Polizei nicht geöffnet und gelesen worden wäre, wäre eine solche Vorratsdatei — wohl damit begründet, auch der Briefverkehr dürfe kein rechtsfreier Raum sein — wohl jedem ungeheuerlich erschienen. Tatsächlich war solche Bespitzelung mancherorts Realität, etwa in der DDR, was man zu recht als Teil des Unrechtsbetriebes einer Diktatur verurteilt.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Die Vorratsdatenspeicherung trägt nichts dazu bei, Straftaten zu verhindern, damit würden lediglich Straftaten des Staates legalisiert. Der Abbau des Rechtsstaates zugunsten des Kontrollstaates ist ja aber auch das Ziel dieses Vorhaben, es geht nicht um mehr Sicherheit, sondern um mehr Unfreiheit. Ein starker Staat, der alles vorsorglich im Griff hat und alle Bedrohungen ausschaltet: Nicht nur norwegische Rechtsextreme haben an solchen Phantasien ihre Freude.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-6306516101200665080?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/6306516101200665080/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/willkur-auf-vorrat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6306516101200665080'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6306516101200665080'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/willkur-auf-vorrat.html' title='Willkür auf Vorrat'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-8007116280850502488</id><published>2011-07-23T10:59:00.002+02:00</published><updated>2011-07-25T20:52:18.841+02:00</updated><title type='text'>Terrorismus-Expertise neben der Spur (1)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Tja, das ja wohl nichts. Einmal mehr hat sich der merkwürdige Berufsstand der „Terrorismusexperten“ als ebenso fernsehtauglich wie realitätsfremd erwiesen und mit seinen spontan geäußerten Spekulationen über die Hintergründe der gestrigen Anschläge von Oslo voll daneben gelegen. So etwa der wichtigtuerisch „aus dem ARD-Hauptstadtstudio“ zugeschaltete und ernsthaft als „ARD-Terrorismusexperte“ bezeichnete Rainald Becker in der Tagesschau um 20 Uhr: „Insgesamt spricht Vieles bei dem Anschlag in Oslo für einen islamistischen Hintergrund. eine Bestätigung dafür gibt es aber noch nicht.“ Noch nicht? Da quatscht einer, als wüsste er was und als könne es sich nur noch um Minutebn handeln, bis seine angeblichen Informationen offiziell bestätigt würden. Wo sind ist es denn heute hingekommen, dieses ominöse „Viele“, das gestern Abend für einen islamistischen Hintergrund gesprochen haben soll? Heute wurde ja im Gegenteil bekannt, dass der Anschläger Norweger und christlich-rechtsextremer Fundamentalist ist! Das konnte Becker gestern selbstverständlich nicht wissen, aber warum hielt er dann nicht einfach den Mund, statt mit „Informationen“ zu hantieren, die keine&amp;nbsp; waren, sondern im Gegenteil nur Desinformation bewirken konnten?&lt;br /&gt;Vielleicht erklärt sich das mit dem, was Becker dann noch weiter schwafelte: „Dass Norwegen ein mögliches Anschlagsziel für islamistische Terroristen sein könnte, das haben die Nachrichtendienste schon länger vermutet.“ Nun, der Wert dieser geheimdienstlichen Vermutungen ind ihrer Verbreitung ist ganz offensichtlich derselbe wie der der pseudojournalistischen Terrorismusexpertise à la ARD: Das ist Stimmungsmache und Volksverdummung, sonst nichts.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-8007116280850502488?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/8007116280850502488/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/terrorismus-expertise-neben-der-spur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8007116280850502488'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8007116280850502488'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/terrorismus-expertise-neben-der-spur.html' title='Terrorismus-Expertise neben der Spur (1)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-7602557651082424975</id><published>2011-07-23T10:23:00.000+02:00</published><updated>2011-07-23T10:23:25.612+02:00</updated><title type='text'>My Answer to AllOut</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Von &lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;a href="http://allout.org/"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;AllOut.org&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span id="goog_920251607"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span id="goog_920251608"&gt;&lt;/span&gt; erhielt ich gestern eine von &lt;/span&gt;&lt;/i&gt;Aaron, Andre, Erika, Guillaume, Jeremy,                           Joseph, Nita, Oli, Prerna, Tile, Wesley and                           the rest of the team at All Out&lt;i&gt; unterschriebene E-Mail, durch die ich (wenn ich's richtig verstanden habe) aufgefordert wurde, mich dafür einzusetzen, dass man in Zukunft bei &lt;/i&gt;Facebook&lt;i&gt;, wenn man dort ein Konto einrichtet, unter Geschlecht nicht mehr nur Mann oder Frau angeben können soll, was nämlich, so wurde erwähnt, außer für die &lt;/i&gt;Metis in Nepal&lt;i&gt; und die &lt;/i&gt;Travestis in Brazil&lt;i&gt; auch für weitere Millionen von Leuten &lt;/i&gt;whose identities are broader than just male or female &lt;i&gt;nicht passe&lt;/i&gt;. &lt;i&gt;Ach du liebe Zeit, das sind ja nun wirklich drängende Probleme! Dass jemand von &lt;/i&gt;Facebook&lt;i&gt; oder einem anderen &lt;/i&gt;social network&lt;i&gt; genötigt wird, sich als Mann oder Frau zu bezeichnen, statt als stolzer Inhaber bzw. stolze Inhaberin eines &lt;/i&gt;gender&lt;i&gt; &lt;/i&gt;(...) beyond male and female&lt;i&gt; aufmarschieren zu dürfen, macht ja die ganze schöne Wunderwelt der friedlich-freudigen Geschlechtervielfalt kaputt! Also nahm ich mein bisschen Englisch zusammen und antwortete das Folgende:&lt;/i&gt; &lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dear people of AllOut.org,&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;no, I will definitely&lt;i&gt; &lt;/i&gt;NOT support your concern. I think, I'm     perfectly fine with only two categories of sex (or, as you prefer to     call it, 'gender'), men and non-men, and also with only two kinds of     orientation, gay an non-gay. I strongly oppose to any concept of     being gay that tries to make an identity out of it instead of an     orientation. And I cannot see any use in creating new 'gender     identities' (or affirm old ones) whatever you may call them.&lt;br /&gt;I love men. Therefore 'beyond male' (as you call it) there's nothing     that interests me, and I do not feel any respect or solidarity to     those who give up the possibility of being real (i.e. gay) men for     such disgusting or at least meaningless identities as women,     straight men, or trans-something. As far as I'm concerned, I never     was lesbian or bi or trans-whatever, and I'm deeply convinced that I     never will be. Thus I am in no way part of something like a LBGT     community (if there is really one; I doubt it). I even think of such     a hotchpotch as undesirable.     &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;Beside these principal considerations on identity politics I can     answer to your particular concern of opening social internetworks to     gender plurality in another way, too: What a capitalist company like     Facebook (or Google+) does or does not is in no way relevant to me     or my 'identity' (if I had one). I'm not virtual. I'm real.&lt;br /&gt;I don't know why you sent me your e-mail (or where hoy've got my     address from). Please do not bother me with that dangerous nonsense     of 'identity' and 'equality' again. I'm in no way interested in or     supportive to your approach of transforming everyone into a     pro-state and consumerist idiot. In my opinion, no one should be 'out'. Because under the conditions of the real existing societies     being 'out' can only mean to be 'within' the social, cultural,     economical, juridical, and political norms that rule this corrupted     world.&lt;br /&gt;With best wishes (for a future change of your views)     &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;Stefan Broniowski&lt;/span&gt;     &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-7602557651082424975?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/7602557651082424975/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/my-answer-to-allout.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7602557651082424975'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7602557651082424975'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/my-answer-to-allout.html' title='My Answer to AllOut'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1295045965773166431</id><published>2011-07-22T04:01:00.000+02:00</published><updated>2011-07-22T04:01:58.852+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einem Niederländer)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ein Navi im Auto ist der erste Schritt zum betreuten Wohnen.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Philip Simon (Spaßmacher)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1295045965773166431?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1295045965773166431/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/aufgeschnappt-bei-einem-niederlander.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1295045965773166431'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1295045965773166431'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/aufgeschnappt-bei-einem-niederlander.html' title='Aufgeschnappt (bei einem Niederländer)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' 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src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-8478476538443088703?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/8478476538443088703/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/aufgeschnappt-bei-einer-tochter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8478476538443088703'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8478476538443088703'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/aufgeschnappt-bei-einer-tochter.html' title='Aufgeschnappt (bei einer Tochter)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-8097505686427259987</id><published>2011-07-14T11:44:00.001+02:00</published><updated>2011-07-14T11:45:51.797+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='mutti'/><title type='text'>Wenn Mutti dealt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Der Unterschied zwischen einer Staatsregierung und einer Bande von Waffenschiebern scheint manchmal zu verschwimmen. Dass nun Panzer für Saudi-Arabien und Patrouillenboote für Angola ein wenig mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist aber eher Zufall und hat mehr mit der Tolpatschigkeit von Mutti Merkels Regierungsstil zu tun als damit, dass staatlich geförderte Waffendeals etwas Besonderes wären. Die Bundesrepublik Deutschland ist der drittgrößte Waffenexporteur weltweit. Die deutsche Öffentlichkeit aber interessiert das nicht. Irgendwelche moralischen Bedenken sind, außer in aufgebauschten, opportunistisch missbrauchten Einzelfällen, nicht auszunehmen. Je schmutziger ein Geschäft — und Rüstungsexport ist Leichenproduktion —, desto sicherer sind ja die damit verbundenen Arbeitsplätze. Und dass die Profite enorm sind, sei vorausgesetzt. Die jetzt Regierenden halten es da im Grunde nichts anders die diversen Regierenden, Rotgrün eingeschlossen, vor ihnen. Auch die oft beschworenen christlichen Werte stehen da offenkundig nicht im Wege. Wenn einer einem auf die eine Backe schlagen will, verkauf ihm etwas, damit er ihm auch noch auf die andere Backe schlagen kann. Betet für die Feinde eurer Geschäftspartner, auf dass sie zahlreich seien und die Einkaufslust erhöhen. Kurzum: Schwerter statt Pflugscharen. Wenn das mal nicht die berüchtigte jüdisch-christliche Prägung ist! Immerhin ist Deutschlands liebster Partner das bis über die Grenze des Wahnsinns hinaus hochgerüstete Israel. Weshalb, während Mutti in Afrika die Hostess der Rüstungsindustrie gibt, ihr Kriegsminister Maizière schon mal nachgucken geflogen ist, ob die Israelis vielleicht noch irgendwelches Mordgerät haben wollen. Das Zeug verkauft sich schließlich nicht von selbst.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-8097505686427259987?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/8097505686427259987/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/wenn-mutti-dealt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8097505686427259987'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8097505686427259987'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/wenn-mutti-dealt.html' title='Wenn Mutti dealt'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-2601363313766992495</id><published>2011-07-13T04:03:00.011+02:00</published><updated>2011-07-22T04:08:25.171+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ösiland'/><title type='text'>Heimat großer Töchter, Söhne</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Österreichs bildungsfernste Schicht, die politische Kaste, hat sich, wie man hört, darauf verständigt, im Herbst vom Parlament ein Gesetz beschließen zu lassen, das den Text der österreichischen Bundeshymne abändert. (Dass die Initiative dazu ausgerechnet von der Rüstungslobbyistengattin Rauch-Kallat vorangetrieben wurde, ist ein Witz am Rande.) Vorgeschlagen wurde, den Vers „Heimat bist du großer Söhne“ durch die Zeile „Heimat großer Töchter, Söhne“ zu ersetzen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Einmal abgesehen vom Ideologischen, auf das gleich zurückzukommen sein wird, sticht hier besonders der völlige Mangel an Grammatik ins Ohr. Der von Paula Preradovic verzapfte Vers hatte immer hin noch einen Satzbau samt Prädikat, in der „Neufassung“ werden einfach Wörter ohne Sinn und Verstand aneinandergereiht. Gutes Deutsch oder überhaupt welches ist das nicht, aber wer beherrscht diese Sprache denn noch in Österreich! (Seit langem fordere ich vergeblich Deutschkurse für Inländer. Aber auf mich hört ja keiner.)&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Große Töchter also sollen dem Land per Hymne verordnet werden. Und die wären? Nach Maria-Theresia (18. Jahrhundert) und Bertha von Suttner (um 1900) wird’s dünn. Welche großen Töchter meint man denn genau, die unbedingt besungen werden müssen? Josefine Mutzenbacher? Elfriede Blauensteiner? Barbara Karlich? Irgendeines von diesen unsäglichen Wintersportwesen?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Bezeichnend genug, dass Umfragen zufolge die überwältigende Mehrheit der Österreicher und Östereicherinnen die geplante pseudofeministische Textumhunzung ablehnt oder ihr völlig gleichgültig gegenübersteht. Man hat weißgott andere Sorgen. Zum Beispiel: Was soll die Mamma morgen kochen …&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Mir ist’s auch egal. Ich singe sowieso nicht. Weder den alten noch den neuen Text. Gegen den alten sage ich hier nichts, weil das ein Verstoß gegen § 249 des Strafgesetzbuches sein könnte, der es verbietet, auf eine Art, dass die Tat einer breiten Öffentlichkeit bekannt wird, in gehässiger Weise die Republik Österreich oder eines ihrer Bundesländer zu beschimpfen oder verächtlich zu machen sowie eine aus einem öffentlichen Anlass oder bei einer allgemein zugänglichen Veranstaltung gezeigte Fahne der Republik Österreich oder eines ihrer Bundesländer, ein von einer österreichischen Behörde angebrachtes Hoheitszeichen, die Bundeshymne oder eine Landeshymne zu beschimpfen, verächtlich zu machen oder sonst herabzuwürdigen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Aber was soll's, das ist ja das Schöne, wenn man als Anarchist in Ösiland lebt: Diesen Staat muss man nicht beschimpfen, verächtlich machen oder herabwürdigen, der erledigt das selbst.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-2601363313766992495?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/2601363313766992495/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/heimat-groer-tochter-sohne.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2601363313766992495'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2601363313766992495'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/heimat-groer-tochter-sohne.html' title='Heimat großer Töchter, Söhne'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-7936476697053896501</id><published>2011-07-11T20:49:00.000+02:00</published><updated>2011-07-11T20:49:32.855+02:00</updated><title type='text'>Ganz doll geheim (gewesen)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass Geheimndienste teils lächerliche, teils gemeingefährliche Vereine sind, habe ich mir schon lange gedacht. Dass zum Glück manchmals das Lächerliche das Bedrohliche überwiegt, erweist sich jetzt, da bekannt wird, dass (vor einem Jahr!) dem deutschen Bundesnachrichtdienst die Baupläne für seine neue Berliner Zentrale gestohlen wurden. Betroffen sei, wie man hört, der angeblich „geheimste Teil“ des Spionagepalastes, nämlich das Technik- und Logistik-Zentrum, samt allem, was man dazu über „Notausgänge, Schleusen, Positionen von Alarmanlagen, Antiterror-Einrichtungen, Türen- und Deckendicke oder Kabelschächte“ wissen muss. Peinlicher geht’s wohl nicht. Dass sich die ohnehin schon enormen Kosten des neuen Nachrichtendientsitzes sich auf Grund der für erforderlich gehaltenen Bauplanänderung wohl weiter erhöhen werden, ist womöglich noch das geringste Übel. Am besten kämen die Geheimhaltungsexperten vom BND unter professionellen Gesichtspunkten ja noch weg, wenn sich eines Tages herausstellen sollte, dass nicht etwa böse Terroristen die archtiketurinteressierten Langfinger waren, sondern bloß befreundete Dienste. Ob aber die Öffentlichkeit davon je in Kenntnis gesetzt würde, ist fraglich. Und zwar gerade &lt;i&gt;weil&lt;/i&gt; die Bundesregierung eine Kommission eingesetzt hat, die den Vorfall untersuchen soll. Das Vertrauen in die Kompetenz der deutschen Auslandsbespitzelungsbehörde wird durch eine solche Lachnummer jedenfalls nicht gerade gesteigert.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-7936476697053896501?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/7936476697053896501/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/ganz-doll-geheim-gewesen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7936476697053896501'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7936476697053896501'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/ganz-doll-geheim-gewesen.html' title='Ganz doll geheim (gewesen)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-8806227824980687335</id><published>2011-07-10T01:51:00.000+02:00</published><updated>2011-07-10T01:51:10.001+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einem Theologen)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Als Möglichkeit, seinem Ärger über die Kirche Luft zu machen, gibt es heute doch nur Leserbriefe oder eben - den Kirchenaustritt &lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dr. med. Dipl. Theol. Manfred Lütz (Arzt und Theologe)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-8806227824980687335?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/8806227824980687335/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/aufgeschnappt-bei-einem-theologen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8806227824980687335'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8806227824980687335'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/aufgeschnappt-bei-einem-theologen.html' title='Aufgeschnappt (bei einem Theologen)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-8154604270775689339</id><published>2011-07-05T02:08:00.000+02:00</published><updated>2011-07-05T02:08:57.377+02:00</updated><title type='text'>„Wissenschaft“ ohne Bildung und Wissen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„In Deutschland hat die Romantik im 19. Jahrhundert mit ihrem antiwestlichen und antiaufklärerischen Impetus das aufklärerische Bildungsideal verdrängt und durch einen elitären, durch den George-Kreis geprägten Bildungsbegriff ersetzt.“ Schreibt Wolf Wagner im &lt;/span&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;DSW-Journal 02/11&lt;/i&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;, S. 21. Und dieser Typ war mal Universitätsprofessor? Selbst für einen bekifften Mittelstufengymnasiasten wäre das ein selten dümmlicher Satz.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„In ihm (dem georgekreisgeprägten Bildungsbegriff, Anm.) steht in der erhabenen Variante das exklusive Wissen im Zentrum, die Allgemeinbildung, der elitäre Zugang zu den innersten Geheimnissen der Kultur. In seiner profanen Form ist es ein Bildungsbegriff, der das wissenschaftliche Niveau durch umfassendes Fachwissen misst.“ Wie denn nun, erhaben oder profan, Allgemeinbildung oder Fachwissen? Man taumelt vor lauter Verwirbelung der Begriffe. „In diesem Geiste wurde der Bologna-Prozess“ — der bekanntlich im 19. Jahrhundert einsetzte und vom George-Kreis beherrscht wurde — „von den Fachvertretern genutzt, um in jedem Fach das ‘unverzichtbare’ Fachwissen in das Curriculum zu pressen, und zwar jeweils semestermäßig aufgegliedert in abprüfbaren Einzelmodulen. So entstand die Verschulung und Untergrabung wissenschaftlichen Denkens, die diejenigen am meisten beklagen, die sie verursacht haben.“&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Also endlich ist es geklärt. George und sein Kreis sind schuld an der Verschulung. Weil sie nämlich Romantiker waren und gebildet, weil sie ganz versessen auf Verschulung waren und weil sie Curricula, Module und Creditpoints einführten. Herr Wagner hingegen hat den aufklärerischen Durchblick: Fachwissen ist Schnickschnack und hat mit Wissenschaft nichts zu tun.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nun, vielleicht hat sich der Emeritus für Sozialwissenschaften und Politische Systeme an der Fachhochschule Erfurt beim Schreiben dieser Sätze einfach ein wohlverdientes Ruhestandsschläfchen gegönnt und sein Rechner hat sich den Quatsch aus Büttenredenversatzstücken selbst zusammengeleimt. Wenn man aber annehmen muss, dass Wagner in seiner aktiven Zeit mit Schwachsinn dieses Kalibers auf Studierende losgelassen wurde, dann ist sicher, das nicht erst der Bologna-Prozess das Niveau des akademischen Feldes in Deutschland abgesenkt hat.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-8154604270775689339?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/8154604270775689339/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/wissenschaft-ohne-bildung-und-wissen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8154604270775689339'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8154604270775689339'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/07/wissenschaft-ohne-bildung-und-wissen.html' title='„Wissenschaft“ ohne Bildung und Wissen'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-21638356928239674</id><published>2011-06-23T21:15:00.000+02:00</published><updated>2011-06-23T21:15:13.407+02:00</updated><title type='text'>Davon ging die Welt nicht unter</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Aus Anlass der dreißigsten Wiederkehr ihres Todestages ist heute vielerorts von Zarah Leander die Rede. Dabei wird, wie üblich, allerhand Unsinn verzapftm vorzugsweise über ihre Rolle im Dritten Reich. Besonders ärgern mich in dem Zusammenhang immer dieAusdrücke „Durchhaltefilme“ und „Durchhaltelieder“. Es besteht zwar kein Zweifel, dass auch unter dem NS-Regime — und unter welchem Reime wäre das je anders? — die Unterhaltungsindustrie sich nebst dem Profit dem Ziel verpflichtet wusste, gute Stimmung zu erzeugen und die Leute von der Realität abzulenken. Wer aber heute noch meint, mit Kino und Schallplatte sei beinahe der Krieg gewonnen oder zumindest verlängert worden, denkt wie Goebbels und irrt. Wer bei Verstand ist, kann doch nicht wirklich glauben, ohne die Filme und Lieder der Zarah Leander und anderer wäre auch nur ein Mensch weniger gestorben. Aber vielleicht wurde manchem in all dem Schrecklich (an dem er vielleicht selbst mitwirkte, vielleicht auch nicht) doch eine Weile leichter ums Herz, wenn er sich in die visuellen und akustischen Traumwelten verlieren konnte. Ich missgönne das keinem. Und das „Durchhalten“ hat ja eigentlich noch eine andere Bedeutung als die, die Goebbels wollte und auch heutige „Kritiker“ noch gerne haben wollen. Nicht um jeden Preis bis zum Endsieg kämpfen, sondern den Schrecken und den Wahn, in den sie sich verstrickt hatten oder in den sie verstrickt worden waren überleben, das wollten die meisten Menschen. Und das ist der Subtext der zum Beispiel in „Davon geht die Welt nicht unter“ mitzuhören ist, wenn man verstehen will, was der Autor Bruno Balz sagen wollte. Denn der war kein Nazi und kein Durchhaltepropagandist, sondern einer, der erst vor einiger Zeit aus dem Kazett entlassen worden war, nicht zuletzt, weil seine Freundin Zarah Leander sich für ihn eingesetzt hatte. Dass die Texte von Bruno Balz, die oberflächlich betrachtet oft so harmlos und völlig unpolitisch erscheinen, einen subtilen Witz zu bieten hatten und für kundige Leser noch heute haben, den man schwerlich anders als als poetischen Widerstand bezeichnen kann, habe ich von neun Jahren in einem Zeitungsartikel zur 100. Wiederkehr seines Geburtstages zu zeigen versucht, den ich &lt;a href="http://www.broniowski.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=66:ueberbrunobalz&amp;amp;catid=38:literatur&amp;amp;Itemid=60"&gt;hier&lt;/a&gt; wieder zugänglich mache.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-21638356928239674?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/21638356928239674/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/davon-ging-die-welt-nicht-unter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/21638356928239674'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/21638356928239674'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/davon-ging-die-welt-nicht-unter.html' title='Davon ging die Welt nicht unter'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-2496147321530896710</id><published>2011-06-21T10:01:00.001+02:00</published><updated>2011-06-21T14:10:03.769+02:00</updated><title type='text'>Kleine Ämterkunde</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Was man nicht alles so lesen muss: „D: Innenamt gegen NPD-Verbot“, lautet heute eine Schlagzeile im Teletext des Österreichischen Rundfunks und die zugehörige Überschrift: „Deutsches Innenamt gegen NPD-Verbot“. Wer auch immer das verzapft hat — es geht hier mit hier nur um die Formulierung, die zur Rede stehende Sache ist ein anderes Thema —, hat kräftig danebengelangt und seine Unbildung herausgestellt. Wenn es, wovon man immer ma wieder hört, ein deutsches Außenamt gibt, muss es ja auch ein Innenamt geben, scheint sich jemand gedacht zu haben. Wenn „Denken“ für das, was in der Teletext-Redaktion so passiert, nicht schon ein viel zu hochgegriffener Ausdruck ist.&lt;br /&gt;Lernen Ösis denn gar nichts in der Schule? In der Verfassung erst des Norddeutschen Bundes, dann des Zweiten Deutschen Kaiserreiches war der Kanzler, später Reichskanzler, der einzige Minister. Erst nach und nach wurden ihm, gleichsam als Gehilfen, sogenannte Staatssekretäre beigesellt. Die diesen unterstellten Behörden hießen Reichsämter. Eines davon, zuweilen vom Regierungschef selbst geführt, war das Auswärtige Amt. Dieses deutsche Außenministerium behielt seinen amtlichen Namen auch in der Weimarer Republik und im Dritten Reich bei, als andere Ressorts längst als Reichsministerien bezeichnet wurden. Und auch, als 1949 die Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde, griff man die alte Bezeichnung für das entsprechende Bundesministerium wieder auf. Die gängige Kurzbezeichnung für Auswärtiges Amt ist Außenamt. Ein Innenamt aber gibt es nicht. Die betreffende Behörde heißt Bundesministerium des Innern, kurz Bundesinnenministerium, und steht in der Nachfolge des Reichsministerium des Innern, das wiederum dem Reichsamt des Innern nachgefolgt war, das seinerseits aus dem Reichsakanzleramt hervorging. Auch in Österreich gibt es übrigens ein Innenministerium, dessen amtlich Bezeichnung derzeit Bundesministerium für Inneres lautet.&lt;br /&gt;Von „Innenamt“ kann also gar keine Rede sein. Ein bisschen aber muss man die Ösis (nicht deren Unbildung!) in Schutz nehmen. Denn der verfehlte Ausdruck kommt, wie sich beim Googeln herausstellt, sogar in der „Zeit“ vor …&lt;br /&gt;So, und damit jetzt alle mal ein bisschen was lernen, hier ein Hinweis: Die Republik Österreich besitzt längst kein Bundesministerium für Äußeres (1920) oder Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten (1959) mehr. Die entsprechende Behörde heißt heutzutage Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten. In den allgemeinen Sprachgebrauch ist das nicht eingegangen. Nach wie vor ist vom Außenministerium die Rede. Aber bitte nie vom „Außenamt“!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-2496147321530896710?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/2496147321530896710/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/kleine-amterkunde.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2496147321530896710'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2496147321530896710'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/kleine-amterkunde.html' title='Kleine Ämterkunde'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-4801566878088672681</id><published>2011-06-19T17:02:00.000+02:00</published><updated>2011-06-19T17:02:06.869+02:00</updated><title type='text'>Macht euer Buch-Sein unsichtbar!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ist das noch komisch oder schon lächerlich? Christian Högl, der Obmann der Homosexuellen Initiative Wien, hat der interessierten Öffentlichkeit bereitwillig Einblicke in die ästhetische Gestaltung seines Wohnzimmers gewährt („Der Standard“, 18./19. Juni 20011) Man erfährt dabei etwas über die Farben der Wände, über das Sofa, das Högl hat, und das Sofa, das Högl gerne hätte, über Gemütlichkeit, über ein „schwules Klischee“ (gemeint ist wohl ein Klischee über Schwule — das angeblich darin besteht, dass sie viele bunte Bilder und Posters an der Wand haben; man lernt nie aus) und über das Fehlen eines Einrichtungskonzeptes. Über den letztgenannten Umstand gibt sich Högl recht erstaunt: „Eigentlich ist das eine Schande, denn ich bin hauptberuflich Grafiker, ich setze mich tagtäglich mit Gestaltung auseinander und habe ein ästhetisch geschultes Auge im Print- und Webbereich.“ Na dann.&lt;br /&gt;In all dem Geschwätz fällt mir, der ich ein intellektuell geschultes Auge nicht nur im Bereich der Druckschriften und Netzveröffentlichungen habe, ein Satz besonders auf. Högl erwähnt unter seinen Wünschen für ein wohnzimmermäßiges Design-Relaunch auch: „Und meine Bücher würde ich gerne in einem Kasten* verschließen. Erstens sind mir die vielen bunten Buchrücken zu unruhig, zweitens ist das Ausstellen der Bücher in einem offenen Regal heute eh nicht mehr en vogue. Der Trend geht hin zu Einfachheit und Schlichtheit.“ (*Für deutsche Leser: „Kasten“ meint „Schrank“.)&lt;br /&gt;Nun, am Schlichtheit, zumindest des Gemüts, scheint es Christian Högl nicht zu mangeln. Dass manche Leute Bücher deshalb herumstehen haben, weil sie diese Dinger zu lesen pflegen, und nicht, weil es sich um Dekorationselemente handelt, scheint ihm nicht in den Sinn zu kommen. Bei mir zum Beispiel, um auch mal was Privates öffentlich zu machen, stehen, lehnen und liegen die Bücher nicht nur ganz offen im Regal herum, sondern stapeln sich auch auf Tischen und Fußböden. Sieht fürs wohnzeitschriftengeschulte Auge vielleicht nicht gut aus, ist aber so und geht auch gar nicht anders, weil ich einfach zu viele Bücher habe und dauernd noch welche dazu kommen.&lt;br /&gt;Zurück zu Högl. Der will also um der Einrichtungsmode willen die Bücher im Schrank verstecken. Zu komisch! War nicht mal „Get out of the closet!“ ein wichtiger Slogan der Schwulenbewegung? Dieses „Raus aus dem Schrank“ war Teil des Konzeptes „Macht euer Schwulsein öffentlich!“ Dem scheint Högl ja auch immer noch anzuhängen (sofern es nicht um Bücher geht): „Natürlich habe ich auf meiner Eingangstür einen kleinen Regenbogenaufkleber. Das gehört zu meiner Identität. Aber ich habe den Eindruck, dass man in Wien früher viel mehr Regenbogenfahnen aus den Fenstern und von Balkonen hängen gesehen hat als heute. Auch ich habe damals eine Fahne auf dem Balkon gehabt. Das war immer eine Art Zeichen zu sagen: ‘Seht her, ich bin schwul! Seht her, ich bin lesbisch!’ Irgendwie finde ich schade, dass das zurückgegangen ist. Doch es zeigt auch, dass das Thema in der Gesellschaft selbstverständlicher geworden ist.“&lt;br /&gt;Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass: Integriert euch, aber markiert euch. Was will Högl denn nun? Selbstverständlichkeit oder Auffälligkeit? Beides gleichzeitig geht wohl nur im amerikanischen System der quasi-ethnischen Identitäten, die alle irgendwie gleichberechtigt sind (wobei dieses Irgendwie weder soziale Hegemonie noch praktischen Rassismus ausschließt …), aber eben auch notwendig, um dem Individuum über seine Zugehörigkeit zu einer anerkannten Gruppe oder Untergruppe seine Rechte und Pflichten zuzuweisen.&lt;br /&gt;Huch, das war jetzt wohl zu intellektuell! Rasch zurück in den Schrank damit! — Ich freunde mich gerade mit der Vorstellung an, dass Högels bücherversteckender Bücherschrank geradezu &lt;i&gt;die&lt;/i&gt; Metapher für das ist, was nach der Schwulenbewegung und ihren uneingelösten Emanzipationsansprüchen im beginnenden 21. Jahrhundert bei Homo-Vereinsmeiern noch an „Politik“ und Lebensstil übrig geblieben ist: Mode und Schein und eine gewisse Abneigung gegen alles, was Gedanken macht.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-4801566878088672681?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/4801566878088672681/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/macht-euer-buch-sein-unsichtbar.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4801566878088672681'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4801566878088672681'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/macht-euer-buch-sein-unsichtbar.html' title='Macht euer Buch-Sein unsichtbar!'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-611379789026532598</id><published>2011-06-18T15:11:00.001+02:00</published><updated>2011-06-18T15:13:12.107+02:00</updated><title type='text'>Wer nicht spurt, fliegt raus</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Einer flog aus dem Kuckucksnest: Wie Agenturen melden und verschiedene Medien berichten, wurde am letzten Mittwoch in San Francisco ein 20-jähriger Passagier wegen seiner tief hängender Hosen, die den Blick auf die Unterwäsche freigegeben hätten, von Bord eines Flugzeuges verwiesen. Weil der die Anweisungen der Crew nicht gleich befolgt habe, sei er anschließend von der vom Piloten herbeigerufenen Polizei festgenommen worden. „Die Unterwäsche bedeckte seine Geschlechtsteile, aber seine Hosen hingen tiefer als die Unterhose, dadurch konnten die Reisenden alles sehen, soll ein Polizist einem Fernsehsender erklärt haben. Demselben Sender gegenüber rechtfertigte sich der Übeltäter, ein Football-Spieler der University of New Mexico: Er habe zwei große Taschen getragen und daher nicht sofort reagieren können, an seinem Platz habe er dann aber die Hosen hochgezogen. Flugbegleiter hätten das Recht, die Kleidung von Passagieren kritisch zu betrachten, soll eine Sprecherin der Fluggesellschaft einer Zeitung gesagt haben. Sie könnten dann entscheiden, ob „die Sicherheit und das Wohlbefinden“ der übrigen Passagiere gewährleistet seien. Der Fluggast sei nicht wegen seiner Kleidung von Bord gewiesen worden, sondern weil er die Anweisungen der Crew nicht befolgt habe, hob die Firmensprecherin hervor. Der Festgenommene wurde einen Tag (!) nach seiner Verhaftung gegen Hinterlegung einer Kaution von 10.000 Dollar (!) vorübergehend freigelassen, aber die Staatsanwaltschaft prüft nun, heißt es, ob sie Anklage gegen den Mann erhebt.&lt;br /&gt;Das alles kann man unkommentiert so stehen lassen. Der Wahnsinn ist so offensichtlich, dass ihn selbst die hartnäckigsten Verteidiger des moralischen Imperialismus nur um den Preis, ihm selbst zu verfallen, leugnen können.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-611379789026532598?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/611379789026532598/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/wer-nicht-spurt-fliegt-raus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/611379789026532598'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/611379789026532598'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/wer-nicht-spurt-fliegt-raus.html' title='Wer nicht spurt, fliegt raus'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1926488239958733476</id><published>2011-06-07T22:55:00.000+02:00</published><updated>2011-06-07T22:55:41.351+02:00</updated><title type='text'>Die Bahn-Banane</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Darf das wahr sein? Im vorigen Sommer fielen bekanntlich in mehreren ICE-Zügen der Deutschen Bahn die Klimaanlagen aus. Fenster ließen sich „natürlich“ nicht öffnen. Zahlreiche Passagiere wurden so mit enormer Hitze belästigt und zum Teil sogar gesundheitlich geschädigt. Nun heißt es von Seiten der Bahn, das Problem werde bei den Zügen der zweiten Baureihe bis 2013 behiben sein. Wie bitte? Drei Jahre für 44 Züge? Deutschland sieht sich gern als Land der Hochtechnologie, des Leistungswillens und der perfekten Organisation. Darum spottet man gern über die&amp;nbsp; echte oder vermeintliche Schlamperei und Unfähigkeit in anderen Ländern. Wenn es aber nicht einmal dem größten (und in Staatsbesitz befindlichen) deutschen Verkehrsunternemen gelingt, eine technische Schwierigkeit bescheidenen Ausmaßes und erheblicher Folgen rasch zu beheben, ist Deutschland vielleicht in Wahrheit doch die „Bananenrepublik“, die zu sein es insgeheim immer befürchtet hat.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1926488239958733476?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1926488239958733476/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/die-bahn-banane.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1926488239958733476'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1926488239958733476'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/die-bahn-banane.html' title='Die Bahn-Banane'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1595615268811009913</id><published>2011-06-07T12:00:00.005+02:00</published><updated>2011-06-08T13:44:38.127+02:00</updated><title type='text'>In memoriam Jorge Semprúns</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia, &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;, serif;"&gt;… habe ich auf&amp;nbsp;meinem &lt;a href="http://www.broniowski.at/"&gt;Netzort&lt;/a&gt;&amp;nbsp;einen alten Text von mir eingestellt: &lt;a href="http://www.broniowski.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=63:miteinerblumeimarsch&amp;amp;catid=38:literatur&amp;amp;Itemid=60"&gt;Mit einer Blume im Arsch&lt;/a&gt; über Semprúns Buch „Der Tote mit meinem Namen“.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1595615268811009913?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1595615268811009913/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/in-memoriam-jorge-semprun.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1595615268811009913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1595615268811009913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/in-memoriam-jorge-semprun.html' title='In memoriam Jorge Semprúns'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-5974669722253419835</id><published>2011-06-04T18:34:00.000+02:00</published><updated>2011-06-06T18:35:17.553+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei Ai Weiwei)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Lasst uns den 4. Juni vergessen, diesen Tag, der keine besondere  Bedeutung hat. Das Leben hat uns gelehrt: In einem totalitären Regime  sind alle Tage gleich, alle totalitären Tage sind ein einziger Tag, es  gibt keinen Tag Zwei, kein Gestern und kein Morgen. &lt;br /&gt;Weil das so  ist, brauchen wir nur das Kontinuum und keine speziellen Abschnitte der  Wirklichkeit, keine Phasen der Gerechtigkeit oder Gleichheit.&lt;br /&gt;Menschen  ohne Redefreiheit, ohne Pressefreiheit und ohne Wahlrecht sind keine  Menschen und brauchen kein Gedächtnis. Wenn wir aber kein Recht auf ein  Gedächtnis haben, wählen wir das Vergessen.&lt;br /&gt;Lasst uns jede  Verfolgung, jede Demütigung, jedes Massaker, jede Vertuschung, jede  Lüge, jedes Versagen und jeden Toten vergessen, alles, was in der  Erinnerung schmerzen könnte, und lasst uns immer auch gleich vergessen,  dass wir etwas vergessen. Alles geht mit rechten Dingen zu, so dass sie  uns auslachen, als seien sie unbescholtene, anständige Herren.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Vergessen  wir die Soldaten, die auf Zivilisten geschossen haben, die Panzer, die  mit ihren Ketten die Körper der Studenten zermalmt haben, die Kugeln,  die durch die Straßen geflogen sind, und das Blutvergießen, die Stadt  und den Platz, wo keine Tränen vergossen wurden. Vergessen wir die  endlosen Lügen und die Machthaber, die auf unserem Vergessen bestehen,  vergessen wir ihre Schwäche, ihre Tücke und ihre Unfähigkeit. Ihr werdet  sie bestimmt vergessen, man muss sie vergessen, sie können nur  existieren, wenn man sie vergisst. Um überleben zu können, lasst uns  vergessen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: right;"&gt;&lt;i&gt;Der Galiani Verlag, der die Blogtexte Ai Weiweis  herausbringen wird,&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: right;"&gt;&lt;i&gt;stellt diesen Text zum 20.  Jahrestag des Massakers am Platz des Himmlischen Friedens&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: right;"&gt;&lt;i&gt;allen Medien zur Verfügung, "um Ai Weiwei die geraubte  Stimme zurückzugeben"&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-5974669722253419835?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/5974669722253419835/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/aufgeschnappt-bei-ai-weiwei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5974669722253419835'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5974669722253419835'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/06/aufgeschnappt-bei-ai-weiwei.html' title='Aufgeschnappt (bei Ai Weiwei)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-3148610510342585989</id><published>2011-05-29T21:31:00.001+02:00</published><updated>2011-07-22T04:09:20.571+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='ösiland'/><title type='text'>Die Eierfrüchter der Ösis</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Bevor morgen früh Vertreter der österreichischen Lebensmittelaufsichtsbehörde in diversen Gemüseläden auftauchen, um im Auftrag der Generaldirektion für öffentliche Gesundheit einige Beschlagnahmungen vorzunehmen, und dann im Laufe des Tages in diversen Medien eine Aufzählung der betroffenen Gemüsesorten vorgenommen werden wird, hier noch rasch ein kleiner Hinweis an meine Landsleute: Nennt Gurken bitte Gurken oder Murken und Tomaten Tomaten oder, wenn’s denn sein muss, Paradeiser — aber redet bitte um Himmels willen nicht von „melanzani“!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das &lt;i&gt;solanum melonagena,&lt;/i&gt; auf Deutsch &lt;i&gt;die Eierfrucht&lt;/i&gt;, im Französischen &lt;i&gt;l’aubergine&lt;/i&gt; und im Englischen &lt;i&gt;the egg-plant&lt;/i&gt;, heißt auf Italienisch &lt;i&gt;la melanzana&lt;/i&gt;. Die Mehrzahl davon sind &lt;i&gt;le melanzane&lt;/i&gt;. Von einer Mehrzahl kann man aber schlechterdings keine Mehrzahl mehr bilden, weshalb die bei Ösis so beliebte Form „melanzani“ also völliger Blödsinn ist. Italienischen Ohren wird das wohl so seltsam klingen wie „Eierfrüchter“. Muss ja nicht sein. Ein bisschen Sprachpflege schadet niemandem. Am wenigsten meinen Landsleuten. Also schön brav „die Melanzana“ und „die Melanzane“ sagen. Oder „O-ber-schie-ne“ (keinesfalls, wie oft zu hören, „Auberschiene“!). Oder halt zur Not „Eierfrucht“. Danke.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-3148610510342585989?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/3148610510342585989/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/die-eierfruchter-der-osis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3148610510342585989'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3148610510342585989'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/die-eierfruchter-der-osis.html' title='Die Eierfrüchter der Ösis'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-3556949534566853340</id><published>2011-05-29T20:54:00.000+02:00</published><updated>2011-05-29T20:54:26.979+02:00</updated><title type='text'>Lasst ihre Vorhaut dran!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Huch, was ist denn da los? George H. Niederauer, römisch-katholischer Erzbischof von San Francisco, äußert sich in einem Offenen Brief („The San Francisco Chronicle“, 23. Mai 2011) besorgt über eine Wählerinitiative, die ein Verbot der Beschneidung von männlichen Kindern verlangt. „Zwar ist dies eine Sache, die die Christen nicht unmittelbar betrifft. Doch als kirchlicher Verantwortungsträger kann ich die Vorstellung nur mit Sorge beobachten. Diese fehlgeleitete Initiative würde es Juden und Muslimen, welche ihre Religion praktizieren, verunmöglichen, in San Francisco zu leben“, so der Kirchenfürst.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Da verwechselt wohl jemand etwas. Wenn hier jemand fehlgeleitet ist, dann gewiss nicht die Wählerinitiative. Den sanfranziskanischen Aktivisten geht es, wie auch ähnlichen Initiative anderswo im Land, nicht um Religion. Es geht darum, dass es in den USA seit Jahrzehnten üblich ist, dass Eltern, und zwar völlig unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit, mit behördlicher Duldung einen völlig überflüssigen Eingriff an ihrem männlichen Nachwuchs vornehmen lassen, die „circumcision“ (Beschneidung). Man schätzt, dass mindestens 80 Prozent aller in den USA lebenden Männer beschnitten sind. Die Gegner der willkürlichen Vorhautentfernung, meist selbst Beschnittene, wollen nun seit einiger Zeit diese massenhaft praktizierte Körperverletzung von Wehrlosen nicht weiter hinnehmen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Sie haben völlig Recht. Körperliche Unversehrtheit ist ein Menschenrecht. Die für die Beschneidung (auf die, wie man gelegentlich hört, vor allem Mütter drängen — ein unbewusster Kastrationswunsch?) vorgebrachten „medizinischen“ Gründe sind unsinnig. Beschnitten zu sein ist nicht hygienischer als unbeschnitten zu sein.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wer sich beschneiden lassen möchte, möge das tun dürfen. Es geht aber nicht an, Knaben irreversiblen Verstümmelungen auszusetzen, bloß weil die Eltern meinen, über die Körper ihrer Kinder verfügen zu dürfen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass Kinder in den religiösen Vorstellungen ihrer „Erziehungsberechtigten“ erzogen werden, ist ebenso unvermeidlich wie auch für sich genommen nichts Schlechtes. Diese Erziehung sollte in Vorbild und Lehre bestehen, körperliche Misshandlung darf nicht dazugehören. In einer freien Gesellschaft kann dann jeder als Erwachsener mehr oder minder frei entscheiden, ob er weiterhin der Religion seiner Eltern anhängen möchten oder nicht. Will er aber kein Jude oder Moslem mehr sein, gibt ihm das seine Vorhaut nicht zurück.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Es ist schon sehr merkwürdig, dass auch Nichtjuden und Nichtmoslems in den USA so fanatische Zirkumzisionisten sind. Das künstliche Verkrüppeln von Füßen oder bizarre Halsverlängerungen würden schließlich auch nicht geduldet. Erst recht nicht Genitalverstümmelungen an Mädchen. Bei der Beschneidung jedoch verhält man sich irrationalerweise anders. Schließlich geht es ja auch „nur“ um Jungs. Mit denen kann man anscheinend machen, was man will …&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wäre mit einem Beschneidungsverbot die Religionsfreiheit in Gefahr? Keineswegs. Der religiöse Hintergrund von Beschneidung ist derselbe wie der diverser Speisegesetze. Es geht um Absonderung. Nun gut, wenn jemand sich aus religiösen Gründen von anderen, die als „Ungläubige“ und „Unreine“ betrachtet, absondern möchte, möge er das tun. Aber die Jungs bleiben gefälligst hier. Und ihre Vorhaut dran!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-3556949534566853340?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/3556949534566853340/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/lasst-ihre-vorhaut-dran.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3556949534566853340'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3556949534566853340'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/lasst-ihre-vorhaut-dran.html' title='Lasst ihre Vorhaut dran!'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1592466948421078719</id><published>2011-05-28T14:05:00.005+02:00</published><updated>2011-10-02T19:49:04.238+02:00</updated><title type='text'>Herrenmenschen, Gurkentruppe</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Spanier sind schuld. Diese noch durch nichts bewiesene, im Gegenteil wohl sogar eher unwahrscheinliche Annahme kommt vielen entgegen: den deutschen Gemüsebauern, den deutschen Gemüsehändlern, den deutschen Gesundheitspolitikern und den deutschen Verbrauchern. In Deutschland glaubt man ja immer gern, dass andere schuld sind, am liebsten Ausländer. Deutsche hingegen machen ihrer Selbstwahrnehmung nach eigentlich immer alles richtig, außer selbstverständlich, sie machen etwas, das „typisch deutsch“ ist, das ist dann auch falsch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Zwei Medienmeldungen trafen zuletzt auf einander. Erstens: Der Krankheitserreger E&lt;i&gt;ntero-Hämorraghisches Escherichium coli&lt;/i&gt; (EHEC), das für zahlreiche Erkrankungen vor allem im norddeutschen Raum und bereits mehrere Todesfälle verantwortlich gemacht wird, wurde auf aus Spanien importierten Salatgurken nachgewiesen. Zweitens: Ein spanischer Erzeuger und Exporteur von Gurken verweist auf eine ihm vorliegende E-Mail eines Großhändlers in Hamburg, wonach eine Palette mit 180 vollen Gurkenkisten vom Laster gekippt und zu Boden gefallen sei. (Wobei das Gemüse danach, so muss man sich hinzudenken, trotzdem ganz zwanglos weiterverkauft wurde.&lt;/span&gt;)&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Diese doch recht plausible Darstellung aus Spanien lassen deutsche Medien selbstverständlich nicht gelten. Sie fahren sofort allerhand „Experten“ auf, die die spanische „These“ zurückweisen und für „sehr, sehr unwahrscheinlich“ erklären. Das kann ja auch gar nicht sein, dass nicht diese schmutzigen Ausländer schuld sind, sondern die Deutschen selbst. Dabei könnte einem doch schon der gesunde Menschenverstand sagen, dass es doch auch anderswo, nicht zuletzt in Spanien selbst, zu Erkrankungen hätte kommen müssen, wenn spanische Gurken, die doch nach ganz Europa exportiert werden, die alleinige Gefahrenquelle wären.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die deutsche Unart, in überheblichster Manier bei anderen nach Fehlverhalten zu suchen, statt vor der eigenen Haustür zu kehren, passt so sehr zu den Klischees vom deutschen Nationalcharakter, dass man einmal mehr versucht ist, anzunehmen, es handle sich gar nicht um Klischees, sondern um unschöne Wahrheiten …&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Jedenfalls ist das Gerede von spanischen Gurken so oder so ein Ablenkungsmanöver. Denn selbst wenn sich irgendwann herausstellen sollte, dass die Escherichia-coli-Bakterien ausschließlich in Spanien auf die Gurken oder auch auf anderes Gemüse gelangt sind, so ist doch etwas anderes, das die Erkrankungen und Todesfälle herbeigeführt hat.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ach, wie peinlich ist es doch, dass in einem angeblich zivilisierten Land Gesundheitsbehörden und wissenschaftliche Institute die Bevölkerung erst dazu aufrufen müssen, Gemüse vor dem Verzehr und auch sich selbst die Hände zu waschen! Und das ausgerechnet in Deutschland, einem Land, das sich selbst so viel auf seine Sauberkeit und Ordnung zugute hält … (Nicht ganz zu Recht übrigens, wie jeder unvoreingenommene Besucher bemerken kann.&lt;/span&gt;)&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Es gilt also: Hätten alle Leute die allereinfachsten Grundregeln der Hygiene beachtet, gäbe es, bakterielle Verunreinigung hin oder her, keine Erkrankungen und keines Todesfälle. Das ist nun aber der eigentliche Skandal, dass niemand darüber spricht, dass die Ursache nicht Bakterien, sondern der Umgang mit diesen ist. Dabei wäre das auch der Ansatzpunkt für eine Bekämpfung der derzeitigen EHEC-Hysterie, die den Medienmachern selbstredend gefällt, aber bei Erzeugern und Händlern von Gemüse, wie es heißt, zum Umsatzeinbußen führt: Man muss nur immer wieder darauf hinweisen, dass keine Gefahr besteht, wenn man sein Gemüse vor Zubereitung oder Verzehr gründlich wäscht und es auch an der eigenen Körperpflege nicht fehlen lässt.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;* * *&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; &lt;b&gt;Zusatz (28. Mai 2011)&lt;/b&gt; So macht man das. „Spiegel online“ knallt erst die Schlagzeile „Seuchengefahr: Spanien schließt zwei Großbetriebe“ hin — und gesteht im Text des Beitrages dann beiläufig ein, dass die spanischen Behörden in den Betrieben lediglich ein paar Proben entnommen haben. Von Schließung keine Rede. Es lebe die journalistische Redlichkeit!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;* * *&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;b&gt;Zusatz (29. Mai 2011)&lt;/b&gt; Wenn es in Deutschland regnet, werden in Österreich die Regenschirme aufgespannt. Das Bundesministerium für Gesundheit hat jetzt die Bevölkerung aufgefordert, die allfällig bei 33 österreichischen Bio-Gemüse-Händlern, die ihre Ware bei&amp;nbsp; zwei deutschen Großhändlern bezogenen haben, eingekauften Gurken, Tomaten und Auberginen auf keinen Fall zu verzehren, sondern zu vernichten. An diesem hysterischen Akt ist mehreres interessant. Erstens handelt es sich bei den drei bisher bekannten Fällen von auf Grund einer EHEC-Infektion Erkrankten in Österreich um drei Deutsche. Dass es in Österreich selbst zu Infektionen gekommen sei, hat noch niemand behauptet. Zweitens sind die EHEC bisher meines Wissens nur auf spanischen Gurken nachgewiesen worden, nicht auf anderem Gemüse. Drittens ist ein Pauschalverdacht gegen spanisches Gemüse und deutsche Großhändler unsinnig. Ginge von diesen generell Gefahr aus, wäre Europa schon tot.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;* * *&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;b&gt;Zusatz (30. Mai 2011)&lt;/b&gt; Neun der zehn derzeit bekannten Todesfälle auf Grund von EHEC-Infektionen und in der Folge Hämolytisch-urämischem Syndrom (HUS) sind Frauen. Was schließen wird daraus? Frauen essen deutlich öfter Rohkost als Männer. Und waschen sich seltener die Hände. Männern kommt es also wohl zu gute, dass sie weniger vom Gesundheits- und Schlankheitswahn befallen sind. Und dass für gewöhnlich sie die Drecksarbeit machen müssen, weshalb sie sich auch öfter die Hände waschen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;* * *&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;b&gt;Zusatz (31. Mai 2011)&lt;/b&gt; Ein Satz mit X: Das wahr wohl nix. Die bösen EHEC-Tierlein auf den berüchtigten vier spanischen Gurken sind defintiv nicht die Verursacher der ihnen bis heute in deutschen Medien gerne angelasteten Infektionen, Erkrankungen und Todesfälle, das gilt nun als wissenschaftlich erwiesen. Und, entschuldigt sich jetzt jemand bei den Spaniern? Fehlanzeige. Im Gegenteil, Bundesministerin Aigner glaubt wie immer, alles richtig gemacht zu haben, und Hamburgs Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks hat sogar die Chuzpe, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;verlauten zu lassen: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Also als spanische Agrarministerin würde ich schon jetzt der Frage nachgehen, wie kommen Ehec-Erreger auf spanische Gurken.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;“ Erstens, liebe Dame, mögen die Spanier manche Macken haben, aber so dämlich, so etwas Sie zur Gesundheitsministerin zu machen, sind sie ganz sicher nicht. Zweitens sollten die hanseatische Herrenmenschin und ihre Gesinnungsgenossinnen beiderlei Geschlechts mal ihre Überlegenheitsgefühl ablegen und sich klar machen, dass Norddeutschland ein Seuchenherd ist, der mittlerweile ganz Europa bedroht. Die Seuche kam nicht nach Deutschland, sie geht von Deutschland aus! An den spanischen EHEC ist keiner gestorben. Deutschland hingegen exportiert derzeit Todesfälle.* Und keiner macht was. Schließt die Grenzen! Wascht euch! Esst nur saubere Lebensmittel!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;(*Auch wenn Wortspiele angesichts der bisher 15 Toten geschmacklos scheinen mögen, hier eine Celan-Paraphrase: Der Tod ist ein Exportweltmeister aus Deutschland.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;* * *&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; &lt;b&gt;Zusatz (Oktober 2011) &lt;/b&gt;Zweimal in der Woche kontrolliert (wie ich dem ARD-Text entnehme) mein Lieblingsfernsehkoch Vincent Klink die Hände seiner Angestellten in seinem Restaurant „Wielandshöhe“ in Stuttgart. Die Hände müssten sauber sein und die Fingernägel geschnitten, aus Gründen der Hygiene. „Das ist einfach logisch. Mein Vater war Tierarzt und gelernter Bakteriologe und hat mir das beigebracht. Dieses ganze EHEC hätte es nie gegeben, wenn alle die Fingernägel geschnitten hätten!“&lt;br /&gt;Das macht Sinn, finde ich. Und es bestätigt eigentlich den Verdacht, dass die EHEC-Krise — wie ich mir bereits oben am 30. Mai anzudeuten erlaubt habe — in erster Linie Frauensache war. Nicht nur, weil Frauen mit ihrem Hang zum Dauernden Eincremen der Hände den Kleinstlebewesen ideale Lebensumstände bereiten, sondern auch, weil es eher Frauen als Männer sind, die lange, womöglich noch „dekorierte“ Fingernägel tragen. Wer schön sein will, muss leiden, gewiss; und wenn sich Frauen in Folge ihres unsauberen Selbstbehübschungswahns die Seele aus dem Leib scheißen, ist das ihre Sache. Leider hat ihr Verhalten aber auch Wirkungen auf andere Menschen, und wie käme man als Restaurantgast dazu, am Salat zu krepieren, weil sich die Kaltmamsell nicht die Pfoten gewaschen oder Krankheitserreger mit ihren Kunststoffkrallen übertragen hat?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1592466948421078719?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1592466948421078719/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/herrenmenschen-gurkentruppe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1592466948421078719'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1592466948421078719'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/herrenmenschen-gurkentruppe.html' title='Herrenmenschen, Gurkentruppe'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-4151987753124925658</id><published>2011-05-28T14:00:00.006+02:00</published><updated>2011-10-17T02:39:44.705+02:00</updated><title type='text'>Sie möchten gerne Nutten sein</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das ästhetische Ideal der Mädchen und Frauen der westlichen Welt ist nun einmal die Straßenhure. Einmal mehr haben sich darum Tausende zu einem &lt;i&gt;slutwalk&lt;/i&gt; zusammengetan, diesmal in Melbourne. Ein ähnlichen Aufmarsch gab es bereits in Toronto. Es werde damit gegen die sexuelle Belästigung aufreizend bekleideter (oder eben nicht bekleideter) Frauen demonstriert, heißt es. Nun ja. Wie man gegen sexuelle Belästigung mit ästhetischer Belästigung ankommen will, bleibt rätselhaft …&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Jedenfalls haben vielen Frauen und Mädchen offensichtlich die westlichen Werte verinnerlicht und wenden sie auf ihr Äußeres an: Mach dich zur Ware und dann mach Reklame für dich. Aber bekanntlich gibt es Waren sehr selten umsonst. Nur weil man wie ein Flittchen aussieht, treibt man’s noch nicht mit jedem. Das Ideal der Hure ist es, unter den Freiern wählen zu können. (Die Bezahlung hat nicht immer bloß mit Geld zu tun.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das nicht-westliche, „orientalische“ Frauenbekleidungsprinzip funktioniert bekanntlich spiegelbildlich. Wird im Westen mehr als nötig gezeigt, so im Osten weniger als möglich. In beiden Fällen geht es darum, den Frauenkörper als möglichst begehrenswert zu inszenieren: Aufreizung durch Reizentzug oder Aufreizung durch Reizsteigerung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Mich interessiert beides nicht. Ich zöge jedoch im Zweifelsfall Kleidungsstücke für Frauen wie die wunderbare Burka oder den herrlichen Tschador vor, weil sie mir Anblicke ersparen, die mich zwar reizen, aber nicht sexuell, sondern tendenziell zum Kotzen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Nutten mögen also Nutten sein, wenn sie das wollen. Solange ich sie nicht ansehen (oder hören oder riechen) muss, ist es mir egal. Mir tun nur die männlichen Heterosexuellen ein bisschen leid, die auf solch primitive Inszenierungen hereinfallen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-4151987753124925658?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/4151987753124925658/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/sie-mochten-gerne-nutten-sein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4151987753124925658'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4151987753124925658'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/sie-mochten-gerne-nutten-sein.html' title='Sie möchten gerne Nutten sein'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-8631893159118543612</id><published>2011-05-10T18:26:00.000+02:00</published><updated>2011-05-10T18:29:48.106+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einem Aufrechten)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;It’s increasingly clear that the operation was a planned assassination, multiply violating elementary norms of international law. There appears to have been no attempt to apprehend the unarmed victim, as presumably could have been done by 80 commandos facing virtually no opposition—except, they claim, from his wife, who lunged towards them. In societies that profess some respect for law, suspects are apprehended and brought to fair trial. I stress “suspects.” (...) We might ask ourselves how we would be reacting if Iraqi commandos landed at George W. Bush’s compound, assassinated him, and dumped his body in the Atlantic. Uncontroversially, his crimes vastly exceed bin Laden’s, and he is not a “suspect” but uncontroversially the “decider” who gave the orders to commit the “supreme international crime differing only from other war crimes in that it contains within itself the accumulated evil of the whole” (quoting the Nuremberg Tribunal) for which Nazi criminals were hanged: the hundreds of thousands of deaths, millions of refugees, destruction of much of the country, the bitter sectarian conflict that has now spread to the rest of the region.(...) [On the name:] Operation Geronimo. The imperial mentality is so profound, throughout western society, that no one can perceive that they are glorifying bin Laden by identifying him with courageous resistance against genocidal invaders. It’s like naming our murder weapons after victims of our crimes: Apache, Tomahawk… It’s as if the Luftwaffe were to call its fighter planes “Jew” and “Gypsy.” There is much more to say, but even the most obvious and elementary facts should provide us with a good deal to think about.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Noam Chomsky (&lt;a href="http://www.guernicamag.com/blog/2652/noam_chomsky_my_reaction_to_os/"&gt;Zeitgenosse&lt;/a&gt;)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-8631893159118543612?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/8631893159118543612/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/aufgeschnappt-bei-einem-aufrechten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8631893159118543612'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8631893159118543612'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/aufgeschnappt-bei-einem-aufrechten.html' title='Aufgeschnappt (bei einem Aufrechten)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-8109942288623506490</id><published>2011-05-08T12:28:00.003+02:00</published><updated>2012-01-18T11:30:09.036+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='kommentarkommentar'/><title type='text'>Di fronte al un commentario di un amico</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Lieber Josef, zunächst vielen Dank für Deinen &lt;a href="http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/di-fronte-alla-morte-di-un-uomo.html#comments"&gt;Kommentar&lt;/a&gt; zu meiner &lt;a href="http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/di-fronte-alla-morte-di-un-uomo.html"&gt;Glosse&lt;/a&gt; zum Ereignis von Abbottabad. Ich wünschte, mehr meiner Leser ließen sich hin und wieder zu Kommentierungen anregen, zumal zu solch argumentativ reich bestückten wie Deinen. Allerdings ist es nun leider so, dass ich Deine Argumente (soweit ich sie überhaupt verstehe, was zum Teil nicht sehr weit ist) für nicht stichhaltig halte. Die „logischen Paradoxien“, die Du bei mir entdecken zu können meinst, kommen, wenn überhaupt, aus meiner Sicht nur dadurch zu Stande, dass Du Prämissen einschmuggelst, die nicht meine sind, und Konklusionen ziehst, die ich ganz und gar nicht nachvollziehen kann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Eine Reihe von Nebenaspekten werde ich im Folgenden außer Acht lassen. Etwa das Thema „Terrorgefahr“ — von der ich nie behauptet habe, sie sei ausschließlich ein „Propagandamittel“, sondern an der ich ausdrücklich die Unterscheidung von „echter oder vermeintlicher“ vorgenommen habe. So ließe sich noch manch etwas forciert wirkende Fehldeutung zurechtrücken, aber das wäre ermüdend. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Beginnen möchte ich die Auseinandersetzung mit Deiner für mich zuweilen verwirrend unklaren Kritik bei der noch vergleichsweise einfachen These „Wenn die USA (oder Israel) Unrechtsstaaten sind, dann kann man sie auch nicht im Namen einer Ethik, die Rechtsstaatlichkeit fordert, dafür kritisieren, dass sie das nicht sind.“ Warum bitte sollte das nicht möglich sein? Das kann man nicht nur, das muss man sogar, wenn die Kritik sinnvolle Kriterien haben soll. Lassen wir für einen Moment einmal des Aspekt der Staatlichkeit beiseite und betrachten bloß die Frage der Kritik am Unrecht in Namen des Rechts. Wieso kann ich einen Lügner nicht im Namen der Ehrlichkeit kritisieren, wieso einen Dieb nicht in Namen der Achtung des Eigentums, wieso ein Mörder nicht in Namen des Rechtes auf Unverletztheit und Leben? Das erschließt sich mir nicht. Das Gegenteil ist doch offensichtlich wahr: Nur unter Berufung auf die Validität genau der Normen, die er missachtet, kann man jemandes Handeln kritisieren. Worauf sonst soll die Kritik Bezug nehmen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Du schreibst: „Wenn die USA ein Unrechtsstaat sind und die westlichen Werte, die für dich ohnehin nicht existieren und auch keinerlei ethische Substanz beinhalten, eben diese nicht repräsentieren, dann ist ihre Verletzung der rechtsstaatlichen Ethik keine, sondern Teil ihrer inneren Verfasstheit, von der du behauptest, sie ohnehin durchschaut zu haben. So why bother? Mir ist nicht nachvollziehbar, auf welchem realpolitischen Boden eine solche Debatte geführt werden könnte. Hier bekämpfen sich zwei Verbrecher (mit ungleichen Mitteln, aber das kann niemand von uns beeinflussen) und sie schießen ihre Differenzen aus. Muss uns das kümmern?“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Da kommt einiges zusammen, dass der Reihe nach beantwortet muss, auch wenn Deine Darstellung es verknüpft und verknotet. Zunächst: Ich weiß gar nicht, was „ethische Substanz“ bedeuten soll und auch nicht, was es heißen soll, dass „Werte existieren“ oder nicht existieren. Mir stellt es sich so dar: Es werden „Werte“ behauptet, die in der Praxis kaum eine oder gar keine Rolle spielen, zumindest nicht, wenn sie der „realpolitischen“ Durchsetzung des Machtwillens im Wege stehen. (Nach meinem Sprachgebrauch sind „Werte“ nicht „real“ oder irreal, sondern sie werden behauptet oder nicht behauptet und die aus ihnen abzuleitenden Normen werden eingehalten oder nicht. Etwas kann gleichzeitig ganz „real“ als „Wert“ behauptet werden, obwohl man sich in der „realen“ Praxis nicht darum schert. Was die „Substanz“ von „Werten“ sein soll, ist mir ein Rätsel.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Kann man das — die Missachtung behaupteter „Werte“ — nun im Ernst leugnen? Willst Du etwa wirklich behaupten, dass staatliche Handeln der USA (oder Israels) sei stets ohne jeden Fehl und Tadel und verletze nie die Prinzipen, auf die es sich beruft? So naiv sollte man sich nicht stellen, meine ich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn die „innere Verfasstheit“ der USA nicht in dem besteht, was ich Deiner Meinung nach durchschaut zu haben behaupte, worin denn eigentlich dann? Durschaust Du sie denn Deinerseits nicht oder siehst Du lediglich etwas anderes? Vielleicht hindern Dich ja Deine antilinken Scheuklappen an einem ungetrübten Blick. (Nur nebenbei: Ich habe nicht die geringste Ahnung, wer oder was der „gesamte linke Politcluster“ sein soll, glaube aber nicht, das ich damit etwas zu tun habe. Du verhedderst Dich da in Deinen Ressentiments — der übliche abschüssige Weg vom Pro-Kommunismus zum Pro-Imperialismus, den schon so viele vor Dir gegangen sind … Aber das ist ein anders Thema. Ich bin jedenfalls noch nie eine unter „vielen anderen linken Stimmen“ gewesen, sondern habe immer nur in meinem eigenen Namen gesprochen, darum möchte ich bitte auch nur für das kritisiert werden, was ich tatsächlich geäußert habe, und nicht für das, was andere damit vielleicht oder vielleicht auch nicht gemeint hätten, wenn sie es so oder anders geäußert hätten.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Worauf Deine Frage nach dem „realpolitischen Boden“ eigentlich zielt, ist mir völlig unklar. Soll das ein zynisches Abfinden mit den Verhältnissen ermöglichen? Und wieso überhaupt „Debatte“? Ich debattiere nicht, ich stelle fest. Man wird Mord ja wohl auch dann Mord nennen dürfen und Lüge Lüge, wenn das die Mörder und Lügner nicht beeindruckt. Ich bin nicht die Polizei und kein Tribunal. Ich äußere nur meine begründete Meinung. Und freie Meinungsäußerung soll ja, so hörte ich immer wieder, in demokratischen Systemen dazu beitragen können, Politik zu beeinflussen … (Man muss nicht glauben, in einer perfekten Demokratie zu leben, um Aspekte demokratischer Systeme gutheißen zu können.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Du schreibst: „Rechtsstaatlichkeit, in der jemand anklagt und jemand verurteilt wird, muss auf einem Konsens basieren.“ Verstehe ich nicht. Wessen Konsens? Des Anklängers und Richters mit dem Angeklagten und Verurteilten? Macht das Sinn? Anklagen und verurteilen kann man immer, rechtsstaatlich ist es dann, wenn es auf Grund von geltendem Recht geschieht. Welches Recht gilt und gelten kann (inwiefern nämlich etwa Gesetze unwirksam, weil Grundrechte verletzend, sein können), ist unter Umständen strittig. Meinst Du das? Dann wäre unstrittige Gültigkeit der „Konsens“? Aber wer konsentiert denn da mit wem? Muss etwa der Angeklagte der Rechtsordnung zustimmen, nach der ihm der Prozess gemacht wird, damit dieser rechtsstaatlichen Prinzipien folgt? Das wäre mir neu. Ich habe noch nie gehört, dass das jemand fordert. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Um es ganz klar zu sagen: Rechtsstaatlichkeit besteht doch wohl vor allem darin, dass ein Staat sich in der Praxis an die Grundsätze hält, deren Gültigkeit er in seiner „Theorie“ (also seinem offiziellen Selbstverständnis) anerkennt. Die USA haben das meiner Meinung nach im Falle Bin Ladens nicht getan. Zwischen den Grundsätzen der Verfassung der Vereinigten Staaten einerseits und Obamas Mordbefehl andererseits besteht ein Widerspruch. Zu dieser Beurteilung kann ich übrigens kommen, ganz egal, welche Meinung Bin Laden zur Rechtsordnung der USA oder zu „westlichen Werten“ hatte. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Die USA halten Bin Laden und seine Terroristenkumpane nicht für Subjekte auf rechtsstaatlichem (oder völkerrechtlichem) Terrain, sondern gehen davon aus, dass es hier gar kein Recht gibt. Du sagst genau dasselbe: die USA haben keinen Begriff von Rechtsstaatlichkeit, also warum sollen sie sich an etwas halten, was sie ohnehin durch bloße Existenz suspendiert haben.“ Den ersten Satz verstehe ich noch halbwegs, danach nichts mehr. Was soll das heißen, dass es (für wen?) im Verhältnis zum Terrorismus bzw. Terroristen „kein Recht“ gibt? (Nie im Leben habe ich „dasselbe“ behauptet.) Ist hier denn etwa nicht von Straftaten und Straftätern die Rede? Hat also Bin Laden oder wer auch immer hinter all dem (echten oder vermeintlichen) „Terrorismus“ steckt, gar nichts verbrochen? Warum wollte man ihn dann eigentlich, wie behauptet wurde, verhaften?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Was genau meint die Formulierung „Subjekte auf (…) Terrain“? Wenn das heißen soll, dass die USA versucht haben, „ungesetzliche Kombattanten“ aus den durch Grundrechten vor staatlicher Willkür Geschützten herauszudefinieren, so trifft es leider zu. Eine menschenverachtende Vorgangsweise, die Du doch nicht etwa billigst? Das Motto eines Rechtsstaates kann ja wohl nicht sein: „Wir halten uns an die Gesetze, außer wenn wir uns nicht daran halten.“ Oder: „Menschenrechte gelten für jeden außer für unsere Feinde.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Du stellst im Übrigen, lieber Josef, meine Argumentation auch an diesem Punkt völlig falsch dar. Ich habe nie behauptet, die USA hätten „keinen Begriff von Rechtsstaatlichkeit“ und hätten „durch bloße Existenz“ irgendetwas „suspendiert“. (Was immer das heißt.) Ich meine vielmehr dies: Es werden Ansprüche erhoben, die in der Praxis an entscheidenden Stellen nicht erfüllt werden. Das ist aber kein Betriebsunfall, sondern gehört zum System. Das Erheben von derartigen Ansprüchen — die hin und wieder ja sogar erfüllt werden! — stellt ganz wesentlich auch eine Ablenkung davon dar, dass es in der Hauptsache um das Beanspruchte gar nicht geht. Und wieso, ich frage es nochmals, soll ich jemanden oder etwas nicht dafür kritisieren können, dass er oder es die Ansprüche, die er oder es erhebt, nicht erfüllt? Der Lügner hebt durch seine Lüge ja nicht die Wahrheit auf oder auch nur die Verpflichtung zur Ehrlichkeit, der Dieb beseitigt nicht das Privateigentum oder auch nur das Recht darauf und der Mörder nimmt zwar ein Leben, aber seinem Opfer nicht das Recht auf Leben und Unversehrheit, auch wenn es dieses Recht eklatant miss achtet hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Folgte man Deiner Argumentation, so dürfte ich — jetzt müssen mal wieder die Nazis ran — die Millionen von Morden im Rahmen der „Endlösung“ gar nicht als Unrecht betrachten, weil der Unrechtsstaat „Großdeutsches Reich“ ja durch seine „Existenz“ das Recht schon „suspendiert“ hätte. Selbstverständlich habe ich solchen Unsinn nie gesagt oder gedacht. Dass Unrecht von einem Staat systematisch betrieben wird, rechtfertigt es doch nicht! Ob die Nazis einen Begriff von Rechtsstaatlichkeit hatten oder nicht, spielt doch bei der Beurteilung des staatlichen (oder vom Staat bewirkten) Handelns des „Dritten Reiches“ keine Rolle! Mir ist völlig unverständlich, wie Du dazu kommst, mir eine solche absurde Position zuzuschreiben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Plausibler ist, was nicht überrascht, die Gegenposition: „Würde man also die ethische Dimension eines politischen Mordes tatsächlich ernst nehmen, dann müsste die Schlussfolgerung lauten: die USA (und Israel, ich halte mich hier an die parenthetische Konvention deines Arguments) sind Rechtsstaaten, die diese Regeln verletzt haben. Die Verletzung dieser Regeln ist überhaupt ein Zeichen dafür, dass sie existieren und dass ihre Substanz keineswegs unscharf ist.“ Dem kann ich nun weitgehend zustimmen. (Auch wenn ich nicht weiß, was eine unscharfe Substanz sein soll.) Nichts anderes habe ich gesagt, wenn auch zugegebenermaßen nicht in diesen Worten. Zu Deiner Formulierung möchte ich nämlich unbedingt den entscheidenden Zusatz machen, dass ein Rechtsstaat, der wiederholt und systematisch seine eigenen rechtsstaatlichen Grundsätze missachtet, ja missachten muss, um seine favorisierte Politik durchzusetzen, besser „Unrechtsstaat“ genannt werden sollte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Falls es Dich jetzt überrascht oder gar verwirrt, dass ich beide Aussagen „Die USA sind ein Rechtsstaat“ und „Die USA sind kein Rechtsstaat“ unter gewissen Bedingungen gleichermaßen akzeptiere, dann verweise ich auf den Unterschied zwischen einer polemischen Glosse und einem politikwissenschaftlichen oder rechtshistorischen Traktat. So oder so scheint mir zu gelten: Rechtsstaatlichkeit und staatliches Unrecht verhalten sich nicht wie A und Nicht-A zueinander. Ein Staat kann sehr wohl beides sein, Rechtsstaat und Unrechtsstaat. Mag sein, dass die Bezeichnung „Unrechtsstaat“ manchem überpointiert, wenn nicht gar verfehlt scheint, wer sich aber auf meinen Gedankengang einlässt, wird feststellen können, dass die provokante Vokabel nicht grundlos gesetzt wurde. (Ein, wie ich finde, erhellendes Beispiel für eine bizarre Konstellation, in der sich Rechtsstaatlichkeit und offenkundiges Unrecht kreuzen und amalgamieren, war die berüchtigte Lex Van der Lubbe. Die Nazis wollten den von ihnen für den Reichstagsbrand verantwortlich gemachten Marinus van der Lubbe einfach „liquidieren“, die Juristen bestanden auf einem geregelten Verfahren. Der Kompromiss: Man hielt sich an den Buchstaben eines schnell erlassenen Gesetzes, das den wichtigen Rechtgsgrundsatz nulla poene sine lege verletzte, und hängte van der Lubbe für eine Straftat, für die zum Zeitpunkt der Tatverübung noch gar nicht die Todesstrafe galt. — Nein, die USA sind nicht identisch mit dem Dritten Reich. Auch der Staat Israel nicht. Falls das jetzt wieder kommt.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Jeder moderne Staat ist ein bisschen Rechtsstaat und ein bisschen Unrechtsstaat. Was überwiegt, ist von Fall zu Fall zu entscheiden. Es gibt jedoch Staaten, bei denen dauerhaft in entscheidenden Fällen das Unrecht überwiegt, ihren genau gegenteiligen Versicherungen und ihrer massiver Propaganda zum Trotz. Sofern nun solche Staaten sich zu Verteidigern des Rechts oder zur verfolgten Unschuld stilisieren, sollte man ihnen ihre Unrechtspraktiken mindestens so sehr vorhalten wie den üblichen Verdächtigen (Nordkorea, Iran, Sudan usw. usf.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Man kann die Liquidierung Bin Ladens nur dann als ein Problem sehen, wenn man akzeptiert, dass westliche Werte wie Demokratie, Meinungsfreiheit und Menschenrechte tatsächlich von genau diesen Staaten verkörpert werden, aber es keinen Souverän gibt, der sie so einfordern kann.“ Ich muss mich leider wiederholen: Ich verstehe das nicht. Vor allem das mit dem Souverän nicht. Für ein ordentliches Gerichtsverfahren bedarf es weder der ominösen „Werte“ noch des mysteriösen „Souveräns“. Es ist auch nichts spezifisch Westliches daran. Geordnete Verfahren in Rechtshändeln gibt es seit Menschengedenken, nämlich seit Menschen einander an Normen messen und zwischen willkürlicher und geregelter Sanktion von Normverletzungen unterscheiden und nur letztere billigen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Aber nicht nur das ist am Abknallen („Liquidieren“ ist so eine stalinistische Vokabel, kommt mir vor) Bin Ladens problematisch, dass es Recht und Gesetz außer Acht lässt, sondern dass es ausgerechnet von dem Staat vollzogen wird, der immer wieder lauthals beansprucht, wie kein anderer für &lt;i&gt;rule of law&lt;/i&gt;, also die Bindung der Ausübung der Staatsgewalt an die Gesetze und den Schutz vor willkürlicher Ausübung der Staatsgewalt zu stehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dieser eben genannte Doppelgrundsatz (eine Art Minimaldefinition von Rechtsstaatlichkeit) ist im Kern weder ein, wie Du es nennst, „abstraktes Prinzip“, noch etwas Westliches. Mir ist nicht bekannt, dass es je irgendeine Kultur gegeben hätte, die völlig willkürliche Gewaltausübung für rechtens und an Normen gebundene für Unrecht gehalten hätte. (Wie diese Normen jeweils aussahen und wie es Machthabern trotz dieser Grundsätze gelang, ihre „Realpolitik“ durchzusetzen, ist ein anderes Thema.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Aber anscheinend reden wir beim Thema „Rechtsstaat“ aneinander vorbei. Du schreibst: „Der Rechtsstaat ist die politische Sphäre, die abstrakte Prinzipien einklagbar macht, auf der Grundlage eines Konsenses der Gleichen. Der Souverän, der dies ordnen könnte muss unsichtbar bleiben, damit der Konsens überhaupt zustande kommt. Diesen (Welt-)Souverän forderten paradoxerweise Bin Laden und die islamistischen Ideologien“ usw. usf. Ich verstehe kein Wort. Was meinst Du damit? Wer für den Rechtstaat ist, ist für den Islamismus? Wer gegen den Islamismus sein will, muss den Rechtsstaat ablehnen? Ich kann nur vermuten, dass die Vokabeln „Konsens“ und „Souverän“ da auf einen Theorie-Hintergrund anspielen, den ich nicht erkenne und in Bezug auf den ich also auch nicht argumentieren kann. Vielleicht erklärst Du mir noch mal mit anderen Worten, worauf Du da hinauswillst.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dieser Versuch hier ging jedenfalls schief, denn ich verstehe nur Bahnhof: „Man kann die Ermordung Bin Ladens nur dann ernsthaft als Ermordung betrachten, wenn man zu gesteht, dass die US-Truppen, die ihn beseitigt haben, auf dem Boden einer territorial begrenzten Ethik auf jene Räume zugreifen, die erst von ihr besetzt werden müssen.“ Wie begrenzt man eine Ethik territorial? Soll das heißen: In Pakistan (oder Guantanamo Bay) handeln wir nicht nach den Grundsätzen, auf die wir uns sonst berufen? Ich würde das einfach Doppelmoral oder Scheinheiligkeit nennen. Wieso man diese „zugestehen“ muss, um eine widerrechtliche Tötung eine widerrechtliche Tötung nennen zu können, erschließt sich mir nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Ob wie du schreibst ‘keine echte Kriegshandlung vorliegt’ (was genau die Anschläge und Massenmordambitionen der islamistischen Verbrecherbanden anderes sind, sollte man mir einmal erklären), dann kann dies nur vor einem Hintergrund debattiert werden, der die Staaten und Bevölkerungen des Westens als legitime Träger eines universalistischen Rechtssystems akzeptiert.“ Hier verunklart wohl auch die Syntax den Gedankengang („ob … dann …“).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Zunächst: Krieg kann selbstverständlich als beliebiges Etikett auf alles gepappt werden, was irgendwie mit Gewalt zu tun hat. Dann herrscht auch schon mal auf Schulhöfen Krieg. Nach internationalem Recht jedoch unterliegen Kriegshandlungen einem gewissen Regelwerk, zu dessen Einhaltung sich meines Wissens auch die USA verpflichtet haben. („Keine echte Kriegshandlung“ bezog sich in meinem Text erkennbar auf den Einsatz der &lt;i&gt;Navy Seals&lt;/i&gt;; dass „Terrorismus“ &lt;i&gt;per definitionem&lt;/i&gt; keine Kriegshandlung ist, werde ich hier nicht weiter erläutern.) Wie nun also? Befinden sich die USA mit Pakistan im Krieg? Mit al-Quaida? Bei Bedarf mit dem Rest der Welt? Man wird sich schon entscheiden müssen: War die Tötung in Abbottabad nun eine militärische Operation, ein Quasi-Polizeieinsatz oder eine „Liquidation“? Und dann: Wenn Abbottabad eines Nachts plötzlich (und vorübergehend?) zum rechtsfreien Raum wurde, woher nahmen die USA dabei eigentlich das Recht, das Recht dort und dann auszusetzen? Ist souverän, wer darüber verfügt, wo und wann geltendes Recht gilt und wo und wann nicht? Ist, wer souverän ist, immer im Recht? Was ist dann überhaupt noch „Recht“?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Weiters: Welcher Logik folgt der Gedanke, „die Staaten und Bevölkerungen des Westens“ müssten als „legitime Träger eines universalistischen Rechtssystems“ anerkannt werden? Entweder ist etwas westlich oder es ist universell. Beides geht nicht. Es sei denn, Universalismus hieße nichts anderes als Imperialismus, also: Durchsetzung eines Großmachtwillens mit Gewalt. Genaus das hatte ich ja aber geschrieben, dass der Westen in Wahrheit (nämlich in seiner wesentlichen Praxis, nicht in seinen hehren Ansprüchen) für „Gewalt“ und „Willkür“ steht und nicht für „Freiheit“ und „Demokratie“. (Man kann freilich, rhetorisch ist ja fast alles möglich, in orwellesker Manier „Freiheit“ mit „Gewaltherrschaft“ und „Demokratie“ mit „Willkürherrschaft“ gleichsetzen …)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass ausgerechnet Hochwürden Lamberti von Dir zum Kronzeugen westlicher Weltherrschaft gemacht wird, scheint mir absurd. Hätte ich ihn so verstanden, hätte ich ihn nicht zitiert. Mir scheint, man kann der Verantwortung vor Gott und den Menschen nur durch entschiedenen Antiimperialismus gerecht werden. Mord ist böse, Unterdrückung ist böse, Ausbeutung ist böse, Verdummung ist böse. Also ist die Politik der USA (und Israels) nicht gut …&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Fazit: Die mir unterstellten „Paradoxien“ sind wohl nur Deine eigenen, lieber Josef. Du identifizierst „westliche Werte“ und „Universalität“ und hältst den Rechtsstaat offensichtlich für eine westliche Besonderheit. Ich halte die tatsächliche politische Praxis „des Westens“ im Wesentlichen für brutalen Partikularismus, das Streben nach Recht und Billigkeit (auch und gerade in Gemeinwesen) hingegen für universell — wenn auch für kulturell verschieden ausgeprägt. Während ich darum den Mord von Abbottabad sowohl nach allgemeinen wie auch speziell nach von den USA an anderer Stelle selbst offiziell anerkannten Kriterien als solchen bezeichnen kann und folglich als Unrecht betrachte, scheinst Du die Politik der USA für die ideale Verkörperung rechtsstaatlicher Grundsätze zu halten &lt;/span&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;und&lt;/i&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; billigst — trotzdem? deswegen? — die „territoriale begrenzte Ethik“ gewaltsamer „Realpolitik“. Meine Argumentation scheint mir konsistent und ethisch vertretbar. Deine hingegen …&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Vielleicht findest Du ja noch die Zeit, mir das, was mir an Deinen Ausführungen unklar ist, noch einmal zu erklären. Unsere grundsätzlichen Auffassungsunterschiede und unterschiedlichen Beurteilungen werden zwar auch dann vermutlich bleiben, aber wir verstehen dann vielleicht besser, warum wir einander nicht verstehen. Herzlichst, Stefan&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-8109942288623506490?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/8109942288623506490/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/di-fronte-al-un-commentario-di-un-amico.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8109942288623506490'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8109942288623506490'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/di-fronte-al-un-commentario-di-un-amico.html' title='Di fronte al un commentario di un amico'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-5683319550136731596</id><published>2011-05-02T21:41:00.001+02:00</published><updated>2011-05-03T11:38:23.889+02:00</updated><title type='text'>Di fronte alla morte di un uomo</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Mord ist Mord, man mag es nennen, wie man will. Ein Regierungschef ordnet die Tötung eines Menschen an, ohne dass dieser von einem Gericht zum Tode verurteilt worden wäre. Man mag das als „Militäroperation“ etikettieren, ein Mord ist es trotzdem. Der Ermordete mag der schlimmste Verbrecher aller Zeiten gewesen sein, nach rechtsstaatlichen Grundsätzen hätte er verhaftet und angeklagt werden müssen, hätte er die Möglichkeit bekommen müssen, sich zu verteidigen, hätte am Ende eines nachvollziehbaren Verfahrens über seine Taten ein begründetes Urteil gesprochen werden müssen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass die USA im Grunde kein Rechtsstaat sind, haben sie schon oft bewiesen. Gezielte Tötungen sind freilich auch bei anderen Unrechtsstaaten (wie Israel) üblich. Selbstverständlich redet man sich dabei damit heraus, man sei eben im Krieg: Die oder wir. Mit dieser Herrenmenschenlogik bestätigt man jedoch bemerkenswerterweise die Argumentation der Gegenseite, und es stellt sich (wie unter raufenden Kindern) nur noch die Frage, wer angefangen hat. Wer war also zuerst böse, der Imperialismus oder al-Quaida, der Staat Israel oder die Hamas?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nun ist das Monster, das man selbst geschaffen hatte, tot. Gewiss, die Effekte des Phänomens waren real, aber noch viel bedeutender war der Reiz des Popanzes, auf den man verweisen konnte. Ich behaupte nicht zu wissen, ob alles, was man „den Terroristen“ zur Last legt, auch wirklich von ihnen und nur von ihnen zu verantworten wäre oder nicht, aber ich bin mir sicher, dass echter oder inszenierter „Terror“ und echte oder vermeintliche „Terrorgefahr“ den herrschenden Kräften sehr zupass kommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Der Kampf gegen die, die angeblich alle westlichen Werte hassen, wird gern zur Rechtfertigung dafür angeführt, eben diese „Werte“ mit Füßen zu treten. Doch wie gesagt, selbst der schlimmste Verbrecher aller Zeiten hätte aus ethischer Sicht nicht einfach abgeknallt werden dürfen. Weder liegt eine echte Kriegshandlung vor noch ein Tyrannenmord. Anscheinend konnte man es aber nicht wagen, den Vorverurteilten vor Gericht zu stellen. Das ist nicht nur aus rechtlichen Erwägungen abscheulich, sondern auch aus politischen und historischen Gründen bedauerlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Der exzessiv jubelnde Pöbel in den USA und die westlichen Regierungen, die nun die Exekution eines Menschen unisono begrüßen, beweisen einmal mehr die moralische Verkommenheit des Westens, der sich zwar gerne mit Vokabeln wie „Freiheit“ und „Demokratie“ schmückt, tatsächlich aber auch und vor allem für Gewalt und Willkür steht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Inmitten eines Meeres von Hass wirken die sehr ernsthaften Worte, die der Pressesprecher des Heiligen Stuhles, P. Federico Lombardi SJ, heute gefunden hat, wie eine verlorene Insel der Vernuft: &lt;i&gt;Di fronte alla morte di un uomo, un cristiano non si rallegra mai, ma riflette sulle gravi responsabilità di ognuno davanti a Dio e agli uomini, e spera e si impegna perché ogni evento non sia occasione per una crescita ulteriore dell’odio, ma della pace.&lt;/i&gt; (Angesichts des Todes eines Menschen empfindet ein Christ niemals Freude, sondern bedenkt die schwere Verantwortung eines jeden vor Gott und den Menschen und hofft und strebt danach, dass das, was geschieht, nicht zu mehr Hass führen möge, sondern zu mehr Frieden)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-5683319550136731596?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/5683319550136731596/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/di-fronte-alla-morte-di-un-uomo.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5683319550136731596'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5683319550136731596'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/05/di-fronte-alla-morte-di-un-uomo.html' title='Di fronte alla morte di un uomo'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-9161020773294098190</id><published>2011-04-25T15:57:00.000+02:00</published><updated>2011-04-25T15:57:25.426+02:00</updated><title type='text'>Vorösterliche Dummschwätzerei II</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Christoph Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien und Vorsitzender der österreichischen Bischofskonferenz, ist studierter Theologe. Das wusste ich bereits. Dass er auch Volkswirt, Versicherungsmathematiker und Sozialfuturologe ist, ist mir neu. Doch das muss er ja wohl sein, wenn er seine in der ORF- Fernsehsendung „Niederösterreich heute“ am Karsamstag getätigten Aussagen ernst meint. Dort hat der Kirchenfürst nämlich verkündet, dass durchschnittliche Pensionsantrittsalter müsse angehoben werden. „Wir werden länger arbeiten müssen. Mit 58 Jahren in Pension, das geht nicht“, wird er zitiert. &lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nun, Seine Eminenz hat als Mitglied verschiedener Kurienbehörden selbstverständlich ganz anderen Zugriff auf die Schätze unter anderem der Vatikanischen Geheimbibliothek als unsereiner. Vielleicht liegen ihm also andere Dokumente vor als mir, denn ich für meinen Teil kenne jedenfalls keine Stelle in den Evangelien, wo Jesus sagt: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Arbeitnehmer mit 58 in Rente gehen darf.“&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Auch sonst kann ich mir eigentlich keine theologische Argumentation denken, die darauf hinausläuft, dass der Pensionsantritt mit 58 unzulässig, einer mit 59, 60, 65 oder 75 aber von Gott gefordert sei.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Es wird einfach nicht anders gehen, dass wir alle länger arbeiten — soweit es irgendwie möglich ist.“ Woher weiß der Kardinal das so genau? Kann er in die Zukunft sehen? Hat er wirklich die zunehmende Produktivität mir der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung verrechnet? Oder schwatzt er nur nach, was Stammtische, Parteizentralen und unternehmerfreundliche Meinungsmacher so absondern? Kann er irgendeinen Grund nennen (irgendeinen, wenn schon keinen theologischen), warum es falsch sein soll, dass immer weniger Menschen den Unterhalt für alle erwirtschaften können? Wenn das unzulässig ist, müsste man hierzulande die Kinderheit wieder einführen …&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Wir alle wissen, jeder der hinschaut, dass es so nicht geht“, sagte Schönborn. Ich weiß nur: So geht’s ja nun wirklich nicht. Statt das Märchen von der bedrohlich kippelnden Alterspyramide neu aufzutischen, das von seriösen Nachrechnern längst widerlegt ist, hätte der Kardinal mal etwas Triftiges über Proftigier, über die ungerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums oder über das bedingungslose Grundeinkommen sagen können. Stattdessen Stammtischparolen! Noch dazu ohne jeder theologische Begründung oder Relevanz. Im Gegenteil. In dem er das Geschäft der entsolidarisierenden, deregulierenden, ausbeutungsgeilen „Reformer“ betreibt, tritt Schönborn seinem Herrn ausgerechnet am Karsamstag kräftig gegens Schienbein. Denn hatte sich der Heiland etwa übers Pensionsantrittsalter Gedanken gemacht? Oder nicht vielmehr gefordert, dass den Hungern und Dürstenden, den Unterversorgten und Obdachlosen, den Fremden, den Kranken und Gefangenen geholfen werde und die Menschen einander wie Brüder und also nicht wie Nutzvieh behandeln? Ich zweifle kleinen Augenblick daran, dass Seine Eminenz unbedingt dafür eintritt, dass genau das geschieht. Aber seine politischen Dummschwätzereien sind kontraproduktiv. Das Evangelium ist (anders als die Protestanten lehren) nicht mit dem Kapitalismus vereinbar. Statt mit dem Detail des Pensionsantrittsalters — das freilich durchaus symptomatisch ist — hätte sich der Kardinal lieber mit dem Gesamtzustand einer Gesellschaft beschäftigen sollen, in der kollektiver und individuelle Egoismen zunehmen und der Klassenkampf von oben und aus der Mitte nach unten sich verschärft. Darüber also hätte ein verantwortlicher Seelsorger mal zu reden und auch theologisch Begründbares zu sagen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Was Christoph Schönborn als Privatperson so denkt, ist seine Sache. (Und interessiert mich nur sehr bedingt.) Wenn er aber die öffentliche Aufmerrksamkeit, die er als Kardinal, Erzbischof und Vorsitzender der österreichischen Bischofskonferenz zum Glück noch findet, dafür nützt, seine unqualifizierten Pivatmeinungen zu verkünden, dann ist das gewissermaßen Amtsmissbrauch. Und zumindest höchst unanständig.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-9161020773294098190?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/9161020773294098190/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/vorosterliche-dummschwatzerei-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/9161020773294098190'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/9161020773294098190'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/vorosterliche-dummschwatzerei-ii.html' title='Vorösterliche Dummschwätzerei II'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-9017663530772806123</id><published>2011-04-25T15:56:00.000+02:00</published><updated>2011-04-25T15:56:25.234+02:00</updated><title type='text'>Vorösterliche Dummschwätzerei I</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Dass die Vorsitzenden des Rates der „Evangelischen“ Kirche in Deutschland gern einen politischen und auch sonstigen Allzuständigkeitsanspruch erheben, hat eine gewisse Tradition. Der unangenehm mediengeile „Bischof“ Wolfgang Huber hatte es so gehalten und die noch unangenehmere und noch mediengeilere „Landesbischödfin“ Margot Schulze, geschiedene Käsmann, bekanntlich erst recht. Auch Nikolaus Schneider, Präses der „Evangelischen“ Kirche in Rheinland und derzeitiger EKD-Vorsitzender, kann der Versuchung nicht widerstehen, zu Dingen, die ihn in seiner öffentlichen Funktion gar nichts angehen, seinen Senf dazuzugeben.&lt;br /&gt;So geschehen etwa in einem Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“, das am Karsamstag veröffentlicht wurde. Darin leitet Schneider seine Zuständigkeit scheinbar geschickt aus banalen Floskeln ab: „(…) jede theologische Auslegung der biblischen Botschaft fragt ja danach, wie man die eigene Glaubensgewissheit für das tägliche Leben und damit auch für die Politik nutzbar machen kann. Insofern geht es darum, die öffentliche Bedeutung des Evangeliums beispielsweise mit Blick auf die Lage in Japan oder den arabischen Staaten zu veranschaulichen.“ Da ja nun immer alles irgendwie mit irgendeiner Bibelauslegung zu tun haben kann, kann Schneider als „Theologe“ erfreulicherweise zu allem irgendetwas sagen. Und das tut er auch.&lt;br /&gt;So begrüßt er im Hinblick auf Libyen „die deutsche Zurückhaltung gegenüber dem Kriegseinsatz. Wenn man in so ein Land reingeht, muss man vorher wissen, wann und wie man wieder rausgeht. In Libyen ist das kaum zu beantworten.“ Wenigstens ganz sicher nicht von Herrn Schneider.&lt;br /&gt;Als nun das „Abendblatt“ einwirft, die katholische Kirche halte den Einsatz für richtig, macht Schneider einen halben Rückzieher: „Ich würde nicht so weit gehen und diesen Einsatz rechtfertigen. Aber ich kann die Gründe für den Einsatz nachvollziehen.“&lt;br /&gt;Und dann gibt der Protestantenhäuptling die Leitlinien der deutschen, ja der europäischen Politik vor. „Deutschland muss alles dafür tun, dass die internationale Gemeinschaft mit Gaddafi verhandeln kann.“ Irgendein Argumtent, warum das eigentlich so sein soll, bringt Schneider selbstverständlich nicht. Er weiß das einfach. Auf Rückfrage könnte er aber gewiss eine hübsche Bibelstelle dazu anbieten. Übrigens mit Sicherheit bei Bedarf auch für die gegenteilige Ansicht …&lt;br /&gt;Leichte Zweifel an Schneiders weltpolitischer Kompetenz werden freilich geweckt, wenn er sagt: „Erst macht Europa Geschäfte mit Gaddafi und sorgt dafür, dass er die Flüchtlinge aus Afrika von uns fernhält. Und auf einmal jagt Europa Raketen nach Libyen. Das kann ich beim besten Willen nicht verstehen.“ Jeder, der sich je ernsthaft für die imperialistischen Politiken der USA, Frankreichs oder Deutschlands interessiert hat, wird das hingegen sehr wohl verstehen. Machtpolitik kennt keine Moral, das Profitinteresse von Rüstungskonzernen erst recht nicht..&lt;br /&gt;Doch woher soll Schneider derlei wissen? Seine völlige Weltfremdheit gibt der flexible Bibelausleger ja schon mit ein paar Sätzen zu erkennen, die ab Lächerlichkeit kaum zu übertreffen sind. Es geht um Fukushima und die Nukleartechnologie. „Frau Merkel ist Physikerin. Sie weiß, wovon sie redet. Sie war bisher der Meinung, das Restrisiko könne man gesellschaftlich und technologisch vertreten. Jetzt weiß Frau Merkel, dass das nur bedingt gilt. Ich nehme der Bundeskanzlerin ab, dass sie nicht nur wahltaktisch gehandelt hat, sondern etwas neu erkannt hat. Die Fähigkeit, Positionen zu überdenken und neu zu diskutieren, ist eine Stärke und keine Schwäche.“ So dumm darf man eigentlich nicht einmal als Protestant sein. Wenn er das wirklich ernst meint, sollte er rasch einen Psychotherapeuten aufsuchen. Merkel ist genauso wenig eine nachdenklich-lernfähige Physikerin wie Putin ein lupenreiner Demokrat. (Der einleitende Kommentar der Zeitung der Zeitung hatte übrigens gelautet: „Im Abendblatt-Interview beweist er einmal mehr, dass er keine Furcht davor hat, der Politik auf die Füße zu treten.“ Vielleicht wäre eine Gruppentherapie zu empfehlen? Redakteure und Kirchenfunktionär reden im Sesselkreis über ihren Realitätsverlust?)&lt;br /&gt;Gegen Ende des Interviews verkündet Herr Schneider ein bizarres Motto: „Je mehr vom Protestantismus hörbar und erkennbar wird, desto besser.“ Das Gegenteil ist wahr. Dummschwätzer jeder Konfession sollen den Mund halten. Besonders, wenn sie bloß Stammtischmeinungen äußern, die keinerlei theologische Begründung oder Relevanz haben. Was ein Herr Schneider als Privatperson so denkt, ist seine Sache. (Die mich zum Beispiel nicht im mindesten interessiert.) Dass er aber zur Kundgabe seiner von keinerlei Sachkenntnis beleckten Privatmeinungen die Aufmerksamkeit missbraucht, die er als EKD-Vorsitzender leider bekommt, ist unanständig und ein öffentlicher Skandal. Den naturgemäß keiner bemerken will.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-9017663530772806123?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/9017663530772806123/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/vorosterliche-dummschwatzerei-i.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/9017663530772806123'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/9017663530772806123'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/vorosterliche-dummschwatzerei-i.html' title='Vorösterliche Dummschwätzerei I'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1642088127966591856</id><published>2011-04-17T13:30:00.035+02:00</published><updated>2011-04-22T13:45:30.229+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='predigt'/><title type='text'>Palmarum</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn aber nun also, wie an den vorangegangen Sonntagen argumentiert wurde, zum einen die Goldene Regel eine ausreichende Grundlegung der Ethik darstellt und zum anderen nicht das Fürwahrhalten von Glaubenssätzen, sondern der Vollzug eines (zumindest impliziten und unter Umständen gar nicht bewussten) bejahenden Gottesverhältnisses in tätiger Nächstenliebe genügt, um der ewigen Seligkeit für würdig befunden zu werden — wozu dann noch die verschiedenen Christentümer?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Tatsächlich hat Jesus Christus, auf den die Christentümer sich berufen, selbst kein e Konfession namens „Christentum“ begründet (und erst recht nicht, wie es modisches Vorurteil will, eine Art „Reformjudaismus“), sondern er hat das Evangelium vom kommenden Gottesreich verkündet, er hat Jünger zur Nachfolge aufgerufen und er ist, wie es heißt, gestorben und auferstanden. Und damit ist der entscheidende Punkt berührt, an dem Logos und Mythos einander kreuzen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;In der Liturgie gibt es die Frage nach dem &lt;i&gt;mysterium fidei&lt;/i&gt; (dem Geheimnis des Glaubens), die so beantwortet wird. &lt;i&gt;Mortem tuam annuntiamus, Domine, et tuam resurrectionem confitemur, donec venias.&lt;/i&gt; (In deutscher Fassung: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.) &lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Hier sind wesentliche Glaubensaussagen verdichtet. Nach kirchlicher Lehre ist in Jesus Christus Gott erschienen, denn nur er, der ganz Gott und ganz Mensch ist, kann Gott und Mensch versöhnen, die durch die Sünde entzweit sind. Was aber wäre die schlimmste aller Sünden, das größte aller Verbrechen, wenn nicht der Mord an Gott selbst? Indem nun der Sohn Gottes sich von den Menschen hinrichten ließ, also den Tod, der ja nach christlicher Lehre nichts Natürliches, sondern Lohn der Sünde ist, auf sich nahm, so der zentrale christliche Mythos, kaufte er, der einzige Unschuldige, die wahren Schuldigen los („loskaufen“ ist bekanntlich die wörtliche Übersetzung von „erlösen“) und überwand den Tod, nicht nur für sich selbst, sondern ein für alle mal für alle. Darum wird von der Kirche die Taufe (also wörtlich das „Eintauchen“ im Sinne eines symbolischen Ertrinkenmachens) als Hinneinnahme in den Tod Christi und damit auch als Verheißung der Auferstehung vollzogen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Überwindung des Todes bedeutet selbstverständlich nicht, dass niemand mehr stürbe, sondern dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Das letzte Wort überhaupt ist nach Überzeugung der Jünger Christi dasselbe wie das erste Wort, also das Wort Gottes — womit eben nicht irgendwelche von Menschen verfasste Schriftstücke gemeint sind, sondern der Sohn Gottes selbst, der auferstandene Menschensohn.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass dieser wiederkehren wird, ist unaufgebbarer Teil des christlichen Bekenntnisses. Die Welt ist nicht ewig, die Geschichte ist nicht endlos, sondern die alles Endliche strebt seinem Abschluss und seiner Vollendung im Unendlichen zu. Es gibt ein Ende der Zeiten: Aus zeitlicher Sicht wird es erst kommen, &lt;i&gt;sub specie aeternitatis&lt;/i&gt; aber ist es „immer schon gewesen“.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Diese Wiederkehr des Auferstandenen — um die Lebenden und die Toten zu richten, wie es in den Glaubensbekenntnissen heißt — beendet den historischen Prozess und ist sozusagen der letzte Akt der Erlösung, die mit der Menschwerdung begann, mit Tod und Auferstehung ihren Höhepunkt hatte und mit der Himmelfahrt Christi eine Art Verzögerung einleitete, die dann ihr ersehntes Ende haben wird. Das ist es, was am Palmsonntag als Tag der Erinnerung an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem gefeiert wird: Die Hoffnung auf die Wiederkehr des Erlösers und den Abschluss der Erlösung.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ich habe diese Geschichte als Mythos bezeichnet, keineswegs, um sie abzuwerten (zumal für mich ist das Mythische nicht minderwertig ist), sondern um anzudeuten, dass es eine Erzählung ist, die erst im Glauben zur Wahrheit wird. Die Goldene Regel und ihre Folge, das richtige Tun, kann als vernünftig behauptet und von jedem Gutwilligen eingesehen werden, unabhängig von religiöser und sonstiger Einstellung. Die Behauptung von Tod, Auferstehung und Wiederkehr aber ist eben ein &lt;i&gt;mysterium fidei&lt;/i&gt;, das sich nur dem erschließt, der es annimmt.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dazu hatten alle vor Christus Lebenden keine Chance und auch die nicht, die aus anderen Gründen nie etwas von ihm gehört haben oder nur Unzureichendes oder die ein Christentum vorgelebt bekommen, das sie abstoßen muss. Soll man nun annehmen, alle diese seien vom Heil ausgeschlossen? Manche Theologen haben das behauptet. Doch wie bereits in der „Predigt“ zum &lt;a href="http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/judica.html"&gt;5. Fastensonntag&lt;/a&gt; erwähnt wurde, lehrt Jesus etwas anderes. Nimmt man dieses Evangelium ernst, kommt es nicht darauf an, dass der zu Erlösende&amp;nbsp; Christ ist (im Sinne einer Konfessionszugehörigkeit), sondern nur darauf, dass Christus der Erlöser ist. Die verwirklichende Annahme der Erlösung von Seiten des Einzelnen geschieht nicht als Erwerb einer Vereinsmitgliedschaft, sondern als Vollzug eines — wie gesagt möglicherweise unbewussten — Gottesverhältnisses, also des Bejahens des Guten. Wer demnach so lebt, dass er das tut, was er von anderen an Gutem erwartet, wer also unter anderem die Hungernden und Dürstenden, die Flüchtlinge und Obdachlosen, die Armen, Kranken und Gefangenen wie seine Brüder behandelt, der hat es richtig gemacht und muss kein Gericht fürchten, auch und gerade nicht das Jüngste. Und auch der, der weiß, dass er fehlbar ist und nicht immer alles richtig gemacht hat, muss sich nicht fürchten, sondern er kann sich vertrauensvoll der Barmherzigkeit des Ewigen überlassen. Na, dann kann der Richter und Erlöser ja kommen …&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1642088127966591856?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1642088127966591856/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/palmarum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1642088127966591856'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1642088127966591856'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/palmarum.html' title='Palmarum'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1635292141044186203</id><published>2011-04-14T12:45:00.002+02:00</published><updated>2011-05-08T12:32:17.741+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='kommentarkommentar'/><title type='text'>Zum Kommentar zu „Judica“</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Der &lt;a href="http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/judica.html#comments"&gt;Kommentator&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;meiner theologischen Skizze &lt;a href="http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/judica.html"&gt;„Judica“&lt;/a&gt; hat gewiss Recht, wenn er darauf hinweist, dass eine sorgfältige Luther-Exegese (gegebenenfalls vermehrt um eine Exegese Calvins und anderer?) eine differenziertere Sicht dessen erlaubte, was ich kurzerhand den „urprotestantischen Aberglaube vom ‘Glauben allein’“ genannt habe — obwohl man selbst dann, wie ich meine, die reformationstheologische „Verwerfung der Heilsnotwendigkeit guter Werke“ wohl schwerlich wird bestreiten können.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nun habe ich allerdings bewusst „urprotestantisch“ gesetzt und nicht „urlutherisch“ oder „urlutheranisch“, um mich nicht auf das subjektive Selbstverständnis dieses oder jenes Autors zu beziehen (zumal in einem genügend reichhaltigen Werk sich fast immer Belege für eine Aussage und ihre Einschränkung, ja ihr Gegegenteil finden lassen werden) und dessen innere Inkonsequenz nachzuvollziehen, sondern auf die spezifischen objektiven Wirkungen, die protestantische Denk- und Handlungsweisen in der Geschichte gehabt haben. Bei Max Weber etwa kann man, wenn ich mich recht erinnere, nachlesen, dass die sogenannten Reformatoren selbst zwar keine Freunde des kapitalistischer Geisteshaltung und Handlungsweise gewesen sein mögen, dass aber der berüchtigte „Geist des Protestantismus“ entscheidend an der Beförderung des Kapitalismus mitgewirkt hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ich nenne das Vorgehen der „Reformatoren“ übrigens deshalb inkonsequent, weil man wohl nur auf sehr verschlungenen Umwegen von der behaupteten Gnadenwahl und Willensunfreiheit zu moralischen Appellen, ja ethischer Normativität kommen kann. Ich jedenfalls muss zugeben, nie verstanden zu haben, was es bringen soll, Menschen, deren Willen man für unfrei hält, zu richtigem Handeln aufzufordern, zumal über ihr Heil oder Unheil ohnehin schon im Voraus entschieden sein soll von einem Gott, der keinerlei Verdienst anerkennt und völlig willkürlich festlegt, wer in den Himmel oder in die Hölle kommt. (Auch der Glaube ist ja den „Reformatoren“ zu Folge kein anerkennenswertes Verdienst, da auch er ausschließlich von Gott gewährt oder verweigert wird und nicht vom Menschen in freier Entscheidung angenommen oder zurückgewiesen werden kann.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Aber die Pointe meiner Argumentation in „Judica“ ist eine ganz andere als eine Beantwortung der Frage, ob „gute Werke“ sozusagen praktische Nebeneffekte des theoretischen Glaubens sind oder aber eine mit eigenem Sinn und eigener Würde ausgestattete Heilsnotwendigkeit für den Gläubigen darstellen. Vielmehr versuchte ich mit Mt 25,31-46 (in verdeutlichender Verbindung mit Mt 7,21) zu argumentieren, &lt;i&gt;dass das gute Tun selbst bereits der heilsnotwendige „Glaube“ ist&lt;/i&gt; und zwar unabhängig davon, wovon jemand überzeugt zu sein meint. Wobei „Glaube“ hier eben nicht verstanden wird als Fürwahrhalten von Sätzen, sondern als Vollzug eines Verhältnisses zu Gott. — Welchen Sinn dann überhaupt noch Theologie und Liturgie haben und warum sie nicht einfach zugunsten umfangreicher Sozialarbeit aufgegeben werden können, werde ich dann am nächsten Sonntag zu skizzieren versuchen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1635292141044186203?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1635292141044186203/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/zum-kommentat-zu-judica.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1635292141044186203'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1635292141044186203'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/zum-kommentat-zu-judica.html' title='Zum Kommentar zu „Judica“'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-4161793383048998633</id><published>2011-04-12T12:10:00.000+02:00</published><updated>2011-04-12T12:10:12.945+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einem Lutheraner)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Kirche befindet sich in einer Zwickmühle: Gleichgültig, ob sie ihre  Botschaft weiter religiös entkernt oder genau mit jenen politischen  Strömungen Gemeinschaft sucht, die sie am Ende aus dem öffentlichen Raum  verdrängen wollen – am Ende ist die kirchliche Besonderheit infrage  gestellt. Gibt es eine Lösung? Ja, wir sollten den Weg einer  Minderheiten-Kirche gehen. Nicht einer verschwindenden, sondern einer  starken, kämpferischen Minderheit. Die Kirchen sind wegen Privilegien  bei abnehmender geistlicher Leistung satt geworden. Faszinierende  Botschaften sehen anders aus, und mit Grünen-Rhetorik füllt man keine  Gottesdienste.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dr. Michael Inacker (Vorsitzender der Internationalen Martin-Luther-Stiftung sowie Bereichsleiter für Unternehmenskommunikation &amp;amp; Public Affairs bei der Metro AG)&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-4161793383048998633?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/4161793383048998633/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/aufgeschnappt-bei-einem-lutheraner.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4161793383048998633'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4161793383048998633'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/aufgeschnappt-bei-einem-lutheraner.html' title='Aufgeschnappt (bei einem Lutheraner)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1945842297000093925</id><published>2011-04-10T19:51:00.000+02:00</published><updated>2011-04-10T19:51:54.992+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='predigt'/><title type='text'>Judica</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Dass man sich und alle anderen in letzte Instanz der Barmherizgkeit Gottes anheimstellen muss, ist keine Einladung zu ethischer Indifferenz oder selbstgenügsamem Quietismus. Man mag zurecht das Konzept von Lohn und Strafe als allzu geschäftsmäßig in Frage stellen und darauf verweisen, dass kein menschliches Verdienst die ewige Seligkeit gleichsam erkaufen kann. Gleichwohl ist der urprotestantische Aberglaube vom „Glauben allein“, der die verächtliche Verwerfung der Heilsnotwendigkeit guter Werke bedingt, eine völlige Pervertierung des Evangeliums. Denn worin besteht ein solches Geglaube, das ohne praktische Dimension auskommen zu können vermeint? Doch bloß in einem letztlich selbstgefälligen Fürwahrhalten. „Glaube“, der nur irgend ein Vermeinen ist und nicht Vollzug, im Zweifelsfall also Tat, ist kein ernstzunehmender Glaube.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Im Evangelium nach Matthäus wird das (25,31-46)&amp;nbsp; deutlich gesagt (und weil’s so schön ist, sei es in voller Länge zitiert: &lt;i&gt;Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Von wegen also, der „Glaube allein“ genüge! Vom Glauben ist hier gar nicht die Rede, jedenfalls nicht vom theoretischen. Wer Gutes tut — und das meint: für andere da ist —, der glaubt, auch wenn er vielleicht nicht weiß, dass er glaubt: Sein Glaube ist Praxis.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Das Gegenstück zu Mt 25,31-46 findet sich in Mt 7, 21: N&lt;i&gt;icht jeder der zu mir sagt: Herr, Herr! wird eingehen in das Königreich des Himmels, sondern wer den Willen meines Vaters in den Himmeln tut.&lt;/i&gt; Dies geht zusammen mit Lk 13,25 wohl auf die sogenannte Logienquelle zurück, für die man rekonstruiert hat: &lt;i&gt;Was nennt ihr mich: Herr, Herr!, und tut nicht was ich sage?&lt;/i&gt; (Q 6,46). Der frühchristliche 2. Clemensbrief bringt die Fassung: &lt;i&gt;Nicht jeder, der zu mir „Herr, Herr“ sagt, wird gerettet werden, sondern wer das Gerechte tut. &lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Kurzum, das „Religiöse“ im Sinne dieser oder jener Folklore und dieses oder jenes Fürwahrhaltens ist völlig untergeordnet (mitunter sogar entgegengesetzt) dem Tun dessen, was Gott will. Und was das ist, was Gott will, darüber besteht kein Zweifel: Das Beste für jeden Einzelnen. Die detaillierten Kriterien dafür mögen in dieser oder jener Situation problematisch scheinen und werden diskutiert werden müssen. Im Prinzip aber ist alles einfach und klar: &lt;i&gt;Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.&lt;/i&gt; (Mt 7,12) Diese so genannte Goldene Regel setzt keinerlei religiöse Doktrin voraus. Im Unterschied zum deutschen Sprichwort „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu“, ist sie positiv formuliert. Und im Unterschied zu Kants kategorischem Imperativ („Handle, wie du sollst“) ist sie unkompliziert, unprätentiös und unmittelbar einsichtig. Keine Ethik kann ihr widersprechen oder wesentlich über sie hinausgehen. Mit ihr kommt man durchs ganze Leben. Und, wenn das Evangelium wahr ist, noch weiter.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1945842297000093925?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1945842297000093925/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/judica.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1945842297000093925'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1945842297000093925'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/judica.html' title='Judica'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-2116555185078494603</id><published>2011-04-10T14:02:00.001+02:00</published><updated>2011-04-11T17:51:08.957+02:00</updated><title type='text'>Fremdenfeindlich aus Tradition</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die in Österreich sehr bekannte Journalistin Susanne Scholl hat dem „Extra“ der „Wiener Zeitung“ ein Interview gegeben (geführt von Habelsreiter und Stummerer, veröffentlicht am 9. April 2011). Darin kommt sie auch auf Fremdenfeindlichkeit in Österreich zu sprechen und sagt: „Unsere Kultur ist sehr rückwärtsgewandt. Wir bauen unsere Identität auf Traditionen auf. Da sind neue Einflüsse schwer zu akzeptieren.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das stimmt so nicht ganz. Gewiss hat Österreich, noch aus den Zeiten der Monarchie, eine alte Tradition der Fremdenfeindlichkeit. Aber diese „Tradition“ ist vor allem eine der Traditionslosigkeit, ja der Traditionsvernichtung. Das eigentliche Österreich — wozu ich die gebirgigen, von grunzenden Skilehrern und anderen Deppen bewohnten Gegenden nicht zu zählen geneigt bin — ist seit Jahrhunderten geprägt von Einwanderen aus Osteuropa und Südosteuropa. Die von der Sprache und Kultur ihrer Herkunft oft nichts behalten durften als den (mitunter auch noch amtlich verballhornten) Namen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Darauf geht ja gerade die Pointe des zurecht berühmten Plakates zurück, auf dem ein kleiner Junge in Lederhosen zu einem als Gastarbeiter erkennbaren Mann sagt: „I haaß Kolaric, du haaßt Kolaric. Warum sogns zu dir Tschusch?“ Schon nach ein zwei Generationen pflegt man in Österreich die Familienherkunft zu vergessen und sich „österreichisch“ zu fühlen — was erst seit 1945 auch bedeutet nicht „deitsch“.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Tradition? Leider ja. Unter den zurecht berüchtigten Wiener Bürgermeister Lueger mussten Tschechen bei der Einbürgerung schwören, die tschechische Sprache fortan nicht mehr zu gebrauchen. Man spricht viel von Luegers Antisemitismus, dass sein Antislawismus weit wirkungsmächtiger war, übersieht man leicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Gelernte Österreicher pflegen von „Ausländern“ (jedenfalls, sofern sie nicht zahlende Gäste sind, also Touristen, die bald wieder gehen) zu fordern, sie sollen gefälligst „Deitsch“ sprechen. Warum eigentlich? Gewiss, die verfassungsmäßige Amtssprache ist Deutsch. Aber gibt es nicht auch die anerkannten Minderheiten und ihre Sprachen? Und wäre es nicht längst an der Zeit, nebst Ungarisch, Slowenisch, Burgendlandkroatisch, Tschechisch, Slowakisch und Romani (sowie Gebärdensprache) auch Türkisch und Serbisch als amtlich zulässige Sprachen real existierender „ethnischer“ Minderheiten anzuerkennen? Was spricht dagegen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Es ist eine Jahrzehnte alte österreichische Tradition, sich der Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln zu widersetzen. Wäre es nicht an der Zeit, in manchen Gegenden Wiens zweisprachige Verkehrsflächenbezeichungen anzubringen? Etwa auf Deutsch und Chinesisch rund um den Naschmarkt …?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Man sollte es sich jedenfalls nicht so einfach machen wie Frau Scholl, die es sich so vorstellt: „Politiker und andere Eliten fürchten sich davor, ihre Macht, ihren Einfluss oder Teiles ihres Besitzes zu verlieren. Darum reden sie ihre eigenen Ängste den normalen Leuten ein. Die Österreicher sind gar nicht so fremdenfeindlich, aber die Politik hat beschlossen, dass wir es zu sein haben. Darum gibt es ein neues Fremdenrecht, das noch schlimmer ist als alles zuvor.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Gewiss, Österreichs Fremdenrecht ist schlimm, sehr schlimm. Und ebenfalls gewiss ist, dass Politiker Ängste schüren. Aber bei aller Dummheit, die auch ich ihnen unterstelle, so schlau sind die Stimmungs- und Meinungsmacher dann doch, dass sie nur auf solche Ängste und Ressentiments setzen, die schon wirklich vorhanden sind. So ist es nämlich nicht, dass „die Österreicher“ eigentlich „die Ausländer“ ganz doll lieb haben und immer ganz furchtbar nett zu ihnen sein möchten, aber von den bösen und unnormalen Politikern daran gehindert würden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus sind urösterreichische Traditionen. Und wie die Geschichte zeigt, sind sie durch Aufklärung nicht zu beseitigen. Ich als nichtintegrationswilliger Inländer setze da eher auf demographischen Wandel. Ein balkanisiertes, turkisiertes, maghribinisiertes, asiatisiertes und afrikanisiertes Österreich wird andere Probleme haben. (Und die grunzenden Skilehreroiden bekommen vielleicht ein gebirgiges Reservat.)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-2116555185078494603?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/2116555185078494603/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/fremdenfeindlich-aus-tradition.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2116555185078494603'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2116555185078494603'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/fremdenfeindlich-aus-tradition.html' title='Fremdenfeindlich aus Tradition'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-1696698080275679640</id><published>2011-04-07T13:15:00.003+02:00</published><updated>2011-10-02T19:18:35.600+02:00</updated><title type='text'>Es geht nicht um Gandhi</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;In Indien gibt es, wie mancherorts zu lesen ist, eine große Erregung über die von Joseph Lelyveld verfasste Biographie Mohamas Karamchand („Mahatma“) Gandhis. Obwohl die meisten der Erregten das Buch gar nicht gelesen haben dürften, verwerfen sie es und wollen es verboten sehen. Warum? Lelyveld habe darin Gandhi als bisexuell und rassistisch dargestellt. Der Autor bestreitet das entschieden.&lt;br /&gt;Auch ich habe Lelyvelds Buch nicht gelesen, und Gandhi ist mir ebenso gleichgültig wie die Beantwortung der Frage, ob er bisexuell oder rassistisch war. Was mich empört, ist erstens, dass „Bisexualität“ und „Rassismus“ von den selbsternannten Verteidigern von Gandhis gutem Ruf als ähnlich geartete Invektiven behandelt werden, so als sei es gleichermaßen verwerflich, Sex mit Männern &lt;i&gt;und&lt;/i&gt; Frauen zu haben wie Menschen auf Grund ihrer Abstammung als minderwertig zu behandeln.&lt;br /&gt;Zweitens finde ich es ungeheuerlich, dass die Behauptung (sie mag zutreffend oder unzutreffend sein), jemand sei nicht ausschließlich heterosexuell gewesen, überhaupt als Vorwurf, als etwas das Ansehen der Person Minderndes verstanden wird.&lt;br /&gt;Lelyveld bestreitet, wie gesagt, Gandhi als bisexuell (und rassistisch) dargestellt zu haben. Und wenn er es hätte? Anscheinend ist der sich gegen seiner Meinung nach falsche Vorwürfe verteidigende Biograph selbst der Meinung, es wäre etwas Schlechtes, wenn er getan hätte, was ihm unterstellt wird.&lt;br /&gt;Was, mit Verlaub, wäre so schlimm daran, wenn Gandhi Sex mit Männern oder wenigstens einem Mann gehabt hätte? Wenn er Männer oder zumindest einen Mann begehrt hätte? Nicht diese oder jene Tatsachenbehauptung ist der Skandal, sondern die Reaktionen darauf. Dass offensichtlich viele in Indien die Vorstellung nicht ertragen können, ihr Nationalheld sei nicht bloß heterosexuell gewesen, ist ungeheuerlich. Darüber sollte man diskutieren. Nicht Gandhi oder Lelyveld und sein Text sollten das Thema sein, sondern die menschenverachtende Homosexualitätsfeindlichkeit gewisser Meinungsmacher in Indien.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-1696698080275679640?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/1696698080275679640/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/es-geht-nicht-um-gandhi.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1696698080275679640'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/1696698080275679640'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/es-geht-nicht-um-gandhi.html' title='Es geht nicht um Gandhi'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-8725880463921254009</id><published>2011-04-03T16:32:00.000+02:00</published><updated>2011-04-03T16:32:32.279+02:00</updated><title type='text'>Man sah erst schwarz, dann rot</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ich sagte es schon oft und sage es gerne wieder: Der Deutsche als solcher — den es selbstverständlich gar nicht gibt und der, wenn es ihn doch geben sollte, nicht nur in Deutschland vorkommt —, der Deutsche als solcher also hat als hervorstechendsten Charakterzug die Lust, Vorschriften zu machen, Vorschriften zu kennen und andere zur Einhaltung von Vorschriften anzuhalten. (Die berüchtigte deutsche Gründlichkeit und Ordentlichkeit, deren man in Deutschland allerdings in Wahrheit nur selten ansichtig wird, ist übrigens, wo sie ausnahmsweise doch mal vorkommt, nur ein Nebenprodukt dieser Vorschriftenmacherei und Vorschrifteneinhalterei.)&lt;/span&gt; &lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nicht zuletzt liegen dem Deutschen Vorschriften am Herzen, die Sprache und die politische Einstellung betreffen. Wenn er es &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„politische Korrektheit“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; nennt, ist er zwar dagegen, aber&amp;nbsp; so nennt er es nur bei anderen, er selbst verhält sich einfach regelkonform und erwartet das auch von anderen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Was denkt also solch ein mit allen einschlägigen Vorschriften gewappneter Durchschnittsdeutscher beispielsweise, wenn er irgendwo einen „Neger“ sieht? Er denkt: Neger darf ich nicht sagen, ich sage lieber Schwarzer oder, um’s deutlicher zu machen, Schwarzafrikaner, denn irgendwie muss man die Hautfarbe ja kennzeichnen dürfen,&amp;nbsp; gerade weil sie ohne Bedeutung ist, alle Menschen sind gleich, auf die Farbe der Haut kommt’s nicht an, also doch lieber bloß Afrikaner sagen und die Erwähnung Farbe weglassen, keinesfalls irgendwie darauf anspielen, das wäre ja rassistisch, und rassistisch will ich nicht sein. Jetzt muss ich nur noch aufpassen, dass auch niemand anderer rassistisch ist.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Und nun stellen wir uns vor, so ein Durschnittsdeutscher (der, wie ich zu unterstellen wage, vorzugsweise eine Durschnittsdeutsche ist) kommt zum Bäcker und sieht dort ein für Schokoladenkuchen, genauer: eine Schoko-Vanille-Sahne-Schnitte namens „Schoko-Traum“ werbendes Plakat, auf dem ein fast nacktes Negerkind, äh, ein ein sehr dunkelhäutiges Kleinkind, dessen Hautfarbe keine Rolle spielt, zu sehen ist. Rassismus pur, denkt die antirassistische Durchschnittsdeutsche, empört sich lautstark und randaliert.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;All das hat es, wie berichtet wird, tatsächlich gegeben. Die Bäckerei (mit Filialen in drei ostdeutschen Bundesländern, insgesamt 100 in ganz Deutschland) und die Werbung (auch im Internet), die antirassistische Empörung (ausgerechnet in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt), das Anpöbeln von Bäckereiwarenfachverkäuferinnen und das Zerstören der Plakate. Und nun kommt die Pointe: Das abgebildete Kind war nicht irgendein Kind, sondern das Kind einer Mitarbeiterin. Die Bäckereikette pflegt, wie man hört, immer wieder die Bilder von Kindern von Mitarbeiterinnen zu Werbezwecken einzusetzen, mit dem Einverständnis der Eltern, versteht sich. Diesmal nun, in der Aktionswoche für „Schoko-Traum“, war die Tochter einer Frau mit namibischem Migrationshintergrund zu sehen. Gewiss kein Zufall, denn die Kleine ist nun einmal süß und dunkelbraun, und der angepriesene Kuchen wohl auch. Von Rassismus also keine Spur.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Es sei denn, man nähme an, dass für Schokoladenkuchen auf keinen Fall mit einem schokoladenbraunen Mädchen geworben werden dürfte. Aber warum nicht? Darf auch für rosaroten Marzipankuchen nicht mit einem schweinchenfarbenen Kind geworben werden? Ist man nur dann nicht rassistisch, wenn man so tut, als gäbe es keine unterschiedlichen Körpermerkmale? Ist nicht erst die Abwertung auf Grund von „Hautfarbe“ rassistisch, sondern bereits jede Anspielung auf Pigmentierung?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Tatsächlich war nicht die werbende Bäckereikette rassistisch (die, wie man hört, in Namibia etwa 50 Mitarbeiter hat und dort auch Schulen und Entwicklungsprojekte unterstützt), sondern rassistisch waren die Empörer, die nämlich ihren eigenen, vorschriftsmäßig unterdrückten Rassismus auf das Plakat projizierten. Gewiss, über Reklame kann man oft so oder so denken, auch in diesem Fall. Aber man sollte keine Einstellungen unterstellen, die man nur unterstellen kann, weil man sie, wenn auch in der Gestalt der Negation, teilt. Ist es nicht eine besonders perfide Art von Rassismus, Menschen bei jeder sich bietenden Gelegenheit nur noch als Rassismusopfer wahrzunehmen? — Das kleine Mädchen heißt übrigens Sofihya. Was es vom „Schoko-Traum“ hält, wurde nicht berichtet.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-8725880463921254009?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/8725880463921254009/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/man-sah-erst-schwarz-dann-rot.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8725880463921254009'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/8725880463921254009'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/man-sah-erst-schwarz-dann-rot.html' title='Man sah erst schwarz, dann rot'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-5869206653889729644</id><published>2011-04-03T15:38:00.002+02:00</published><updated>2011-04-03T15:38:49.326+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='predigt'/><title type='text'>Laetare</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn also der Tod — nicht so sehr der eigene, als vielmehr der des geliebten Anderen — alles zu entwerten, alles in einen Abgrund der Sinnlosigkeit zu reißen droht; und wenn andererseits gerade aus der existenziell erfahrenen Nichthinnehmbarkeit des endgültigen Nichts die Notwendigkeit eines den Tod überwindenden und Leben garantierenden Erbarmens folgt — das freilich nicht zwingend bewiesen, sondern nur gehofft und geglaubt werden kann: Was heißt das dann für die eigene Lebensführung?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Zum einen können die irdischen Freuden und Leiden nicht ganz ernst genommen werden. Nicht, dass nicht wirklich gelitten und genossen, erfreut und betrauert werden könnte, aber Trauer und Freude, Genuss und Leid haben nicht das letzte Wort. Glaube und Hoffnung gegen darüber hinaus und haben Wesentlicheres zu sagen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Zum anderen können im Gegenteil Freud und Leid, Trauern und Genießen, gerade weil sie unter dem Vorbehalt ihrer Endlichkeit und Nichtendgültigkeit stehen, ganz und gar ernst genommen, ganz und gar angenommen, ganz und gar erlebt werden, denn wer glaubt und hofft, das mit dem Kontigenten nicht alles vorbei ist, kann Freude und Genuss als Vorfreude und Vorgenuss erfahren, auf das, was vielleicht noch kommt.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Und all das Leid, das eigene und das fremde? Mir hat da immer eine Notiz Franz Kafkas zu denken gegeben: „Nur hier ist Leiden Leiden. Nicht so, als ob die, welche hier leiden, anderswo wegen dieses Leidens erhöht werden sollen, sondern so, dass das, was in dieser Welt leiden heißt, in einer andern Welt, unverändert und nur befreit von seinem Gegensatz, Seligkeit ist.“&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ich verstehe das so: In dieser Welt besteht ein notwendiger Gegensatz zwischen dem, was sein soll, und dem, was nicht sein soll. Leiden ist Erfahren dieses Gegensatzes. Wie sollte man denn auch nicht unter Unrecht, unter Missgeschick, unter Mangel leiden? Niemand soll hungern oder krank sein, niemand soll bestohlen, betrogen und belogen werden, niemand soll entwürdigt, entrechtet, verfolgt, gequält, verletzt, getötet werden, niemand soll von Bildung und Unterhaltung ausgeschlossen werden — aber all das passiert und zwar, im Wesentlichen deshalb, weil Menschen es Menschen antun. Wie aber sollte man nicht darunter leiden, wenn es einem widerfährt? Widerfährt einem aber nicht das, was nicht sein soll, sondern das, was sein soll und wie es sein soll, dann ist das — vom „Gegensatz befreit“ — letztlich Seligkeit.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Streng genommen ist also nicht das Leiden das Üble, das nicht sein soll, sondern das, woran gelitten wird, soll nicht sein. Schlechtes soll nicht sein; was nicht sein soll, aber erfahren wird, ist schlecht. Leiden als Erfahrung dessen, was nicht sein soll, ist das Gegenstück zur Freude, die die Erfahrung dessen ist, was sein soll. Ja, für den, der an das Gute, Wahre und Schöne glaubt und seine Unvergänglichkeit erhofft, &lt;i&gt;ist&lt;/i&gt; Leiden eigentlich Freude, nur eben noch nicht befreit vom Gegensatz, sondern in diesen eingespannt und ihm verfallen. Leiden ist Leiden am falschen Endlichen. Freude ist Freude am ins Unendliche reichenden Endlichen. Denn was je sein sollte, wird immer gewesen sein. Und was nie sein sollte, wird nie gewesen sein.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-5869206653889729644?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/5869206653889729644/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/laetare.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5869206653889729644'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/5869206653889729644'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/04/laetare.html' title='Laetare'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-6628629488869779161</id><published>2011-03-27T19:39:00.000+02:00</published><updated>2011-03-27T19:39:14.610+02:00</updated><title type='text'>Gelassenheit oder Vertrauen?</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Robert Spaemann hat (jüngst in „Christ und Welt“) behauptet, die gelassenen Reaktionen der japanischen Bevölkerung auf die Katastrophen in ihrem Land machten den Unterschied zwischen dem ostasiatischen Buddhismus und dem christlichen Glauben deutlich. Zwar bewiesen die Japaner stoische Ruhe und Gelassenheit, was von Christen und Nichtjapanern nur bewundert werden könne. Dennoch hätten Christen einen Vorteil gegenüber den nichtchristlichen Japanern, nämlich Gott-Vertrauen. Das sei zukunftsweisender als stoisches Aushalten. Für Christen sei es möglich, die schlimmsten Dinge nicht nur resignativ hinzunehmen, sondern im Vertrauen anzunehmen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn  man den unangenehmen Unterton abendländischer Arroganz überhört, der  bei solchen Thesen unweigerlich mitschwingt, hier &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;aber&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; keineswegs als&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; intendiert &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;unterstellt werden soll, kann man sagen: &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;In der der Theorie klingt das gar nicht mal so übel. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Doch in der Praxis? Wer sind denn diese Christen, von denen Spaemann da phantasiert? Glaubt er im Ernst, Ähnliches wie Tsunami und Fukushima hätten in Europa oder den USA das Gottvertrauen gestärkt? Gewiss, manche nähmen ihre Zuflucht beim erhofften Reparaturdienst des Allmächtigen, der alles schon irgendwie wieder hinbiegen werde oder zumindest ein Plan habe. Aber die meisten im Westen, wären sie von dem japanischen Unglück Ähnlichem betroffen, mit Sicherheit keine Psalmen, sondern verfielen in hysterisches Gejammer. Warum ich? Warum jetzt? Warum so?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Schon jetzt sorgen sich die Bewohner der „christlichen“ Welt mehr um die möglichen Folgen für sich als um die wirkliche Lage der Japaner. Zählt denn Spaemann die Deutschen, in großer Zahl formelle Kirchenmitglieder, nicht zu den Christen oder zumindest zu Angehörigen einer christlich geprägten Kultur? Ist Deutschland aber nicht ein Land, dem mehr Stoizismus ganz gut täte, in dem nämlich für gewöhnlich über jede Kleinigkeit gejammert und geklagt wird? Von Gottvertrauen weit und breit keine Spur.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nein, man mag den Buddhismus, wenn der denn der denn der Grund für japanische Gelassenheit ist, für manches kritisieren, nicht aber für seine Unaufgeregtheit und seine Gegnerschaft zur Aufgeregtheit über das eigene Ego.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Es ist andererseits zweifellos die historische Schuld der real existierenden Christentümer, dem Kult der Innerlichkeit, dem moralischen Subjektivismus, dem konsumistischen Inidivualismus, der halb weinerlichen, halb größenwahnsinnigen Egomanie (auch in kollektivistischen Formen) Vorschub geleistet zu haben. Zurecht kritisiert Spaemann den uneingeschränkten Glauben an technische Fortschritte, wonach sich Wissen und Möglichkeiten dauernd vermehrten, woraus man ableite, dass diese unsere Zivilisation auf ewig weiterexistieren werde, eine Annahme, für die es, wie Spaemann zurecht feststellt, nicht den geringsten Grund gibt.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Gerade aber, wenn man die Relativität der christlich geprägten Kultur einsieht, kann das nicht ohne Folgen für Absolutheits- und Überlegenheitsansprüche der prägenden christlichen Kräfte sein. Zumindest müsste man — auch das eine christliche Tradition — scharf unterscheiden zwischen Ansprüchen und Verwirklichung, zwischen der Botschaft Jesu, der Lehre der Kirchen und dem gelebten Leben der Leute. Spaemann hat&amp;nbsp; in der Theorie womöglich &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Recht&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;. In der Praxis aber sieht es leider ganz anders aus.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-6628629488869779161?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/6628629488869779161/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/gelassenheit-oder-vertrauen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6628629488869779161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/6628629488869779161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/gelassenheit-oder-vertrauen.html' title='Gelassenheit oder Vertrauen?'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-129379130639619015</id><published>2011-03-27T19:15:00.000+02:00</published><updated>2011-03-27T19:15:17.007+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='predigt'/><title type='text'>Oculi</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Gott ist tot, heißt es, und wir haben ihn getötet. Aber nicht das ist die bemerkenswerte Botschaft, dass Gott tot ist — hierin irrte Nietzsche —, denn das Sterben eines Gottes ist von alters her fester Bestandteil der Lehren vieler Religionen. Vielmehr verdient das, was viele Religionen ebenfalls verkünden, die eigentliche Aufmerksamkeit: Er starb und stand von den Toten auf. Wenn das wahr ist, gibt es Hoffnung. Wenn nicht …&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Mir selbst ist es, wenn ich dies persönliche Bekenntnis wagen darf, nicht verständlich, wie man leben kann ohne Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Ich meine damit nicht den egomanischen Wunsch nach einem eigenen Weiterexistieren. Ob es mich gibt oder nicht, ist mir nicht so wichtig. Ich klammere mich nicht an mein Dasein und fürchte mich nicht vor dem Tod. Ich habe das eigene Totsein nie erlebt und kann darum nicht sagen, ob ich dafür oder dagegen bin. Was ich aber erlebt habe, ist das Sterben und Totsein anderer. Und da nun tut sich für mich die Notwendigkeit der Hoffnung auf. &lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ich kann nicht nachvollziehen, dass es Menschen gibt, die von einem anderen Menschen, den sie angeblich geliebt haben und er gestorben ist sagen können. Jetzt existiert er nicht mehr. Mir ist die Vorstellung, der geliebte Mensch sei ein Nichts, völlig unerträglich. Wie weiterleben, wenn er nicht mehr lebt?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Selbstverständlich kann man nun einwenden: Es geht dir nur um deine Gefühle, du willst die Realität nicht wahrhaben, kannst sie nicht ertragen und flüchtest dich darum in eine Illusion.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dem kann ich nichts entgegensetzen als meine Wahrnehmung der Wirklichkeit: Ich kann nun einmal nicht anders, ich kann die Endgültigkeit des Todes nicht anerkennen, ich verstehe nicht, wie das irgendjemand können kann.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wirklichkeit ist für mich das, was ich nicht beliebig so oder so verstehen kann, sondern unter den und den Bedingungen also so und so seiend hinnehmen muss. Ich mag es verändern können, aber zunächst einmal setzt es meinem Wunsch und Willen Widerstand entgegen. Real ist, was Grenzen zieht. Insofern ist mein Unvermögen, mit der Endgültigkeit des Todes des geliebten Anderen zu leben, Bedingung meiner Wirklichkeit.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das begründet noch keine Religion. Aber es hält zumindest offen für Transzendenz. Dass das, was immanent erfahrbar ist, was erklärbar und gewiss scheint, nicht alles sein kann, ist selbst eine Erfahrung innerhalb der Immanenz. Man könnte sagen, Immanenz ist ohne Transzendenz nicht denkbar. Und schon gar nicht erträglich.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-129379130639619015?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/129379130639619015/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/oculi.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/129379130639619015'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/129379130639619015'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/oculi.html' title='Oculi'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-311076172753593081</id><published>2011-03-26T11:08:00.006+01:00</published><updated>2011-03-27T11:10:23.094+02:00</updated><title type='text'>Kunstsperma</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;O Jahrhundert, o Wissenschaften, endlich ist es soweit! Der Beitrag der Männer zur Fortpflanzung, ohnehin schon bisher ziemlich gering, wird wohl demnächst überflüssig. Japanischen Wissenschaftlern, so heißt es, sei es gelungen, aus dem Hodengewebe von Mäusen voll funktionsfähige Spermatozoen zu züchten. Das sei, so heißt es weiter, prinzipiell auch beim Menschen möglich.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dieser wissenschaftliche Fortschritt ist zu begrüßen und seine baldige Ausbreitung zu wünschen. Sobald das Fabrizieren von Sperma im Laboratorium zum Standard wird, gibt es endlich für die verhängnisvolle Neigung mancher Männer, mit Frauen zu schlafen, keine Ausrede mehr. Die Fortpflanzung der Menschheit, bisher seltsamerweise vielen ein Anliegen und eine Sorge, ist dann etwas, was man getrost Reproduktionstechnikerinnen überlassen kann. Männer hingegen können sich auf den Spaß konzentrieren, aufs Ficken ohne Schwangerschaftsrisiko, ja ohne Schwängerungsmöglichkeit. Die Heterosexualität, diese ebenso unappetitliche wie unanständige (weil psychisch offensichtlich verstümmelnde) schlechte Angewohnheit, wird somit endgültig zum Auslaufmodell. Nur noch religiöse Fanatiker und andere Geisteskranke werden derlei praktizieren. Der glückliche Rest der Menschheit aber kann sich endlich von den Frauen und ihrer Fortpflanzerei emanzipieren. Hurrah!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-311076172753593081?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/311076172753593081/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/kunstsperma.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/311076172753593081'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/311076172753593081'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/kunstsperma.html' title='Kunstsperma'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-3437763697481509083</id><published>2011-03-25T14:44:00.006+01:00</published><updated>2011-03-27T14:46:19.360+02:00</updated><title type='text'>Beiläufiges zur Methode</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;In Diskussionen zu tagesaktuellen Themen stelle ich immer mal wieder fest, dass ich bei weitem nicht so viele Einzelheiten dazu anzugeben weiß, wie mancher Mitdiskutant (allerdings öfter noch durchaus mehr als manch anderer Mitdiskutierender). Woher die Leute die Zeit nehmen, sich so detailfreudig zu informieren, ist mir ein Rätsel. Mir genügen oft die groben Züge oder ein bestimmtes Detail, um mir eine, wie ich meine, angemessene, weil begründbare Meinung zu bilden. Trotzdem meinen manchmal manche, ich müsste, wüsste ich um diese oder jene von mir anscheinend nicht bedachte Einzelheit, meine Meinung ändern. Allerdings habe ich bisher meist die Erfahrung gemacht, nicht mein Urteil ändert sich, wenn ich noch mehr beiläufiges Material berücksichtige, sondern nur die Umständlichkeit, mit der es zu erklären ist. Man kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen und vor lauter Argumenten sieht man die Kriterien nicht mehr und unter lauter Informationen wird die Wahrheit begraben.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nun wäre es selbstverständlich falsch, sich aus Gründen bornierter Parteilichkeit und schierer Voreingenommenheit nur auf das zu beschränken, was einem in dem bestätigt, was man sowieso schon zu wissen glaubt. Andererseits wissen viele viel und verstehen doch nichts. Die gleichsam mittlere Lösung besteht für mich darin, nicht alles über alles, sondern bloß Relevantes über Bestimmtes wissen zu wollen. Wie man dahin gelangt, ist freilich im voraus nicht festgelegt, sondern eine Frage des Gespürs, der Intuition, der produktiven Einbildungskraft. Sowie ein klares Bewusstsein der eigenen Grundsätze.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenig hilfreich scheint mir nämlich der allzu überbordende Konsum meinungsstarker Medien. Bei allem Respekt vor gutem Jornalismus meine ich doch, dass eine gewisse intellektuelle Abgestumpftheit, ja Herzensroheit dazugehört, täglich mehrere Zeitungen zu lesen. Man müsste wohl ein Karl Kraus sein, um derlei unbeschadet zu überstehen, aber wer ist das schon. Die Wirklichkeit, so meine ich, besteht ja auch nicht aus den fein gesponnenen Synthesen irgendwelcher Leitartikel und spiegelt sich darin auch nicht unverzerrt wieder, sondern sie muss aus dem Rohmaterial der unzähligen heterogenen, widersprüchlichen, für sich genommen oft bedeutungsarm scheinenden Schnippseln und Splittern rekonstruiert werden, die aus Zufall oder selbst erst wieder herbeizudeutender Notwendigkeit durch die Kanäle des öffentlichen und privaten Lebens gespült werden.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass damit kein Plädoyer für das Geschwätz der virtuellen Stammtische des Internets gehalten werden soll, versteht sich hoffentlich von selbst. Auch dort geht es meinungsstark zu, nur dass die allermeisten Meinung noch weniger begründet sind als dort, wo handwerkliches Können und redaktionelle Einbindung gewisse Korrektive gewähren.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Eher scheint es mir sinnvoll, die verschiedenen Medien gegeneinander auszuspielen, hier das und dort jenes aufzuschnappen, niemals aber alles mitzunehmen und über dem Geordneten und Zugerüsteten das Zufällige und Rohe nicht zuvergessen. Um sich die Rosinen aus dem Kuchen picken zu können, muss man freilich unterscheiden können, was Rosine ist und was versehentlich mitgebackene Kakerlake. Extrapolation ist eben eine Kunst, die sich nicht jeder zutrauen sollte.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Beschränken aber muss man sich, sonst wird man beschränkt. Zu viele Details führen mit ziemlicher Sicherheit bei den meisten Medienkonsumenten zu Betriebsfehlsichtigkeit. Allzu viel gängige Informiertheit lässt leicht den kritischen Überblick verlieren und mit dem Hauptstrom schwimmen. Nicht, dass Vorurteile besser wären als Nachprüfungen, aber wer meint, das wahre Wissen zwanglos aus den üblichen Diskursen schöpfen zu können, sitzt schließlich doch bloß einem großen Haufen von Vorurteilen auf.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Es gibt auch da wohl eine Art Konformismus zweiter Stufe, ich nennen ihn den Hyperkonformismus, der darin besteht, nicht, nach Art der Konformisten, so denken zu wollen, wie man eben so denkt, sondern aus lauter Nüchternheit, Ausgewogenheit, Realismus das, was man so denkt, für die Realität zu halten, mit der man sich abfinden müsse. Der Konformist verzichtet auf ein eigenes Urteil, weil er sein will wie die anderen. Der Hyperkonformist erarbeitet sich ein eigenes, oft sehr kritisches Urteil und übersieht dabei, das die Kriterien dafür nicht von ihm stammen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ich für meinen Teil ziehe es jedenfalls nach wie vor vor, mir meine Meinung selbst zu bilden und mich dabei in Bejahung und Verneinung in der Regel weder — um zwei Pole zu benennen — an der „Bild-Zeitung“/„Kronenzeitung“ noch an der „FAZ“/„Presse“, weder am Rauschen des Internets noch an den Einseitigkeiten von (vermeintlichen) Fachleuten zu orientieren. Dass ich in der Wahl meiner Argumente oft intuitiv verfahre, spricht nicht gegen die Resultate, deren Wert sich an den Reaktionen erweist. Wenn ich an die Grenzen des Verständnisses gestoßen bin, habe ich mein Ziel erreicht. Dort, wo man mir nicht mehr zustimmen kann, sitzt nicht unbedingt mein Irrtum oder meine Täuschung (obwohl ich auch das keineswegs ausschließe), sondern meist das Vorurteil oder Ressentiment der anderen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Man spricht gern von Medienkompetenz, aber das klingt mir zu technisch. Ich spräche lieber von poetischer Phänomenologie oder intuitiver Mytho-Analyse. Die Erfahrung scheint mir recht zu geben. Denn ich kenne manchen, der Detailwissen um Detailwissen in der oder jener Sache anhäuft, darüber aber das Wesentliche übersieht und mit seinem Urteil nur zu dem gelangt, was ohnehin alle sagen. Mir genügt oft ein — und hier eben setzt das weder zu erklärende noch zu rechtfertigende Mythisch-Poetische ein — charakteristisches Detail, ein scharfer Blick auf Kontext und Hintergrund, um zu einer Beurteilung zu gelangen, die von der durch den Hauptstrom abweicht. Nicht aus Originalitätssüchtelei abweiche ich geradezu gewohnheitsmäßig vom Gewöhnlichen ab, sondern wiederum aus Erfahrung, nämlich der, dass das, was alle Welt so denkt, nicht das zu sein pflegt, was den Kern der Sache trifft. Woraus umgekehrt nicht folgt, jeder Unsinn, sei er nur abseitig genug, sei unfehlbar wahr.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Was ich hier über mein Verhältnis zu tagesaktuellen Diskussionen darzustellen bemüht war, gilt übrigens selbstverständlich auch für philosophische Auseinandersetzungen. Da mache ich im Grunde nicht viel Unterschied. Es ist, wie es ist: Ich erfasse die Wirklichkeit oder das, was ich für sie halte, eher in Emblemen und Chiffren, weniger in abstrakten Begriffen. (Deren so reibungslosem Funktionieren in den Denkmschinen berühmter Philosophen ich stets mit Unbehagen und Unverständnis zusehe.)&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Vielleicht aber kann ich das, was ich hier sagen wollte, gerade darum nicht besser sagen, als ich es versucht habe, weil es den Horizont meines Denkens ausmacht. Ich gelange darum nicht weiter als zum Anspruch auf argumentative Intuition und intuitive Argumentation. Überprüfbar sind die Ergebnisse solchen Bemühens erst in der Diskussion, im Dialog, denn niemand kann jenseits der Grenzen seines Denkens denken. Aber man kann sich von anderen sagen lassen, was sie denken, dass man denkt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-3437763697481509083?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/3437763697481509083/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/beilaufiges-zur-methode.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3437763697481509083'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/3437763697481509083'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/beilaufiges-zur-methode.html' title='Beiläufiges zur Methode'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-2499082673732706776</id><published>2011-03-23T18:29:00.001+01:00</published><updated>2011-03-23T18:29:53.994+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zitat'/><title type='text'>Aufgeschnappt (bei einer Diva)</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;I, along with the critics, have never taken myself very seriously.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;i style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Elizabeth Taylor (1932-2011)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-2499082673732706776?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/2499082673732706776/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/aufgeschnappt-bei-einer-diva.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2499082673732706776'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2499082673732706776'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/aufgeschnappt-bei-einer-diva.html' title='Aufgeschnappt (bei einer Diva)'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-2334788507893910712</id><published>2011-03-20T18:10:00.000+01:00</published><updated>2011-03-20T18:10:38.142+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='predigt'/><title type='text'>Reminiscere</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nein, selbstverständlich bedarf es nicht des Fastens, auch nicht des rituellen, und nicht der Fastenzeit, um sich der eigenen Bedürftigkeit bewusst zu werden und die eigenen Bedürfnisse im Hinblick auf ihre Manipuliertheit zu kritisieren. Aber die Fastenzeit steht so schön quer zum Strom der Zeit, dass es eine Schande wäre, nicht ihre Partei zu ergreifen und ihre Fahne gegen die konsumistische Gleichgültigkeit hochzuhalten.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Was hat der Mensch und was davon braucht er wirklich? Was fehlt ihm? Die Welt besteht nicht nur aus Elend, sondern auch aus Not. Was aber ist wirklich nötig und wofür?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Gesetzt, man entbehrte nichts von dem, was die Welt zu geben hat, es fehlte nicht an Hab und Gut, nicht an Freude und Freudschaft, nicht an Kurzweil und Bildung, nicht an Leidenschft und Muße, nicht an Ruhm und Macht. Wäre das alles?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das letzte Hemd hat keine Taschen. Wenn einer auch alles gehabt und alles genossen hätte, er nähme nichts mit über den Tod hinaus. Der Weise mag sich damit beruhigen, dass er nicht tot ist, solange er lebt, und wenn er tot ist und nicht mehr lebt, es ihn auch nicht mehr sorgen muss, dass ihm nichts bleibt. Hinterbliebene sollte das nicht trösten können. Der Andere ist tot und ich lebe. Sein Verlust ist mein Verlust. Schal wirkt der Versuch, sich mit dem Gerede vom Weiterleben in der Erinnerung darüber hinwegzuschwindeln, dass der andere tot ist und ich das weiß.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Erbarmungsloserweise endet das Leben mit dem Tod. Der Tod ist das Kriterium des Lebens. Die einen sagen, es komme darauf an, was man im Leben gehabt habe. Die anderen sagen, es komme darauf an, was man im Tod verliere. Ich glaube, es kommt auf das an, was man nie besitzen und nie verlieren kann. &lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das Leben ist das Kriterium des Todes. Das Leben muss weitergehen. Aber nicht im Sinne der Vertröster, der Beschwichtiger, der Abwiegler. Sie zerreden den Tod, als ob sie nicht richtig zugehört hätten. Das Leben muss weitergehen, weil der Tod des Anderen nicht hinnehmbar ist. Besonders dann nicht, wen er immer noch geliebt wird.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das Leben muss weitergehen. Hienieden kann es das nicht oder nur bis zum nächsten Sterben. Es muss weitergehen, wenn es je Sinn gehabt haben soll. Daran hängt alles, aber nichts, was man hat und woran man hängt, kann das ermöglichen. Der Tod, nämlich der Tod des anderen, der totale Weltverlust, den ich erleide, weil er ihm widerfahren ist, ist die unstillbare Not, aus der sich die Notwendigkeit einer Lösung ergibt.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Fastenzeit arbeitet auf den Tod hin. Einer wird sterben, darum geht es. Er ist schon gestorben — und auferstanden. Das ist der Mythos der Christen. Man mag an ihn glauben oder nicht, am Ende ist man, ob man’s schon weiß oder nicht, vor die Wahl gestellt, sich der äußersten Not zu stellen. &lt;i&gt;Gott ist tot. &lt;/i&gt;Wer lebt?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-2334788507893910712?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/2334788507893910712/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/reminiscere.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2334788507893910712'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2334788507893910712'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/reminiscere.html' title='Reminiscere'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-7694496164572496264</id><published>2011-03-20T17:29:00.001+01:00</published><updated>2011-03-21T04:29:03.106+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='wulff'/><title type='text'>Ordnung und Werte</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Fast hätte man schon vergessen können, dass die Republik sich dieses kostspielige Dekorationspöstchen überhaupt leistet, so wenig ist das bundesdeutsche Staatsoberhaupt in letzter Zeit in der breiten Öffentlichkeit aufgefallen. Einige Monate ist es nun schon her, dass Christian Wulff mit dem Satz, der Islam gehöre zu Deutschland, für Schlagzeilen und so etwas Ähnliches wie eine Debatte sorgte. Dem Islam bzw. der deutschen Besessenheit von diesem Thema verdankt Wulff es nun auch, dass ein paar Sätze von ihm wieder als Agenturmeldungen durch die Medien huschen. Dabei war es in dem Interview, das am 17. März in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erschien, nur am Rande um die Jünger des Propheten gegangen, vielmehr hatte sich Wulff zu seinem eigentlichen Lieblingsthema geäußert: Osnabrück. Doch dann kommt die Rede auch auf das Zentrum für Islamstudien an der Osnabrücker Universität, und der Bundespräsident macht in diesem Zusammenhang die Bemerkung: „Die Toleranz und Offenheit unserer Gesellschaft erfordern im Gegenzug aber auch die Bereitschaft der Muslime, unsere Werte, unsere Ordnung anzuerkennen und zu verteidigen. Es braucht einen aufgeklärten Islam, der die Trennung von Kirche und Staat anerkennt.“&lt;br /&gt;Dazu kann man einiges anmerken. Zunächst: Muslime gehören keiner Kirche an, von der „Trennung von Kirche und Staat“ wären sie also nur indirekt betroffen. Aber vermutlich meint Wulff ohnehin allgemein „Trennung von Religion und Staat“. Dieses Ideologem ist ebenso beliebt wie verlogen. In Wahrheit ist damit ja gar nicht Trennung gemeint, sondern die Unterordnung des Religiösen unter das Staatliche. Etwas, was seinem Wesen nach gar nicht bloße Privatsache sein kann, wird als solche beiseitedefiniert und dem Weltlichen nachgeordnet. Der Staat gibt vor, was Religion darf und was nicht. Im Zweifelsfall gelten seine Normen, nicht die der Religionen.&lt;br /&gt;Gewiss, das ist „aufgeklärt“, nämlich im Einklang mit den Vorurteilen des Säkularismus. Es ist aber auch, wie gesagt, verlogen. Befürwortete nämlich zum Beispiel Wulff wirklich eine Trennung von Religion und Staat, dann dürfte er sich als Bundespräsident, also als Staatsorgan, gar nicht zu etwas Religions- und nicht Staatsbezogenem, also auch nicht zum Islam äußern und ihm vorschreiben wollen, er habe aufgeklärt zu sein. So wenig wie der Islam in die Politik dürfte sich dann die Politik in den Islam einmischen. Ob eine Religion „aufgeklärt“ ist oder nicht, mag der Staat anhand von politisch oder juristischen Kriterien feststellen wollen dürfen, aber ihre Theologie darf er ihr nicht vorschreiben wollen. Jedenfalls nicht, wenn es ihm mit der geforderten „Trennung“ ernst ist.&lt;br /&gt;Nicht besser steht es um Wulffs Forderung nach einer „Bereitschaft der Muslime, unsere Werte, unsere Ordnung anzuerkennen und zu verteidigen“. Von welcher Ordnung spricht der gute Mann? Vermutlich die deutsche Rechtsordnung vom Grundgesetz abwärts. Diese gilt jedoch, dem staatlichen Verständnis nach, so oder so, ob sie sie nun anerkannt wird oder nicht, und ist für alle gleichermaßen verbindlich. Welchen Zweck hätte da eine „Anerkennung“ durch Muslime? Warum sollen diese eigens anerkennen müssen, was alle anderen stillschweigend hinnehmen dürfen? Ist die deutsche Rechtsordnung etwa etwas im Kern Nicht-Islamisches, gar Anti-Islamisches, sodass ihre „Anerkennung“ im Grunde eine Unterwerfung und ein Abschwören bedeuten soll: Wir sind insoweit nur Muslime, wie der deutsche Staat es uns erlaubt. &lt;br /&gt;Anerkennen und verteidigen: Worin soll diese Verteidigung bestehen? Der Staat fordert die Einhaltung der Rechtsordnung und erzwingt sie im Zweifelsfalle, er verteidigt sie gegen Missachtung und besitzt dabei das Gewaltmonopol. Was hätten die Muslime in Deutschland, von den viele gar keine deutschen Staatsbürger sind, da zu verteidigen? Sollen sie Lobeshymnen singen auf das Grundgesetz und seine tollen Menschen- und Bürgerrechte? Dann muss man sie auch uneingeschränkt man diesen teilhaben lassen — und sie nicht, wie es nun einmal deutsche Realität ist, als Nichtbürger und Menschen zweiter Klasse behandelt.&lt;br /&gt;Unsere Ordnung und unsere Werte. Das mit der Ordnung mag noch verständlich sein. Aber welche „Werte“ meint Wulff? &lt;br /&gt;Welche Werte gelten denn in Deutschland, die anderswo so nicht gelten? Was macht Deutschland zu etwas Besonderem? Dass jedes sechste Kind in Armut lebt? Dass man weltweit der drittgrößte Waffenexporteur ist? Dass das ästhetische Ideal der Mädchen das „model“ (auf Deutsch: das magersüchtige Flittchen) ist? Dass die meistgelesene Zeitung auch die verdummendste ist? Dass hierzulande die Zahl der christlichen Gottesdienstbesucher unter der Einschaltquote von „Wetten dass …?“ liegt? Dass das Nationalgericht die Currywurst und Pommes Schranke ist? Dass usw. usf.&lt;br /&gt;Kurzum, ist denn Deutschland, so wie es ist, wirklich so großartig, dass alle, die hierherkommen, sich nichts besseres wünschen können, als ganz schnell so zu werden, wie „die Deutschen“, nämlich die bisherigen, schon sind, und das für gut zu halten, was die für gut halten? Kann am deutschen Werte-Wesen wirklich der Islam genesen?&lt;br /&gt;Oder meint Wullff nicht bloß deutsche, sondern ganz allgemein westliche „Werte“? Für die ja Deutschen, denen man 1945 den Nazismus erst herausprügeln musste, recht spät berufene Experten sind. In Deutschland hat man „Demokratie“ und „Menschenrechte“, bei aller Liebe, nicht gerade erfunden. Allerdings bezeichnen diese beiden schönen Vokabeln in Wahrheit auch nicht die wirklichen „Werte“ des Westens, sondern vernebeln (von Ausnahmefällen abgesehen) bloß die tatsächlichen Interessen und Praktiken. Die westliche Wirklichkeit ist und war Ausbeutung und Umweltzerstörung, Verdummung und Entseelung. Der Westen, dass ist Kapitalismus, Imperialismus, Kolonialismus und militärisch-industrielle Globalisierung.&lt;br /&gt;Das alles meint Wulff nicht. Er müsste es aber meinen, wenn er wirklich etwas sagen wollte. So bleibt seine Rede von Ordnung und Werten bloßes Gewäsch. Ich bin weder Moslem, noch habe ich vor, einer zu werden. Wäre ich einer und lebte in Deutschland, ich fände Wulffs Forderung nach „aufgeklärtem Islam“ eine Frechheit, solange es der deutsche Staat nicht schafft, sich ein „aufgeklärtes“ Staatsoberhapt zu geben, also eines, das nicht ideologische Versatzstücke nachplappert, sondern den Tatsachen ins Auge blickt. Es gibt zwar in jedem Land ein gewisses Recht auf gedeihliches Zusammenleben und darum eine gewisse Verpflichtung dazu. Eine Pflicht für in Deutschland Lebende, „deutsch“ zu werden, gibt es nicht. Und kein Recht des Staates, derlei einzufordern. Schon gar nicht im Namen von Toleranz und Offenheit, Ordnung und Werten.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-7694496164572496264?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/7694496164572496264/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/ordnung-und-werte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7694496164572496264'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7694496164572496264'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/ordnung-und-werte.html' title='Ordnung und Werte'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-7420818821350496657</id><published>2011-03-13T19:48:00.002+01:00</published><updated>2011-03-14T00:30:18.126+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='predigt'/><title type='text'>Invocabit</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Die grundlegende Bedürftigkeit des Menschen ist nicht zu leugnen. Er muss haben, um sein zu können, und er muss bekommen und behalten, um am Leben zu bleiben. Auch darum sind Menschen aufeinander verwiesen. Doch dem gedeihlichen Zusammenwirken sind Grenzen gesetzt, denn statt dass alle für jeden einzelnen sorgen, kümmert sich fast jeder vor allem um das, was er für das Seine hält. Was du hast, habe ich nicht, denkt man, und was ich habe, hast du nicht. Deine Bedürfnisse sind also die Freinde meiner Bedürfnisse.&lt;br /&gt;An den Grenzen gemeinsamer und wechselseitiger Versorgung ist allerdings nichts „natürlich“. So wenig wie meine Freiheit dort aufhört, wo deine beginnt — weil vielmehr die Freiheit des einen die Freiheit des anderen ermöglicht —, so wenig schränken dein Bedarf und deine Bedürfnisse meinen Bedarf und meine Bedürfnisse prinzipiell ein. Zusammenarbeit wäre hier allemal fruchtbringender als Ressourcen vernichtendes Gegeneinander.&lt;br /&gt;Die modernen Herrschaftstechniken, ja vielleicht Herrschaftstechniken überhaupt, beruhen darauf, die Bedürftigkeit der einen gegen die der anderen auszuspielen. Die Gesellschaft wird als so strukturiert gedacht, dass die einen die anderen in ihrer Bedarfsdeckung und Bedürfnisbefriedigung bedrohen, woraufhin dann die Lösung allein in der Anerkennung einer übergeordneten Macht bestehen soll, die alle in Schach hält. Es geht uns gut, es könnte uns schlechter gehen, also soll alles bleiben, wie es ist. Das ist der Trick. &lt;br /&gt;Man muss nun aber sehr vielen etwas vorenthalten, um ganz wenigen sehr viel zu verschaffen. Und um vielen etwas vorzuenthalten, muss man einige gut versorgen. Das gilt auch in globaler Dimension. Es darf freilich nicht so sein, dass die einen nichts und die anderen alles haben, zumindest nicht nebeneinander, denn zu große sichtbare Unterschiede drohen zu gewaltsamem Ausgleich zu führen. Also muss einerseits für ein kompliziertes Gegeneinander, andererseits für Ablenkung und Zerstreuung gesorgt werden. Abhängigkeit, Komplizenschaft, Amüsement und Verdblödung regieren die Welt.&lt;br /&gt;Was dagegen zu tun wäre, ist offensichtlich: den Verblödungszusammenhang durchbrechen, den schalen Spaß verderben, die aktive und passive Konformität aufkündigen und sich von angeblichen Sachzwängen und vermeintlichen Notwendigkeiten emanzipieren. Kurzum: sich um das Wesentliche kümmern.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Bloß wie? Wenn unter den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen materielle Unabhängigkeit nicht wirklich erreichbar scheint, so könnte doch immerhin mit geistiger Unabhängigkeit begonnen werden. Bedürftigkeit mag Voraussetzung sein, aber das macht sie nicht unreflektierbar. Bedürfniskritik wäre also ein guter Anfang. Was brauche ich wirklich? Was habe ich aus falschen Gründen? Warum will ich, was ich will? Wer will das?&lt;br /&gt;Der Mensch ist kein Tier, er ist dem, was man für seine Instinkte halten möchte, nicht widerstandslos ausgeliefert. Er kann, aber er muss nicht. Seit Urzeiten ist darum der bewusste Verzicht gerade auf das, was unabdingbar scheint — Nahrung etwa —, den Menschen wesentlich, um sich dem Alltäglichen, Gewöhnlichen, Vorherrschenden zu entziehen und ihre Freiheit zurückzugewinnen. Der moderne Mensch scheint das vergessen zu haben. Die vorösterliche Fastenzeit wäre eine gute Gelegenheit, es ihm wieder in Erinnerung zu rufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Auch die Ereignisse in Japan können gerade in dieser Hinsicht zu denken geben. Es ist ja der maßlose „Energiehunger“ des modernen Wirtschaftens, der in den Aberglauben der verlustlosen Beherrscharkeit der Nukleartechnologie hineingetrieben hat — falls diesen Glauben wirklich jemals &lt;/i&gt;&lt;i&gt;jemand &lt;/i&gt;&lt;i&gt;hatte und ihn nicht nur Interessierte anderen aufzuerlegen versuchen. Gewiss sind Erdbeben und Flutwellen unverfügbare äußere Einwirkungen, doch so, wie der Mensch lebt, so wird er auch von den Naturgewalten erreicht. Schlagartig kann alles wegbrechen, woran man eben noch sein Herz gehängt hatte, und so erschreckend viele sind jetzt schon froh, wenn sie halbwegs davon gekommen sind und ein Dach über dem Kopf, ausreichend Nahrung, trockene Kleidung und dringend benötigte Medikamente haben. Wenn es Situationen gibt, in denen der kostbarste Besitz schon eine Decke ist, warum glaubt der Mensch dann eigentlich sonst sehr oft, so vieler irdische Güter zu bedürfen?&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-7420818821350496657?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/7420818821350496657/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/fastenpredigt-i.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7420818821350496657'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7420818821350496657'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/fastenpredigt-i.html' title='Invocabit'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-4152011731913289746</id><published>2011-03-12T17:53:00.000+01:00</published><updated>2011-03-12T17:53:49.781+01:00</updated><title type='text'>Katastrophe und „Kultur“</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;„Angesichts der Katastrophe in Japan kommt uns die Feuilletonrundschau ziemlich unwichtig vor. Hier ist sie dennoch (…)“, heißt es bei „Perlentaucher“. Hier lässt der unschuldig wirkende Ungeist kurz seine Maske fallen, als er zwischen der Rolle der Routine und der der Betroffenheit wechselt und wieder zurück. Vor neuneinhalb Jahren, als das symbolischen Universum des Westens endlich die Kränkung real erfahren durfte, die es sich schon so lange zurechtphantasiert hatte, waren ähnliche Fragen zu hören gewesen und bei anderen Gelegenheiten wie dem Weihnachtstsunami 2004 auch. Darf man, wenn alle das gerade aktuelle Unglück bestaunen, weiter von Kunst und Musik, Literatur und Philosophie reden?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Antwort ist einfach: Wenn man sich je damit beschäftigen darf, dann auch dann. Wenn das alles aber sowieso nur belanglose Spielerei ist, dann ist es in den Verhältnissen, in denen wir leben, immer schon Unrecht, nicht erst, wenn besonders hervorgehobene Unglücksfälle eintreten.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Für viele ist offensichtlich die in den Feuilletons verhandelte „Kultur“ bloß Zeitvertreib (oder Geschäft). Wie „Sport“, nur eben mit Denken. Gerade wenn dem so ist, stellt sich tatsächlich die Frage, ob all das Geblödel und Geschwafel, all das Zeittotschlagen und Materialverschwenden wirklich so harmlos ist, wie man es gerne haben möchte. Dient dann der ganze Kulturbetrieb nicht einfach der Zerstreuung und Ablenkung, damit die Leute aufs Wesentliche nicht aufmerksam werden?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Ereignisse in Japan und ihre heute noch gar nicht abzuschätzenden Folgen sind schrecklich, das stimmt, und es kann einem schon den Appetit auf Amüsement verschlagen, wenn man an die Ertrunkenen und Verstrahlten denkt. Aber finden furchtbare Katastrophen nicht jeden Tag statt?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Eben war ja noch Libyen ein Thema. Doch nicht nur dort sterben Menschen in Kriegen und anderen gewaltsamen Auseiandersetzungen. Andere verrecken an vermeidbaren Krankheiten oder an Unterernährung. Kurzum, die Welt ist für viele, viel zu viele eine reale Hölle. Sie ist erfüllt von himmelschreiendem Unrecht aber rings um das, was Fernsehen und Internet thematisieren, herrscht bemerkenswerte Stille.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wozu „Kultur“, wenn sie zum Wesentlichen schweigt? Muss sie unbedingt so geistlos sein, wie die, die von ihren Effekten profitieren, sie haben möchten? In Wahrheit muss die Frage nach der Berechtigung von Feuilletons in Zeiten des Unglücks nämlich ganz anders gestellt werden als anhand der bloß eingebildenten Alternative von „Kultur statt Katastrophe“ oder „Katastrophe statt Kultur“. Man sollte vielmehr endlich aufhören, so zu tun, als wüsste man nicht, dass „Kultur“ ein wichtiger Teil des Katastrophischen &lt;i&gt;ist&lt;/i&gt;, das sie nur ausschnittsweise thematisiert.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn es also angesichts der wirklichen Verhältnisse, in den Menschen leben — nicht zuletzt die außerhalb der Horizonte des Westens —, je legitim ist, Bücher und Artikel zu schreiben und zu lesen, Musik zu komponieren, sie aufzuführen und zu hören, Bilder und anderes zu herzustellen, auszustellen und zu betrachten, Theater zu machen und ins Theater zu gehen, wenn es je legitim ist Wissenschaft zu treiben und über Gott und Welt, Recht und Unrecht, Glück und Unglück, Wünsche und Möglichkeiten nachzudenken — dann ist es das auch jetzt. Und wenn es das sonst nicht ist, sollte es ab heute gefälligst endlich so werden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-4152011731913289746?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/4152011731913289746/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/katastrophe-und-kultur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4152011731913289746'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/4152011731913289746'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/katastrophe-und-kultur.html' title='Katastrophe und „Kultur“'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-7000716952485422524</id><published>2011-03-09T00:20:00.001+01:00</published><updated>2011-03-09T01:57:43.789+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='fastenzeit'/><title type='text'>„… ist alles vorbei“</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Selten noch habe ich mich auf einen Aschermittwoch so gefreut wie auf diesen. Die alle Fernsehkanäle verstopfende Feierlaune des losgelassenen Spießertums war diesmal besonders aufdringlich. Warum die Leute glauben, sie müssten sich verkleiden und schunkeln, damit man sie als Narren erkennt, weiß ich nicht, mir gelingt das doch das ganze Jahr über auch so. Außerdem: Lustig geht anders. Wenn das Fröhlichkeit ist, bin ich lieber schwer depressiv. Ohnehin ist mir ein Rätsel, wie man auf Kommando gut drauf sein kann. Zumal der Sinn des vorschriftsmäßigen Ausgelassenheit gänzlich abhanden gekommen sein dürfte. Denn eigentlich hatte, wer ab heute nicht fastet, weder Anlass, noch Grund, noch Recht, den Fasching zu feiern. Und Fasten meint, wohlgemerkt, nicht „Entschlackung“. Es geht keineswegs um Wellness, sondern um Konsumverzicht.&lt;br /&gt;Im real existierenden Totalkonsumismus wäre das freilich eine Monstrosität. Und kommt darum gar nicht ernsthaft in Frage. Zwischen Aschermittwoch (gern mit Heringsschmaus) und Ostern herrscht vielmehr ungestörter Geschäftsbetrieb. Längst sind ja auch Ostereier im Handel erhältlich — wer die dann uralten Dinger in sieben Wochen noch fressen soll, weiß der Teufel. Auch der Osterhase spukt (wie vor einem halben Jahr der Weihnachtsmann) schon lange vor dem Fest durch die Dekoration, weshalb das eigentlich zu Feiernde gar nicht mehr zum Vorschein kommen kann. Zumal es nichts mit Hasen oder Eiern zu tun hat.&lt;br /&gt;Gottes Sohn ist gestorben und auferstanden? Der Durchschnittsbürger der westlichen Industriegesellschaften reagiert darauf bestenfalls mit einem Schulterzucken. Er hat andere Sorgen als die Ewigkeit. Er fragt sich lieber: Was und wie konsumiere ich heute?&lt;br /&gt;Kurzum: Nie war Fastenzeit so nötig wie heute. Schon immer war das die einzige Karnevalsliedzeile, die mir wirklich zu Herzen ging: „Am Aschermittwoch …“&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-7000716952485422524?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/7000716952485422524/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/ist-alles-vorbei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7000716952485422524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/7000716952485422524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/ist-alles-vorbei.html' title='„… ist alles vorbei“'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-140641991513167021</id><published>2011-03-01T12:44:00.003+01:00</published><updated>2011-03-03T15:11:35.961+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='politik'/><title type='text'>Einer geht doch</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Gänsefüßchen und Fußnoten: Um solche Sorgen kann sich Deutschland vom Rest der Welt durchaus beneiden lassen. Aber nun dürfte das wochenlange Gezerre und Gezetere um eine abgeschriebene Abschlussarbeit ja wohl endlich ein Ende haben, denn Baron Guttenberg ist als Verteidigungsminister zurückgetreten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Damit verliert das Land einen einen Politiker, der intelligent, dynamisch und rhetorisch begabt erschien und erstaunlicherweise trotzdem Popularität genoss. Dass ich selbst&amp;nbsp; mit dem Mann&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; politisch&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; nicht auf einer Linie liege, brauche ich kaum eigens zu betonen. Gleichwohl kann ich seine ungewöhnliche Begabtheit respektieren, deren Erscheinungsbild umso außergewöhnlicher ist, wenn man sie mit dem Auftreten des übrigen deutschen politischen Personals vergleicht. Neben den Merkels und Westerwelles, den Brüderles und Schavans, den Mappüssen und Scholzens dieser Republik musste Guttenberg tatsächlich als Lichtgestalt erscheinen. (Von den zu Politikerdarstellern umfunktionierten Kleingartenzwergen alpenländischer Provenienz gar nicht zu reden.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass die Öffentlichkeit es ihm weitgehend nicht übel nahm, dass er reden kann und ein sicheres Auftreten hat, war wie gesagt erstaunlich. (Das mit dem angeblichen &lt;i&gt;glamour&lt;/i&gt; habe ich übrigens nie verstanden. Ich finde nicht einmal, dass der Mann gut aussieht. Aber &lt;i&gt;de&lt;/i&gt;&lt;i&gt; gustibus&lt;/i&gt; …) Doch wer in Deutschland bei den einen beliebt ist, braucht sich um die Häme der anderen nicht zu sorgen. Ich erinnere mich des Auftrittes eine Kabarettisten, der in einer Nummer nichts anders tat, als sämtliche Vornamen Guttenbergs aufzuzählen und ihn damit für erledigt zu erklären. Primitiver kann Gehässigkeit nicht sein. Als ob der Baron etwas für seinen Taufschein könnte!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Überhaupt, der stets erwähnte „Adel“! Dass dessen gesetzliche Abschaffung nach dem ersten Weltkrieg nichts als eine spießbürgerliche Pöbelei war, zeigt sich daran, dass, wenn es den Bürgerlichen gefällt (und es gefällt ihnen fast immer), der rechtlich gar nicht mehr bestehende Adel doch immer wieder aufs Tapet kommt. Für die, die vormalige Adelstitel und Prädikate als „Namensbestandteile“ auf den Lebensweg mitbekommen haben, scheint es kein Recht zu geben, als Gleiche unter Gleichen behandelt zu werden. Guttenberg kann dafür nichts, dass seine Vorfahren Freiherren waren und er selbst den „Freiherrn“ im Namen hat. Darauf herumzureiten, wie es Land auf, Land ab, während seiner sämtlichen Amtszeiten als CSU-Generalsekretär, als Wirtschafts- und als Verteidigungsminister geschah, ist unter jedem erträglichen Niveau politischer Auseinandersetzung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Und die Fußnoten und Gänsefüßchen, über die der sogenannte Lügenbaron zuletzt doch noch gestolpert ist? Banalitäten, die überhaupt nichts mit seiner Politik nichts zu tun haben. Für diese hätte man ihn kritisieren sollen, nicht für den akademischen Quatsch. Mutti darf bleiben, aber Gutti muss gehen? Das verstehe, wer will. Ich verstehe es nicht und billige es nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Gewiss, Abschreiben ist kein Kavaliersdelikt. Obwohl Millionen von Schülern das ganz anders sehen. Doch ist mit dem Abgang des Plagiators denn nun der gute Ruf des Wissenschaftsbetriebes wirklich gerettet? Meiner Meinung nach haben sich die Zigtausenden von Doktoranden und Doktorierten, die mit einem Offenen Brief an die Kanzlerin gegen das Bagatellisieren des Plagiierens protestiert haben, mit Verlaub, recht lächerlich gemacht. Wer außer Dissertanten und Dissertierten nimmt den Dissertationen heutzutage noch ernst? Die Abertausende von akademischen Arbeiten, die Jahr für Jahr produziert werden, sind fast ausnahmslos ohne jede Bedeutung. Dass sich die Protestierer an die Relevanz ihrer Titelchen klammern, ist verständlich, bilden sie doch einen Teil des bisschen symbolischen Kapitals, dessen sie für ihre in der Regel höchst bescheidenen Karrieren so dringend bedürfen. Aber für den Rest der Gesellschaft geht es da bloß um irgendeine Formalität, die halt abzuhaken ist, weil es nun einmal irgendwie dazugehört.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Guttenbergs Geschummel (und Muttis Augen-zu-und-Durch-Politik) soll das Ansehen der Wissenschaft beschädigt haben. Aber ist die Juristerei überhaupt eine Wissenschaft?&amp;nbsp; Und grundsätzlicher gefragt: Sind die universitären Ausbildungsgänge überhaupt noch in einem substanziellen Sinne wissenschaftlich? Ist die Wissenschaft von heute überhaupt noch etwas, was in jedem Fall Respekt verdient, einfach weil sie ihn beansprucht? Das sind Fragen, die vom Umgang der Institutionen mit der Guttenberg-Affäre verdeckt und durch das nunmehrige Ende der Affäre keineswegs beantwortet werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Es ist so oder so kein guter Tag, an dem Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg als Bundesminister der Verteidigung zurückgetreten ist. Deutschland hat damit kein einziges seiner Probleme gelöst. Es hat sich aber eines talentierten Politikers entledigt. Kommt es zu keinem &lt;i&gt;come-back&lt;/i&gt;, wird man ihn wohl an die Wirtschaft verloren haben. Ob das besser ist?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-140641991513167021?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/140641991513167021/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/einer-geht-doch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/140641991513167021'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/140641991513167021'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/03/einer-geht-doch.html' title='Einer geht doch'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-2810244669300623280</id><published>2011-02-28T13:11:00.001+01:00</published><updated>2011-03-01T13:14:14.936+01:00</updated><title type='text'>Erdogan hat Recht</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Mischt der türkische Ministerpräsident Recip Erdogan sich, wie es nun vielfach heißt, ungebeten ein in innerdeutsche Integrationsdebatten? Unsinn. Immerhin geht es um türkische Staatsbürger, auch wenn sie in Deutschland leben. Da soll der türkische Regierungschef nicht zuständig sein?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Mit seiner diesjährigen Rede in Düsseldorf sorgt Erdogan wieder für Aufsehen. Im Vorjahr forderte türkische Gymnasien in Deutschland, diesmal erklärte er, türkische Kinder sollten zuerst Trürkisch und dann Deutsch lernen.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Beides macht allerdings durchaus Sinn. Das deutsche Bildungssystem diskriminiert alle, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Dabei ist es eine gängige pädagogische Erkenntnis, dass, wer seine Herkunftssprache beherrscht und mit dieser Befähigung ernst genommen wird, auch im Umgang mit der Mehrheitssprache und anderen Bildungsgegenständen besser zurecht kommt.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass die in Deutschland lebenden Türken ein Recht auf ihre Sprache haben, versteht sich ja eigentlich von selbst. Das beeinträchtigt auch in keiner Weise ihre „Integration“ (worin auch immer diese ansonsten bestehen mag). Etwas anders wäre die Situation, wenn die in Deutschland Geborenen oder lange hier Lebenden vom Gesetz zu Deutschen gemacht würden. Da sie aber als Ausländer gelten und auch so, nämlich als nicht vollwertige Bürger behandelt werden, gibt es auch keine Verpflichtung ihrerseits, sich dem deutschen Staat, der sie zurückweist, und der — ja übrigens gar nicht verfassungsmäßig vorgeschriebenen — deutschen Sprache besonders verbunden zu fühlen. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Und warum übrigens sollen Türken weniger Recht auf ihre Muttersprache haben als Dänen und Sorben? Weil sie Einwanderer sind (wie die Deutschen, die ja auch erst nach den Sorben usw. ins Land gekommen sind)?&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Politiker und „Experten“, die sich nun wieder reflexhaft über Erdogans Rede erregen, täuschen über das eigentliche Problem hinweg: Wie geht die Mehrheitsgesellschaft mit ihren Minderheiten um? Wenn es um „Ausländer“ geht, nicht gut. Das Einwanderungland Deutschland leistet sich sowohl auf offizieller Ebene („Es ist Deutschland hier“) wie im Alltag („Reden Sie gefälligst deutsch“) eine Politik der Ausgrenzung und Benachteiligung. Sage mir, wie du mit der Forderung, Türken sollten Türken sein dürfen, umgehst, und ich sage dir, wie deutsch du bist.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-2810244669300623280?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/2810244669300623280/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/02/erdogan-hat-recht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2810244669300623280'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2810244669300623280'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/02/erdogan-hat-recht.html' title='Erdogan hat Recht'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-940312904707681730</id><published>2011-02-24T21:00:00.002+01:00</published><updated>2011-02-25T14:33:27.939+01:00</updated><title type='text'>Deutsch, deutscher, Brot</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die deutschen Nationalfarben sind eigentlich nicht Schwarz, Rot und Gold, sondern Schwarzbrot, Graubrot, Weißbrot. (Im Nebenland Österreich, wo der Ausdruck Graubrot ungebräuchlich bis unbekannt ist, kommt man bei der Trikolore konsequenterweise mit zwei Farben aus: Schwarzbrot, Weißbrot, Schwarzbrot.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Deutschen und ihr Brot: &lt;i&gt;un amour fou&lt;/i&gt;. Kaum eine Erzählungen von jemandem, der länger als eine Woche außerhalb von Deutschlands kulinarischem Hoheitsgebiet verbringen musste, die ohne zu Herzen gehende Schilderungen davon auskommt, wie schreckliches es doch war, kein richtiges Brot zu bekommen. Denn das Brot vom Rest der Welt ist für richtige Deutsche kein richtiges Brot. Nur deutsches Brot zählt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Da wundert es, dass der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerkes erst jetzt die Erstellung eines Deutschen Brotregisters angehen will, in dem die Vielfalt deutscher Brotsorten ordentlich und gründlich erfasst werden soll. Das sei auch als erster Schritt dazu gedacht, so hört man, die deutsche Brotkultur von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkennen und schützen zu lassen. Was für die französische Koch- und Esskultur bereits der Fall sei, müsse auch für der Deutschen tägliches Brot nur recht und billig sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Deutsches Brot für die Welt? Als immaterielles Kulturerbe? Nun ja. Viele verschiedene Namen für im Grunde sehr wenige verschiedene Sorten ergibt eigentlich noch keine Vielfalt, die etwa mit &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;der &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;von Wein oder Käse in Italien oder Frankreich mithalten könnte. Und Brot ist ja schließlich bloß Brot. (Aber das sieht kein richtiger Deutsch ein. Für den ist es eine Weltanschauung.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Zudem haben, wie man beim Durchqueren deutscher Innenstädte unweigerlich bemerkt, die „Backshops“ längst die Bäckereien an den Rand gedrängt. Von Wortwahl und Sache her eigentlich &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;kein &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ausweis besonderen Kulturbewusstseins.&lt;/span&gt; &lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Und die Neigung mancher Deutscher, frisches Brot einzufrieren und wieder aufzutauen, ist, spricht eher für Liebe zur Labbrigkeit als für gehobene Esskultur. Anscheind kommt es vielen gar nicht darauf an, wie ihr Brot schmeckt, sondern &lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;b&lt;/span&gt;loß darauf, dass es &lt;i&gt;deutsch&lt;/i&gt; ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Deutsches Brot sei in aller Welt beliebt, heißt es von verbandsoffizieller Seite. Das stimmt freilich nur mit dem Zusatz: &lt;i&gt;bei den Deutschen&lt;/i&gt; in aller Welt ist deutsches Brot beliebt. Wo ein paar Deutsche dauerhaft wohnen, gibt es bald auch eine &lt;i&gt;German Bakery&lt;/i&gt;. Gäbe es jedoch tatsächlich ein echtes Interesse Nichtdeutscher an „richtigem“ Brot, wäre dieses im Ausland ja nicht so schwer bis gar nicht zu bekommen, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das größte Hindernis auf dem Weg zur administrativen Durchsetzung der Weltgeltung deutscher Backkunst ist jedoch, dass die Bundesrepublik Deutschland dem Übereinkommen zur Erhaltung des Immaterielen Kulturerbes noch gar nicht beigetreten ist … (Anders als übrigens Österreich und die Schweiz.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Welt wird also noch warten müssen, bis sie erfährt, dass &lt;i&gt;Deutsches Brot&lt;/i&gt; zu ihrem kulturellen Erbe zählt. Bis dahin zumindest werden diese Milliarden Unglücklicher wohl weiterhin ihr falsches Brot backen und die in ihre unwirtlichen Gegenden verschlagenen Deutschen sich nach dem „richtigen“ sehnen lassen. Dieses „Brotweh“ ist nun ganz sicher ein typisch deutsches immaterielles Kulturgut. Aber schützenswert?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-940312904707681730?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/940312904707681730/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/02/deutsch-deutscher-brot.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/940312904707681730'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/940312904707681730'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/02/deutsch-deutscher-brot.html' title='Deutsch, deutscher, Brot'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-92051088488773379</id><published>2011-02-19T15:38:00.000+01:00</published><updated>2011-02-19T15:38:55.437+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='politik'/><title type='text'>3 : 1 für Afghanistan</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; text-align: justify;"&gt;Wäre ich zynisch, schriebe ich: „Na bitte, es geht doch. Ein Soldat der Afghanischen Nationalarmee hat jüngst drei Bundeswehrsoldaten erschossen. Nun gehört es ja bekanntlich zum selbsterteilten deutschen Mandat, Afghanen an der Waffe auszubilden. Und siehe da: Der Mann hat getroffen! Ein kleiner Erfolg. Mission erfüllt.“&lt;br /&gt;Ich bin aber nicht zynisch. Allenfalls sarkastisch. Dem Wahnsinn ist nur mit Wahnsinn zu begegnen. Paradoxe Intervention. Als ob man zu einem Selbstmordwilligen auf dem Fenstersims sagte: Na gut, dann springen Sie eben. Aber Sie werden sehen: Unten wird es auch nicht besser …&lt;br /&gt;Krieg ist keine Lösung, sondern ein Problem. Soldaten sind keine Problemlöser, sondern Problemstifter. Schon ein gewisser Jesus soll gesagt haben: „Alle die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.“ (Mt 26,52b) Ist das zynisch? Nein, aber radikal. &lt;br /&gt;Die Bundeswehr hatte in Afghanistan nichts zu suchen und kann dort darum nur verlieren. Unter anderem verloren dort bisher 48 Berufssoldaten ihr Leben und deren Hinterbliebene einen geliebten Menschen. Das ist traurig. &lt;br /&gt;Noch trauriger aber sind die nach oben offenen Opferzahlen unter der sogenannten Zivilbevölkerung, also Menschen, die das Pech hatten, zu falschen Zeit am falschen Ort geboren worden zu sein und deshalb dort leben zu müssen, wo andere Krieg führen wollen. Anders als ihre Mörder hatten sie Töten und Zerstören nicht zum Beruf gemacht, ihr Ableben zur Unzeit, etwa durch einen von einem Deutschen bestellten Luftschlag, war also kein Berufsrisiko.&lt;br /&gt;Dass ihr afghanischer Kollege plötzlich das Feuer auf sie eröffnete, damit hatten die deutschen Militärausbilder zwar sicher nicht gerechnet, aber siehe Mt 26,52. Also Augen auf bei der Berufswahl. Dass Krankenschwestern einander Bettpfannen um die Ohren hauen, kommt wahrscheinlich seltener vor. Gib jemanden aber eine tödliche Waffe, lehre ihn ihren Gebrauch — und er wird sie auch verwenden. Nicht immer erwartungsgemäß. Aber kein Waffengebrauch ist richtig. Taliban erschießen ist nicht besser als auf Deutsche zu ballern. Übrigens wurde der afghanische Todesschütze anschließend selbst erschossen. Wer zur Schusswaffe greift …&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-92051088488773379?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/92051088488773379/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/02/3-1-fur-afghanistan.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/92051088488773379'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/92051088488773379'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/02/3-1-fur-afghanistan.html' title='3 : 1 für Afghanistan'/><author><name>Stefan Broniowski</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07702358466727491527</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_BRHrTSGD1O0/TNra7_y7fcI/AAAAAAAAAEI/Z796fJN0JI8/S220/blog-foto%2B3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6990448807099421060.post-2619639472839051134</id><published>2011-02-16T14:26:00.000+01:00</published><updated>2011-02-16T14:26:29.314+01:00</updated><title type='text'>Ein Vorschlag zur Güte: Der Broniowski-Plan</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ein Vorschlag, der das „Flüchtlingsproblem“ — das eigentlich nur deshalb eines ist, weil man es dazu macht — mit einem Schlag löst: Ich plädiere für die Aufnahme der nordafrikanischen Staaten in die Europäische Union. Tunesien, Ägypten und Marokko sollten sofort beitreten dürfen, Algerien und Libyen, sobald sie sich ihrer derzeitigen Regimes entledigt haben. Dadurch würden beispielsweise die derzeit auf Lampedusa völlig unsinnigerweise Festgehaltenen zu dem, was sie sein wollen: Arbeitsmigranten. Das wäre sinnvoll und gerecht, denn ein bisschen Grenzöffnung und Asylgewährung löst keine Probleme, Wegsperren und Abschieben erst Recht nicht.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Abgeschoben werden könnten, finde ich, jene Dummschwätzer (zum Teil im Ministerrang), die derzeit verkünden, es gebe nach dem Ende der Diktatur keinen Grund für „diese Leute“, ihr Land zu verlassen, sie sollten besser zu Hause bleiben und dort für bessere Verhältnisse sorgen. Wer so realitätsfern faselt, wäre in Nordkorea besser aufgehoben. Dort besteht an Abschottungspolitikern anscheinend noch ein gewisser Bedarf.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wer hingegen auch nur eine geringe Ahnung von der wirtschaftlichen Situation Tunesiens hat, versteht sofort, dass die durchwegs arbeitswilligen und oft gut ausgebildeten Arbeitsmigranten genau das sein wollen und keine Flüchtlinge. Sie wollen kein Gnadenbrot, sondern sich ihr täglich Brot selber verdienen, wollen etwas abhaben vom Kuchen, den Europa sich auf Kosten anderer bäckt. Denn dass Kleptokraten wie Ben Ali (und Mubarak und die Familie al-Saud und …) sich an der Macht halten konnten (und zum Teil noch können), verdanken sie dem Westen, der ihre Repressionsapparate duldete, finanzierte und vom Ausbeutungssystem profitierte. Menschen aus Tunesien und anderen rund ums Mittelmeer gelegenen Ländern im Unionseuropa Arbeit suchen und finden zu lassen, wäre also nichts als ein kleiner Beitrag zum sozialen Ausgleich.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Aber geht denn das, Nordafrikaner in der Europäischen Union? Sie sind ja schon da, nicht nur Frankreich hat sich partiell maghrebinisiert, auch in Wien etwa sind viele Würstelstände längst arabisch. Doch davon ganz abgesehen: Es kommt darauf an, welchen Begriff von Europa man hat. Ich persönlich orientiere mich sozusagen am Römischen Reich. Mir liegen gefühlsmäßig Marokko und Syrien näher als Finnland oder Schweden. Wenn man schon unbedingt die blassen Blonden in die EU aufnehmen musste (und diesen Irrweg mit Island fortsetzen will), dann sollten als Gegengewicht ein paar Orientalen her. Nicht, dass es nicht auch nette Dänen gäbe, aber eine kulturelle Bereicherung sind die Nordländer doch eigentlich nicht. Was wäre außer Knäckebrot und Billigmöbeln je Gutes aus Skandinavien gekommen? Man muss hingegen nur Ortsnamen wie Alexandria, Fez oder Damaskus raunen, um zu spüren, wo unser kulturelles Erbe herstammt.&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nennen wir es den Broniowski-Plan: Aufnahme des Maghreb (inklusive Ägyptens) in die EU. Phase eins. Türkei und Armenien, vielleicht Georgien. Phase zwei. Aufnahme von Syrien und Jordanien. Phase drei. Spätestens dann dürfte sich der sogenannte Nahostkonflikt von selbst erledigt haben, entweder besteht der Staat Israel als anti-muslimische US-Festung fort oder es wurde ein binatioanler Staat Palästina gebildet (oder halt ein Doppelstaat) — und der tritt dann der EU bei. Phase vier abgeschlossen. (Ob Skandinavier und Briten dann noch dabei sein müssen, wäre zu klären.)&lt;/span&gt;&lt;br style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" /&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass dieser Plan die inneren Probleme der Europäischen Union (Demokratiemangel, neoliberale Fixierungen) nicht unmittelbar löst, sei zugegeben. Aber zweifellos wüchse durch eine Orientalisierung die Chance, dass auch das erledigt wird. Wer Ben Ali und Mubarak abgeschüttelt hat, wird auch mit Merkel und Sarkozy — oder wie die Demokratieverhinderer und Kapitalbegünstiger dann heißen — fertig. Vom Orient zu lernen heißt nicht nur, Lebensart zu lernen, sondern vom Orient zu lernen heißt, wahrhaft europäisch zu werden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6990448807099421060-2619639472839051134?l=bronioblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://bronioblog.blogspot.com/feeds/2619639472839051134/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/02/ein-vorschlag-zur-gute-der-broniowski.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2619639472839051134'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6990448807099421060/posts/default/2619639472839051134'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://bronioblog.blogspot.com/2011/02/ein-vorschlag-zur-gute-der-broniowski.html' title='Ein Vorschlag zur Güte: Der Broniowski-Plan'/><author><name>Stefan
